22.08.2011

# Rezensionen

[Rezi] Christopher Paolini – Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter



Inhalt (Klappentext)
Auf der Jagd findet der 15-jährige Eragon einen wunderschönen Edelstein. In der Nacht entschlüpft dem Stein ein Drachenjunges und beschert dem Jungen ein Vermächtnis, das älter als die Welt ist. Eragon wird in einen grausamen Kampf gegen das Böse verwickelt. An seiner Seite: die treue Drachen-Gefährtin Saphira …

Handlung
Eragon, ein Waisenjunge, der bei seinem Onkel und dessen Sohn auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, findet bei einer seiner regelmäßigen Jagdtouren durch den Wald einen großen, glatt polierten Stein. Da er ahnt, dass dieser Stein sehr wertvoll ist, möchte er ihn verkaufen, denn seine Familie befindet sich immer nur knapp vor der Armutsgrenze. Allerdings gelingt es Eragon nicht, einen Abnehmer für den Stein zu finden. Und das ist auch gut so, den wenig später stellt sich nicht nur heraus, dass der vermeintliche Felsbrocken ein Drachenei ist, sondern auch, dass ein paar gruselige Gestalten – Schergen des grausamen Königs – auf der Suche danach sind. Als das Drachenbaby geschlüpft ist, entsteht zwischen ihm und Eragon sofort eine besondere Verbindung, wegen der nun auch Eragon selbst in den Fokus der Verfolger gerät. Mit dem mysteriösen Geschichtenerzähler Brom, der Eragon unter seine Fittiche nimmt und ihm in verschiedene Kampftechniken beibringt, macht er sich auf eine lange und weite Reise quer durch das Land, bei dem er und sein Drache viele Kämpfe austragen müssen. Denn als der einzige Drachenreiter neben dem König selbst stellt Eragon eine große Gefahr für das Imperium dar; stellt er sich nämlich nicht auf die Seite des Königs, könnte er der erste sein, der diesem ebenbürtig ist und somit in der Lage wäre, ihn und sein Reich zu stürzten.

Meine Meinung
Durch die Entdeckung des Dracheneis wird der Bauernjunge Eragon in eine Welt voller Geheimnisse und Gefahren katapultiert. Dafür hat Paolini eine ganz eigene Welt geschaffen, die zwar viele bekannte Aspekte der Fantasy – Literatur verarbeitet, dadurch aber meiner Meinung nach nichts von ihrem Charme einbüßt. Um sich als Leser besser zurechtfinden zu können, ist vorne im Buch eine Landkarte von Alagaesien und seinen angrenzenden Ländern abgedruckt, sodass man jederzeit nachvollziehen kann, wo die Figuren grade rumgurken.
Die Geschichte ist mit über 700 Seiten recht lang und hätte sicher um einiges gekürzt werden können, aber abgesehen von den wenigen zähen Stellen und Eragons wiederholten Ohnmachtsanfällen, ist die Geschichte spannend und abwechslungsreich geschrieben. Besonders fasziniert hat es mich, als ich herausgefunden haben, dass der Autor erst 15 Jahre alt war, als er das Buch geschrieben hat! O.O Das hätte ich wirklich nicht gedacht. Jedenfalls dem Schreibstil merkt man es höchstens bei den teilweise etwas kindlichen Dialogen an. Aber auch darauf bin ich erst im Nachhinein gekommen.
Der Autor schreibt detailreich und anschaulich, sodass man sich wunderbar in die jeweilige Situation oder Umgebung einfühlen kann. Die Beziehung zwischen Eragon und dem Drachen Saphira ist etwas ganz Besonderes und die beiden gleichen sich genau richtig aus. Da der hitzköpfige, unüberlegte Eragon und auf der anderen Seite die erfahrene, vernünftige Saphira. Das Wechselspiel zwischen den beiden und ihre Diskussionen haben mir des öfteren ein Schmunzeln entlockt. Auch das Verhältnis von Eragon und Brom beruht auf einer ähnlichen Konstellation. Da Eragon ja durch sein jugendliches Alter und seine nicht sehr optimale Beziehung noch einiger Unterweisung bedarf, spielt der Geschichtenerzähler eine Lehrer- , Trainer- , und Vaterrolle. Dabei hilft er seinem Schützling, eine große Entwicklung hinzulegen und trägt maßgeblich zum Velauf der Geschichte bei.
Die Story ist an sich ein bisschen verworren, aber dadurch, dass man als Leser die Zusammenhänge immer in schönen kleinen Häppchen serviert bekommt, verliert man eigentlich nie den Überblick über den Kontext und wird nicht mit zu viel Input überfordert.
Als kleines Manko muss ich noch erwähnen, dass oft Ausrufe oder Sätze in einer Art Fantasie-Sprache fallen, die sich nicht so wirklich aus dem Kontext erschließen lassen. Zwar ist ganz hinten im Buch eine Liste mit allen Ausdrücken und dazu ihre Übersetzung, aber auf Dauer war es doch ziemlich nervig, ständig vor- und zurückzublättern.
Aber trotz der kleinen Mängel ist dieser erste Teil der Eragon-Reihe ein gelungener Auftakt und macht Lust auf mehr.

1 Kommentar:

  1. Hallo! :)
    Ich finde deinen Blog wunderschön! *-* Und deine Rezension ist super, ich lese gerade Eragon 1. :)
    Bin jetzt Leserin. :D

    Vielleicht guckst du mal bei mir vorbei und ließt meinen Blog? :))

    http://bookaholics-for-life.blogspot.com/

    Liebe Grüße,
    Lydia

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