30.08.2011

# Rezensionen

[Rezi] Christopher Paolini – Eragon. Der Auftrag des Ältesten


Originaltitel: Inheritance Trilogy 2: The Eldest
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Fantasy
Reihe: Eragon-Reihe, Teil II
Seitenzahl: 800

Teaser:
Auch ihr bereitete die Gegenwart von Magiern Unbehagen. Selbst Eragon vertraute sie nur deshalb, weil er ein Drachnreiter war - obwohl das, wie man an Galbatorix sah, kein Beweis für Tugendhaftigkeit war - und weil Eragon ihr Gefolgschaft geschworen hatte und sie sich sicher war, dass er dieses Gelübde niemals brechen würde.

Achtung - Spoilergefahr!*Achtung - Spoilergefahr!*Achtung - Spoilergefahr!

Handlung
Die erste Schlacht gegen den Herrscher Alagaesias ist gewonnen, doch die Rebellen haben schwere Verluste erlitten. Neben Murthag, Eragons Vertrautem und Freund, ist der König der Varden bei einem letzten Überraschungsangriff ermordet worden, sodass ein neuer Anführer gewählt werden muss. Der Rat der Ältesten wählt die Tochter des verstorbenen Königs Nasuada. Für Eragon bedeutet das zum ersten Mal, dass er sich seines Einflusses in die Machtverhältnisse bewusst werden und Position beziehen muss. Auch die junge Nasuada muss sich gegen weitaus ältere und erfahrenere Krieger behaupten, damit sie nicht zu deren Spielball wird.
So beginnen die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Krieg zwischen Galbatorix, dem mächtigsten Drachenreiter des Landes, dessen riesigem Imperium und den Geschöpfen - Menschen, Elfen, Zwergen, Drachen - die seine tyrannische Herrschaft beenden wollen.
Dazu muss Eragon seine Fähigkeiten als Drachenreiter ausbilden und eine harte Lehrzeit weit weg von den Varden - bei den Elfen - verbringen. Gemeinsam mit seinem Drachen Saphira absolviert er ein hartes Training, damit die beiden sich in ihrer körperlicher und magischer Kraft weiterentwickeln können. Die Varden ihrerseits mobilisieren alle Streitkräfte, die sie zur Verfügung haben und suchen sich überall Verbündete, um Galbatorix Untergang herbeizuführen.
In Eragons Heimat geht es währenddessen ähnlich kämpferisch zu. Das gesamte Dorf droht ausgelöscht zu werden, weil Roran - Eragons Cousin - von Schergen des Imperiums gesucht wird und die Dorfbewohner sich weigern, ihn auszuliefern. Als letzte Möglichkeit bleibt nach langem Widerstand nur die kollektive Flucht zu den Varden; ein gefährliches Unterfangen, die zum Teil verletzten und alten 400 Menschen durch das ganze Land zu schmuggeln.

Meine Meinung 
Mit seinen über 800 Seiten ist das Buch ja schon ziemlich gewaltig. Aber die vielen Seiten werden gut gefüllt. Die Geschichte besteht aus drei parallel laufenden Handlungssträngen: Eragons Ausbildung, die Kämpfe und Flucht der Dorfbewohner und Roran und die Entwicklungen bei den Varden. Dabei verliert man nicht den Überblick, was gerade jeweils geschieht, denn Paolini widmet immer ein paar Kapitel zusammenhängend der einen Teilgeschichte und schwenkt danach über zu einem der anderen.
Wie auch schon beim ersten Teil dieser Reihe finde ich den Schreibstil des Autors wirklich total toll. Er fesselt, verbildlicht und ist einfach insgesamt schön rund. Die Handlung schließt nahtlos an die des ersten Teiles an, der bei dem Ende der ersten Schlacht gegen Galbatorix' Streitmacht aufhört. An jeder Ecke der Geschichte halten sich Überraschungen - positive und schockierende - für den Leser bereit, sodass man eigentlich kaum zur Ruhe kommt, weil ständig etwas neues aufregendes passiert.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es für mich in diesem Buch etwas zu sehr auf Kleinigkeiten ankommt. Man kann eigentlich gar nichts unwichtiges herausfiltern, weil auf eine Weise jedes noch so winzige Detail wichtig ist, um den Gesamtzusammenhang zu verstehen. Das macht die Geschichte teilweise ein wenig zäh, was bei der relativ hohen Seitenzahl bei mir ab und an leichte Frustrationsgefühle aufkommen ließ.
Nichtsdestotrotz ist dieser zweite Band ein würdiger Nachfolger für den ersten Teil. Er ist im Durchschnitt nicht ganz so actiongeladen, weil er einfach mehr in die Länge gezogen wurde und deshalb das Gesamtbild doch ein klitzkleines Bisschen schwächer ist. Aber er entspricht trotzdem ganz den Anforderungen, die an einen Folgeband gestellt werden: er klärt viele Fragen des ersten Teils, wirft aber fast noch mehr neue auf, stellt einen fließenden Übergang zum ersten Teil dar und hat einige Überraschungen parat, die ich so beim besten Willen nicht erwartet hab.

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