13.08.2011

# Rezensionen

[Rezi] Suzanne Collins – Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe


Achtung! Spoilergefahr! - Achtung! Spoilergefahr! - Achtung! Spoilergefahr!
Inhalt (Klappentext)
Spürst du, was sie wirklich fühlt? Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod.

Handlung
Die Hungerspiele sind vorbei und die beiden Gewinner Katniss und Peeta touren durch das Land, um ihren Sieg wie es Brauch ist, überall feiern zu lassen. In Panem allerdings herrscht Unruhe – die große Armut der Bevölkerung und die repressive Regierung haben die Wut und die Unzufriedenheit der Menschen geschürt. Durch den beispiellosen Doppelsieg der beiden Tribute aus Distrikt 12 bekommen sie Hoffnung darauf, dass das Kapitol nicht unbesiegbar ist.
Während immer mehr Aufstände ausbrechen, bahnt sich das Jubiläumsjahr der Hungerspiele an. Und weil sich die Spielmacher bei einem Jubiläum immer etwas besonders ungewöhnliches ausdenken, werden diesmal keine Kinder in die Arena geschickt, um die Spiele auszutragen, sondern es wird zwischen den Tributen ausgelost, die schon einmal gewonnen haben. Und zusätzlich zu diesem Problem weiß Katniss immernoch nicht, wem jetzt eigentlich ihr Herz gehört- Peeta oder Gale?

Meine Meinung
Dieser zweite Teil der Panem – Trilogie hat für mich alles, was im ersten Teil gefehlt hat. Endlich schwelt die Stimmung vor angestauter Wut und Verzweiflung, die sich bis ins Unerträgliche steigert. Und endlich bäumt sich das Volk auf gegen das System, startet Versuche, zurückzuschlagen und die Regierung zu stürzten.
Und wer steckt nicht nur mittendrin und ist auch noch unwissenderweise diejenige, auf der alles aufbaut, die der Gegenbewegung Hoffnung und ein Gesicht gibt? Natürlich Katniss, die immernoch in ihrem Liebesdilemma steckt und obendrein auch noch sich und ihre Liebsten vor der Rache des Staates schützen muss. Denn auch diesem ist nicht entgangen, was der Doppelsieg – den Katniss ja maßgeblich herbeigeführt hat – bei der Bevölkerung von Panem für eine Wirkung hatte. Wie als Komplott der Staatsoberhäupter, um den Geist der Revolution zu schwächen, müssen Katniss und Peeta zusammen mit 22 andern ehemaligen Siegern der Hungerspiele zurück in die Arena und erneut kämpfen. Aber diesmal ist alles anders. Gegner sind nun nicht mehr ein Haufen eingeschüchterter Kinder. Gegner sind die anderen Tribute, die alle schon einmal lebend aus der Arena ausgebrochen sind. Und noch einen Gegner gilt es zu bekämpfen – denn auch und gerade von der Arena aus können Katniss und die anderen die Revolution unterstützen.
Die Geschichte spielt sich also immer noch auf einer sehr romantischen und verklärenden Ebene ab: im Mittelpunkt stehen meistens nach wie vor die Gefühle von Katniss. Aber im Gegensatz zu dem ersten Band, der mich in diesem Punkt ja nur bedingt überzeugt hat, finde ich, dass es dieses Mal der Autorin wunderbar gelingt die eine Gefühlsebene mit der anderen, der meiner Meinung nach viel wichtigeren zu verbinden. So beschäftigt man sich beim Lesen nicht nur damit, wen Katniss jetzt eigentlich in Wahrheit liebt und wie verwirrt sie doch ist, sondern auch mit der Angst, die in den Distrikten herrscht, als die Regierung immer härtere Maßnahmen ergreift, um das Volk zu unterdrücken. Es geht um psychologische Kriegsführung und strategisches Manipulieren auf beiden Seiten und das fand ich ungemein spannend. Die Darstellung der Grausamkeiten, die verübt werden, war im ersten Buch zwar auch schon sehr anschaulich, aber in Verbindung mit der Atmosphäre, die hier ungleich dichter dargestellt wird, ist alles viel verstörender und ergreifender. Auch die Tatsache, dass das Ganze mit einem Cliffhanger endet, gefällt mir gut, denn es lässt erwarten, dass der dritte Teil wieder mindestens genauso gut werden wird.
Der Kitsch des ersten Buches wird in diesem Band auf ein erträgliches Maß reduziert und dafür wird mehr Augenmerk auf die Politik und das Leben in Panem gelegt. Eine für mich sehr zufriedenstellende Entwicklung. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

1 Kommentar:

  1. Ich finde diesen zweiten Teil am schlechtesten von allen dreien...weil es für mich einfach ein Klischee des ersten ist...

    Lg Lisa...

    Ich hab dich getaggt...wär toll wenn du mitmachen würdest..!

    http://mybloglilifeen.blogspot.co.at/2012/11/getaggt.html

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