10.11.2011

Kongnitive Defizite Oder: Was ist denn hier los?!

Seit einigen Tagen verwirre ich mich selbst. Das ist ziemlich tragisch, weil dadurch mein ohnehin meist schon überdurchschnittlich hoher Verwirrtheitsgrad noch gesteigert wird und ich damit alle Personen, die sich in meinem nähren (und auch entferneteren) sozialen Umfeld bewegen, anstecke. Von außen betrachtet ist das vielleicht ganz amüsant, aber spätestens wenn man dank meiner Wenigkeit Puderzucker in den Haaren hat oder hinter dem falschen Bus herrennt, um dann an dessen Endstation festzustellen, dass man die ganze Zeit in die falsche Richtung gefahren ist, macht das nicht mehr soooo viel Spaß.
Worauf ich aber eigentlich hinaus will ist, dass mein Leseverhalten auch absolut merkwürdig geworden ist in den letzten Tagen und ich deshalb grade gar nicht mehr klarkomme :P Es liegen hier nämlich zur Zeit 5 (!) angefangene Bücher herum und heute Abend werde ich wahrscheinlich das sechste beginnen. Und das ist eigentlich so gar nicht meine Art zu lesen. Mehr als zwei Bücher parallel gibt es nicht. Aber das schlimmste kommt erst noch: man kann nämlich in diesem Fall eigentlich gar nicht von lesen reden. Denn was hier momentan läuft sieht in etwa so aus: Ich hab voll Bock drauf, zu lesen. Ich weiß aber nicht genau, worauf. Ich fange ein Buch an. Es gefällt mir richtig gut. Nach ungefähr 30 Seiten fällt mir irgendwas ein, was unbedingt noch erledigt werden muss. Danach habe ich keine Lust mehr auf das angefangene Buch. Hab aber voll Bock zu lesen. Weiß aber wieder nicht genau, worauf, sondern nur, worauf eben nicht (nämlich auf das erste Buch). Und fange ein neues an. Und das geht dann so weiter und weiter und jetzt sitze ich hier und überlege ernsthaft, eine kleine Zwangspause einzulegen und mehr fern zu sehen. Oder mehr für die Uni zu tun. Oder so. Aber das gefällt mir dann auch wieder nicht :P
 Offensichtlich befinde ich mich gerade in einer sehr schwierigen Phase. Also lesetechnisch. Als Erklärungsmodell habe ich folgende Selbstdiagnose gestellt: bipolare affektive Störung. Ganz eindeutig. Bipolar, weil ich zwischen den zwei Stimmungen "Lesen! Lesen! Lesen!" und "Mooooaaaaah, keine Lust" hin- und her schwanke. Affektiv, weil das ganze für mich emotional sehr aufgeladen ist und das mit der Störung muss ich wohl nicht näher erläutern ;D
Ich werde nun also alle meine Bücher quasi reseten und wieder zum SUB legen. Heute fange ich dann wieder ganz von vorne an und such mir ein neues aus. Und wenn ich dann da auch nicht hängen bleibe, heißt es wohl --> "ab auf die Couch" oder so ähnlich - zum fernsehn natürlich :D

Kommentare:

  1. so geht es mir derzeit auch: ich überlege, welches Buch ich lese, nehme mir eines, fange es an und überlege, ob ich nicht doch lieber ein anderes lesen will. aber ich halte mich immer zurück und bleibe dann bei einem ^^

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  2. Wie geil, ich mag deinen Post..so geht's mmir auch manchmal^^..ist schon okay, das geht vorbei :D

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  3. :D
    Danke, ihr beruhigt mich. Habe ja wirklich schon an mir gezweifelt ;)
    Langsam wirds auch wieder besser und meine Aufmerksamkeitsspanne wird wieder größer ;D

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