16.12.2011

# L(i)ebenswert

[Gerede] Weihnachtsshopping extreme

Es gibt heute viele, die es statt mit Dynamik mit Hektik versuchen.  
Peter Horton

Wobei die Grenze zwischen Hektik und Dynamik wohl fließend ist. Zumindest bei mir. Aber heute tendiere ich eher zur Dynamik, denn: Es ist vollbracht!
Endlich habe ich sie alle zusammen: die Weihnachtsgeschenke für meine Liebsten!
Aber ein bisschen Stress war schon dabei.
Wobei ich mir den ja immer selbst verschulde. Da ich nämlich dem Wahn verfallen bin, möglichst zeit- und energiesparend durchs Leben zu schreiten (...schreiten ist vielleicht nicht ganz die passende Wortwahl - stapfen trifft es wohl eher), ist natürlich ein enorm hohes Organisationstalent von Nöten. Was ich nicht habe. Weshalb ich am Ende doch im Chaos versinke und sowohl Zeit - als auch Energieersparnis den erhöhten Adrenalinspiegel meines Bluts nicht ausgleichen können.
Die letzte Woche über habe ich mich intensiv mit den Geschenken auseinander gesetzt. Man muss ja zuerst mal die Lage sondieren, sich selbst inspirieren (lassen^^) und dann das ganze noch einmal erorieren. Heißt im Klartext: jedes Mal, wenn mich jemand über den Weihnachtsmarkt geschleppt hat oder ich durch das ortsansässige Kaufhaus hetzten musste, habe ich mich nebenbei umgeschaut und im Kopf eine Liste ausgearbeitet, was ich wem denn schenken könnte. Und gestern Abend war es dann soweit: ich hatte für alle eine wunderbare - oder zumindest nicht ganz bescheuerte - Idee und heute war dann der Tag der Tat: ich zog los, um alle Geschenke auf einmal zu besorgen. Spart Zeit und Energie. Alles in einem Rutsch. Das ist in der Theorie sehr schön, vor allem, weil jedes der Dinge so ungefähr in Buchgröße und -gewicht sein sollte und ich somit in der Lage war, auch alles auf einmal zu transportieren. Die Praxis sieht aber dummerweise nicht ganz so rosig aus. Das liegt zum einen daran, dass ich auch bei noch so guter Planung immer irgendwas vergesse. Zum anderen liegt es an der allgemein herrschenden Torschlusspanik, die die Menschen dazu bringt, wie panische Hamster im Kreis zu rennen und hysterisch nach passenden Geschenken zu suchen.
Um Problem Nummer zwei zu umgehen, bin ich extra heute morgen losgefahren, denn als Studentin ist man ja zeitlich flexibel. Hat auch gut geklappt. Mit einem genauen Stationenplan im Kopf, in welchem Laden ich anfangen sollte und wie es dann weiterging. Ich kam gut durch, hakte meine Liste ab, alles war schön. Doch dann! Problem Nummer eins: mir fiel ein, dass ich, wenn ich nicht verhungern wollte, unbedingt ganz dringend Brot kaufen musste. Tjaaa, also war dann leider mein Stationenplan im Eimer und auch mein perfekt gestalteter Zeitplan, der dummerweise ziemlich eng getaktet war, denn ich bin - weil ohne Auto - auf die Willkür der Fahrplanersteller bei der hiesigen Verkehrsgesellschaft angewiesen. Also durfte ich am Ende beladen wie ein Packesel - und das meine ich nicht metaphorisch! - fast zwanzig Minuten auf den nächsten Bus warten. Aber ich bin mir sicher, dass das trotzdem nicht so lange gedauert hat, wie wenn ich die Geschenke alle einzeln und unabhängig voneinander gekauft hätte. Jawohl.
Und jetzt, wo ich zu Hause im Warmen sitze und mich dieses tolle Erfolgserlebnis-Gefühl überkommt muss ich sagen: selbst wenn nicht, war es das trotzdem wert ;)

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