24.04.2012

[Rezi] Sarah Eder - Herr Leben, die Rechnung bitte!

Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Roman
Seitenzahl: 276


Teaser:
Hume hat ja bekanntlich gesagt, dass induktive Schlüsse, also vom Einzelfall zum Universalfall, logisch nicht gültig sind. Das heißt auch wenn ich 1000 Mal beobachte, dass Hunde bellen, kann ich nicht sagen, dass alle Hunde bellen. Und das ist doch schon irgendwie tröstlich. Hume macht Hoffnung. Auch wenn ich 1000 Mal versage, darf ich nicht sagen, dass das immer so seon wird. Das ist eben nciht logisch gültig.


Handlung
Hannah - mit "h" am Ende - ist Linguistik-Studentin in Salzburg. Deshalb zerlegt sie auch gerne jedes Wort in seine kleinsten Teile und wendet wissenschafltiche Theorien kluger Köpfe auf das Leben im Allgemeinen und ihres im Speziellen an. Als sie dann von Felix, ihrem Quasi-Freund, sitzen gelassen wird und dieser nach Portugal abreist, können Hannah aber erstmal weder Darwin noch Shakespeare helfen, ais ihrer depressiven Stimmung herauszukommen. Und zu allem Überfluss zieht ihre Therapeutin, welche sie ursprünglich besucht hat, um ihre Versagensängste bezüglich des Studiums in den Griff zu kriegen und die ihr mit der Zeit eine wichtige Bezugsperson geworden ist, ausgerechnet wegen der Liebe in eine andere Stadt. Un lässt Hannah allein mit Herrn Leben. Selbiger ist nämlich die organisierte Vertretung und übernimmt alle Patienten einschließlich Hannah. Anfangs sträubt sie sich dagegen, doch bald gelingt es Herrn Leben mit seinen unkonventionellen Methoden Hannah wachzurütteln und wieder auf die richtige Spur zurückzubringen.

Meine Meinung
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich liebe dieses Buch! Es erzählt die Geschichte einer chaotischen, zwar irgendwie typischen aber dennoch vollkommen einzigartig gezeichneten Studentin, die nicht nur ihren Liebenskummer verarbeiten muss, sondern auch ihre allgemeine Einstellung zu ihrer Person und dem Leben zu überarbeiten hat, um dieses endlich wieder genießen zu können. Passenderweise heißt der Mensch, der ihr dabei hilft Leben mit Nachnamen. Mit seiner zynischen Art ist er sowohl für Hannah als auch für den Leser ein Mittelding zwischen unheimlich sympathisch und schrecklich anstrengend.
Mit Hannah konnte ich mich vom ersten Moment an identifizieren. Wahrscheinlich, weil viele Parameter, die das Leben beeinflussen, auf uns beide zutreffen: Anfang bis Mitte 20, Studentin, eigentlich motiviert und total begeistert vom Studium aber gleichzeitig total unsicher und überfordert damit und dem "Erwachsensein". Welcher Student kennt schließlich nicht die horrend wachsende Liste an Aufgaben und Verantwortungen, die einem plötzlich vor die Nase geknallt wird. Damit muss man ja überfordert sein. Und dann sind da natürlich auch noch die Männer. Das leidige Thema. Viele im Grunde total bekloppte Gedanken, die die Autorin Hannah in den Kopf schreibt, habe ich in ähnlicher Weise schon oft bei mir selber entdeckt und ich muss sagen, es ist doch sehr beruhigend und lustig gleichzeitig, damit nicht alleine zu stehen. Denn laut aussprechen würde ich das teilweise nie niemals, vor allem, weil einiges auch eher unkonkret im Kopf rumgeistert.
Jedenfalls dreht sich die Story rund um Hannahs Leben. Dabei ist die keine 0/8/15 - Identifikationsfigur, sondern durchaus ein schrulliger Charakter mit einigen Ecken und Kanten, der manchen Lesern sicher auf die Nerven fallen kann. Das liegt zum Teil sicher auch daran, dass sie immer wieder in sprachwissenschaftliche Exkurse abschweift und wissenschafltiche Theorien auseinander pflückt. Mir als Germanistik-Studentin hat das extrem gut gefallen. Aber es könnte den ein oder andern doch langweilen. Nur so als Warnung. Wer davor aber nicht zurückschreckt, erlebt mit, wie Hannah von Herrn Leben hilfe zur Selbsthilfe erhält und herausfindet, wieso genau es ihr so schlecht geht. Es liegt wie oftmals an ihrer Grundeinstellung, die sie mit Hilfe von vier zentralen Fragen ergründen und ändern soll. Bei der Suche nach Antworten entwickelt sie sich langsam zu einem Menschen, der zwar nicht frei von Fehlern ist und auch nicht aus seiner Haut kann, aber der mit sich und seiner Umgebung umgehen kann. Die Figur (die andern Charaktere sind nicht so ausgiebig beschrieben und bleiben eher im Hintergrund) ist sehr lebensnah angelegt und es macht großen Spaß, sie bei ihrem Weg zur Selbstfindung zu begleiten.
Alles in allem keine allzuschwere, aber dennoch eine berührende Geschichte. 5 Wölkchen von mir!



Ganz herzlich danken möchte ich BloggDeinBuch und dem epidu - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Hier könnt ihr es euch bei Amazon ansehen :)

18.04.2012

[Gerede] Wer braucht schon Steven King?

Wenn es kommt, kommt es dick. Und zwar ganz dick.
Dieses verdammte „es“ ist so fett in mein Leben geplatzt, dass ich mich gar nicht mehr bewegen kann, ohne in irgendeiner Form anzuecken. Und jetzt bemühe ich mich verzweifelt, „es“ zu einer Abspecktherapie zu bewegen. Momentan bin ich die Unterlegene.
„Es“ hat sich letzte Woche unangekündigt und unerwünscht bei mir eingemietet. Von da an ging es bergab. Erst mit meinem ach so ausgeklügelten Stundenplan, bei dem spontan von oberster Stelle einige Änderungen vorgenommen wurden und ich nun dank deren absoluter Talentfreiheit in puncto Organisation nicht alle meine Kurse belegen kann. Dann meinte „es“, dass es unheimlich amüsant wäre, meine Sportklamotten dem DRK zukommen zu lassen und ließ selbige aus diesem Grund in den Weiten der Umkleidekabine verschwinden. Wenn demnächst ein Penner am Bahnhof mit einem knallengen, orangefarbenen T-Shirt rumsitzt, auf dem kleine Schmetterlinge und Glitzersteinchen sind, weiß ich ja Bescheid. Der Hallenwart findet alles…
Und neben allerlei Kleinkram, der das zum Überlaufen fast bereite Fass weiter füllte (Kopfhörer kaputt, Handy kaputt, keine Schoki mehr da, die Bahn hat mal wieder saftig ihre Preise erhöht, und so weiter und so weiter…), trat dann auch noch der Mega-Super-GAU (es können im Grunde gar nicht genug Superlative sein, um die Katastrophe zu beschreiben) ein: mein Laptop ist hinüber. Diagnose: Mainboard und Festplatte zerstört. Bei letzterer kann man vielleicht noch was retten. Was wünschenswert ist. Und jetzt sitze ich hier. Quasi nackt und bloß ohne meine Daten, vollkommen verloren im Uni-Dschungel ohne meinen Lappi.
Und an allem ist nur „es“ schuld! Wer braucht schon Steven King? Ich hab mein eigenes „es“ und das ist viel gruseliger als jeder Roman.
Das fiese kleine Männchen in meinem Kopf übersetzt „es“ ja mit „meine eigene Blödheit“. Damit sich meine tendenziell eher depressive Stimmung nicht zu einer ausgewachsenen Manie entwickelt, versuche ich mir allerdings folgendes einzureden: „es = große Pechsträhne“. Mit leider nur mäßigem Erfolg.
Jedenfalls habe ich jetzt zwei Möglichkeiten:
1. In Selbstmitleid baden. Gestern erfolgreich ausprobiert. Sehr befreiend. Birgt allerdings die Gefahr der Dehydrierung, weshalb Möglichkeit 2
Geld beschaffen, um finanzielles Loch zu stopfen und durch Aktivität keine Zeit mehr für dumme Gedanken zu haben zum Plan A wurde. Also bin ich auf Nebenjob-Suche. Was sich als schwieriger herausgestellt hat, als ich mit meiner arbeitsmarkttechnisch optimistischen Einstellung erwartet habe. Wenn mich nochmal jemand aufs Weihnachtsgeschäft vertröstet, werde ich ihn mit meiner gesamten Oster-Dekoration bewerfen.
…und dann müsste ich mir neue kaufen. Klingt plötzlich doch sehr verlockend, das Weihnachtsgeschäft. Und beginnt das nicht eh schon im August?

14.04.2012

Music Day Saturday N°21

Wie jeden Samstag gibt's auch heute wieder den Music Day Saturday - der Tag in der Woche, an dem ich euch ein paar meiner Lieblingslieder präsentiere! :D
Da die Uni wieder angefangen hat und ich mich deshalb nicht mehr im elterlichen und damit schallempfindlichen Heim aufhalte, sondern in meinen fast eigenen vier Wänden, kann ich mich nun was Lautstärke und Musikrichtung angeht, endlich wieder austoben. Was natürlich nicht heißt, dass ab jetzt nur noch unmelodisches Getöse durch das Haus schallt. Denn wie ist es nunmal im Leben: was man kriegen kann, will man nicht. Und da weder Schwesterlein noch Eltern für einen gesteigerten Aggressionshaushalt bei mir sorgen können und keine kindischen Trotzreaktionen bei mir heraufbeschwören (700 Kilometer Entfernung haben auch Vorteile), lasse ich es eigentlich momentan etwas leiser angehen. Trotzdem musste und muss meine Playlist diese Woche sehr schwungvoll sein, damit ich für alle anstehenden Arbeiten hochmotivierende Untermalung hatte und habe. Und jetzt kommen drei kleine, in Dauerschleife laufende Motivationshelfer :D


1. Olly Murs - Heart Skips A Beat



2. Sean Paul - She Doesn't Mind



3. Mya - Do You Only Wanna Dance



Dann mach ich jetzt mal weiter - heute heißt es Fenster putzen *yeahi* ;P Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende wünsche ich euch

13.04.2012

[Happy 2012] Tierisch viel Spaß Teil II

Weiter geht's! Mehr oder weniger fleißig "arbeite" ich meinen persönlichen Masterplan für 2012 ab. Bisher kann ich zwar nicht behaupten, dass ich die Erfüllung der Ziele mit unverhältnismäßig großer Mühe verfolge, aber es läuft trotzdem :D
Hauptsächlich vielleicht, weil ich einfach mehr oder weniger in Aktionen reinrutsche, die ein von mir gestecktes Zeil beinhalten. Wie auch dieser Punkt auf der Liste:
Ein Konzert besuchen → check!

Der aufmerksame Leser wird sich vielleicht erinnern, dass ich hier von einer doppelt tollen und unglaublich mega fetten Geburtstagsüberraschung meiner zwei Lieblingsfreundinnen für mich geschrieben habe. Den Tag verbrachten wir daraufhin im Frankfurter Zoo, was allein schon total lustig war. Aber das Hauptgeschenk und das eigentliche Ziel des Ausflugs fand erst Abends statt - Simple Plan sind nämlich (immernoch) auf Deutschland-Tour und für ihre erste Station waren in der Nähe von Frankfurt! Seit Jahren habe ich hin und wieder regelrechte Simple Plan - Phasen (man könnte es auch rekressive oder postpubertäre Phase nennen^^) und momentan befinde ich mich wieder in einer solchen. Nach dem Konzert, das erwartungsgemäß hammergeil war, natürlich noch mehr als vorher. Ein paar Bilder gibt's natürlich auch (die Qualität tut mir leid, aber ich kann einfach auf Konzerten nicht stillhalten und entsprechend verwackelt und schwammig sind dann auch die Bilder. Aber man muss Prioritäten setzen ;D )



Das Logo der Tour in groß...


...und in klein auf meinem T-Shrit. Es lebe das Merchandising! :D





Und das ist überhaupt fast mit das Beste: iiiiiich hab einen original Drumstick. Vom Schlagzeuger persönlich ins Publikum geworfen! :D Fairerweise muss man sagen, dass ich ihn nicht gefangen habe, sondern die Metal-Konzert-und-damit-extrem-Pogo-erfahrene Freundin hat sich in die Menge geworfen und ihn für mich erkämpft! ♥ 

10.04.2012

[Award] Aller guten Dinge sind 3 :)



Gleich doppelt erreichte mich gestern ein ganz herzlicher Award; und zwar einmal von der lieben Steffi und einmal von der lieben Alisia. Ein ganz dickes Dankeschön an euch beide! Ich freu mich natürlich riesig darüber :D Mir ist leider grade schleierhaft, wie ich geschickt eine Verbindung zum Post-Titel herstellen könnte, indem ich anmerke, dass dies mein dritter Award ist. Deshalb muss das jetzt so plump sein - nächstes Mal gebe ich mir wieder mehr Mühe, aber nach dem ersten anstrengenden Tag an der Uni ist mein Gehrin zu literarisch wenigstens etwas anspruchsvollen Überleitungen nicht mehr fähig ;)
So, genug gelabert. Wie immer gibt es den Award nicht einfach so, sondern ist verknüpft mit ein paar Regeln. Und hier sind sie - mal ganz exotisch auf Englisch:

  1. Copy and paste the award on your blog.
  2. Link back to the blogger who gave you the award.
  3. Pick your five favorite blogs with less than 200 followers and leave a comment on their blog to let them know they have received the award.
  4. Hope that the five blogs chosen will keep spreading the love and pass it on to five more blogs!
(Ihr könnt ja hoffentlich Englisch <3)

Nummer 1 und 2 sind ja schonmal erledigt. Weiterreichen werde ich den Award an diese tollen Blogs, in die ich regelmäßig und wirklich gerne reinschaue. Ich hab darafu geachtet, dass sie auch wirklich weniger als 200 Leser haben, damit a) die Regeln eingehalten werden und weil ich b) finde, dass diese Blogs diese 200 Leser verdient hätten und Werbung immer toll ist :D


Hoffentlich freut ihr euch und fangt baldmöglichst an, die Liebe schön weiterzugeben ;D

09.04.2012

[Rezi] Mahjgull Axelsson – Eis und Wasser, Wasser und Eis

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: Is och vatten, vatten och is
Genre: Erzählung
Seitenzahl: 542


Teaser:
Susannes Großmutter schenkte ihm jetzt seit acht Jahren kleine weiße und schwarze Deckchen, seit er ihr als Elfjähriger anvertraut hatte, dass das die Farben des Fußballvereins von Landskrona waren und dass er in diesem Verein spielen wollte, wenn er groß war. Sie waren so hässliche, dass es ihn schon fast gruselte.



Handlung
Eine Forschungsexpedition durch das Polarmeer. Die Oden, der Eisbrecher, der für die Tour ausgesucht wurde, transportiert die bunt durchmischte Gruppe aus alten und jungen Wissenschaftlern, der Besatzung und der Krimiautorin Susanne, die die Forschungsreise begleiten darf, um in der spröden Einsamkeit des Atlantiks Inspiration für ihr neues Buch zu finden. Doch sehr beängstigende Dinge geschehen in ihrer Kabine. Irgendjemand verschafft sich heimlich Zutritt und schmiert Sachen an ihren Spiegel, durchwühlt ihre Unterwäsche und dergleichen mehr. Logischerweise kann es nur ein anderes Mitglied der Reise sein, also jemand, mit dem sie täglich drei Mahlzeiten zu sich nimmt und ständig zusammen ist. Sie hat keine Idee, wer es sein könnte und verdächtigt demzufolge erstmal grundsätzlich jeden. Auf ihrem Weg zur Entlarvung des Täters muss sie sich intensiv mit verdrängten Details ihrer Vergangenheit auseinandersetzten, denn diese ist der Schlüsse.

Meine Meinung
Aufarbeitung der Vergangenheit ist das zentrale Thema dieses Romans. Der Rahmen dafür ist zwar die Geschichte mit dem Eindringling in Susannes Kabine, die sich zunächst wie ein Kriminalroman anhört, doch der Kernpunkt des Buches ist Susannes Verarbeitung eines, wie sie glaubte, endgültig verdrängten Ereignisses ihrer Jugend.
Susannes Familiengeschichte ist vielschichtig verstrickt und ihre Probleme entstanden weit vor ihrer Geburt. Ihre Mutter Inez und deren Zwillingsschwester Elsie wuchsen in chaotischen Verhältnissen und alles andere als geborgen auf. Elsie bekam einen unehelichen Sohn, das sie nicht wollte, deshalb als Funkerin zu See fuhr und Inez die Erziehung überließ. So wuchsen Björn und Susanne wie Geschwister auf, und Susanne spürte immer, dass Björn Inez' Liebling war. Als Björn dann mit seiner Band den Durchbruch schaffte und in Schweden ein gefeierter Superstar wurde, war Susanne endgültig abgemeldet. Und so beschreibt die Autorin, wie sich die Umstände, in die man hineingeboren wird, auf die gesamte Persönlichkeit eines Menschen auswirken und noch Generationen danach die Folgen davon zu tragen haben.
Die Handlung switcht nicht nur zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sondern teilweise auch zwischen den Perspektiven verschiedener Personen. Deshalb weiß man anfangs noch gar nicht, worauf die Autorin hinaus und was sie einem eigentlich sagen will. Mit fiel der Einstieg nicht leicht, aber als sich dann Schritt für Schritt das Beziehungsknäul für mich entwirrt hat, konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Der Schreibstil ist einfühlsam und bildet die unterschiedlichen Atmosphären sehr gut nach; sei es die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere oder einfach die Beschreibung der zauberhaften Eislandschaft des Polarmeers. Die Figuren sind glaubwürdig dargestellt und gut ausgearbeitet; allen voran natürlich Susanne, deren Gedanken und Gefühle die Identifikationspunkte der Geschichte sind. Aber auch die anderen Personen überzeugten mich auf ganzer Linie.
Das Ende dagegen hat mich nicht so richtig überzeugt; es hat dann doch alles ein bisschen zu glatt zusammengepasst – aber dafür ist es ja auch kein Krimi. Trotzdem gibt es ein bisschen Abzug, wie auch für den schwierigen Einstieg, sodass ich am Ende immernoch gute 3 Wölkchen vergebe.


08.04.2012

[Stöckchen] Lieblinge



Hier habe ich gestern ein super schönes Stöckchen entdeckt und natürlich gleich eingepackt - schließlich habe ich nach langer Stöckchen-Abstinenz mal wieder Lust drauf gehabt! :)


1. Mein Lieblingsgenre ist...

Ich lege mich da überhaut nicht gerne fest, denn mein Buchgeschmack ist sehr breit gefächert und ich wechsele zwischen vielen Genres ab. Hauptsächlich sind das wohl historische Romane, Thriller und momentan auch sehr gerne Fantasy und Erzählungen, die sich keinem eindeutigen Genre zuordnen lassen.


2. Mein Lieblingsbuch ist...



Es gibt einige Bücher, die etwas ganz besonderes für mich sind, und die ich immer und immer wieder lesen kann. Ein Buch, das selbst in der Gruppe dieser "elitären" Büchern noch ganz weit oben auf der Liste steht, ist "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón. Ich liebe die Geschichte, die Sprache, die düstere Stimmung und überhaupt! Bücher, die sich um Bücher drehen, haben es mir ja sowieso angetan und dieses Exemplar ist ein Paradebeispiel für eine poetische und faszinierende Liebe zum geschriebenen Wort, die nicht nur durch den Inhalt, sondern auch und gerade durch die Form vermittelt wird.


3. Mein(e) Lieblingsautor(in) ist...

Charlotte Link und Sebastian Fitzek
Wodurch wird ein Autor für mich zum Liebling? Diese Frage ist ziemlich einfach zu beantworten: wenn ich (fast) jedes Buch von ihm regelrecht verschlinge. Bei oben genannten Autoren ist der Name auf dem Cover quasi schon die Garantie dafür, dass das Buch in meine Hitliste der besten Bücher, die ich je gelesen habe, aufgenommen wird.
Charlotte Link schreibt eher anspruchsvolle Literatur, die ich persönlich in keine Genre-Schublade stecken würde. Die Mischung aus dramatischer Familiengeschichte und Krimielementen macht für mich den Reiz der Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, aus.
Sebastian Fitzek und seine Bücher habe ich 2009 für mich entdeckt und lese seitdem alle, die ich in die Finger kriege. Jede Geschichte ist nicht nur gewohnt spannend und sorgt für den obligatorischen Thrill, sondern ein Teil davon beschäftigt sich auch immer intensiv mit einem bestimmten Thema, über welches nachzudenken sehr interessant ist. Bei "Das Kind" war es beispielsweise Reinkarnation, bei "Der Augensammler" war es der Alltag blinder Menschen. Gut recherchierte und spannende Bücher - dafür steht für mich der Name Fitzek.


4. Meine Lieblingsliteraturverfilmung ist...


Neuern Literaturverfilmungen stehe ich immer sehr skeptisch gegenüber, weil der kleine Perfektionist in Kombination mit dem großen Motzkopf in mir immer an den Umsetzungen rumnörgelt. Davon gibt es natürlich auch Ausnahmen, aber meine liebste Verfilmung ist und bleibt Ronja Räubertochter. Als Kind gefielen mir sowohl Film als auch Buch richtig gut und finde, es gibt immernoch keinen Verbesserungsbedarf bei der Verfilmung. Diese Ansicht wurde vielleicht durch meine kindliche und noch unkritische Betrachtung von früher geprägt, steht aber unumstößlich fest :)


5. Mein Lieblingsbuchcharakter ist...


Eindeutig Jane aus der Boston-Jane-Trilogie von Jennifer L. Holm. Diese Buchreihe und begleitet mich schon seit der achten Klasse oder so und ich mag sie und die Charaktere darin immernoch unglaublich gerne. Jane ist - wie der Titel schon vermuten lässt - die Protagonistin und hat viele Eigenschaften, die ich auch gerne hätte. Sie ist mutig, zielorientiert, durchsetzungsfähig, etwas verpeilt und naiv und macht vor allem eine riesengroße Entwicklung innerhalb der Buchreihe durch, was sie zu einem Charakter macht, mit dem man sich total gut identifizieren kann.


6. Mein Lieblingsfilmcharakter ist...

(Eine Figur aus einer Literaturverfilmung oder/auch Serien)


Literaturverfilmung vielleicht im weitesten Sinne (auch Neuinterpretationen von Grimms Märchen kann man durchaus dazuzählen), denn mir ist spontan Cloudy alias Boris Aljinovic aus 7 Zwerge - Männer allein im Wald eingefallen ;P Erstens mag ich es, wenn solche allseits bekannte Werke wie die grimm'schen Märchen auf ihr Grundgerüst reduziert und dann ganz neu ausgefüllt werden und zweitens ist der olle Pessimist schon in der Disney-Verfilmung mein Lieblingszwerg gewesen. In der Fassung von Otto sorgt er mit seinem unerschütterlichen Zynismus bei mir für die meisten Lacher und verdient diesen Titel hier absolut.


7. Mein Lieblingsleseort ist...

Lesen geht bei mir immer und überall. Und jeder Platz, an dem ich es mir gemütlich machen kann, ist mein temporärer Lieblingsort. Es gibt allerdings bei mir in der Stadt einen Park, indem ein riesiger Ahornbaum steht und unter der ich im Sommer unheimlich gerne rumgammele und lese. Zwar bekommt man dort hin und wieder einn Fußball an den Kopf, aber das ist es allemal wert ;) Leider habe ich davon gerade kein Bild griffbereit; das muss ich mal bei Gelegenheit nachreichen :)



Jeder der möchte, kann sich das Stöckchen gerne mitnehmen. Ich bin schon auf eure Lieblinge gespannt :D

07.04.2012

Music Day Saturday N°20

Zwischen Windbeutelbacken und Frau Mama beim Wohnungsputz unterstützen habe ich nun zum Glück ein paar Minütchen Zeit gefunden, den Post für den allsamstaglichen Music Day Saturday zu verfassen :) Diese Woche war bei mir einiges los; da nächste Woche die Uni wieder anfängt und ich demenstsprechend kurz vorm erneuten Abwandern stehe, war großes Abschiednehmen angesagt. Passenderweise fiel das gerade auf meinen Geburtstag und ließ sich in einem Rutsch erledigen.
Musikalisch begleitete mich zum Monat passend ein sehr wechselhafter Mix aus Depri-, BumBum - und Schrammelmusik (verzeiht meine hochkompetente Fachsprache ;D ). Darum habe ich heute folgendes zusammengestellt:



1. Second Hand Serenade - Fall for you



2.Jason Derulo - Breathing



3. As I Lay Dying - Forever




Viel Spaß beim Hören, ein tolles Wochenende und wunderschöne Ostertage wünsche ich euch! :D

02.04.2012

[Happy 2012] Tierisch viel Spaß

Und ein weiterer Punkt des Master-Plans für dieses Jahr ist erledigt. Unverhofft zwar, es Teil 1 einer mega genialen Überraschung war, die sich meine zwei Lieblingsfreundinnen für mich ausgedacht haben, aber nichtsdestotrotz totaaaal super :D Teil 2 ist übrigens auch ein Punkt auf der Liste - da haben die beiden mir nicht nur eine riesige Freude gemacht, sondern auch maßgeblich zum Gelingen meiner Vorsätze beigetragen :)

Wie vielleicht aus der Überschrift schon ersichtlich ist, haben Tiere eine große Rolle gespielt. Die Hauptrolle, um genau zu sein. Wir waren nämlich im Frankfurter Zoo! :D Womit die Aufgabe "In den Zoo gehen" erledigt wäre ;)

Man hört ja nur begeisterte Freudenbekundungen, wenn die Rede auf den Frankfurter Zoo kommt. Jeder, der schonmal dort war, kann mit den Lobeshymnen gar nicht mehr aufhören. Ab jetzt kann ich mich diesen nur anschließen: große Anlagen, viele verschiedene Tierarten (von denen ich teilweise noch nicht einmal gehört hatte), super Wegbeschilderung (wichtig, wenn man absolut ohne Orientierungssinn geboren wurde) und insgesamt eindeutig einer der schönsten Zoos, in denen ich je war.
Ein paar Bilder gibt's auch - Copyright liegt nicht bei mir, sondern bei unserer Chauffeuse des Tages und ihrer Super-Kamera ;D :


 Ich steh ja soooo auf Tiger ♥

Eins der vielen Babys... hab die Tierart vergessen. Aber es ist fast ein Mini-Bambi :D

 Der war sowieso der coolste im ganzen Zoo :D

 Ein Handstand für einen Fisch!

 Ich kenne Menschen, die sehen genauso aus... ;D




Auf jeden Fall einen Besuch wert. Für Kinder gibt es übrigens auch einen Streichelzoo. Wir durften leider nicht rein, weil wir zu alt sind. Pah! Aber um Autos zu mieten bin ich noch nicht alt genug? Kein Spaß kriegt man hier gegönnt ;D