18.04.2012

# Katzenjammer

[Gerede] Wer braucht schon Steven King?

Wenn es kommt, kommt es dick. Und zwar ganz dick.
Dieses verdammte „es“ ist so fett in mein Leben geplatzt, dass ich mich gar nicht mehr bewegen kann, ohne in irgendeiner Form anzuecken. Und jetzt bemühe ich mich verzweifelt, „es“ zu einer Abspecktherapie zu bewegen. Momentan bin ich die Unterlegene.
„Es“ hat sich letzte Woche unangekündigt und unerwünscht bei mir eingemietet. Von da an ging es bergab. Erst mit meinem ach so ausgeklügelten Stundenplan, bei dem spontan von oberster Stelle einige Änderungen vorgenommen wurden und ich nun dank deren absoluter Talentfreiheit in puncto Organisation nicht alle meine Kurse belegen kann. Dann meinte „es“, dass es unheimlich amüsant wäre, meine Sportklamotten dem DRK zukommen zu lassen und ließ selbige aus diesem Grund in den Weiten der Umkleidekabine verschwinden. Wenn demnächst ein Penner am Bahnhof mit einem knallengen, orangefarbenen T-Shirt rumsitzt, auf dem kleine Schmetterlinge und Glitzersteinchen sind, weiß ich ja Bescheid. Der Hallenwart findet alles…
Und neben allerlei Kleinkram, der das zum Überlaufen fast bereite Fass weiter füllte (Kopfhörer kaputt, Handy kaputt, keine Schoki mehr da, die Bahn hat mal wieder saftig ihre Preise erhöht, und so weiter und so weiter…), trat dann auch noch der Mega-Super-GAU (es können im Grunde gar nicht genug Superlative sein, um die Katastrophe zu beschreiben) ein: mein Laptop ist hinüber. Diagnose: Mainboard und Festplatte zerstört. Bei letzterer kann man vielleicht noch was retten. Was wünschenswert ist. Und jetzt sitze ich hier. Quasi nackt und bloß ohne meine Daten, vollkommen verloren im Uni-Dschungel ohne meinen Lappi.
Und an allem ist nur „es“ schuld! Wer braucht schon Steven King? Ich hab mein eigenes „es“ und das ist viel gruseliger als jeder Roman.
Das fiese kleine Männchen in meinem Kopf übersetzt „es“ ja mit „meine eigene Blödheit“. Damit sich meine tendenziell eher depressive Stimmung nicht zu einer ausgewachsenen Manie entwickelt, versuche ich mir allerdings folgendes einzureden: „es = große Pechsträhne“. Mit leider nur mäßigem Erfolg.
Jedenfalls habe ich jetzt zwei Möglichkeiten:
1. In Selbstmitleid baden. Gestern erfolgreich ausprobiert. Sehr befreiend. Birgt allerdings die Gefahr der Dehydrierung, weshalb Möglichkeit 2
Geld beschaffen, um finanzielles Loch zu stopfen und durch Aktivität keine Zeit mehr für dumme Gedanken zu haben zum Plan A wurde. Also bin ich auf Nebenjob-Suche. Was sich als schwieriger herausgestellt hat, als ich mit meiner arbeitsmarkttechnisch optimistischen Einstellung erwartet habe. Wenn mich nochmal jemand aufs Weihnachtsgeschäft vertröstet, werde ich ihn mit meiner gesamten Oster-Dekoration bewerfen.
…und dann müsste ich mir neue kaufen. Klingt plötzlich doch sehr verlockend, das Weihnachtsgeschäft. Und beginnt das nicht eh schon im August?

Kommentare:

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