31.07.2012

Leserückblick Juli 2012

Aloha! :D
Da heute der letzte Tag des Sommer- (*huuuuuust*) Monats Juli ist, gibt es wie immer eine kleine Lesestatistik für euch. Anfangs sah es ja lesetechnisch mega krass gut aus - da habe ich innerhalb von zwei Wochen fünf Bücher gelesen. Was für mich nunmal viel ist. Aber dann kamen die Prüfungen und die Hausarbeiten und ich hing zwei Wochen an dem selben Buch. Naja. Trotzdem ist der Juli der bisher beste Monat des Jahres gewesen - zumindest von den Büchern her :) Quantitativ sowie qualitativ habe ich nicht das geringste auszusetzten - überhaupt lese ich fast keine schlechten Bücher mehr (bzw Bücher, die mir nicht gefallen), seit ich in der Buchbloggerwelt unterwegs bin und mich fachmännisch informieren kann, für welche Bücher es sich lohnt, Geld auszugeben und welche mich sehr wahrscheinlich nicht ansprechen.
Nun gut, hier die Zahlen:

Gelesen
Sophie Kinsella - Göttin in Gummistiefeln (*Rezi*)
Sebastian Fitzek - Amokspiel (*Rezi*)
Jennifer L. Holm - Boston Jane und der unheimliche Fremde
Jennifer L. Holm - Boston Jane. Das Haus auf der Klippe
Ree Drummond - Das Glück trägt Cowboysteifel (*Rezi*)
Victor Hugo - Der Glöckner von Notre Dame (*Rezi*)
Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Stein der Weisen

In Seiten
2709

Durchschnittsbewertung
4,4 Wölkchen


Highlight des Monats
Puuuh, schwer diesmal. Ich denke aber, Amokspiel macht das Rennen ;D

Enttäuschung des Monats
Gab's keine :)

In Bildern



Ich war ein bisschen rezensierfaul - aber ich schreibe irgendwie ungerne Rezis zu Büchern, die ich schon oft gelesen habe. Deshalb fallen sie bei der Boston-Jane-Reihe eben weg. Und bei Harry Potter auch *nach Ausreden such* ;P
Ansonsten sind fast 3000 Seiten schon persönlicher Rekord. Hehe! :D Die Auswahl war dieses Mal auch ein wenig schizophren - Thriller nach Frauenroman, Klassiker nach Liebesgeschichte und zwischendurch historische Jugendbücher. Aber ich lese auch selten (außer halt Bücher einer Reihe) zweimal das selbe Genre hintereinander. Dann finde ich das zweite Buch grundsätzlich schlecht :D
Jedenfalls freue ich mich jetz schon auf zwei Monate Semesterferien mit vielen tollen Büchern :)

30.07.2012

[Marathon] Alle Jahre wieder

Wie ich in diesem Post schon vor Ewigkeiten mehr oder weniger ausführlich erläutert habe, lese ich meine Bücher gerne mehrmals. So oft, bis ich sie auswendig kann.
Natürlich besteht diese Gruppe nur aus erlesenen und sorgfältig ausgewählten Büchern und ist aus diesem Grund auch eher klein. Den größten Teil bestreitet eine gewisse Bücherreihe, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den allermeisten von euch bekannt sein dürfte.
Natürlich handelt es sich dabei um die Harry-Potter-Serie, die ich in der dritten Klasse begonnen habe und seitdem bestimmt zwanzig Mal gelesen habe. Zumindest die ersten vier Teile. Denn jedesmal, wenn ein neuer Band erschienen ist, musste ich davor die anderen erst lesen. Erst dann konnte ich mit dem neuen Teil anfangen. Und manchmal hab ich sie zwischendurch in einem Rutsch alle durchgelesen.
Und genau das tue ich jetzt wieder :) Schon seit März habe ich totale Lust drauf, alle HP-Bände hintereinander durchzulesen und jetzt habe ich eeeendlich so gut wie die Zeit dafür.
Aber ich habe beschlossen, zu den Büchern keine Rezis zu schreiben, denn im Prinzip ist schon alles darüber gesagt und außerdem besitze nichtmal ein Mindestmaß an objektivem Abstand (jaja, Rezis sind immer subjektiv, aber ich bemühe mich normalerweise um eine im Wesentlichen sachliche Kritik) zu den Büchern. Deshalb gibt's jetzt, damit es hier nicht ganz so still wird, eine neue Kategorie im Büchergeplapper. Sie heißt Marathon und kann wahlweise auf Lesemarathons (oder Marathone?? Ehm... egal) oder eben auf diesen Harry-Potter-Marathon oder auf sonstiges dieser Art bezogen werden. Eingeweiht wird die Kategorie jetzt mit einem kleinen Statusbericht zum Lesestand und irgendwelchem Gelaber, das mir grade so zu den jeweiligen Bänden einfällt.

Hinweis: Bitte lest die Posts nur, wenn ihr die Bücher gelesen habt! Spoiler sind zwar böse, aber enthalten!


Harry Potter und der Stein der Weisen
Das erste Buch der Reihe und somit wahrscheinlich das von mir am öftesten durchgelesene überhaupt. Genauso sieht mein Exemplar auch aus, wie ich ehrlicherweise zugeben muss - aber meine Bücher dürfen ja...nennen wir es mal geliebt aussehen :D
Es ist so toll, wie es immerwieder Kleinigkeiten zu entdecken gibt, die einem vorher gar nicht aufgefallen sind. Und die Geschichte liest sich mit dem Ende im Hinterkopf auch gleich anders. Bei vielen Sätzen (zum Beispiel, wenn Harry denkt, dass Snape Gedanken lesen kann) wird man sofort an einen späteren Band erinnert und ich grinse dann so vor mich hin, weil ich weiß, was auf Harry & Co. zukommt. Langweilig wird mir das erstaunlicherweise nicht. Im Gegenteil - gerade mit dem ersten Band verbinde ich so viele Kindheitserinnerungen; in der Grundschule zum Beispiel habe ich mit zwei Freundinnen zu diesem Buch quasi meine erste Leserunde gebildet. Schon da zeigten sich Anzeichen meiner heutigen Büchersucht :D Noch heute fallen mir bei manchen Passagen unsere Gespräche ein, was ich echt lustig finde :) Und wer aus meiner Generation hat nicht nach seinem elften Geburtstag auf einen Brief aus Hogwarts gewartet? ;)


Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Den zweiten Teil habe ich heute angefangen und die ersten 100 Seiten habe ich durch. Früher war dieses Band (neben Teil 3) mein absoluter Liebling und ich weiß auch wieder, warum: Lockart ist mit Abstand eine der witzigsten Personen der ganzen Geschichte. So unglaublich aufgeblasen und realtitäsfremd, dass es mir heute noch Spaß macht, seinen Gesprächen bezuwohnen. Wenn mir tatsächlich so jemand begegnen würde, wär das natürlich alles andere als witzig :D
Sowieso ist dieser Teil voller Diven - das fängt schon beim Auto an, das beleidigt abdampft und geht später mit Myrthe weiter. Die ist vielleicht keine Diva im klassischen Sinne, aber trotzdem sehr kompliziert. Ich freu mich jedenfalls schon aufs weiterlesen und werde hier einfach regelmäßig berichten :)






Wer Lust darauf hat, kann sich meinem Marathon natürlich gern und ganz zwanglos anschließen; dann kann man sich immer besser austauschen. Wenn nicht, marathonne ich hier einfach fröhlich vor mich hin ;D

29.07.2012

[Challenge] Update!

*Klick* und ihr kommt zur Challenge-Seite von Lynesque
So schnell kann's gehen - das letzte Buch für die Challenge hat noch nicht mal einen Hauch von Staub angesetzt und schon ist ein weiteres gelesen.

Dieses Mal habe ich mir sogar ein relativ dickes Buch ausgesucht und es hat auch relativ lange gedauert, bis ich durch war. Aber es hat sich gelohnt. Die Rezi dazu findet ihr hier.

Laut meiner allwissenden Liste habe ich die Challenge tatsächlich fast abgeschlossen. Huch! :D
Naja, ein Buch muss ich noch lesen. Damit werde ich mir aber Zeit lassen, weil ich
erstens: keine Ahnung hab, welches es werden soll (für Vorschläge aus dieser Auswahl bin ich immer offen ;) )
zweitens: momentan wenig Zeit zum lesen hab und
drittens: eher nach zeitgenössischer Literatur giere... oder so ;D

Soweit also dazu. Einen schönen Restsonntag euch!

27.07.2012

[Rezi] Victor Hugo - Der Glöckner von Notre Dame

Erscheinungsjahr: 2009 (Original 1831)
Originaltitel: Notre Dame de Paris
Genre: Historischer Roman/Klassiker
Seitenzahl: 593


Teaser:
"Die Esmeralda ist auf dem Platz!" Dieses Wort wirkte wie eine Zauberformel. Alles, was im Saale zurückgeblieben war, stürzte an die Fenster, stieg auf die Mauern, um hinauszusehen, und wiederholte: "Die Esmeralda" Die Esmeralda!"




Handlung
Paris im Jahr 1482. Anlässlich des Drei-Könige-Festes soll im Judtizpalast ein Theaterstück aufgeführt werden, welches von dem Dichter Pierre Gringoire geschrieben wurde. Doch statt der gewünschten Anerkennung für seine Leistung, wird das Schauspiel mehr oder weniger ignoriert. Auf den Tag der Heiligen Drei Könige fällt nämlich auch das Narrenfest, ein Tag, an dem sich die Einwohner Paris' ungestraft viele Verrücktheiten erlauben können. Angestachelt von dem Studenten Jehan wird der missgestaltete Glöckner der Kirche Notre Dame zum Narrenpapst gewählt und hochleben gelassen. Ein Fest wird gefeiert, bei dem die schöne Zigeunerin Esmeralda mit ihrer Ziege Djali die Menschenmenge unterhält und bezaubert. Ihr Tanzen lenkt allerdings auch die Blicke des Archidiakons der Notre Dame, Claude Frollo, und die des buckligen und tauben Quasimodo auf sich. Beide verlieben sich in das Mädchen.
Währenddessen irrt der enttäuschte Gringoire auf der Suche nach einem Schlafplatz durch Paris. Weil sein Stück nicht den gedachten Erfolg und damit nicht das nötige Geld gebracht hat, kann er nun seine Miete nicht bezahlen und wandert durch die Straßen. Als es schon Nacht geworden und das Fest lange vorbei ist, wird er Zeuge, wie zwei dunkle Gestalten Esmeralda überfallen und entführen wollen. Doch sie wird gerettet von Phöbus, dem Hauptmann der königlichen Garde, dem sie infolge dessen ihr Herz schenkt. Gringoire vergisst diesen Vorfall schnell wieder, denn er hat eigene Probleme: in der Cour des Miracles, dem Zufluchtsort für alle möglichen zwielichten Gestalten, wird er von Gaunern gefangen genommen und soll gehängt werden. Gerettet werden kann er nur, wenn sich eine Frau aus der Cour des Miracles dazu bereit erklärt, ihn zu heiraten. Esmeralda, die inzwischen zu Hause angekommen ist, hat Mitleid mit dem Dichter und stimmt einer Hochzeit zu.

Meine Meinung
Die etwas verzwickte Liebesgeschichte bildet den Kern des Romans. Frodo, Quasimodo, Phöbus und Gringoire lieben Esmeralda. Diese liebt Phöbus, der allerdings mit Fleur-de-Lys verlobt ist und deshalb (und natürlich ihres Standes wegen) nicht offiziell mit Esmeralda zusammen sein kann - und es genaugenommen auch nicht will. Quasimodo verlangt keine Gegenliebe; er ist es gewohnt, mit Abscheu behandelt zu werden und gibt sich damit zufrieden, dass Esmeralda ihn nicht mit Hass begegnet. Gringoire ist so in seiner eigenen kleinen Welt, dass es ihn nicht weiter kümmert, wer wen wie liebt und steckt Esmeraldas Korb deswegen sehr gut weg. Einzig Frollo, der Archidiakon, der sein Leben der Kirche und verschrieben hat und deshalb eigentlich völlig abstinent lebt, wird regelrecht besessen von seiner Liebe zu der Zigeunerin. Sie beherrscht sein Denken, seine Handlungen und macht ihn innerlich mürbe, sodass er sich immer weiter hineinreitet ins Unglück und die anderen mit sich reißt.
Frollo labert zwar die ganze Zeit von Liebe, aber eigentlich will er Esmeralda nur ins Bett kriegen. Genau wie Phöbus. Tatsächlich ist das in meiner kleinen, von Disneyfilmen geprägten Welt keine Liebe. Dass es die ganze Zeit damit gleichgesetzt wird, fand ich etwas nervig. Aber trotzdem fand ich es total interessant, diese Geschichte, die ja schon so oft verfilmt und neu interpretiert wurde, in der Originalfassung zu lesen. Hugo hat die Handlung ins 15. Jahrhundert verortet, als die Gesellschaft gerade im Umbruch war und der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit begonnen hatte. Im Nachwort - eins der wenigen, die ich aufmerksam gelesen habe - wird beschrieben, wie genau Hugo recherchierte, um die Umgebung und die Bevölkerung möglichst realistisch zu beschreiben. Bei den äußeren Umständen ist ihm das ganz sicher auch gelunngen: das Rechtssystem, die Aufstände, die Pest und ihre Folgen, alles versetzt den Leser zurück in eine aus heutiger Sicht teilweise unverständliche Welt. Besondere Aufmerksamkeit widmete der Autor der Architektur. Extrem detailreiche Beschreibungen der Gebäude, zum Beispiel natürlich der Notre Dame, füllen ganze Kapitel und unterbrechen die Handulng sehr lange. Das war ziemlich anstrengend zu lesen und irgendwann hatte ich auch kein Fassungsvermögen mehr im Kopf, um mir die Beschreibung einer weiteren Säule über mehrere Seiten anzutun. Also habe ich diese Stellen nur quergelesen, was aber nicht schlimm ist, weil sie wie gesagt mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben.
Was Hugo bei den Rahmenhandlungen gelingt, klappt bei der Darstellung der einzelnen Charaktere nicht wirklich. Esmeralda und Fleur de Lys zum Beispiel als die Prototypen der Gegenspielerinnen um die Zuneigung Phöbus sind extrem schwarz-weiß dargestellt. Esmeralda ist meiner Meinung nach sowieso viel zu naiv und unschuldig für ein Mädchen, das immerhin unter Gesetzlosen aufgewachsen ist. Da kann man ein bisschen gesunden Menschenverstand schon erwarten. Auch die vielen vor Kitsch nur so triefenden Szenen hätte Hugo sich schenken können.
In den Schreibstil muss man sich ein bisschen reinlesen, aber er ist nicht wirklich schwer zu verstehen. Durch die Satzverschachtelungen blickt man schnell und die Tatsache, dass Hugo nach einer verschnörkelten Beschreibung meistens den Kern seiner Aussage noch einmal zusammenfasst, tragen zum leichten Verständnis bei. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und es bekommt 4 Wölkchen von mir :)



21.07.2012

Music Day Saturday N°22

Still war es hier die letzte Woche. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich zwei Hausarbeiten schreiben musste (und immernoch muss. Sozusagen ist der Prozess der Textproduktion zwar fast abgeschlossen, aber die Arbeiten befinden sich nach wie vor im Optimierungsstadium) und deshalb keine Zeit habe. Weder zum Lesen. Noch Wundern. Oder Ärgern. Oder überhaupt zum Rausgehen.
Aaaaber das Schreiben lässt sich zum Glück wunderbar mit Musik verbinden, sodass ich mich ganz besonders freue, heute wieder am Music Day Saturday von Jessi teilnehmen zu können! :)
Lange ist es her - ich glaube, den letzte MDS - Post hab ich im April geschrieben. Dann fiel mein Laptop ins Wachkoma, ich hatte keinen unbeschränkten Zugang zum Internet und deshalb blieben die Posts erstmal aus. Jetzt habe ich mein Baby zwar seit einiger Zeit wieder, aber durch Klausuren und all dem anderen nervenaufreibendem Kram, der einem im RealLife (retro!) so begegnet, war leider trotzdem tote Hose an der musikalischen Front. Doch das wird sich ändern! Ab heute bekommt ihr wieder regelmäßig drei extrem sorgfältig ausgewählte Lieder aus meiner Playlist präsentiert. Yeahi :D


1. Bruno Pelletier & Daniel Lavoie - Florence (Notre Dame de Paris, Song 29)
(Aus gegebenem Anlass - ich lese grade das Buch - und weil ich dieses Musical liebe! Bruno Pelletier alias Gringoire und hier links im Bild passt so perfekt zur Rolle und seine Stimme fabriziert Gänsehaut auf meinen Armen. Ich könnte mir das stundenlang anhören. Tue ich aber nicht. Neeeiiiiin *hust* )





2. Lana Del Rey - Summertime Sadness
(Ist ja eigentlich nicht so unbedingt meine Musik, aber da ich die Sonne zum letzten Mal vor zwei Wochen durch die dicke Wolkendecke erahnen konnte, passt es irgendwie. Bäh!)




3.Rise Against - Satellite
(Nicht die beste Quali, aber nach meinem mittlerweile 30-minütigen Streit mit der GEMA bei den beiden Videos oben, die hoffentlich jetzt erstmal verfügbar bleiben, hab ich keinen Nerv mehr. Fetzt trotzdem ;D )






Viel Spaß beim Hören und einen kuscheligen Samstag wünsch ich euch :D

12.07.2012

[Gerede] Verzicht bildet den Charakter

Hallo.
Ich bin MelMel und ich habe ein Problem.
Ich bin süchtig.
Nach Schokolade.
In jeder Form. Egal ob Riegel, Tafel, Mousse, Keks, Füllung, Überzug, Brotaufstrich oder Müsli. Nichts ist vor mir sicher.
Und ich kann nicht aufhören...

Doch ich will mich ändern. Für meine Familie. Für meinen Geldbeutel. Und was noch viel wichtiger ist: für meine Haut.
Nachdem letzte Woche ein Pickel gigantischen Ausmaßes mein Kinn zierte, habe ich beschlossen einen Schlussstrich zu ziehen. Mich von der Schokosucht zu lösen, bevor sie mich von innen zerstört. Oder besser gesagt, bevor sie mein Gesicht zu einem Paradies für Hautunreinheiten macht.
Vorher möchte ich aber betonen, wie schrecklich unfair das Leben ist. Ich rauche nicht, ich trinke nicht (übermäßig) viel Alkohol und nehme auch sonst keine Drogen. Waaaarum werde ich für meine einzige Sucht bestraft, obwohl die doch so unglaublich harmlos ist?
Momentan bin ich auf kaltem Schoko-Entzug. Und das macht keinen Spaß. Zwar bekomme ich keine Schweißausbrüche und fange auch nicht an zu zittern, aber eine unterschwellige Unruhe hat sich in mir breit gemacht. Jedesmal wenn ich zum Süßigkeitenschrank gehen will, zwinge ich mich, auf dem Weg zu stoppen und stehe dann erstmal einen Moment völlig orientierungslos in der Gegend rum. Und dann hab ich keine Ahnung, was ich mit mir anstellen soll. So eindeutig unterzuckert, wie ich bin.
Deshalb habe ich angefangen, Ablenkungstaktiken zu suchen. Damit ich nicht an zartschmelzende Zartbitterschokolade oder an motivierend knuspernde, mit Vollmilchschokolade gefüllte Kekse denken muss...

Ablenkung 1: Listen schreiben
Eine (leider kurze) Liste möglicher Ablenkungstaktiken



Ich steh auf Listen. Sie strukturieren chaotische Gedanken und sorgen dafür, dass man nichts wichtiges vergisst. Außer natürlich, man vergisst es schon beim Erstellen der Liste aufzuschreiben...





 

Ablenkung 2: Die Simpsons gucken
Hey ihr Schwuchteln, habt ihr kein Zuhause?!




Wenn ich Listen schon liebe, dann verehre ich die Simpsons. Politische Korrektheit wird schließlich völlig überbewertet.








Ablenkung 3: Unnötige Fotos machen
"Lieblingsmotiv": Blümchen auf & Bäumchen vorm Balkon



Und diese dann unnötig bearbeiten und in unnötigen Blogposts der Öffentlichkeit zugänglich machen. Aber wenn's hilft ;)










Abenkung 4: Statt Schokolade Obst essen




Allein die Tatsache, dass ich Obst überhaupt besitzte, zeigt den Menschen, die mich kennen, wie ernst die Angelegenheit ist. Und dass ich es sogar noch esse, ist der unumstößliche Beweis. Etwas Süßes brauche ich einfach.






Hallo.
Mein Name ist MelMel.
Heute ist mein vierter Tag ohne Schokolade.
Ich glaube, ich schaffe das.

10.07.2012

[Rezi] Ree Drummond - Das Glück trägt Cowboystiefel

Erscheinungsjahr: 2012
Originaltitel: The pioneer woman: black heels to tractor wheels - a love story
Genre: Liebesroman
Seitenzahl: 409

Link zu Verlag, Link zum Kaufen

Teaser:
Ich überlegte, abzusagen; ich hatte überhaupt nichts anzuziehen. Jedes Paar Schuhe, dass ich besaß, war schwarz, bis auf ein Paar Pumps in grellgelb, die ich mir aus einer Laune heraus in Westwood gekauft hatte, als ich noch in Kalifornien lebte.


Handlung
Eigentlich wollte sich Ree nur von ihrer in eine Sackgasse führenden Beziehung lösen. Deshalb zieht sie sich von ihrem Noch-Freund in Los Angeles zurück und nistet sich erstmal bei ihren Eltern auf dem Land in Oklahoma ein, um sich über ihre Situation klar zu werden. Nach dieser Pause will sie nach Chicago ziehen, denn sie liebt das hektische, glitzernde Großstadtleben, wo die Zeit nie stillsteht und niemand je zu schlafen scheint. Doch dann trifft sie auf einen ruhigen Cowboy und dieser wird ganz schnell zu ihrem Marlboro Man. Er erobert ihr Herz im Sturm und sie stürtzt sich in die Beziehung mit ihm. Als er sie dann bittet, nicht nach Chicago zu ziehen, entschließt sie sich tatsächlich erstmal bei ihren Eltern wohnen zu bleiben und die Beziehung mit ihrem Cowboy, der es schafft, trotz seines harten Alltags auf der Ranch viel Zeit für Ree aufzubringen, weiterzuführen.

Meine Meinung
Der Untertitel des Buches lautet "Eine wahre Liebesgeschichte". Wenn das stimmt (und ich habe keine wirklichen Zweifel daran), dann bin ich verdammt neidisch. Sowas soll mir bitte auch passieren.
Von der Liebe mehr oder weniger die Nase voll, zieht Ree vorübergehend bei ihren Eltern ein, um sich dann Hals über Kopf zu verlieben. In diesem Buch erzählt sie ihre persönliche Geschichte und das natürlich aus ihrer Perspektive und man merkt, dass die Story ursprünglich nicht als Roman konzipiert wurde. Es fehlt diese erzählerische Distanz und hier und da gibt es kleine technische Mängel im Erzählstil, aber genau das macht den Charme der Erzählung aus. Eben weil es kein fiktiver Roman ist, fällt es mir ein bisschen schwer, das Buch zu bewerten, weil ich das Gefühl habe, nicht die üblichen Maßstäbe ansetzten zu können. Von der Story her gibt es die ganze Zeit keine Zweifel über den Ausgang der Geschichte; es wird nichts großartig spannend gemacht und auch nichts verschönt. Sie ist einfach ein Ausschnitt aus dem Leben einer jungen Frau. Alltägliche große und kleine Katastrophen - von peinlichen Schwitzanfällen bis hin zur Ehekrise der Eltern - sind einige Anekdoten verarbeitet, die sie auf ihrem Weg erlebt hat.
Man erhält als Leser nicht nur einen tiefen Einblick in Rees Leben, sondern lernt sie auch als Person immer mehr kennen. Zumindest die Person, die sie im Buch von sich zeichnet. Ein bisschen kam sie mir ja wie ein kleines verwöhntes Mädchen aus einer wohlhabenden Familie vor, die die Stadt erobert und perfekt in diese glamuröse Gesellschaft gepasst hat.Wahrscheinlich war das auch der Fall. Für ihren Cowboy musste sie dieses Leben aufgeben und verbringt nun ihre Zeit nicht mehr damit, in coolen Clubs leckere Cocktails zu schlürfen, sondern sie misst die Temperatur junger Stiere und mäht den Rasen mit einem fahrbaren Rasenmäher. Diese Entwicklung und der harte Weg, den sie mit sich gezogen hat, wird schön dargestellt, obwohl man ihre innere Zerissenheit (die sie sicher gefühlt hat) nicht so richtig nachempfinden kann. Wahrscheinlich, weil sie mit jedem kitschigen Klischee aufwartet, das in Liebesromanen eben verwendet wird und alles von der Präsenz des Malboro Man überdeckt wird. Was wahrscheinlich Absicht ist, denn so ging es Ree damals sicher auch.
Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die die Geschehnisse in Rees Leben skizzieren; vom ersten Treffen mit dem Malboro Man, der sich schnell entwickelten Beziegung und schließlich dem neuen Leben der beiden auf der Ranch. Nach der Geschichte gibt es hinten im Buch noch ein paar Rezepte von Gerichten, die im Buch erwähnt werden (Essen allgemein spielt eine große Rolle - Sushi symbolisiert quasi Rees altes und Steak ihr neues Leben) und einige davon - vor allem die Zimtschnecken! - werde ich ganz sicher ausprobieren.
Ree hat übrigens einen Blog, durch den sie erst auf die Idee kam, ihre Geschichte aufzuschreiben. Wenn sich mein Neid nach der Lektüre des Buches noch in Grenzen hielt - seit ich auf ihrem Blog war, kann ich mich nur noch mühsam beherrschen ;D Für alle, die auch gerne grün im Gesicht sind und platzen wollen: hier ist ihr (total schöner) Blog :)
Sooo, zurück zum Buch. Nette Story, lustig und locker geschrieben, keine großen Überraschungen, dafür aber viel Humor und deshalb eine perfekte leichte Sommerlektüre, die keine hohen literarischen Ansprüche erfüllt, aber schön zu lesen ist. 3 Wölkchen von mir



Vielen Dank an BloggDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar! :)

08.07.2012

[Happy 2012] Music is where you find it

Lange gab es keinen Post mehr zu meinen kleinen Blog-Projekt, das mir dabei helfen soll, meine Vorsätze für das Jahr 2012 im Laufe des Jahres nicht zu vergessen. Und gerade stecke ich diesbezüglich auch ein bisschen im Sommerloch fest; wir sind schließlich jetzt genau in der Mitte zwischen dem vergangenen und dem kommenden Silvester - weiter davon entfernt kann man also gar nicht sein.
Zum Glück meine Liste nicht so abstrakt gehalten wie man das normalerweise kennt, und einiges ist in Planung.

Einen kleinen Erfolg kann ich jedenfalls trotzdem verbuchen:
Meinen musikalischen Horizont erweitern → check! :D

Im Zuge der Kieler Woche (falls jemand nicht weiß, was das ist: Es gibt hier im Norden keine Faschingszeit, weil die meisten Nordies dieses 'Theater' total blöd, dumm und sinnlos finden. Realitätsfern, ich weiß. Jedenfalls brauchen sie deshalb aber einen Ausgleich, weil Menschen im allgemeinen einfach gerne feiern und sich verkleiden. Auch, wenn sie das nicht einsehen. Für letzteres wird hier Halloween genutzt, was ich aus dem Süden so gar nicht kannte. Und für ersteres gibt es solche schönen Veranstaltungen wie die Kieler Woche. Ist im Prinzip das selbe wie Fasching, nur ohne Narrenkappen xD ) überschwemmten Unmengen von Bands und andere Musikgruppen den Norden, sodass ich mein musikalisches Repertoire um eine fragwürdige interessante Musikrichtung erweitern durfte.
Kennt hier jemand Dubstep? Dieses mir bis dahin unbekannte Musikgenre ist extrem basslastig, hat meistens kaum Melodie aber dafür viel Rhythmus und gehört für mich in die Kategorie "Techno-Kram". Auf tiefergehende Ebenen differenziere ich selten ;) Jedenfalls kam ich wie gesagt auf der Kieler Woche in den Genuss verschiedener tänzerischer Darbietungen, die zu einem großen Teil zu Dubstep vollführt wurden. Wie mir ein offensichtlich passionierter Streetdancer hilfreich erklärte. Leider hatte ich meine Cam nicht dabei, sonst würde ich euch jetzt ein paar Fotos zeigen, denn tänzerisch war es wirklich beeindruckend, was da gezeigt wurde. Die Musik... naja. Youtube und Wikipedia sei Dank habe ich dann eine Band entdeckt, die anscheindend Dubstep macht (ich frage mich ja bei so extremen Musikrichtungen immer, wie man sich beim Hören bitte das sensibele Ohr bewahren soll, um diese haarspalterischen Einteilungen durchführen zu können) und die man sich durchaus mal anhören kann. Skrillex heißt sie. Wie mir mitgeteilt wurde, kennt diese Band zwar schon jeder... aber gut, außer mir scheint auch jeder zu wissen, was Dubstep ist.
Verrückte Welt.

05.07.2012

[Rezi] Sebastian Fitzek - Amokspiel

Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 425


Teaser:
Wir geben immer anderen die Schuld. Oder wir machen die Umstände für unser Lebenstrauma verantwortlich. Tatsächlich aber gibt es nur einen einzigen Menschen, der uns fertigmachen kann. Nur eine Person hat die Macht, uns völlig zu zerstören, wenn wir es zulassen. Und das sind wir selbst.




Handlung
In dem Aufnahmestudio eines berliner Radiosenders spielt sich eine unglaubliche Tragödie ab. Ein zutiefst traumatisierter Mann hat den Moderator, den technischen Leiter und 5 weitere Menschen als Geiseln genommen, alles verbarrikadiert und spielt jetzt mit Hilfe einer Live-Übertragung mit deren Leben: das bei Radioshows allseits beliebte Spiel Cash Call, bei dem eine zufällig ausgesuchte Nummer gewählt wird und wenn sich derjenige am anderen Ende der Leitung mit einer bestimmten Parole meldet, gewinnt er eine hübsche Summe Geld. Allerdings spielt der Geiselnehmer dieses Spiel mit ein paar kleinen Regeländerungen. Denn es geht nicht ums Geld. Wenn nicht sofort die richtige Parole genannt wird, tötet er eine Geisel. Und das Stunde um Stunde.
Seine Motive liegen so lange im Dunkeln, bis Ira Samin zu dem Fall hinzugezogen wird, eine einst erfolgreiche Polizeipsychologin, die allerdings seit dem Selbstmord ihrer Tochter ein psychisches Wrack ist und sich am Morgen der Tat noch das Leben nehmen wollte. Durch ihre unkonventionellen Verhandlungsmethoden findet sie durch mehrere Telefonate mit dem Täter, die dieser alle live im Radio mitlaufen lässt, heraus, dass er mit seiner Verlobten Leonie reden will. Im Austausch will er alle Geiseln, die bis dahin überleben freilassen. Das Problem: laut Polizeiakte ist Leonie seit 8 Monaten tot; umgekommen bei einem schweren Autounfall.

Meine Meinung
Um es amtlich zu machen: Ich darf nie wieder während der Klausurenphase ein Buch von Sebastian Fitzek lesen. Nie wieder! Denn ich kann einfach nicht aufhören zu lesen, bis ich das Ende kenne. Gewohnt spannend bis (fast) zu letzten Seite ist auch dieses Buch von ihm und es hat mich wieder absolut und völlig in seinen Bann gezogen.
Ein berliner Radiostudio wird Schauplatz eines Geiseldramas. Ein riesiges Polizeiaufgebot wird aufgefahren, mit allen möglichen technischen Finessen und natürlich darf auch die Polizeipsychologin nicht fehlen. Dass diese eine Alkoholikerin ist, mit ihrem in Scherben liegenden Leben bereits abgeschlossen hat und eigentlich überhaupt nicht in der Lage ist, eine so brisante Verhandlung zu führen, beruhigt weder den Leser noch die Charaktere im Buch. Doch der Geiselnehmer verlangt explizit nach Ira und ist nicht bereit, mit jemand anderem zu reden. Also setzt sie sich mit ihm in Verbindung und die Situation ist beständig in der Schwebe zwischen 'gerade noch unter Kontrolle' und 'gleich knallt's'. Man weiß nicht, wo die labile Situation zuerst zusammenbricht: eskalieren die starken Uneinigkeiten im SEK-Team? Verliert Ira die Nerven und macht entscheidende Fehler bei der Verhandlung? Oder dreht der Täter selbst völlig durch, rastet komplett aus und zündet den Sprengkörper, den er sich umgeschnallt hat?
Mit den einzelnen Charakteren identifiziert man sich im Laufe der Geschichte immer mehr; vor allem mit Ira, in deren Seelenleben man einen tiefen Einblick erhält. Obwohl sie psychisch und im Zuge ihrer Alkoholsucht - die während des Einsatzes natürlich nicht befriedigt werden kann und zu entsprechenden Entzugserscheinungen führt - auch körperlich total am Ende ist, führt sie die aufreibenden Verhandlungen. Nicht sonderlich professionell gegenüber ihrem Einsatzleiter, der sie sowieso schon nicht dabei haben will, aber die Gespräche mit dem Täter zieht sie durch. Obwohl sie ihren Lebenswillen verloren hat, merkt man doch, was sie für eine starke Frau ist.
Zum Ende hin wird es ein bisschen verworren und es gibt einige extrem überraschende Wendungen. Aber auch sowas erwartet man als treuer Fitzek-Leser ja schon. Und er schafft es auch immer wieder (zumindest bei ähnlich naiven Lesern wie mir ;) )! Allerdings gibt es hier ein paar logische Brüche, wie ich finde und die Auflösung ist nicht so rund, wie ich sie gerne gehabt hätte. Trotzdem kamen mir am Ende die Tränen und ich musste die Geschichte ersteinmal verdauen.
Der Schreibstil ist dem actionreichen Geschehen angepasst. Schnell, prägnant und auf den Punkt. Wie man es von Fitzek eben gewöhnt ist. Deshalb gibt es von mir 5 rosa Wölkchen und eine absolute Leseempfehlung!


02.07.2012

[Rezi] Sophie Kinsella - Göttin in Gummistiefeln

Erscheinungsjahr: 2006
Originaltitel: The Undomestic Goddess
Genre: Humor
Seitenzahl: 446


Teaser:
Ich weiß nicht, was da schon wieder passiert ist. Braune Bläschen blubbern aus dem Topf, ruckeln über den Rand, ergießen sich über den Herd und tropfen bereits auf den Fußboden. Es sieht aus wie in dieser Geschichte vom "Süßen Brei" und dem Zaubertopf, der nicht mehr aufhören will, immer mehr Brei zu machen.



Handlung
Wenn man das Wort "Workaholic" definieren möchte, muss man sich nur Samantha anschauen: seit ihrer Einschlung hat sie unermüdlich gearbeitet, um als Anwältin Karriere zu machen. Da ihre gesamte Familie komplett karriereorientiert ist und neben der Arbeit kaum Lebensinhalt hat, hält Samantha diesen Lebensstil für völlig normal. Sie arbeitet seit 7 Jahren jeden einzelnen Tag der Woche in der besten und renommiertesten Kanzlei Londons. Auch die Nächte schlägt sie sich um die Ohren, um ihrem großen Ziel, Seniorpartnerin zu werden, näher zu kommen. An dem Tag, an dem sie endlich befördert wird, entdeckt sie, dass ihr ein riesiger Fehler unterlaufen ist. Und Fehler werden in der Kanzlei nicht aktzeptiert. Schon gar nicht, wenn sie den Klienten 50 Millionen Pfund kosten. Vor Panik zu keinem klaren Gedanken mehr fähig, flüchtet Samantha aus der Kanzlei, steigt in irgendeinen Zug ein und landet in einem kleinen Dörfchen weit außerhalb der großen Stadt. Dort führen mehere Missverständnisse dazu, dass sie, die nicht mal eine Tiefkühlpizza aufbacken kann, zur neuen Haushälterin bei einem neureichen Ehepaar wird.

Meine Meinung
Wie die Inhaltsangabe schon durchklingen lässt, ist die Story nichts wirklich neues. Samantha ist ein pures Nervenbündel, das sich für die Arbeit total aufreibt und keinerlei Privatleben hat. Ihre Mutter hat sie von jeher auf Erfolg gedrillt und ihrem eigenen Ehrgeiz kommt es auch zugute, dass sie in ihrer Kanzlei zu den besten Anwältinnen gehört und kurz vor der Beförderung steht. Sie hat zwar viel Geld, aber kein erfülltes Leben. Ihren Geburtstag zum Beispiel verbringt sie in einem schicken Restaurant und an ihrer Seite sind... zwei Handys - jeweils ihre Mutter und ihr Bruder am anderen Ende der Leitung, denen beiden ein wichtiges Meeting dazwischengekommen ist.
Doch dann ändert ein dummer Fehler alles: Samantha steht vor den Trümmern ihrer Karriere und flüchtet erstmal ein blinder Panik aufs Land. Dort irrt sie völlig orientierungslos herum und wird schließlich von Trish und Eddie als Haushälterin angestellt. Kochen und Saubermachen gehört von nun an zu ihrem Arbeitsalltag. Was zu der ein oder anderen mittelschweren Katastrophe führt, denn sie hat nicht die geringste Ahnung von Haushaltsgeräten und weiß auch nicht, wie man Betten bezieht. Dazu kommt noch, dass sie für ihre neuen Arbeitgeber ständig neue Geschichten erfinden muss, um ihre (auf sehr wackeligen Beinen stehende) Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren. Ihre chaotische Ader kommt zwar schon ganz zu Anfang des Romans durch, doch bricht erst hier so richtig aus, wo Samantha sich alle zwei Minuten in Situationen wiederfindet, mit denen sie weder gerechnet hat, noch klarkommt. Die Geschichten, die sie vor allem Trish auftischt, leben von der Komik des Absurden und ihre kleinen und großen Missgeschicke im Haushalt sind auch jedesmal ein komödiantische Highlight. Zum Glück gibt es den hilfsbereiten Gärtner Nathaniel, der im Gegensatz zu Trish und Eddie sofort merkt, dass Samantha keine echte Haushälterin ist und sie kurzerhand bei seiner Mutter in die Lehre schickt.
Die Charaktere sind zwar nicht sehr tiefgründig, aber das müssen sie auch nicht sein, um für diese Geschichte zu funktionieren. Trish und Eddie sind die ein bisschen stereotypischen Neureichen, die sich unheimlich viel auf ihr Geld einbilden und sehr naiv un affektiert durch Leben gehen. Dabei sind sie aber herzensgut und wollen wirklich für alle immer nur das Beste. Auch wenn die Meinung darüber, was das Beste ist, auseinander gehen können. Und Sam ist die spritzige Chaotin, die von ihrer Identitätskrise mehr als verwirrt ist aber versucht, zu retten, was zu retten ist. Sie macht im Laufe des Romans eine Entwicklung durch, die sie von der gehetzten Staranwältin zu einer entspannten, lebensbejahenden Frau macht, die auch mal abschalten kann.
Der Wahrscheinlichkeitsgrad dieser Geschichte ist zugegebenermaßen nicht sehr hoch, aber der Schreibstil der Autorin ist so lustig und mitreißend, dass ich weiterlesen musste, obwohl das Ende ziemlich früh vorherzusehen war. Ein paar kleine Überraschungen hat sie aber doch eingebaut, und die knallen auch tatsächlich ziemlich unerwartet rein. Eine gehörige Portion Kitsch darf natürlich auch nicht fehlen, aber dieser ist absolut angemessen und in keiner Weise zu dick aufgetragen. Für dieses leichtes, wirklich witzige und erkenntnisreiche (carpe diem! ;D ) Buch gebe ich 4 Wölkchen.


01.07.2012

[Challenge] Read...the Classics - Update


Halbzeit!
Die Read...the classics - Challenge macht sich bereit für die letzten 6 Monate, in der die Teilnehmer noch so viele Klassiker wie möglich lesen dürfen/sollen/müssen. Alle Infos dazu findet ihr hier.
Kurz und knapp beschrieben besteht diese Challenge darin, alle 2 Monate einen Klassiker zu lesen - was bedeutet, dass man am 31.12.2012 mindestens 6 davon gelesen und seine Allgemeinbildung enorm erweitert hat.

Ich bin immernoch mit der selben Freude dabei, wie im Januar und habe auch mein Mai/Juni - Buch fristgerecht beendet und rezensiert. Die Rezi ist zwar diesmal etwas kürzer ausgefallen, als gewohnt, aber da es sich um ein Kinderbuch mit knapp 100 Seiten handelt, wird mir das sicher verziehen ;)

Etappe 3 erfolgreich abgeschlossen mit:
Lewis Carroll - Alice im Wunderland

Da ich bei der letzten Etappe einen guten Lauf hatte, und 2 Klassiker lesen konnte, bin ich jetzt bei 4 Büchern und muss entsprechend noch 2 lesen. Hier gibt's die gesamte Übersicht. Sollte es so weitergehen, werde ich wahrscheinlich einfach (den Streber raushängen lassen *hust*) noch mehr lesen und weiterhin viel Spaß dabei haben :D

Außnahmsweise gibt es auch schon einen Hinweis auf den Klassiker, den ich mir als nächstes vornhemen werde. Weil ich es tastsächlich schon weiß:
Der Autor ist ein französischer Schriftsteller.
Das Buch wurde 10000000 Mal (mindestens!) verfilmt oder aufgeführt. Auch Disney hat einen - sehr frei interpretierten - Film daraus gemacht.
Uuuund: ich liebe das Musical dazu (aber nur die Originalaufführung mit Bruno Pelletier♥ )

Kommt ihr drauf? ;)