31.12.2012

[Rezi] Bram Stoker - Dracula

Erscheinungsjahr: 2004 (Original 1897)
Originaltitel: Dracula
Genre: Klassiker
Seitenzahl: 538

Teaser:
Daraufhin erklärte er mir, es sei allgemeiner Glaube, daß in einer bestimmten Nacht des Jahres - und zwar tatsächlich in der vergangenen Nacht, als es allen bösen Geistern gestattet war, sich frei in der Welt zu bewegen - über einem jeden Platz eine kleine blaue Flamme zu sehen sei, an dem Schätze vergraben liegen.



Handlung
Der Notarsgehilfe Jonathan Harker reist im Auftrag seines Vorgesetzten von Großbritannien nach Transylvanien, um mit dem Grafen Dracula einige Immobilengeschäfte abzuwickeln. Schon auf der Hinreise irritiert ihn das Verhalten der Einheimischen, die total verängstigt sind und ihn ohne Begründung vom Schloss des Grafen vernhalten wollen. Eine alte Frau schenkt ihm ein silbernes Kreuz, das er zu seinem Schutz immer bei sich tragen soll.
Im Schloss wird er vom Grafen freundlich aber distanziert begrüßt und in einem Teil des Schlosses einquartiert. Mit der Zeit bekommt Harker es allerdings auch mit der Angst zu tun - nicht nur, dass Graf Dracula niemals etwas isst, kein Spiegelbild und keinen Schatten hat, er kann auch blanke Wände herunter klettern und hat die Befehlsgewalt über 3 Un-tote Frauen, die in einem anderen Teil des Schlosses sind.
Obwohl er die wahre Identität Draculas ahnt, wird er von diesem freigelassen, nachdem er es ihm ermöglicht hat, mehrere alte Häuser in London zu erstehen. Bald darauf ereilt die beste Freundin von Harkers Verlobter Mina eine schlimme Krankheit. Sie wird blass, schläft viel und hat zwei kleine runde Wunden an ihrer Kehle. Weiß der aus Holland angereiste Dr. Van Helsing Rat?

Meine Meinung
Vampirgeschichten erleben ja zur Zeit einen riesigen Hype. Was liegt da näher, als sich mal den ursprünglichsten aller Vampir-Romane, dessen Inhalt zum Teil vielen bekannt sein wird, vorzunehmen? Besonders interessant dabei sind nicht nur die Parallelen bei der Darstellung dieser Wesen, sondern auch die Unterschiede in Attributzuschreibungen und vor allem Wahrnehmung bei den übrigen Romanfiguren. Während heute Vampire ja eher positiv besetzte Geschöpfe sind, ist Graf Dracula mit seiner Entourage das Böse schlechthin, das mit allen Mitteln und unter Aufbietung aller Kräfte bekämpft werden muss.
Dracula plant nämlich sozusagen eine Expandierung: er kauft sich alte Häuser in London, um mehr Auswahl bei seinen Mahlzeiten zu haben. In Transylvanien hat er schon so viel Schrecken verbreitet, dass die meisten Menschen dort Gegenmaßnahmen ergriffen haben - Knoblauch, Kreuzanhänger und dergleichen - was ihm die Jagd in dem sowieso schon bevölkerungsschwachen Land erschwert.
Harker erlebt also die schlimmste Zeit seines Lebens auf dem Schloss des Grafen, nicht wissend, ob er jemals lebend wieder herauskommt. Sicher zu Hause verdrängt er dann die Ereignisse auch weitgehend und vertraut sein Tagebuch, das er während seiner Abwesenheit geführt hat und in dem seine Erlebnisse detailliert aufgezeichnet sind, seiner Verlobten Mina an.
Aus diesen Aufzeichnungen besteht das gesamte Buch. Die Protagonisten, die nach und nach eingeführt werden, halten ihre Tage in Form von Briefen, Journaleinträgen und Telegrammen fest, sodass der Leser immer über die Geschehnisse informiert ist und diese sogar aus mehreren verschiedenen Blickwinkeln erzählt bekommt. Zusätzlich sind manchmal noch kleinere Zeitungsartikel den Tagebüchern beigefügt, was, wenn diese vom Stil her tatsächlich Zeitungsartikeln aus der damaligen Zeit ähneln, einen aufschlussreichen Blick auf die Anfänge des Nachrichtenjournalismus zulässt.
Die Sprache ist, wie man am Teaser oben vielleicht schon erkennt, ein wenig komplex. Lange Satzkonstruktionen und eine etwas altertümliche Sprache erfordern erstmal, dass man sich in das Buch einliest. Ist das aber geschafft, lässt sich die Geschichte ziemlich flüssig lesen - von einigen etwas langatmigen Beschreibungen mal abgesehen.
Was mich schwer gestört hat, war die Position, die die Frauen in diesem Roman innehaben. Also klar, er wurde 1897 geschrieben, aber aus heutiger Sicht liest sich das einfach ganz furchtbar. Mina ist erstens die einzige weibliche Person, der überhaupt eine größere Rolle zuteil wird, und dann wird sie auch noch ständig als armes, wehrloses Geschöpf dargestellt, das aber mit seiner Anmut und Güte die Herzen eines jeden mit Freude erfüllt und deshalb von allen Männern beschützt werden muss. Sie ist mit ihren Schlussfolgerungen und ihrem Kombinationstalent zwar tragend für das Vorankommen der Handlung (was wahrscheinlich für damalige Verhältnisse schon unglaublich emanzipiert war), aber steht immer hinter den starken Männern zurück. Das war wirklich ein bisschen anstrengend zu lesen.
Alles in allem war die Lektüre aber auf jeden Fall ein Genuss. Der Spannungsbogen wird Schritt für Schritt immer weiter aufgebaut und entlädt sich dann in einem fast schon modernen Showdown. Wer sich also für Vampirgeschichten begeistern kann, die auch mal ohne Kitsch und Identitätskrisen auskommt, ist mit diesem Buch bestens versorgt. 3 Wölkchen von mir.


30.12.2012

[Musik] Sonntagslieder #19

Die letzten zwei Tage jedes Jahres bemächtigt sich meiner eine Art Torschlusspanik und ich renne rastlos durch die Gegend, auf der Suche nach Dingen, die unbedingt dringend noch in diesem Jahr erledigt werden müssen. Was angesichts der hohen Anzahl an Feiertagen ein bisschen schwierig ist.
Dieses merkwürdige Verhalten macht auch vorm Bloggen nicht halt: soooo unheimlich viele Sachen muss/will/werde ich noch posten; allerdings wohl doch erst nächste Woche und somit schon im neuen Jahr. Seit ich diesen Entschluss gefasst habe, geht es mir viel besser und ich kann beruhigt die letzten Sonntagslieder des Jahres präsentieren. Voilà:




Usher feat. Pitbull - DJ got us fallin' in love
Morgen geht die obligatorische Feierei mal wieder los. Eigentlich hab ich keine Lust dazu. Aber mit der richtigen Musik ändert sich das hoffentlich noch rechtzeitig ;)


The Baseballs - Hot'n'Cold
Momentan ein bisschen aufm Rockabilly-Trip.


Gossip - Move in the right direction
Ein schöner Jahresabschluss-/Jahresanfang-Song, find ich :)


Und damit entlasse ich euch für dieses Jahr (morgen kommt höchstwahrscheinlich noch eine Rezi, aber das wars dan wirklich ;) ). Ich wünsche euch einen guten Start in 2013 und alles Gute fürs kommende Jahr!

28.12.2012

[Happy 2012] Es wurde gechallenget

Der vorerst letzte Post (abgesehen von der Zusammenfassung der ganzen Vorsatz-Aktion im Januar) beschäftigt sich mit einem Ziel von dieser Liste, das ich schon vor einiger Zeit in trockenen Tüchern hatte.
Es geht dabei um meine allererste Bücher-Challenge, bei der ich mitgemacht habe und deshalb wird folgender Punkt nun abgehakt:

Eine Bücherchallenge mitmachen & erfolgreich beenden  → check




Und darum ging beziehungsweise geht es - denn die Challenge ist erst am 31.12.2012 vorbei und tatsächlich ist meine aktuelle "Dracula"-Lektüre mein Streber-Zusatz-Buch, falls ich die noch ausstehenden 400 Seiten in den nächsten drei Tagen gelesen kriege :D
Jedenfalls ging es darum, in diesem Jahr insgesamt 6 Klassiker der Literatur zu lesen, was eine sehr machbare Aufgabe war und es deshalb ein extrem niedriges Frustrationspotential gab, war das die perfekte erste Challenge für einen unorganisierten und Druck vermeidenden Menschen wie ich.
*Hier* geht's zur Challenge-Seite der Urheberin samt Regeln und Buch-Liste, aus der die Teilnehmer ihre Bücher auswäheln konnten.

Und jetzt mach ich mich auf die Challenge-Suche für das Jahr 2013. Irgendwelche Vorschläge? :D

27.12.2012

[Rezi] Timur Vermes - Er ist wieder da

Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Roman
Seitenzahl: 396



Teaser:
Entgegen kleingeistiger Vermutungen muss ein Führer nicht immer sofort die richtige Antwort kennen - er muss sie nur im richtigen Moment parat haben, in diesem Falle, sagen wir, passend zum nächsten Kriegsausbruch.





Handlung
Adolf Hitler ist zurück. Und zwar der echte. Mitten in Berlin wacht er im Jahr 2011 auf und findet sich wieder in einer für ihn komplett neuen und befremdlichen Welt. In einer Welt, in der es selbstverständlich ist, dass man zwar über Hitler lacht, ihn aber niemals ernst nimmt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass er schnell als weltbester Hitler-Imitator (weil außer dem Leser und Hitler selbst natürlich keiner ahnt, dass es sich um den echten Adolf handelt) zum gefeierten Comedy-Star wird.
Für ihn selbst ist die neue Welt zwar befemdlich und die politische Situation Deutschlands erschreckend, aber er fasst auch durch die Unterstützung der TV-Produktionsfirma, die ihn unter Vertrag genommen hat, schnell Fuß und bereitet sich darauf vor, alle Missstände zu beheben und da anzusetzten, wo er 1945 aufgehört hat.

Meine Meinung
Es ist wirklich nicht so einfach, etwas zu diesem Buch zu schreiben; es hat so viele verschiedene Ebenen, auf denen man es betrachten muss, und behandelt natürlich ein wirklich delikates Thema.
Nicht nur, dass Hitler zurückkommt - was allein ja schon geung Stoff zum Gruseln bietet - er ist auch noch die Identifikationsfigur des Romans. Da aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, denkt man sich unwillkürlich in die Gedankenwelt des Protagonisten hinein. Will man das bei diesem speziellen Protagonisten aber wirklich? Hitler ist nicht der Böse, als den man ihn normalerweise zu betrachten gewohnt ist, sondern einfach ein Typ mit Ideen und Visionen, die er noch durchsetzen will. Und dieses Ziel verfolgt er, indem er sich schnell an die veränderten Gegebenheiten anpasst und sich das neue mediale System zunutze macht.
Redet er also von Kriegen und Lebensraumerweiterung und all diesen Dingen, von denen er fest überzeugt ist, muss man als Leser schon ein bisschen aufpassen, weil alles mit solch einer Selbsverständlichkeit geschrieben ist, dass die Grenze zur Satire meiner Meinung nach schon hauchfein überschritten wird. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist, dass, wenn man sich auf die Handlung einlässt, wirklich eine gute Comedy geliefert bekommt. Heutzutage, das hat der Autor ganz richtig erkannt und in seinem Roman zugespitzt dargestellt, kann Adolf Hitler nur als Comedian gesehen werden. Oder als Witzfigur. Da ist es schon lustig zu lesen, dass er auf der Straße zunächst immer mit "der Stromberg aus Switch" angesprochen wird, oder dass er durchaus zutreffend und schlagfertig über deutsche Politiker herzieht - allen voran die der NPD, über die er maßlos entsetzt ist. Er wird von den Personen im Roman als perfekt ausgearbeiteter Künstler gesehen, der "Method Acting" betreibt, also als Schauspieler so sehr in seine Rolle geschlüpft ist, dass er sie niemals ablegt.
Da fällt einem als Leser plötzlich auf, dass man denkt "Er hat eigentlich recht, der Hitler" und gleich darauf "Moooooment...".
Es ist eben so: was die Missstände angeht, steckt viel Wahres in den Aussagen. Was allerdings die Lösung angeht, damit lag und liegt Hitler in jeder Zeit und ob im Roman oder in der Realität absolut daneben. Die Gefahr dabei ist, dass man von der Wortgewandtheit eingelullt wird und aufhört, selbstständig zu denken. Und das zeigt dieser Roman auf, der zwar komödiantisch beginnt, aber im weiteren Verlauf und vor allem gegen Ende immer mehr erschreckend aufzeigt, wie leicht das System Medien und damit eine gesamte Bevölkerung manipuliert werden kann und auch heute - ohne Hitler - immernoch manipuliert wird.
Ein krasses Buch auf jeden Fall, dessen Konzept wirklich bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist - sogar der Preis von 19,33 €. Eine ziemlich geniale und schlau platzierte Gesellschaftskritik. 4 Wölkchen von mir.


26.12.2012

[Rezi] Nina Blazon - Totenbraut

Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Jugenbuch
Seitenzahl: 432



Teaser:
Die Öffnung war nur zwei Handbreit groß, und ich fragte mich, wie Vater das Gesicht des Reisenden in der Dunkelheit erkennen wollte, aber in diesem Augenblick erhellte ein Blitz den Himmel und sandte einen gleißenden Schein durch die Luke.




Handlung
Die Hütte, in der Jasna mit ihrem Vater und ihren Schwestern lebt, liegt ein wenig abseits des Dorfes und ist umgeben von den Feldern, die die kleine Familie bewirtschaftet, um zu überleben. Eigentlich besteht ein großer Teil ihres Einkommens darin, Reisende zu bewirten und zu beherbergen, aber seit eine gefürchtete Diebesbande in der Gegend ihr Unwesen treibt, kommen nur noch selten welche vorbei.
Eines Nachts klopft ein etwas merkwürdiger Mann an die Tür und bittet um ein Nachtlager. Im Gespräch mit ihm kristallisiert sich heraus, dass er außerdem eine Braut für seinen Sohn sucht und Jasnas geldgieriger Vater zeigt sich nicht abgeneigt, eine seiner Töchter diesem reich wirkenden Jovan als Schwiegertochter mitzugeben. Eigentlich soll es Bella sein, die wunderschön ist, aber in einer anderen Welt zu leben scheint. Jasna, die den Gedanken, ihre wehrlose Schwester in die Hände eines Unbekannten zu geben, nicht erträgt, lässt Bella vor Jovan als unzurechnungsfähige Irre erscheinen, sodass dieser sie nicht mehr als angemessen für seinen Sohn erachtet. Ganz im Gegensatz zu Jasna, die schon von Anfang an Jovans Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. So wird kurzerhand sie an Jovan verkauft und muss sich auf den weiten Weg zu ihrem neuen Ehemann machen. Bald nach der Hochzeit fallen ihr immer mehr Merkwürdigkeiten in der Familie auf und sie versucht Stück für Stück dem gruseligen und beängstigenden Geheimniss, das die Familie umgibt, auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung
Die Geschichte spielt in Serbien im Jahr 1731. Jasna wird gegen ihren Willen von Jovan zu seinem Gut in der Nähe des osmanischen Reichs gebracht und mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Dieser ist von seiner neuen Ehefrau genauso wenig angetan wie sie von ihm und das zeigen sich die beiden auch gegenseitig. Trotz aller Wut, Trauer und Angst, versucht Jasna in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen. Doch das erweist sich als fast unmöglich, das sie als Frau von Danilo Vucovic und somit Angehörige dieser Familie absolut unwillkommen in der Dorfgemeinschaft ist. Die abergläubigen Bewohneer sind davon überzeugt, dass böse Geister und ein Vampier auf dem Gut der Vucovics ihr Unwesen treiben und mit der verfluchten Familie will niemand etwas zu tun haben.
Da Jasna von ihrer neuen "Familie" nicht in die Geheimnisse eingeweiht wird, die drohende Gefahr aber spürt, versucht sie es auf eigene Faust zu ergründen. Bei ihren Nachforschungen behilflich sind ihr nur diejenigen, die ebenfalls keinen Platz un der Dorfgemeinschaft finden können, wie der Holzfäller Ducan, und ein paar Klatschweiber, die für den neusten Tratsch sogar mit dem Vampier persönlich Tee trinken würden.
Dieses Buch ist ohne Zweifel eins der genialsten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Vielleicht sogar mein Jahreshighlight. Auf jeden Fall ist es extrem toll. Allein die Vermischung von typischen Elementen aus verschiedenen Genren machen es zu einem besonderen Leseerlebnis. Zuordnen würde ich es auf jeden Fall der historischen Sparte, aber auch und vor allem Fantasy-Fans kann ich dieses Buch nur wämrstens empfehlen. Es befasst sich mit der Entstehung des Aberglaubens an Vampiere, beziehungsweise einer möglichen wissenschaftlichen Erklärung dafür, ohne das faszinierende und mystische aus der Geschichte zu nehmen.
Die Charaktere sind wunderbar gestaltet; man hat nicht nur meherere Identifikationsfiguren - allen voran natürlich Jasna - sondern kann auch die Handlungen und Denkweisen einer jeden einzelnen Person nachvollziehen, weil sie jeweils schlüssig und individuell konzipiert sind. Klar wird auch ein wenig mit Stereotypen gearbeitet, aber nicht in einem störenden Maße. So hat man relativ schnelle in Bild von den wichtigen Personen, kann aber trotzdem noch von ihnen überrascht werden, nimmt ihnen aber jede Handlung ab.
Nina Blazons Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd. Sie schreibt leicht verständlich und kombiniert einfühlsame aber nicht kitschige Beschreibungen von Gefühlen, mit rasanten Handlungsverläufen und detalliertem Hintergrundwissen über die damalige Ereignisse und Mentalität in Serbien. Ich liebe es ja, wenn Bücher auf einer gut recherchierten Basis aufgebaut werden, und das ist bei diesem definitiv der Fall. So hat man nicht nur eine geniale Geschichte, sondern lernt auch ein bisschen was dazu.
Also zusammenfassend gesagt hat das Buch rundum alles, was ein gutes Buch haben muss: Spannung, Grusel, Geheimnis, liebenswerte Charaktere, ein super Setting und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Nicht nervig und kitschig, aber schon einen relativ großen Raum einnehmend. Von mir gibt es 5 rosa Wölkchen dafür.



25.12.2012

[Happy 2012] ...als ob wir Diebe wären

Auch nachdem ich kürzlich festgestellt habe, dass von unserm altem Jahr 2012 mittlerweile nur noch viel zu wenige Tage übrig sind, um alle meine Vorsätze von dieser Liste abhandeln zu können, werden die Aktionen, die trotz Zeitmangel und Vor-/Nachweihnachtsstress durchführbar sind, mit eiserner Disziplin und den von mir absolut verinnerlichten organisatorischen Fähigkeiten eines EU-Finanzministers abgehandelt. Allerdings mit mehr Engagement.
So trug es sich jüngst zu, dass folgender Punkt abgehakt werden konnte:

Theaterbesuch → check



Obiger Titel ist ein direktes Zitat aus dem Theaterstück und so ziemlich das einzige Mal, dass das Wort "Diebe" erwähnt wird, obwohl das der Titel des Ganzen war.
Oder verständlicher ausgedrückt: "Diebe" war das Schauspiel, das ich besucht habe. Allerdings kamen keine Diebe darin vor. Was nicht der einzige für mich unlogische Aspekt des Stückes war.
Trotzdem hatten wir einen lustigen und schönen Abend. Wahrscheinlich nicht als Komödie konzipiert, hat das Stück doch für den ein oder anderen Lacher gesorgt - moderne Theaterstücke zeichnen sich meiner Meinung nach nicht gerade durch fesselnde Dramatik, sondern oft durch witzige Absurditäten aus. Vielleicht liegt es daran, dass Theatermenschen in ihrem eigenen kleinen Mikrokosmos leben und sich der Situationskomik des inszenierten Selbstmordes nicht bewusst sind. (Was nicht heißen soll, dass Selbstmord an sich lustig ist. Nur die groteske Art der Inszenierung in diesem Fall war es.)
Oder vielleicht verstehe ich modernes Theater auch einfach nicht.
Oder habe einen schrägen Humor.
Jedenfalls langweile ich euch nicht mit dem Inhalt des Stückes, das 2010 in Berlin uraufgeführt wurde und in der Kritikerwelt schwere Begeisterungsstürme beschworen hat. Ich fand es im Großen und Ganzen auch ziemlich gut - ein bisschen erschüttert wurde ich tatsächlich auch - und bin froh, endlich mal wieder ein bisschen Theaterluft geschnuppert zu haben :)


Und um mich den obligatorischen Weihnachtsgrüßen (erneut) anzuschließen:
Ich wünsche euch noch zwei wundervolle Festtage im Kreis eurer Lieben und mit leckerem Essen und viel Spaß. Denkt dran: Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Silvester zu, sondern zwischen Silvester und Weihnachten ;)

23.12.2012

[Musik] Sonntagslieder #18

Ein Weihnachtswunder ist geschehen! Mein geliebter Laptop ist dank eines Herzkatheters aus dem Koma erwacht und läuft wieder tadellos. Papazauber (an den ich auch mit 40 Jahren noch glauben werde - Papa kriegt immer alles wieder hin :D ) sei dank
Guuut, das Touchpad funktioniert jetzt nicht mehr, weil anscheinend irgendein Kontakt nicht richtig greift, aber das ist auch ein Gefummel so einen Laptop auseinander- und wieder zusammenzubauen. Ich hätte nicht mal genug Geduld gehabt, die Lautsprecherkabel wieder einzufädeln. Aber es gibt ja Papazauber wie gesagt.
Und USB-Mäuse :)
Aber jetzt genug gelabert; hier sind die weihnachtlichen Lieder der Woche:





Harlem Gospel Choir - Amazing Grace
Im Prinzip passt jedes Gospel-Chor-Lied zu Weihnachten, aber das hör ich so gerne :)


Band Aid - Do they know it's Christmas
Das Video ist auch so 80er :D Mein absolutes Lieblingsweihnachtslied!


Laurina Mae u.A. - Something in the air
Der diesjährige Coca-Cola-Weihnachtssong. Ich bin halt konsum- und kapitalismus geprägt und steh jedes Jahr auf diesen Song aus der Werbung :)



Ich wünsche euch allen von Herzen frohe Weihnachten, wunderschöne Festtage und einen gelungenen Start ins neue Jahr. Leckeres Essen und eine tolle Feier gemeinsam mit euren Lieben und alles Gute für euch!

(Dass man an Weihnachten immer so sentimental wird... xD )

20.12.2012

[Gerede] Verschwörungen - überall!

Man sitzt gemütlich Abends vor seiner wohlverdienten Portion Geistlosigkeit in Form von GZSZ und da passiert es: ohne Vorankündigung klopft die zum Bersten gefüllte Blase an und fordert hartnäckig ihre Entleerung. Also nimmt man sich vor, bei der nächsten Werbung aufs Klo zu gehen - man will ja nichts von der komplexen Handlung verpassen. Und lange kann das ja auch nicht mehr dauern. Normalerweise kommt schließlich ständig Werbung.
Nicht aber, wenn man dringend, dringend, dringend! pinkeln muss.
Die Zeit schreitet gnadenlos voran, die handlung im Fernseher tritt mit nicht geringerer Gnadenlosigkeit auf der Stelle, aber die ausnahmsweise mal ersehnte Werbepause will. einfach. nicht. kommen. Verschwörung Nummer 1.
Doch das ist nicht genug.
Entschließt man sich dann nämlich, dem vehemmenten Druck der Blase nachzugeben und tatsächlich vor der Werbung aufs Klo zu kriechen (weil man mittlerweile ohne Flüssigkeitsverlust nicht mehr gerade stehen kann), kann man mit 100%iger Sicherheit sagen, dass die Werbepause genau dann einsetzt, wenn man es sich wieder auf dem Sofa bequem gemacht hat. Aber immerhin mit wohlig entspanntem Bläschen. Verschwörung Nummer 2.
Diese Liste lässt sich über einen ganzen Tag führen und verlängern.
Aber bevor ihr mich für paranoid haltet: Ich sehe ja durchaus die positiven Seiten. Verpasse ich einen Bus, weil der gerade an dem Tag 2 Minuten zu früh abfährt, wenn ich 3 Minuten zu spät an der Haltestelle ankomme (Verschwörung Nummer 3) und mir die gehässige elektronische Anzeige meine Niederlage vor Augen führt, danke ich oft der unvorhergesehenen Entschleunigung meines Tages.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Sender ein paar Forschungsgelder für die Entwicklung einer Pinkel-Formel locker machen sollten, um den Zuschauern ein möglichst komfortables Fernseherlebniss zu gewährleisten. ((Zeit x Liter) / Durchmesser der Durchschnittsblase)² ... oder so.

Und jetzt guck ich mir die Wiederholung von GZSZ im Internet an - un drücke einfach auf "Pause", wenn ich aufs Klos muss ;D

[Rezi] Ian McEwan - Solar

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: Solar
Genre: Erzählung
Seitenzahl: 401


Teaser:
Patrice war mit abstand die schönste aller seiner ehefrauen, besser gesagt, sie war mit ihrem markanten Gesicht und ihrem blonden Haar, wie ihm jetzt schien, die einzige schöne Frau, die er je gehabt hatte.



Handlung
Nobelpreisträger, etablierter Wissenschaftler, in fünfter Ehe verheiratet. Michael Beard hat in gewisser Hinsicht einiges erreicht. Doch momentan ist er an einem Punkt angelangt, an dem nichts mehr richtig voranzukommen, ja eher noch, alles zusammenzubrechen scheint. Als Wissenschaftler tritt er auf der Stelle und schlachtet nur seine alten Forschungen aus, und seine Ehe ist, nachdem er während dieser insgesamt 11 Affären hatte, am Ende. Wirklich wichtig ist Beard schon lange nichts mehr, es geht ihm eigentlich nur darum, nach außen hin sein Gesicht zu wahren und nach Innen hin seinen Gelüsten - Essen und Frauen - nachzugeben so viel er will. Als Patrice, seine Noch-Ehefrau, ihn verlassen will, fällt er kurz aus seiner Lethargie heraus, um in noch tieferes Selbstmitleid zu versinken. Da eröffnet ihm der Zufall eine Chance, seine eingefahrene Karriere zu pushen - allerdings auf moralisch bedenklichem Weg.

Meine Meinung
McEwan hat ein beeindruckendes Auge fürs alltägliche Detail und die Fähigkeit, dieses auch schriftlich punktgenau darzustellen. Deshalb bin ich bei diesem Buch ziemlich zwiegespalten. Die Lektüre hat mich nämlich einiges an Überwindung gekostet, obwohl mich der Schreibstil absolut anspricht.
Die Hauptfigur ist ein älterer, dickerer Physiker, der - warum auch immer die Frauen da mitmachen - fröhlich in der Gegend rumvögelt und mittlerweile insgesamt fünf Ehen mehr oder weniger hinter sich hat. Total unsympathisch konzipiert, freut man sich als Leser immer, wenn Beard eins ausgewischt wird. Er ist nur auf sich selbst fixiert, opportuistisch und ignorant. Also insgesamt einfach furchtbar. Aber so scheint es nur in seinem Inneren - in das der Leser gnadenlose offene Einsicht hat - auszusehen, denn nach Außen für die anderen Charaktere des Buches wirkt er charmant, eloquent und wohl irgendwie erhaben. Allerdings bereitet es ihm auch enorme Anstrengung, diese Fassade aufrecht zu erhalten. Wo er doch viel lieber ein Steak essen würde.
Abgesehen von dieser Nicht-Identifikationsfigur gab es noch ein großes Problem für mich mit der Geschichte. Beard ist Physiker. Und deshalb gibt es (für mich) deutlich zu viel physikalisches Wissen in dem Buch. Diese ganzen theoretischen, und bestimmt gut recherchierten, Passagen habe ich auch einfach nur quergelesen, um mir die Frustration bei Unverständnis zu ersparen.
Also. Genialer, wirklich wirklich genialer Schreibstil versus langatmiger Story. Was tun?
Sich fragen, ob das Buch überhaupt dazu konzipiert ist, im klassischen Sinne gemocht zu werden. Ich denke, eher nicht. Es soll provozieren, schonungslos darstellen und eben abrechnen. Das tut es auch.
Trotzdem kann ich vom Unterhaltungswert gesehen nicht mehr als 2 banausige Wölkchen vergeben. Aber: es ist trotzdem ein lesenswertes Buch, wenn man grade eine geistig anspruchsvolle Musestunde hat.


18.12.2012

[Mini-Rezi] Stephan Orth/Antje Blinda - Sorry, wir haben uns verfahren. Kurioses aus der Bahn

Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Humor
Seitenzahl: 214




Teaser:
Ich saß am hinteren ende eines Großraumwaggons. Irgendwann ging vorne die Tür auf, und der Schaffner rief: "Fahrscheinkontrolle! Neu zugestiegen?" Plötzlich sprang der Mann neben mir auf und rieg laut zurück: "Hier!"




Hinter dem monstösen Titel und der lustigen Mini-Anekdote aus dem Teaser versteckt sich der Nachfolger des erfolgreichen Buches "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt. Kurioses aus dem Flugzeug".
Und dieser Nachfolger lässt an Witz und Situationskomik in keinster Weise nach. Als regelmäßige Langstrecken-Bahnfahrerin kann mich ja nix mehr schocken und überraschen - dachte ich. Aber manche Geschichten aus diesem Büchlein, das die gesammte Bahnerfahrung einer Vielzahl von Menschen zusammenfasst, klingen selbst für mein bahngeprägtes Gemüt total verrückt. Bemerkenswerterweise ist aber jedes einzelne Szenario auf gewisse Weise total typisch und deshalb absolut glaubwürdig, sei es auch noch so absurd.
Abgerundet wird die Sammlung an kurzen und längeren Geschichten von interessanten Infos rund um das Zhema Zug und Eisenbahn, sowie Tipps und Tricks, um lange Zugfahrten und daraus resultierende Stresssituationen zu überstehen.
Genug flockiger Lesestoff also, um ein bisschen langweilige Zeit amüsiert hinter sich zu bringen. 4 Wölkchen von mir.


16.12.2012

[Musik] Sonntagslieder #17

Um an ihren Stoff zu kommen, werden Süchtige kreativ.
So geht es auch mir mit meiner Internetsucht. Mein Laptop-Baby-Herzilein liegt immernoch im Koma, aber trotzdem muss heute noch ein Lieder-Post online gehen.
Aber keine Angst, es handelt sich hierbei nicht um Beschaffungskriminalität (und wenn, würde ich es nicht zugeben), sodass jetzt ruhigen Gewissens der - diesmal etwas verspätete - allsonntägliche Liederschwall losbricht. Leider trotz allem kurz gehalten. Doch das Ende der Durststrecke ist in Sicht!





Robbie Williams - Candy
Ich bin halt ein Fernsehopfer - Trailerlieder werden bei mir immer früher oder später zu Ohrwürmern :)


Alica Keys - Girl on Fire
Momentaner aaaaabsoluter Lieblingssong. *seufz*


The Baseballs - Driving home for Christmas
...so heißt es bei mir nächste Woche - wenn die Bahn mitspielt ;)



Einen geruhsamen 3. Advent und viel Spaß beim Hören :)

13.12.2012

[TAG] 100 Bücher

Gerade macht mal wieder ein schöner (nicht ganz so) kleiner TAG die Runde durch die Blogger-Welt und auch ich wurde von zwei Seiten mit diesem Stöckchen beworfen; nämlich von Charlie von Keine Zeit für Langeweile und von Ivy und Meggie von Licentia Poeticae. Vielen Dank an euch! :D
Der TAG besteht im Wesentlichen aus einer Liste, auf der die 100 Lieblingsbücher der Deutschen aufgeführt sind. Also einer Liste mit anscheinden lesenswerten Büchern. Und weil ich sowohl Listen, als auch TAGs liebe, werde ich jetzt graphisch formvollendet darstellen, welche Bücher ich kenne, welche nicht, und welche ich kenne, aber lieber nicht kennen würde ;D


Hier eine kleine Farblegende:
gelesen
leider gelesen
nicht gelesen, aber den Film gesehen
muss ich unbedingt noch lesen



1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
 2. Die Bibel (die paar Auszüge im Religionsunterricht zähle ich mal nicht)
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfüm, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
 31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
 51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie Will
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
 71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
 91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
 97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood


Insgesamt habe ich also genau 30 Bücher gelesen, was ein ganz netter Schnitt ist. Von 4 Stück kenne ich immerhin eine Verfilmung und 9 weitere stehen noch auf meiner Leseliste für die absehbare Zukunft.
Die kleine angehende Literaturwissenschaftlerin in mir möchte noch loswerden, dass ihr diese Liste nicht wirklich aktuell vorkommt, weil keine Bücher aus jüngster Vergangenheit (jaaaa, die große Debatte darum, ab wann ein Buch eigentlich nicht mehr zur jüngsten Vergangenheit zählt, muss an einer anderen Stelle geführt werden) daraufstehen, ein paar aber sicher in einer überarbeiteten Liste erscheinen würden.
Trotzdem hat mir der TAG viel Spaß gemacht und ich finde es total interessant, welche Bücher ihr so gelesen habt. Und deshalb tagge ich *Trommelwirbel*:

Juana Herbst
Miyann
und Hannah

Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen. Ich freu mich schon auf eure Antworten! :D


Noch ganz kurz am Rande:
Mein Laptop liegt immernoch im Koma und ich kann nur sporadisch ins Internet. Also nicht böse sein, wenn ich eure Kommis nicht, oder nur schnell hier auf meinem Blog beantworte, anstatt euch einen Besuch abzustatten - ich bemühe mich darum, Laptop-Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten :D

11.12.2012

[Rezi] Eoin McNamee - Requiem

Erscheinungsjahr: 2012
Originaltitel: Orchid Blue
Genre: politischer Roman
Seitenzahl: 337



Teaser:
Gegen Ladenschluss ging McCrink zurück in die Stadt. Er hatte sich den Arbeitsplatz des Mädchens bis zum Schluss aufgehoben. Er lief am alten Markt vorbei.





Handlung
Robert McGladdery wurde 1961 hingerichtet; zum Mord an der damals 19-jährigen Pearl Gamble verurteilt.
Es war das letzte Mal, dass in Nord-Irland die Todesstrafe vollstreckt wurde.
Diesen realen Sachverhalt zu Grunde legend, baut McNamee seine Geschichte auf, die die Tatnacht und die geführten Ermittlungen rekonstruiert.
McGladdery wird vorgeworfen, Pearl nach einem Tanzabend aufgelauert zu haben, um sie zusammenzuschlagen, zu erwürgen und schließlich ihre Leiche mit Messerstichen zu maltretieren und dann in einem abseits gelegenen Gebüsch halbherzig zu verstecken.
Die anklage basiert - wie auch die reale vo 50 Jahren - auf Indizienbeweisen. Und das ist nicht die einzige Sache, die einen der Ermittler in diesem Fall seltsam anmutet. McCrink ist anscheinend der Einzige im ganzen Team, der nicht einfach einen Menschen am Galgen sehen will für den Mord an Pearl Gamble, sondern der tatsächlich die Wahrheit aufklären möchte. Dabei werden ihm seitens der Dorfbewohner und der Justiz aber immer wieder Steine in den Weg gelegt. Der Richter zum Beispiel, der den Prozess gegen McGladdery führt, hat 9 Jahre zuvor seine damals ebenfalls 19-jährige Tochter bei einem ähnlichen Übergriff verloren. Patricia Curren wurde geschlagen, erwürgt und ihre mit Messerstichen übersähte Leiche wurde irgendwo in der Pampa gefunden. Wie bei Pearl. Der Mann, der für diese Tat verurteilt wurde, befindet sich nun wieder auf freiem Fuß, da ihm Unzurechnungsfähigkeit attestiert wurde.
Solche und ähnliche Spuren verfolgt McCrink mehr oder weniger auf sich allein gestellt, weil sie McGladdery möglicherweise entlasten könnten, und hangelt sich so immer tiefer hinein in die Verstrickungen und Intrigen, die McGladdery, der vehemmt seine Unschuld beteuert, an den Galgen bringen sollen.


Meine Meinung
Realität und Fiktion werden in diesem Buch auf besondere Weise miteinander verknüpft: Was zunächst wirkt, als wäre einfach ein guter Stoff für eine Geschichte verwendet worden, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung - beziehungsweise mit jeder gelsenen Seite mehr - als offensichtliche Kritik an dem Rechtssystem und der Gesellschaft damals in Nord-Irland.
Pearl wächst in einem kleinen Dörfchen auf, das seine ganz eigene Dynamik hat; wie das in kleinen Gemeinden überall so ist. Nach dem Fund ihrer Leiche deuten zunächst alle Hinweise auf McGladdery und schnell ist für die Dorfbewohner, einschließlich der ermittelnden Polizisten klar, dass er es auch gewesen sein muss. Er war ohnehin immer ein eher unbeliebter Unruhestifter, und seit er für eine Zeit in London gelebt hat und dieses Großstadtverhalten mit in das Dorf gebracht hat, wirkte er sowieso total suspekt.
McCrink, der der vielen schlimmen Morde in London überdrüssig ist, hat sich nach Nord-Irland versetzten lassen und versucht nun, auch in andere Richtungen zu ermitteln, als die offensichtliche. Dabei wird er aber nicht wirklich unterstützt.
Die Geschichte lässt sich in viele verschiedene Teile zerlegen, und jeder dieser Teile ist der Ausarbeitung einer bestimmten Person oder eines bestimmten Sachverhaltes gewidemt, welcher in so eine Mordermittlung üblicherweise einfließen sollte. Von den agierenden Charakteren werden sehr detallierte Bilder gezeichnet; selbst in vermeintlich unwichtige Nebenpersonen kann man sich als Leser gut hineinversetzen und ihre Denk-und Handlungsweisen nachvollziehen. Das führt unter anderem dazu, dass man ziemlich schnell andere Menschen in Verdacht hat, als McGladdery - was natürlich vom Autoren beabsichtigt ist, weil es die Missstände der damaligen Ermittlungen aufzeigt und diese somit in Frage stellt.
In Frage gestellt wird auch die Integrität des Richters und der örtlichen Ermittler. Alle dürsten sie nach Rache. Rache für die tote Tochter oder Vergeltung an der Weltgewandtheit der großten Insel. Irland wird in dem Buch allgemein als gespaltenes Land dargestellt, dass sich, innerlich zerrissen, gegen England behaupten muss. Deshalb sind die Dorfbewohner grundsätzlich allem Fremden gegenüber misstrauisch gestimmt und wollen am liebsten alles allein und auf ihre Weise regeln.
McNamee skizziert ein Gesellschaftsbild, das von Korruption, Eitelkeiten und Verschleierungen geprägt ist. Er setzt sich auch kritisch mit den Medien, ihrer Berichterstattung gerade in diesem Prozess und der dadurch kreierten Stimmung der Allgemeinheit auseinander, was immer ein interessantes Thema ist.
Der Schreibstil wechselt zwischen faktenorientierten, fast schon distanziertem Stil und erzählerischen Elementen. Es gibt kaum durch mitreißende Sprache erzeugte Spannung, der Autor lässt vielmehr die Fakten für sich sprechen und baut dadurch seinen Spannungsbogen auf. Ein paar kleine Längen weist das Buch dadurch vielleicht auf, und manchmal wird man von der Masse an Namen und ermittlerischen Details ein bisschen erschlagen. Dennoch ist das Buch nicht zu anspruchsvoll und insgesamt locker zu lesen.
Begeistert hat mich natürlich der Realitätsbezug - etwas, was mich immer besonders zum Grübeln und Nachdenken bringt. Mir fehlt leider das Hintergrundwissen, um in diesem Fall zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden, aber trotzdem war es ein spannender Blick in den Hintergrund dieses Prozesses. 4 Wölkchen von mir.


Vielen Dank an vorablesen.de und den dtv-Verlag für dieses Rezensionsexemplar :)

09.12.2012

[Musik] Sonntagslieder #16

Wenn Dummheit wehtun würde, wäre ich den ganzen Tag am schreien.
Moment mal... dummheit tut tatsächlich weh. Und zwar dann, wenn innerhalb weniger Monate der Laptop von der selben dämlichen Person auf die selbe dämliche Weise zerstört wird.
Diese Person bin übrigens ich.
Deshalb habe ich keinen Internetzugang für die nächsten zwei Wochen und das schmerzt wirklich sehr.
Und deshlab war der letzte Post kurz und langweilig. Und dieser wird es auch. Weil ich beide in einem Zeitraum von insgesamt 10 Minuten schreiben muss. Paaaaanik!!!
Jedenfalls: tut mir leid, wenn ich eure Kommis grade nicht wirklich beantworten kann. Das ändert sich bald wieder. Spätestens, wenn ich über die Weihnachtsferien bei meinen Eltern bin. Wo zwei PCs mit Internetzugang stehen.
Also, bis die Tage! :D

Ach ja, damit die Überschrift passt - hört's euch an:

Wham! - Last Christmas

Gehört einfach in die Vorweihnachtszeit! ;)

07.12.2012

[Happy 2012] All pigs are equal

 Nach langer, langer Zeit habe ich mal wieder einen Punkt auf meiner Vorsatz-Liste abhaken können.
Langsam wird es knapp mit der Erfüllung aller Punkte und ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich es nicht hinbekommen werde. Aber einen großen Teil habe ich schon geschafft; ein paar Punkte werden auf jeden Fall noch erfüllt und totz Misserfolg wird mir die Aktion definitv Spaß gemacht haben. ...bestimmt! :D

Erledigt ist auf jeden Fall
mindestens zwei Bücher in der Originalsprache lesen (außer deutsche natürlich) → check!


Leider waren aus auch nur genau zwei. Eigentlich hatte ich ja vor, das Minimalziel ein wenig zu toppen, aber wie das halt so geht mit Vorsätzen... wenn der Zwang da ist, geht die Motivation flöten.

Folgende beiden Schätzchen habe ich im Original gelesen:

Antoine de Saint-Exupéry - Le petit prince 
Das Cover hab ich irgendwie grade nur auf deutsch zur Verfügung. Aber das Original sieht genauso aus. Nur ahlt auf Französisch ;)







und


George Orwell - Animal Farm










Beide Rezis findet ihr im Index :)

04.12.2012

[Challenge] Die Rory Gilmore Reading Challenge

Den allermeisten von euch wird allein der Titel dieser Challenge schon alles sagen. Entweder, weil ihr schon davon gehört habt, oder weil ihr die Serie "Gilmore Girls" kennt.
Für alle, die nicht wissen, was gemeint ist:
Rory Gilmore ist eine absolute Strebertante, super intelligent und immer am lesen. Wer sich darin wieder erkennt - zugegeben, auf mich trifft auch nur letzteres zu ;) - und Fan der Serie ist, der wird an dieser total coolen Challenge sicher viel Spaß haben.

Es geht darum, alle Bücher, die Rory in den gefühlten 1.000.000 Folgen (die ich immernoch nicht alle gesehen habe...warum eigentlich nicht?) gelesen hat, ebenfalls zu lesen. Das ist eine richtig große Aufgabe, denn wie ihr auf dieser Liste nachlesen könnt, beläuft sich die Anzahl der Bücher auf über 300 Stück!
Fett ist gar kein Ausdruck. Das ist auch der Grund, warum ich seit ein paar Wochen immer nur um die Posts zu dieser Challenge rumschleiche und mich nie angemeldet habe. Aber da es kein zeitliches Limit gibt und man sich sein Lesepensum einteilen kann, wie man möchte, habe ich jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht.
Wenn ihr das ebenfalls tun wollt, dann schaut bei Pia von SeitenBlicke vorbei - sie hat die Challenge ins Leben gerufen und die enorme Bücherliste erstellt - super toll! :D

In den nächsten Tagen werde ich die Challenge einschließlich Linksammlung zu allen Posts, die meine Fortschritte verzeichnen, auf meiner Challenge-Seite einbinden. Aber jetzt gibt's erstmal eine Liste mit den Büchern, die ich schon gelesen habe - meinem Plus-Konto sozusagen:

George Orwell - 1984
Ian McEwan - Abbitte
Lewis Carroll - Alice im Wunderland

Alles ist erleuchtet - Jonathan Safran Foer
Leo Tolstoi - Anna Karenina
Hans Christian Andersen - Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Victor Hugo - Der Glöckner von Notre Dame
Alexandre Dumas - Der Graf von Monte Christo
J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe. Die Rückkehr des Königs
J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe. Die Gefährten

Umberto Eco - Der Name der Rose (grade erst *hihi*)
Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
Franz Kafka - Die Verwandlung
Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte
Charles Dickens - Große Erwartungen
William Shakespeare - Hamlet
J.K. Rowling - Harry Potter und der Feuerkelch
J.K. Rowling - Harry Potter und der Stein der Weisen

Harriett Beecher-Stowe - Onkel Toms Hütte
Gebrüder Grimm - Rapunzel
Dan Brown - Sakrileg
Gebrüder Grimm - Schneeweißchen und Rosenrot
Fjodr Dostijewski - Schuld und Sühne
Jane Austen - Stolz und Vorurteil
Jane Austen - Verstand und Gefühl


Mit 25 Büchern schon an den Start zu gehen, finde ich tatsächlich ziemlich gut :) Die fett geschriebenen sind sogar hier (höchstwahrscheinlich - bei einigen bin ich mir nicht mehr so sicher) rezensiert - die Rezis werde ich dann aber nur auf der Challenge-Seite verlinken :)
An dieser Stelle ein großes Lob an die Produzenten der Serie - Rorys Leseliste deckt wirklich von Klassikern über Zeitgenössisches aus allen möglichen Ländern alles ab.
Ich freue mich schon sehr auf die Challenge - einige Bücher der Liste stehen sowieso schon ebi mir auf dem Plan. Also, auf ans Werk! :D

02.12.2012

[Musik] Sonntagslieder #15

Guuuten Morgen allerseits :)
Es ist mal wieder Zeit für die Top-3-Lieder der Woche. Eine kleine Bemerkung vorweg: insgesamt habe ich hier genau 109 Songs gepostet, ohne jemals einen einzigen zu wiederholen (hach, was bin ich vielseiteig), aaaaber: es ist bald Weihnachten. Seit ungefähr 15 Jahren legt meine Mutter eine spezielle Rock-Christmas-CD ins Autoradio ein, sobald die Adventszeit losgeht. Und die 18 Lieder darauf bedeuten für mich genau das. Sobald ich einen dieser Songs höre, beginnt für mich die Weihnachtszeit. Seit 15 Jahren. Und deshalb bekommt ihr auch dieses Jahr einige Lieder wieder zu hören, die es letztes Jahr schon bei mir gab. Wegen der Weihnachtsstimmung. Das macht euch zwar sicher nix aus, weil ihr eh nicht mehr so genau wisst, um welche Lieder es geht ;D Aber ich wollte es trotzdem kurz erwähnen :D
Und jetzt viel Spaß beim Hören :)




Gil Ofarim - Out of my bed
Okay, nicht ganz so weihnachtslich gehts los. Aus gegebenem Anlass musste ich dieses Lied, das vor gaaaanz langer Zeit mein Grundschülerinnen-Herz höher schlagen ließ, einer Freundin vorspielen - die es nicht kannte! O.O - und musste dabei Tränen lachen :D Was ich früher alles gut fand, ist immer wieder faszinierend zu sehen :D



Bruno Mars - Locked out of heaven
Ein absoluter Gute-Laune-Mitgröl-Song für mich momentan :D Schön für mich, schlimm für die Nachbarn xD



Albert Hammod - Under the christmas tree
Jetzt aber endlich die versprochene Weihnachtsstimmung. Man muss ja behutsam anfangen. Diese Version ist ein bisschen anders als meine, die nämlich nicht ganz so einschläfernd ist, aber trotzdem liebe ich das Lied total :)



Und das wars auch schon wieder. Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen ersten Adventssonntag und vergesst eure Adventskalender-Türchen nicht!♥

01.12.2012

Leserückblick November 2012

Pünktlich zum ersten Dezember gibt es natürlich auch hier wieder die allmonatliche Statistik zu meinen Lese"erfolgen" des Monats.
Vorher muss ich aber etwas viel viel wichtigeres loswerden. Nämlich ebenfalls pünktlich zum offiziellen Beginn der Weihnachtszeit hat es heute Nacht geschneit *yeahi* :D Zwar ist es hier leider viel zu warum und der schöne Schnee hat sich mittlerweile wieder verflüssigt, aber am Morgen war es ein wunderschöner winterlicher Anblick, der mich dazu motviert hat, endlich auch mal meine Weihnachtsdekoration unterm Bett herauszukramen. Für heute bin ich also beschäftigt :)
Doch vorher gibt's jetzt die gesammtelten Fakten zum Lesemonat November :)


Gelesen
Aly Cha - Schnee im April (*Rezi*)
George Orwell - Animal Farm (*Rezi*)
Charlotte Roche - Schoßgebete
Umberto Eco - Der Name der Rose (*Rezi*)

In Seiten
1495

Durchschnittsbewertung
3,5 Wölkchen

Highlight des Monats
George Orwell - Animal Farm

Enttäuschung des Monats
Als Enttäuschung kann ich es eigentlich nicht bezeichnen, da ich nicht wirklich viel erwartet hatte, aber rein bewertungsmäßig liegt Charlotte Roche - Schoßgebete definitv ganz hinten.

In Bildern




'Schoßgebete' habe ich tatsächlich für ein Uni-Seminar gelesen und obwohl ich Uni-Bücher eigentlich nicht in meiner Statistik aufnehme, zähle ich das Buch außnahmsweise mal mit rein, weil es erstens mit Abstand das trivialste war, was ich diesen Monat gelesen habe (was schon irgendwie witzig ist^^), und es mir zweitens ziemlich viel Zeit genommen hat, um anderes zu lesen. Ich musste mich wirklich durchquälen. Sosehr, dass es nichtmal eine Rezi bekommt, damit ich mich nicht länger damit beschäftigen muss (wobei jetzt aber kein falscher Eindruck entstehen soll: tatsächlich fand ich es gar nicht so fürchterlich von der Thematik her oder so. Nur einfach... unnötig. Also Roche hat es offensichtlich als Selbsttherapie gebraucht, aber mir als Leserin hat es absolut nix gebracht. Von daher hab ich irgendwie keine so richtige Meinung dazu und kann mir entsprechend die Rezi sparen :D )
Jedenfalls ein sehr mauer Monat. Hoffen wir mal, dass ich der besinnlichen Weihnachtszeit doch etwas mehr zum Lesen komme :)