29.12.2013

[Musik] Sonntagslieder #69

16:56 0 Comments
Langsam erhole ich mich von der Weihnachtsfeierei. Und zwar auf meine ganz spezielle Weise, die hauptsächlich beinhaltet, mich nicht mehr als nötig zu bewegen (der Weg zwischen Bett, Sofa und Kühlschrank ist in Ordnung), den ganzen Tag Tee zu schlürfen, Kekse zu essen und lesend oder computer-spielend quasi der unproduktivste Mensch der Welt zu sein. Wunderschööööön ist das! :D Etwas Musik begleitet mich dabei natürlich - also kommen jetzt die Top-3-Lieder meiner Woche:



Coldplay - Atlas
Schon bei den ersten Tönen krieg ich Gänsehaut. Hach *.*


Band Aid - Do They Know It's Christmas
Diese Woche ist ja noch ein bisschen Weihnachten, also passt mein absolutes Lieblingsweihnachtslied aller Zeiten und für immer auch noch wunderbar hier rein ;) ...die Frisuren sind sooo 1980! :D


Pitbull feat. Kesha - Timber
Und jetzt noch ein bisschen Feier-Laune-Musik. Silvester und so :D


Und das waren auch schon die letzten Sonntagslieder für dieses Jahr! Ich weiß nicht genau, ob das hier damit auch gleichzeitig der letzte Post für 2013 ist - einer ist eigentlich noch geplant, aber ab morgen ist die Faulenzerzeit vorbei und ich muss schauen, ob/wie ich Zeit zum Bloggen habe. Sollten wir uns nicht mehr lesen, wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Erfolg, Glück, Gesundheit und Spaß für 2014! ♥♥♥

25.12.2013

[Rezept] Lebkuchen-Rentiere

12:47 0 Comments
HoHoHo!
Wie mir gerade bewusst geworden ist, gab es dieses Jahr im Haus des Wahnsinns gar keinen so wirklich weihnachtlichen Post - Dezemberstress und temporäre Anti-Mainstream-Haltung haben es verhindert. Aber weil der zweite Weihnachtsfeiertag in meiner Familie traditionell sehr gemütlich verbracht wird und ich mich tatsächlich noch einmal in die Küche zum Backen gestellt hab, lasse ich euch an meinem weihnachtlichen Küchenchaos teilhaben! :D (Die Idee hab ich übrigens hier her ;) )

Was ihr braucht:
200g Honig
100g Zucker
50g Butter
300g Mehl
200g gemahlene Mandeln
2 Tl Lebkuchengewürz + 1 Tl Zimt
5g Pottasche oder 1 Tl Natron
Schokoglasur
Zuckerperlen oder alternativ bunte Zuckerschrift

Außerdem:
einen Topf
eine Schüssel
ein Nudelholz (oder eine umfunktionierte Wasserflasche)
einen Holzlöffel
eine Waage

Dann geht's schon los:
Den Honig zusammen mit der Butter und dem Zucker in den Topf geben, auf den Herd stellen und bei niedriger (!!) Hitze das ganze unter ständigem Rühren (!!) zu einer homogenen Masse verschmelzen lassen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
Mehl, Mandeln, Gewürze und Pottasche vermischen, unter die Honigmasse heben und das ganze am besten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
 Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und ruhen lassen. Mindestens 3 Stunden - ich habe mal wegen schlechtem Zeitmanagement den Teig 2 Tage im Kühlschrank liegen lassen müssen und das war super lecker, weil die Gewürze richtig durchziehen konnten. Schmeckt aber auch mit kürzerer Ruhezeit.
Nach dem Ruhen den Teig nochmals gut durchkneten und dann auf der Arbeitsfläche ausrollen und Lebkuchenmänner ausstechen. Die werden dann nämlich umgedreht zum Rentier ;)
Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und bei 175°C ungefähr 20 Minuten lang backen - nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmecken die Dinger bitter.
Nach dem Abkühlen Rentiergesichter draufmalen.

Und so kann das dann aussehen:



Leider habe ich nur meinen ersten Versuch dokumentiert - da sind die Gesichter noch ein bisschen verunglückt - es gilt: Übung macht den Meister ;)





Nach dem Abkühlen werden die Lebkuchen ziemlich hart - nach 2 Wochen in einer verschlossenen Blechdose werden sie aber richtig weich. Ist mir auch ein bisschen zu lange, aber was soll man machen? :D



Und damit wünsche ich euch schöne Weihnachtsfeiertage, hoffe, dass euer Weihnachten zauberhaft war, ist und noch sein wird und verabschiede mich wegen einer neuerlichen anstehenden Fressorgie ;) Peace out ♥♥

22.12.2013

[Musik] Sonntagslieder #68

20:42 2 Comments
Dem Weihnachtsreise-Banhverkehr glücklich entkommen - und sogar pünktlich den Zielbahnhof in der Heimat erreicht - gibt es jetzt noch schnell die allsonntäglichen Lieder zum Sonntag. Besser spät als nie lautet das Motto.
Ich für meinen Teil freue mich riesig auf Heiligabend übermorgen. Endlich ist mal wieder die komplette Familie versammelt, es gibt leckeres Essen und wahrscheinlich auch viel zu lachen!
Aber jetzt gibts erstmal für euch meine Top-3-Lieder dieser Woche; was nicht sonderlich nach Weihnachten klingt, wie ich zugeben muss. Aber ich brauchte viel Abreagier-Musik, weil in dieser letzten Woche für mich uni-technisch nochmal der Stresspegel auf 200 stand. Hört selbst! ;)




Linkin Park - Given Up
Die alten Lieder gehen einfach immer, wenn man ein Ventil für Aggressivität braucht :D


Bullet For My Valentine - Eye Of The Storm
Ebenfalls. Geht immer :)


Die Ärzte - Schrei nach Liebe
Kennt jeder und kann wahrscheinlich auch fast jeder mitsingen. Hilft auch extrem bei Aggressionen :D


Dass das alles hier grade wenig besinnlich ist, tut mir Leid :D Ich wünsche euch natürlich trotzdem einen wunderschönen 4. Advent, hoffe, dass ihr alle Weihnachtsgeschenke geshoppt habt und den kommenden Heiligabend genießen könnt! ♥

20.12.2013

[Rezi] Monika Feth - Der Bilderwächter. Jette-und-Merle-Buchserie, Teil VI

08:53 3 Comments
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: (Jugend-)Thriller
Reihe: Jette-und-Merle-Buchserie, Teil VI
Seitenzahl: 478



Teaser:
Ob sie das wollte? Was fragte er da? Glaubte er allen Ernstes, es ginge hier um das, was sie wollte oder nicht wollte? Es ging um so viel mehr. Es ging um alles. Aber wie sollte sie das erklären?



Achtung!*Spoileralarm!*Achtung!*Spoileralarm!*Achtung!*Spoileralarm!*

Handlung
Zwei einsame, frustrierte Schwestern, die zusammen mehr Geld haben, als sie ausgeben können und deren Herz an einem einzigen Künstler hängt. Ein Künstler, der unglaublich produktiv war. Für dessen Werke sie extra ein Haus auf ihrem Grundstück errichtet haben, damit sie dort sicher verwahrt werden können, bis geklärt ist, was mit ihnen geschehen soll. Und vor allem ein Künstler, der vor seinem Tod seine eigene Schwester entführt und gequält hat.
Ilka kommt nach wie vor nicht mit den traumatischen Ereignissen zurecht. Und als bei der Testamentseröffnung klar wird, dass sie zusammen mit Thorsten Uhland - einem Freund ihres Bruders Ruben - für die Vermarktung der Bilder sorgen soll, die sie schmerzlich an ihre Entführung erinnern, kochen alle Gefühle und Ängste, die sie zu vergessen versucht hat, wieder hoch.
Ihre WG-Mitbewohner - allen voran ihr Freund Mike, aber auch die altbekannten Gesichter Jette und Merle - die für Ilka eine Art Familienersatz sind, versuchen das verstörte Mädchen so gut es geht aufzufangen. Als dann aber ein Angestellter Thorsten Uhlands, der Rubens Bilder katalogisieren sollte, ermordet aufgefunden wird, beginnt sich die Geschichte langsam zuzuspitzen. Neben der Aufarbeitung ihres Traumas kommt nun auch die Gefahr auf neue, schlimme Erlebnisse dazu und Ilka droht in einer Art Strudel zu versinken.

Meine Meinung
Zugegebendermaßen habe ich seit Teil I nichts mehr aus dieser Reihe gelesen, weshalb mir verschiedene Personen und ihre psychischen Probleme erstmal etwas fremd waren. Trotzdem konnte ich mich dank des leicht zugänglichen Schreibstils schnell in die Geschichte einfinden.

Es gibt mehrere, parallel laufende Handlungsstränge, die jeweils aus der Sicht verschiedener Figuren geschildert werden und die von Anfang an von dem selben roten Faden durchzogen sind, sodass man gleich alles in einen Kontext einordnen kann.
So positiv das auch klingt - für mich hat gerade zu Beginn der Geschichte einiges an Spannung gefehlt. Viele Charaktere mussten vorgestellt und eingeführt werden, es gab viel Gequatsche und weil jeder Charakter diverse psychische Störungen hat, auf die natürlich mindestens am Rande eingegangen werden muss, gestaltete sich der Einstieg für mich relativ zäh.
Sowieso ein großer Störfaktor für mich sind diese labilen Persönlichkeiten, die sich alle in der Geschichte zusammenrotten und eine Art Therapie-WG bilden. Sie alle haben mit verschiedenen Problemen zu kämpfen - unter anderem, dass in ihrem Umfeld offensichtlich ständig Menschen ermordet werden und der ermittelnde Kommissar dann darüber besorgt ein muss, dass sich die Clique nicht in die Ermittlungen einmischt. Denn das tun sie gerne und verlassen sich dabei nicht zwingend auf Beweise oder Indizien, sondern auf ihr Gefühl und auf irgendwelche Vorahnungen. Jetzt versteht mich nicht falsch: ich habe kein Problem mit Ermittlern, die sich hin und wieder auf ihr Bauchgefühl verlassen. Aber wenn der gesamte Fortschritt eines Mordfalls darauf basiert und nur dadurch neue Erkenntnisse erzielt werden können, ist mir das einfach ein bisschen zu abgehoben.

Auf der anderen Seite ist der Zusammenhalt der WG-Bewohner wirklich toll vermittelt und macht die Hauptfiguren sehr sympathisch. Dabei hat auch jeder seine eigene Rolle, in der er funktioniert: die aufbrausende Merle, die sanftmütige Jette, die sensible Ilka, Claudio der Macho (der nicht wirklich in der WG wohnt, aber doch sehr präsent ist) und der loyale Mike. Die Tatsache, dass es das perfekt passende Adjektiv für die einzelnen Charaktere gibt ist aber auch gleichzeitig wieder ein Negativpunkt, auf den ich hinweisen möchte. Jeder hat so sein Handlungskonzept und bewegt sich nur darin. Man kann Figuren entweder sympathisch oder unsympathisch finden - es gibt keine Hybriden, es gibt keine Ecken und Kanten und das ist etwas schade.Dennoch - oder gerade deshalb - hat man einiges an Identifikationsfläche und hat einen angenehmen Lesefluss.

Neben den Ermittlungen und den psychischen Problemen der Figuren ist die Malerei ein thematischer Schwerpunkt, der einen zumindest ein bisschen interessieren sollte, wenn man das Buch nicht todlangweilig finden möchte. Es gibt regelrechte Exkurse über Maltechniken und Kunst allgemein, und speziell Rubens Bilder werden detailiert beschrieben, was ich als sehr spannend und lesenswert empfunden habe, obwohl ich zur Malerei eigentlich keinen wirklichen Zugang habe.

Mein Gesamtfazit lautet also, dass dieses Buch für Fans der Reihe wahrscheinlich keine Enttäuschung sein wird, denn ich habe typische Merkmale aus dem ersten Teil definitiv wiedergefunden. Ich persönlich habe das Buch auch gerne gelesen; es ist lockere Lektüre für Zwischendurch. Für einen Thriller fehlte mir der Nervenkitzel, aber insgesamt kann ich noch 3 Wölkchen vergeben.






Vielen lieben Dank an bloggdeinbuch.de und den randomhouse-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

17.12.2013

[Gebastel] Wundermittel gegen spröde Lippen

07:00 1 Comments
...das sich eventuell auch als Last-Minute-Geschenk-Idee eignet.
Entdeckt habe ich die Anleitung, um einen wirklich mega pflegenden Lippenbalsam selbst zusammenzurühren schon in der letzten Weihnachtszeit - allerdings fehlte mir da Gelegenheit und Muse, um die Idee auch umzusetzen. Zum Glück gibt es aber Bookmarks, sodass ich dieses Jahr wieder darauf gestoßen bin. Hier kommt ihr zur Original-Anleitung von Sari, das ich im Grunde auch nur sehr sehr sehr wenig abgewandelt habe. Wozu auch etwas super tolles verändern? ;)

Material:
Sheabutter
Körperbutter (als Pröbchengröße)
Granatapfelöl (ebenfalls als Pröbchengröße)
Vaseline
kleine Töpfchen
eine Schüssel und einen Teelöffel


Das alles gibt es gesammelt im dm, aber wahrscheinlich auch in allen anderen Drogerie-Märkten. Die Töpfchen habe ich ebenfalls aus dem dm, wobei ich dazu noch 6 Flaschen kaufen musste, weil es die Dinger halt nur zusammen als Reise-Kosmetik-Umfüll-Set gibt. Uuuund ich hatte noch zwei kleine Pöttchen, in denen man im LUSH immer Pröbchen mitbekommt. Die könnt ihr natürlich auch einfach sammeln, so wie ich ;)

Und los geht's:
  • 6 TL der Sheabutter mit den 50ml Körperbutter und einem Schuss Granatapfelöl gut vermischen.
  • So lange Vaseline hinzugeben, bis die Mischung eine angemessen feste Konsistenz hat.
  • Alles in die Pöttchen füllen.
Und fertig. Man fühlt sich ein bisschen wie eine Mischung aus Bäcker, Apotheker und Alchimist beim Zusammenrühren, aber das mindert den Spaß keinesfalls - im Gegenteil! :D

Meine Mischung war am Ende vielleicht noch einen Tick zu wenig fest, aber ich habe es ausprobiert und kann sagen: man kann sich das Zeug trotzdem auf die Lippen schmieren. Und der Pflegeeffekt ist echt der absolute Hammer! Ich habe im Winter sehr spröde Lippen, aber das Zeug ist die totale Wunderwaffe dagegen. Am Schluss hatte ich als 8 Pöttchen voll, habe die leere und ausgespülte Körperbutter-Dose mit den Resten gefüllt und auch noch eine der Plastikflaschen aus dem Reiseset ein wenig (etwas unappettitlich) befüllen können - man schmeißt ja nix weg als arme Studentin. Also, es kommt wirklich viel dabei raus und dieses Jahr dürfen sich meine Lieben alle über ein kleines zusätzliches Geschenk freuen :)

15.12.2013

[Musik] Sonntagslieder #67

18:16 0 Comments
Puh! Was ein Stress!
Weihnachtsfeiern, Geschenke shoppen, Referate vorbereiten, noch mehr Referate vorbereiten und den allgemeinen Uni-Alltag meisten und dazu noch hübsche kleine Weihnachtszusatzgeschenke basteln - langsam krieg ich hier Burn-Out.
Und außerdem fehlt mir Schnee. Wirklich. Weihnachtszeit ohne eine kleine Schneeflocke ist doch wie Kekse ohne Schokolade: ganz nett, aber das gewisse Etwas fehlt.
Zur Kompensation des fehlenden Schnees und damit trotzdem etwas Weihnachtsstimmung aufkommt, gibt es heute folgende Lieder für euch:



Michael Bublé - Let It Snow
Ich weiß, dieses Lied gab es letzte Woche schon in einer anderen Version. Aber vielleicht werde ich ja bald erhört und muss keine weiteren Versionen auskramen :D


Wham! - Last Christmas
DAS Weihnachtslied schlechthin. Nervig, aber ohne würde etwas fehlen. Außerdem: die Landschaft im Video ist verschneit und passt damit zum heutigen Motto.


Bing Crosby - White Christmas
Ein absoluter Klassiker, der mir aus der Seele spricht. Hach!


Und damit hör ich jetzt aber auf, mir den Schnee so öffentlich herbeizuwünschen, denn ich weiß, dass es unter euch viele Schnee-Hasser gibt. Und die will ich ja nicht verärgern ;) Also viel Spaß beim Hören und einen wunderschönen 3. Advent euch allen ♥

14.12.2013

[Rezi] Marie-Sabine Roger - Der Poet der kleinen Dinge

11:02 1 Comments
Erscheinungsjahr: 2011
Originaltitel: Vivement l'avenir
Genre: Roman
Seitenzahl: 238



Teaser:
Die Welt ist nicht für Menschen wie Rosewell gemacht. Sein Körper ist in sich zusammengefallen, er sieht aus, als würde er seiner Zeit als Fötus hinterhertrauern. Er ist mager, verkrümmt.




Handlung
Alex lebt zur untermiete in einem kleinen Dörfchen in der Normandie, wo es nicht gibts, außer ein paar Häusern, dem Kanal und der Hühnerfabrik, in der sie arbeitet. Warum sie hierhergekommen ist, weiß sie selbst nicht so recht, aber da sie sowieso nie lange an einem Ort bleibt, ist der Grund auch egal. Der Job ist mies, aber er bringt ihr die Miete für ihre Unterkunft ein - einem Zimmer bei dem Ehepaar Marlène und Bertrand und Bertrands spastisch behindertem Bruder Gérard. Letzteren schließt Alex fast sofort in ihr Herz - hilflos und von seiner Familie, die ihn nur als Belastung empfindet, nicht gut behandelt, empfindet sie eine merkwürdige Zuneigung zu diesem Menschen, dem sie den Spitznamen Rosewell gibt.
Während Marlène Gérard am liebsten irgendwo aussetzen will, um ihn los zu sein, lebt Bertrand in einer phlegmatischen Passivität vor sich hin und nur Alex durchbricht die frustrierte Routine und nimmt sich Zeit für Gérard. Sie hört ihm zu, versucht, seine Sätze zu entschlüsseln und nimmt ihn mit nach draußen zum Kanal. Bei einem dieser Spaziergänge treffen die beiden auf ein weiteres ungleiches Paar: Olivier, der seine Tage damit verbringt, Bierdosen in den Kanal zu werfen, und Cédric, der lieber in seinem Selbstmitleid vor sich hin suppt. Schnell ist klar: jeder der vier hat nicht das vom Leben, was er haben könnte. Und daran kann man doch etwas ändern.

Meine Meinung
Geholt habe ich mir dieses Buch, weil ich von "Das Labyrinth der Wörter" von dieser Autorin so schwer begeistert war. "Der Poet der kleinen Dinge" musste also in große Fußstapfen treten und hat das für mich nicht ganz geschafft.

Die Geschichte ist aufgegliedert in zwei Erzählstränge - einmal wird die Handlung aus Alex' Perspektive geschildert und einmal aus Cedrics. Dabei gibt es einiges Überschneidungen und Wiederholungen, aber das habe ich nicht als störende Dopplung empfunden, weil zur ähnlichen Beschreibung der äußeren Handlung ja immernoch die einzelnen Gedanknengänge der jeweiligen Person geschildert werden, die Aufschluss über ihre Denkmuster und Charakterkonzeption kommen.

An sich finde ich die Geschichte auch sehr süß - die verschlossene Alex, deren sarkastische Bemerkungen mich öfter schmunzeln ließen, weicht jedem engen sozialen Kontakt so weit aus wie möglich und kann trotzdem nichts dagegen tun, dass sie für Gérard eine Zuneigung entwickelt. Harte Schale, weicher Kern - dieser Spruch passt zu ihr ziemlich perfekt. Denn ihr Aussehen lädt auch nicht gerade dazu ein, sich mit ihr anzufreunden. Sie kleidet sich ersteinmal bewusst androgyn, weil man als Mann nicht so oft dumm angelabert
 wird und versprüht eine Wolke der Abwesenheit durch ihre gesamte Körperhaltung.
Wo Alex sehr gefestig in ihrem Charakter und ihren Ansichten ist, kommt Cédric etwas schwammig daher. Seit seine Freundin ihn verlassen hat, wohnt er wieder bei seinen Eltern, hat mit Ende 20 keine Ausbildung, keinen Job und keinen Plan für die Zukunft. Aber er kümmert sich auch nicht darum, abgesehen von gelegentlichem Lamentieren, und suhlt sich in seinem Liebeskummer.
Auch die übrigen Charaktere sind so ausgearbeitet, dass man eine Vorstellung von ihnen bekommt - allerdings abgesehen von Cédrics Kumpel Oliver und eben Gérard sehr eindimensional gehalten und nur in ihrer beschränkten Funktion agierend. Das zumindest dachte ich die ganze Zeit über, bevor ich dann am Ende von Marlène tatsächlich noch überrascht wurde, die plötzlich etwas mehr Leben eingehaucht bekommt. Was mich zu der Vermutung führt, dass die einseitige Ausarbeitung der Charaktere - speziell rede ich hier von Bertrand und Marlène - als eine Art Stilmittel zu sehen sein kann, das die Tristesse und den frustrierenden Alltagstrott im Leben dieser Familie aufzeigt, der auch nur mechanisch funktioniert, bevor Alex mit imer kleineren Veränderungen Schwung in die Bude bringt.

Der Schreibstil hat mich dagegen genauso begeistert wie in "Das Labyrinth der Wörter" - ähnlich poetisch und genaus detailreich und irgendwie... typisch französisch.
Insgesamt erhält dieses kleine Büchlein von mir 3 gute Wölkchen. Man kann es dank der kurzen Kapitel und des geringen Seitenumfangs sehr gut zwischendurch lesen und erhält eine zauberhafte Geschichte darüber, dass es manchmal nur einen kleinen Anstoß braucht, um aus einem grauen ein buntes Leben zu machen.


12.12.2013

[TAG] Büchergewohnheiten

07:00 1 Comments
Manchmal überkommt mich das Bedürfnis nach einem TAG. Und wenn dann zufällig ein passender solcher um die Ecke schwirrt, stürtze ich mich natürlich sofort hochmotiviert in seine Flugbahn, fange ihn ein ein und arbeite ihn ab.
Die liebe Eli von Lesbar hat da vor kurzem einen hübschen, interessanten und informativen TAG mitgemacht und dies werde ich nun ebenfalls tun. Allerdings habe ich ihn etwas umbenannt und werde auch die Fragen nicht wörtlich übernehmen, weil sowohl der Name als auch die Fragen im Original auf Englisch sind und ich ja offiziell gegen zu viele fremdsprachliche Worte im Haus des Wahnsinns bin. So als Germanistin immerhin ;)
- Was übrigens keine verdeckte Kritik an der Art deiner TAG-Darstellung sein soll, Eli. Nicht, dass das hier falsch rüberkommt, weil du ja genau diese Frage im Post gestellt hast. Behalt das ruhig bei. Alles cool! :D

Los geht's also mit den Fragen:

1. Wo holst du dir Büchertipps?
Hauptsächlich aus dem Internet. Blogs, mein liebstes Bücherforum und zeitweise auch Youtube sorgen dafür, dass meine Wunschliste stetig wächst :D Aber auch wenn das meine Hauptquellen sind, habe ich doch zwei, drei lesebegeisterte Freundinnen (merkwürdigerweise gibt es in meinem Freundeskreis tatsächlich keinen lesenden Typen... naja. Girlpower! ;D ), mit denen ich mich gerne über Bücher austausche. Und bei aller Liebe zum Internet und der Blogger-Kommunikation geht doch nichts darüber, jemandem ins Gesicht zu schauen, wenn er richtig begeistert von einem Buch berichtet. Da bekommt man einfach gleich Lust, es selbst zu lesen :)

 
2. Wie bist du zum Lesen gekommen?
Ganz klassisch durch die Gute-Nacht-Geschichten, die mir als Kind vorgelesen wurden. Meine Mama hat meiner Schwester und mir immer Märchen vorgelesen und Papa war eher auf der Wilhelm-Busch-Schiene. Aber bei uns zu Hause gab es schon immer viele Bücher und ich schätze, das hat einfach auf mich abgefärbt :)





3. Wie hat sich dein Buchgeschmack mit der Zeit verändert?
Naja, ich würde sagen, er ist (teilweise) erwachsener geworden. Ich habe eigentlich schon immer sehr genre-übergreifend gelesen aber halt der Altersgruppe angepasst. Soll heißen von Janosch zu den Millie-Büchern, über Gänsehaut zu Freche-Mädchen, alles mögliche von Enid Blyton und Astrid Lindgreen bis hin zu Kai Meyer und natürlich Harry Potter. Und mittlerweile ist ja auch alles dabei: Jugendbücher - da dann auch meistens im Fantasy-Bereich, aber auch nicht immer - Thriller, historische Romane und ganz viele Entwicklungsromane. Am wichtigsten ist mir immer, dass nicht zu viel mit Klischees und Stereotypen gearbeitet wird. Da bin ich mittlerweile natürlich wesentlich strenger als früher, einfach weil ich mehr Klischees kenne :D


4. Wie oft kaufst du neue Bücher?
Leider nicht so oft wie ich das gerne würde. Aber sowohl mein Platz als auch meine finanziellen Mittel sind begrenzt. Ich würde sagen, so alle drei bis vier Monate kaufe ich mir eine Ladung Bücher. Ansonsten bekomme ich zu Weihnachten und meinem Geburtstag meistens welche geschenkt und bin aber allgemein nicht so der Konsumjunkie. Mir reicht es, Bücher auszuleihen und nach dem Lesen wieder zurückzugeben. Die Geschichten darin behalte ich ja ;)



5. Wie reagierst du, wenn dir das Ende eines Buches nicht gefällt?
Ich schlage das Buch zu, schmeiße es von mir weg (meistens dann ans andere Ende meines Bettes) und schmolle erstmal.
 Dann nehme ich das Buch in die Hand, gucke mehr oder weniger entsetzt auf das Cover, schüttele den Kopf und schreibe - wenn ich Zeit habe - sofort eine Rezi dazu. Quasi als Aufarbeitung dieses Traumas xD

6. Wie oft hast du schon auf die letzte Seite eines Buches gespitzt, um herauszufinden, ob die Geschichte gut ausgeht?
*hüstel* Tjoa...das mache ich ab und zu mal :D Also, wenn mir die Geschichte zu langweilig ist und ich wissen will, ob sich die Quälerei am Ende wenigstens lohnt, schaue ich schonmal vorher auf die letzte Seite. Oder im genau gegenteiligen Fall, nämlich wenn alles schrecklich und fruchtbar und unerträglich ist. In dem Fall habe ich mich früher auch ein bisschen gespoilert; mittlerweile mache ich das aber dann nicht mehr. Ich steigere mich lieber in die Emotion rein und löse sie am Ende, anstatt sie durch Mogeln zu unterbrechen.


Und das war es auch schon :)
Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure Büchergewohnheiten? Jeder der möchte, darf sich diesen TAG natürlich gerne mitnehmen, aber ich freue mich genauso über Antworten in den Kommentaren! ♥

10.12.2013

[Rezi] Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

07:30 2 Comments
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Jugendroman
Seitenzahl: 446



Teaser:
Sie erwog nicht, so zu tun, als hätte sie wirklich nicht zugehört und wüsste nicht, dass Micha mit ihr sprach. Sie erwog es nicht einmal eine Sekunde lang. Es war nicht möglich.





Handlung
Er wird von allen nur der polnische Kurzwarenhändler genannt. Isoliert und von den ürbrigen Schülern des Gymnasiums, das auch Anna besucht, nur wahrgenommen, wenn sie von ihm Tabletten, Gras oder sonstige Drogen laufen wollen.
Eine ganz normale Schule mit ganz normalen Schülern. Kurz vor dem Abi stehend, haben die jungen Leute aber eigentlich ganz andere Dinge im Kopf als den Unterrichtsstoff. Partys und Beziehungen sind auf der Prioritäten-Liste ganz oben. Nur Anna gehört nicht so richtig dazu. Nicht, dass sie eine Außenseiterin wäre - sie hat Gitta, ihre beste Freundin, die mit dem Oberstufenschwarm zusammen ist, und geht auch hin und wieder mit den anderen feiern. Aber sie macht sich nicht viel daraus und lebt in ihrer eigenen Welt bestehend aus ihrer Leidenschaft, der Musik, und ihren Träumen für die Zukunft.
Dann trifft sie auf Abel, der ebenfalls in seiner eigenen Welt lebt. Nur, dass die nicht so rosig aussieht, wie die von Anna. Seine Mutter ist seit ein paar Wochen unauffindabr und deshalb kümmert er sich ganz alleine um seine kleine Schwester Micha. Nicht, dass es anders gewesen wäre, als seine Mutter noch da war, aber so geht den beiden erstens das Geld aus und zweitens steht das Sozialamt auf der Matte, um zu prüfen, ob Micha nicht in eine Pflegefamilie gebracht werden muss.
All das erfährt Anna, weil sie merkwürdig fasziniert ist von diesem stillen Typen, der auf alle möglichen zwielichtigen Arten Geld beschafft und trotz dieser rauen Schale ein so liebevoller großer Bruder für Micha ist. Er versucht ihr mit seinen sehr eingeschränkten Mitteln eine schöne Kindheit zu bereiten und schafft das vor allem mit seinem Talent, Geschichten zu erzählen. So erfindet er ein Märchen für Micha, das gleich auf den ersten Blick schon nicht wirklich nur fiktiv ist, das er Stück für Stück weiterspinnt und dessen Ende auch für ihn ungewiss ist. Aber mit seiner Erzählung fesselt er nicht nur Micha, sondern auch Anna, die bald alles tut, um den beiden zu helfen.

Meine Meinung
Es will schon viel heißen, wenn ich ein Buch dieser Dicke in einem Rutsch durchlese. Dafür habe ich eigentlich keine Zeit. Ich hatte auch keine Zeit. Trotzdem konnte ich es einfach nicht aus der Hand legen.Und ich musste ungewöhnlich lange über dieses Buch nachdenken, bevor ich in der Lage war, eine einigermaßen ordentliche Rezension dazu zu schreiben.

Der Inhalt dieses Buches ist gleichermaßen ernsthaft, tragisch, poetisch, herzzerreißend, wundervoll und zauberhaft - mir würden noch mehr Adjektive einfallen, aber ich bin nicht sicher, ob das hier so zielführend wäre.
Der Grundstein für diese emotionsgeladene Geschichte wird schon im Prolog gelegt, aus dem deutlich hervorgeht, dass in dieser Geschichte nichts mit märchenhafter Happy-End-Thematik und Love Peace and Harmony ist. Das Gedicht "Ballade of the young" führt den Leser in die Motivmuster der Geschichte ein und lädt gleich zu der ein oder anderen Spekulation über den Verlauf der Handlung ein. Dass jedes Wort eine Bedeutung und jeder einzelne Satz eine Botschaft hat, wird im Prolog gleich deutlich. Und das zieht sich durch das gesamte Buch. Man kann nicht einfach mal schnell ein Kaptiel lesen, sondern muss sich Zeit lassen, um der Geschichte gerecht zu werden und die ambivalente Textstruktur zu druchdringen.

Die Handlung lebt von den Figuren - das ist in jeder Geschichte so und wird in diesem Buch besonders deutlich. Sowohl die Protagonisten als auch die Nebenfiguren zeichnen sich durch detailiert ausgearbeitete Charaktere aus; sie sind absolut logisch und glaubwürdig konzipiert, sodass es wirklich ein Erlebnis ist, die Geschichte mit ihnen zu erleben.
Anna, die sich gerade auf ihr Abitur, einen anschließenden Auslandsaufenthalt und ihr folgendes Musikstudium konzentriert wird plötzlich aus ihrer kleinen Welt gerissen, indem sie in Abels Leben hineinplatzt. Durch einen Zufall kommen die beiden ins Gespräch und Anna beginnt sich für den verschlossenen Junge, der die ganze Oberstufe mit Drogen versorgt, zu interessieren. Sie kommt aus einem intakten, stabilen familären Umfeld und sieht sich plötzlich mit Abels Situation konfrontiert: eine viel zu kleine Wohnung in einem Wohnblock, eine unauffindbare Mutter, einen unbekannten Vater und eine kleine Schwester, um die Abel sich kümmert. Plötzlich wird Anna Teil dieses Gespanns und aus Abel und Micha wird Abel, Micha und Anna.
Während Micha - die ich übrigens sooo sehr ins Herz geschlossen habe, die Kleine - Anna dank ihrer kindlichen Naivität und ihrerm bedingungslosen Grundvertrauen in die Menschen, sofort akzeptiert, muss Abel erst dazu gezwungen werden, sich zu öffnen. Denn das fällt ihm gar nicht so leicht. Allerdings trägt er auch eine ziemlich große Last auf den Schultern, die es ihm schwer macht, jemandem zu vertrauen. Am besten kann er sich ausdrücken, indem er Märchen erzählt; darin verarbeitet er seine Gefühle, Dinge die passiert sind oder passieren könnten und verpackt all das in so wunderschöne Worte, Bilder und Metaphern, dass nicht nur Anna und Micha gebannt lauschen, sondern auch der Leser gefesselt an dem Buch klebt.

Verarbeitet werden in dem Buch aber wie gesagt nicht nur schöne Märchenmotive. Im Gegenteil sind diese nur Verkleidung für wirklich ernste und schreckliche Themen wie Missbrauch, Gewalt, Drogen und Vernachlässigung, und diese Kombination aus poetischer Sprache und schrecklichen Szenarien (die vielleicht passiert sind, passieren können oder passieren würden) evoziert eine solche Geballtheit an Emotionen, dass es fast nicht zum Aushalten ist. Es gibt Stellen in dem Buch, die mich ungläubig zurück ließen und noch immer bin ich damit nicht einverstanden. Irgendwie kann ich die Reaktionen der Protagonisten zwar erklären, aber weder entschuldigen noch richtig verstehen.

Ganz großes Thema in dem Buch ist auch noch der Musiker Leonard Cohen. Viele seiner Songtexte werden zitiert und wenn man sich die Lieder mal anhört, spiegeln sie perfekt die Atmosphäre des gesamten Buches wieder. So eine schwere Melancholie, die zwar durchzogen ist von einzelnen strahlenden Momenten, aber niemals wirklich verschwinden kann. Die Texte passen so umwerfend gut zu den Gedanken der Protagonisten und vor allem das Lied am Ende... dazu fehlen mir ein bisschen die Worte.

Ich. habe. Rotz. und. Wasser. geheult. bei diesem Buch. Und es wiegt immernoch schwer in meinem Kopf. Wahrscheinlich brauche ich noch ziemlich lange, um es zu verdauen. Wegen dieser Eindringlichkeit, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen, der wunderschönen Sprache, die die Wichtigkeit einzelner Kleinigkeiten hervorhebt, und der tollen Charaktere gibt es von mir die selten verliehenen 5 rosa Wölkchen und eine absolute Leseempfehlung! Und Herzchen. Viele viele Herzchen! ♥♥♥♥



08.12.2013

[Musik] Sonntagslieder #66

10:43 3 Comments
Xaver ist vorbeigezogen und weil ich Gott sei dank an der Ostsee wohne und dann auch nicht direkt an der Küste, hat der Sturm auch nur wenig Schaden angerichtet. Und die Uni war zwei Tage lang komplett geschlossen - wenn das mal nicht ein unverhofft langes Wochenende mit quasi amtlicher Legitimation zum zu Hause gammeln war! :D
Den gestrigen Abend habe ich genutzt, um endlich alle Weihnachtsgeschenk-Idee auszuformulieren und jetzt geht es ab morgen los, Geschenke besorgen. Ich mache das lieber portionsweise und nicht in einem Rutsch, damit meine Shopping-Motivation nicht sinkt. Freuen können sich meine Lieben aber auf jeden Fall auf etwas ganz besonders leckeres aus meiner Küchenwerkstatt. Ich freu mich schon auf die Gesichter!
Und weil ich jetzt endlich ein bisschen in Weihnachtsstimmung bin, gibt es natürlich heute mal ein bisschen Weihnachtsmusik :)



The Baseballs - Let It Snow
Ich liiieeebe das Weihnachtsalbum der Baseballs. Habe ich schon letztes Jahr. Und die Begeisterung ist geblieben :D


Frank Sinatra - The Christmas Song
Kennt wahrscheinlich jeder von euch. Ein großartiges Lied von einem großartigen Sänger!


Dean Martin - It's Beginning To Look A Lot Like Christmas
Recht hat Dean Martin. Langsam sieht alles wirklich ganz doll nach Weihnachten aus. Schööön! :)


Ihr Lieben, ich wünsche euch einen wundervollen 2. Adventssonntag und eine schöne - und vor allem stressfreie ;) - Vorweihnachtszeit. Und natürlich jetzt erstmal viel Spaß beim Hören! ♥

05.12.2013

[Rezi] Martin Walser - Das dreizehnte Kapitel

17:40 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Briefroman
Seitenzahl: 270



Teaser:
Anrufen, wenn es zu spät ist, das ist alles, was man muss.
Welt reimt sich auf Sinn, wie sich Blüte auf Liebe reimt.






Handlung
Die Bundespräsidentin lädt ein. Zu einer Preisverleihung für Hirnforscher. Die Größen des aktuellen Wissenschaftsbetriebs und allgemein die Crème de la Crème der Inellektualität sind anwesend. Unter den Gästen befinden sich auch Basil Schlupp und Maja Schneilin. Er ist der gefeierte Autor des Erfolgsromans "Strandhafer" und sie ist Professorin fpr evangelische Theologie. Beide sind sie glücklich verheiratet und trotzdem kann zumindest Basil Schlupp die Augen den ganzen Abend nicht von Maja abwenden. Alles an ihr, von dem abrupt endenden Lachen bis hin zu ihrer Frisur faszinieren ihn unheimlich. Sie ihrerseits scheint ihn dagegen gar nicht zu bemerken.
Nach dem Abend schreibt Basil einen Brief an Maja, traut sich aber erst nicht, ihn auch abzuschicken. Irgendwann schafft er es aber, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und erhält - völlig unerwartet - briefwendend eine Antwort von ihr. So entsteht nach und nach eine vertrauensvolle Brieffreundschaft zwischen den beiden. Das Spiel mit der moralischen Grenze - dem möglichen Verrat an ihren jeweiligen Ehepartnern, wenn sie dem anderen zu viele Geheimnisse von sich preisgeben - und die Möglichkeit, sich auszutauschen, lässt beide sich immer weiter emotional an den anderen gebunden fühlen.
Dann wird Majas Mann schwer krank und die beiden brechen zu einer großen Radtour quer durch Kanada auf - dem Lebenstraum ihres Mannes, den sie ihm unbedingt erfüllen möchte, solange beide körperlich noch dazu in der Lage sind. Von dieser Zeit berichtet Maja Basil via EMail - allerdings bleibt der Briefverkehr in diesem Fall auf Majas Wunsch einseitig.

Meine Meinung
Ein Briefroman sollte es mal sein. Bisher habe ich wenig Erfahrung mit dieser Art von Strukturaufbau, aber gerade deswegen war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Und dann wurde es natürlich gleich ein Briefromanüber die Liebe - irgendwie passt diese Kombination meinem Empfinden nach sehr gut. Und dieses Gefühl hat mich nicht getäuscht.

Die Geschichte von Maja und Basil ist in zwei grobe Abschnitte einteilbar. Im ersten Teil lernen sich die beiden kennen und auf Basils Initiative hin entsteht dann diese besondere Brieffreundschaft. Am Anfang ist Basil dabei immer noch im Rechtfertigungsmodus und versucht zu erklären, warum er es nicht lassen kann, diesen Brief zu schreiben. Er versucht zu erklären, was er eigentlich nicht erklären kann und seine Gedanken fasst er in sehr schöne Worte, die es wert sind, auseinander gedröselt zu werden.
Dabei geschieht an sich sehr wenig; der Fokus liegt ganz klar auf dem Innenleben der Figuren, die diese selbst in ihren Briefen ausbreiten. Großes Thema ist natürlich der Verrat am jeweiligen Ehepartner, der vielleicht bei Basil noch ein wenig krasser ausfällt, als bei Maja. Beiden ist klar, dass es sich niemals um eine körperliche Beziehung zwischen den beiden handeln wird, und dennoch steht eine Art von Betrug im Raum. Dadurch, dass sich die beiden gegeseitig Gedanken offenbaren, die sie bewusst vor ihren Partnern verschließen. Und Basil geht sogar noch einen Schritt weiter. Er zitiert in seinen Briefen Passagen aus dem Buchmanuskript seiner Frau - mit dem Titel "Das dreizehnte Kapitel" - und ist sich dieses Vertrauensbruches auch sehr bewusst. Für mich war das ein wirkliches Unding und viel schwerwiegender als alles, was Maja schreibt.
Beide Figuren kommen in diesem ersten Teil als etwas suspekte Mischung aus Egozentrismus und Fixierung auf den anderen daher, was ich für gestandene Erwachsene irgendwie etwas merkwürdig fand. Gleichzeitig illustriert diese Tatsache aber auch, dass vor der Liebe keiner sicher ist ;)

Der zweite Teil weicht dann ab von der Beschreibung der jeweiligen Seelenlsage und legt mehr Fokus auf tatsächliche Handlung. Maja berichtet von ihren Erlebnissen in Kanada und Basil darf nicht antworten, weil diese Korrespondenz ihr Gewissen zu sehr belastet.

Eine künstlerische, nicht einfach zu verstehende Sprache versetzt einen in die Welt dieser beiden Protagonisten. Die Stilistik der Briefe ist an den jeweiligen Schreiber angepasst - überschwänglich Basil und philosophisch Maja. Insgesamt keine leichte aber eine lohnenswerte Lektüre. 4 Wölkchen von mir.


03.12.2013

Leserückblick November 2013

22:22 0 Comments
Eigentlich ist der Rückblick deshalb zwei Tage zu spät (Himmel, meine Neurosen schlagen sowas von Alarm hier!), weil ich ihn nicht einfach so hinrotzen wollte. Ich war nämlich das ganze Wochenende quer durch Deutschland unterwegs und bin deshalb nicht zum resümieren gekommen.
Aber nun hat sich herausgestellt, dass ich mindestens noch bis einschließlich Freitag eigentlich keine Zeit habe, also wird jetzt doch gerotzt. ...entschuldigt die vulgäre Wortwahl. Manchmal muss man unbequeme Wahrheiten einfach aussprechen. Außerdem bin ich aggressiv. Seit zwei Wochen schlucke ich Antibiotika und bin immernoch krank. Das nervt. Ich bin selten genervt, aber das nervt. Es nervt. Wirklich nervig! :D
Nicht genervt hat dankenswerterweise mein Lesemonat November. Im Gegenteil! Und der Dezember ging gleich so weiter. Aber dazu mehr in der nächsten Statistik ;D

Gelesen
Jennifer L. Holm - Boston Jane II. Der unheimliche Fremde (*Rezi*)
Jennifer L. Holm - Boston Jane III. Das Haus auf der Klippe (*Rezi*)
Thomas Thiemeyer - Das verbotene Eden II. Logan und Gwen (*Rezi*)
Kristin Cashore - Die Beschenkte (*Rezi*)
Martin Walser - Das dreizehnte Kapitel (*Rezi*)

In Seiten
1718

Durchschnittsbewertung
4,2 Wölkchen

Highlight des Monats
Die Bücher waren alle total gut. Ernsthaft. Ich kann mich nciht entscheiden.
Wenn ich wirklich wählen muss, rangieren die Boston Jane-Bücher zusammen mit "Die Beschenkte" auf Platz 1. Aber Boston Jane hat bei mir einen Heimvorteil, also ist das unfair. Ich küre deshalb schweren Herzens "Die Beschenkte" zum besten Buch des Monats :D

Enttäuschung des Monats
Keine *lalala* :D

In Bildern


Jou, ich bin zufrieden. Sowohl quantitativ als auch qualitativ :) Cheerio! :D

01.12.2013

[Musik] Sonntagslieder # 65

12:53 2 Comments
Advent, Adevent, ein Lichtlein brennt...
Trotzdem ist die Weihnachtsstimmung bei mir immernoch nicht angekommen. Wahrscheinlich, weil dieses Wochenende so vollgepackt mit allen möglichen und unmöglichen, geplanten und ungeplanten Stressfaktoren war, dass der Aspekt der Besinnlichkeit, der für mich Weihnachten ausmacht, auf der Strecke geblieben ist. Aber das erste Türchen vom Adventskalender ist schon geöffnet und ein bisschen Weihnachtsflair hat micht doch erreicht. Nicht genug, um euch hier jetzt mit Weihnachtsliedern vollzuschwalladrönen, aber ausreichend, um Plätzchen zu backen. Ich bin auf einem guten Weg ;D



Adel Tawil - Lieder
Nach gefühlten 100 Mal hören hab ich endlich alles verarbeiteten Songs erkannt :D So eine coole Idee muss gewürdigt werden :)


Avicii - Hey Brother
Es beruhigt mich irgendwie immer. Sehr praktisch :D


Sunrise Avenue - Lifesaver
Jaja, ich bin ein Opfer der allgemeinen TVoG-Hysterie. Okay, nein. Eigentlich nicht. Aber ich mag das Lied trotzdem :D

Weihnachtsmusikgibt es dann bestimmt ab nächstem Sonntag ;)
Trotzdem wünsche ich euch einen schönen ersten Advent mit vielen Plätzchen ;) ♥

PS: Auch ich darf heute eeeendlich mal der Masse folgend in den momentan wohl meist gefeierten Film der Welt gehen. Na? Naaaaa? Nicht so schwierig, oder? Catching Fire, ich kooomme! :D

29.11.2013

[Rezept] Couscous allerlei

08:00 0 Comments
Eine wahre Leidenschaft von mir ist seit Neustem Couscous. Ganz ernsthaft. Bisher ging dieses phänomenal köstliche Nahrungsmittel vollständig an mit vorbei - nun habe ich aber die vielen Vorzüge entdeckt. Zu nennen wären da unter anderem: große Variabilität, super leckerer Geschmack (mit den richtigen Gewürzen natürlich) uuuund es geht so so schnell. Couscous nehmen, heißes Wasser drauf, 5 Minuten warten, fertig. Total genial.
Und deshalb präsentiere ich euch jetzt meine aktuelle Lieblingskombination. Die hat übrigens noch einen Vorteil: meine sich vegan ernährende Mitbewohnerin kann auch mal bei meinem Essen naschen und nicht immer nur umgekehrt. Denn aus Versehen habe ich hier tatsächlich etwas Veganes gekocht. Ohne es zu merken! :D

Was ihr braucht:
200g Couscous
200ml Gemüsebrühe
1/2 Gurke
2 Möhren
1 Dose Mais
2-3 Tomaten

Außerdem:
ein scharfes Messer
ein Schneidebrettchen
eine große Pfanne
einen Messbecher

Und so wird's gemacht:
Gemüse kleinschnibbelnund die Möhren ein bisschen in der Pfanne anschwitzen, damit sie etwas weicher werden. Dann das Couscous in die Pfanne geben, die Gemüsebrühe hinzufügen und kurz quellen lassen. Das restliche Gemüse dazugeben, alles verühren, kurz komplett durchwärmen lassen und fertig!

Am Ende kommt dann sowas raus:

Ein kunterbuntes, gesundes und schnell gezaubertes Essen.
Schmeckt natürlich auch kalt als Salat sehr gut - ich glaube, das nennt man dan Taboulé oder so :)
Man kann so ziemlich alles dazumischen, was einem schmeckt - ich glaube, dazu passt alles.


Ich persönlich mag diese Zusammenstellung am liebsten, habe aber auch nichts gegen Paprika, Erbsen oder sogar mal ein bisschen Putenbrust. Dann ist es logischerweise zwar nicht mehr vegan (oder vegetarisch), aber mit macht das ja nix aus ;) Dann wünsche ich mal viel Spaß beim Nachkochen - kennt ihr Couscous schon länger? Oder wäre das für euch auch Neuland? ;)

28.11.2013

[Gerede] Traumbedingte Irritationen

08:00 1 Comments
Schlafen gehört ja meistens zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Wenn man den ganzen Tag durch die Gegend gerannt ist, gibt es doch nichts schöneres, als in ein kuschelig weiches Bett zu fallen, sich zu entspannen und dann gemütlich wegzuschlummern.
Glücklicherweise habe ich im Regelfall keine Schlafprobleme und bin ungefähr nach zehn Minuten im Bett eingeschlafen und wache auch bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf. Das ist auch gut so, denn wenn mich etwas wirklich zu einer kleinen Kratzbürste macht, dann ist es Schlafmangel.
Allerdings muss ich gestehen, dass die Menschen, die mit mir im selben Raum schlafen (oder noch gravierender: im selben Bett) durchaus ein klitzekleines bisschen unter Schlafstörungen leiden könnten. Und diese Störung bin ich. Selbst bekomme ich davon wirklich nichts mit und am nächsten Morgen wache ich frisch und ausgeruht auf. Im Gegensatz zu der armen Person bei mir, denn ich schlafe wohl etwas unruhig. Das fängt mit gelegentlichem Umherwälzen an und geht mitunder zu regelrechten Monologen und Selbstgesprächen über, die die armen gequälten Seelen neben mir am Schlafen hindern.

Ich vermute, meine nächtlichen Aktivitäten hängen direkt mit meinen sehr lebhaften Täumen zusammen. Alle Menschen träumen ja bekanntermaßen jede Nacht. Dabei gibt es dann diejenigen, die sich an überhaupt nichts erinnern können, diejenigen, die zwar wissen, dass sie etwas geträumt haben, den Traum aber nicht mehr zu fassen kriegen. Und es gibt Menschen, die am nächsten Morgen noch genau wissen, wovon sie geträumt haben.
Ich schätze, bei den meisten Menschen liegt eine Mischform aus diesen drei Varianten vor - zumindest ist es bei mir so. Allerdings dominieren Fall zwei und drei ganz deutlich. Normalerweise überwiegt dabei dann noch Fall zwei; ich werde also morgens mit dem Gedanken wach, den totalen Irrsinn geträumt zu haben, weiß aber nicht mehr, was das für ein Irsinn war. Oder ich habe beim Aufwachen einen dicken Kloß im Hals und bin zu Tode deprimiert, ohne zu wissen warum. Das war dann wohl auch ein sehr lebhafter Traum, an den ich mich nicht erinnern kann. Was im Moment allerdings so gruselig ist, dass ich mich jeden Morgen ziemlich genau an alles erinnern kann, was ich geträumt habe. Und das verstört mich. Meine Träume sind nämlich meistens genau das: verstörend. Ich bin sicher, jeder Psychoanalytiker hätte seine schiere Freude an mir. Vor allem, wenn man kein Klaträumer ist und deshalb nicht weiß, dass man gerade träumt, ist es wirklich schwierig, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden. Jeder, der schonmal einen richtig schlimmen Albtraum erlebt hat, wird wissen, wovon ich rede. Das Szenario muss dabei ja nicht einmal schrecklich, gruselig oder beängstigend sein. Schon wenn einfach etwas total Surreales passiert und ich mich eine ganze Nacht auf diese neuen Umstände einstelle, sie akzeptieren lerne und mich einfach damit beschäftige, überfordert mich der profane und tatsächliche Alltag nach dem Aufwachen mehr, als ohnehin schon.

Ein paar (harmlose) Beispiele gefällig? Hier sind sie:
Vor einiger Zeit habe ich geträumt, dass ich mein Zimmer von oben bis unten sauber machen wollte. Und natürlich gehört zu so einer Grundreinigung auch, das Bett frisch zu beziehen. Aber hier gilt das Motto: keine halben Sachen! Und deshalb musste die komplette Matratze in eine Waschmaschine gestopft werden, die so groß war, wie ein kleines Gartenhäuschen. Eine gute Freundin von mir stand daneben, als ich gerade dabei war, das Ding in die Maschine zu wuchten und hielt mir einen Vortrag über mutierte Hausstaubmilben, zu deren Bekämpung es sich empfehlen würde, nicht nur die Matratze, sondern das komplette Bett einschließlich Lattenrost und Rahmen in die Maschine zu stellen. Damit alles schön gesäubert würde. Gesagt, getan. Und am Ende kam aus der Maschine kein frisch desinfiziertes Bett, sondern eine pinkfarbene Zuckerwattenwolke... so groß wie mein Bett. Bevor ich allerdings ausprobieren konnte, ob man das Ding transportieren konnte, bin ich aufgewacht. Glücklicher- und verwirrenderweise in meinem Bett.
Und noch ein kleiner Albtraum für Bücherwürmer: ich habe von einer Buchreihe Teil 1 gelesen und Teil 3 liegt auf meinem SUB. Was fehlt also? Teil 2, damit ich endlich weiterlesen kann. Soviel als Hintergrundinfo aus der realen Welt ;) Geträumt habe ich dann, dass ich mit meiner Patentante, die mir das Bch schenken wollte, in die Buchhandlung meines Vertrauens gewandert bin, um eben diese Mission zu erfüllen. Teil 1 und Teil 3 lagen da schon friedlich auf dem Tisch. Nur Teil 2 lag etwas abseits. Und es war nur noch ein Exemplar da. Freudig stürzte ich darauf zu, mein Glück, noch das letzte Buch erwischt zu haben, kaum fassend. Doch dann winkte mir das Preisschild entgegen: dieser zweite Teil der Reihe kostete ernsthaft 9666,98 €! Drama! Die Verkäuferin unterhielt sich mit meiner Patentante über Verlage und irgendwelche Rechte, die ver- und gekauft würden und deshalb dieses Buch - sonst keins - leider etwas teurer verkauft werden konnte. Meine Patentante erklärte mir dann, dass sie gerne die 98 Cent übernehmen würde, wenn ich den Rest des Preises dazu zahlen würde. Jetzt mal zur allgemeinen Info: Ich will dieses Buch wirklich haben. Sowohl im Traum als auch im wachen Zustand. Ich verdaute also den Schock und fand mich mit dem Unausweichlichen ab. Was will man auch sonst machen? Also habe ich geplant, wo ich mich für einen oder zwei Nebenjobs bewerben kann und ausgerechnet, wie lange ich sparen muss, um mir dieses Buch leisten zu können. Und dann klingelte der Wecker und ich wurde mit dem Vorsatz wach, mir dringend einen Job suchen zu müssen. Ich hatte schon fast den Laptop hochgefahren, um nach Stellenanzeigen zu schauen, als mir die Absurdität der Situation bewusst wurde. Und nach einem schnellen Blick auf Amazon war ich dann beruhigt. Ich werde mir dieses Buch defintiv ohne schlechtes Gewissen zu Weihnachten wünschen können, weil es nicht so viel kostet wie ein Kleinwagen. Puh!

Ihr seht also: auch für mich kann Schlafen sehr anstrengend sein. Zumindest im Nachhinein. Aber immerhin komme ich überhaupt dazu ;)

26.11.2013

[Rezi] Kristin Cashore - Die Beschenkte. Seven Kingdoms Trilogie, Teil I

08:00 1 Comments
Erscheinungsjahr: 2009
Originaltitel: Graceling
Genre: (Jugend-)Fantasy
Reihe: Seven Kingdoms Trilogie, Teil I
Seitenzahl: 487


Teaser:
Katsa lag auf dem Rücken und horchte auf das gleichmäßige Atmen der Männer. Auch die Pferde schliefen. Nicht aber Katsa: Nach zweitägigem anstrengendem Ritt und einer schlaflosen Nacht dazischen war sie hellwach.



Handlung
Es gibt in den sieben Köigreichen eine ganz besondere Sorte Menschen. Diese Menschen stechen optisch schonmal hervor, denn sie ihre Augen haben unterschiedliche Farben - und zwar nicht zwingend natürlich vorkommende Farben. Doch was sie viel stärker von der Masse abhebt, sind ihre Fähigkeiten. Jeder Mensch, der zwei verschiedenfarbige Augen hat, besitzt außerdem eine ganz spezielle Fähigkeit, die er meisterlich beherrscht. Diese können harmlos sein, wie etwa einen stark ausgeprägten Fürsorgesinn, sie können übersinnlich sein, wie beispielsweise Gedanken lesen oder sie können todbringend sein. Zur letzten Kategorie zählt Katsas Gabe - sie hat die Fähigkeit, besser und schneller zu kämpfen als mehrere mit Rüstungen und Waffen ausgestattete Männer und vor allem kann sie alles und jeden töten. Deshalb wird sie von den Menschen noch mehr gefürchtet und gemieden als die Beschenkten sowieso schon.

Katsa lebt am Hof König Randas und in seinem Auftrag ist sie sozusagen als Racheengel unterwegs: immer, wenn jemand König Randa verstimmt hat, schickt er Katsa aus, um diese Person gewaltvoll dazu zu bringen, zu tun was der König befiehlt. So sehr Katsa diese Touren auch hasst, sieht sie trotzdem keine Möglichkeit, ihnen zu entgehen. Damit festigt sie ihre Position als gewaltvolle Wilde die von König Randa dressiert ist und mit der kaum jemand etwas zu tun haben will. Einzig ihr Cousin Raffin - Randas Sohn - ist ihr ein guter Freund, der sieht, wie sehr sie teilweise unter ihrer Gabe und der Unfähigkeit, die Gewalt im Zweifel zurückzuhalten, leidet.

Als eine Art Ausgleich hat Katsa mit einigen Vertrauten den sogenannten Rat gegründet - einer geheimen Organisation, deren Mitglieder inkognito reisen und dafür sorgen, dass der auf sehr wackeligen Beinen stehende Frieden in den sieben Königreichen gewahrt bleibt. Ihre aktuelle Mission besteht darin, einen alten Mann aus Lienied, der von einem der sieben Könige entfürt wurde, zu befreien und den Grund für seine Entführung zu erfahren. Im Zuge dieser Befreiungsaktion trifft Katsa auf Bo, den Prinzen von Lienid, der ebenfalls ein Beschenkter ist, im Gegensatz zu ihr aber nicht darunter zu leiden scheint. Der gerettete Mann aus Lienid ist Bos Großvater und so machen sich die beiden gemeinsam auf, um herauszufinden, warum er entführt worden ist.

Meine Meinung
"Die Beschenkte" ist der Auftakt zu einer Trilogie, die ich schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste habe. Vor kurzem lief ich dann in der Bibliothek an diesem Buch vorbei und habe das als Schicksalswink betrachtet, endlich mit dem Lesen zu beginnen. Und ich kann sagen: manchmal ist das Schicksal wirklich nett zu mir ;)

Die Protagonistin ist natürlich Katsa, die Beschenkte mit der Fähigkeit zu Töten. Weil ihre Eltern beide tot sind, lebt sie bei ihrem Onkel König Randa am Schlosshof. Als sich ihre Gabe das erste Mal offenbart hat - sie tötete versehentlich ihren Onkel, als dieser ihr zu nahe kam - hat er angefangen, sie systematisch zu seinem Werkzeug aufzubauen. Seit sie ihre Kampfkunst einigermaßen kontrollieren kann, reist sie durch die Länder und quält oder tötet in Randas Auftrag Menschen. Diese Aufgabe behagt ihr in keiner Weise und immer öfter stellt sie Randas Urteilsfähigkeit in Frage. Vor allem, seit sie mit der Arbeit für den Rat begonnen hat und viel mehr die persönlichen Hintergründe ihrer Opfer zu hinterfragen lernt.
Glücklich ist Katsa mit ihrem Leben nicht - sie fühlt sich als ein Spielzeug Randas, das springen muss, wenn er mit den Fingern schnippst, aber ansonsten keinen Funken Liebe oder Anerkennung bekommt - weil sie beides nicht verdient hat. An diese Einsamkeit gewöhnt, hat sie sich eine raue Schale angewöhnt, durch die sie nur sehr wenige Menschen dringen lässt. Ihr Cousin Raffin ist einer dieser Menschen, den von ihm fühlt sie sich akzeptiert. Und was das wichtigste ist: er betrachtet sie nicht als willenlose Tötungsmaschine.

Die Arbeit für den geheimen Rat ist eine Art Gegenpol zu Katsas Aufträge für Randa - dabei kann sie endlich auf ihr Gewissen hören und sich für die Schwachen einsetzten, sie sich nicht selbst helfen können. Es macht sie zufrieden, dass sie ihre destruktive Gabe auch dafür nutzen kann, gute Dinge zu tun.
Bei dieser Arbeit trifft sie auf Bo - er ist mit einer Gabe beschenkt, die Katsas Gabe sehr ähnlich zu sein scheint. Er ist der erste Mensch, der Katsa beim Kampf ebenbürtig ist und die beiden fangen an, gemeinsam zu trainieren. Doch beim kämpferischen Talent enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Bo zieht sich nicht in eine selbstgewählte Isolation zurück, er schämt sich nicht für seine Gabe und er hat keine Angst vor der Ablehnung durch andere Menschen. Alles in allem ist er völlig anders sozialisiert als Katsa und diese Tatsache macht sie gleichermaßen neugierig wie eifersüchtig. Nach und nach baut sich ein vertrautes Verhältnis zwischen den beiden auf und durch Bos Zuspruch erkennt Katsa, dass sie sich nicht von Randa oder ihrem Temperament - das für andere tödlich enden kann, wenn sie die Beherrschung verliert - instrumentalisieren lassen muss. Denn sie zusätzlich zu ihrem Kampftalent auch innere Stärke.

Und Stäke ist auch genau das richtige Stichwort, um Katsa zu charakterisieren. Sie ist eine starke, unabhängige Protagonistin, die aber erst in diese Rolle hineinwachsen muss. Anfangs versucht sie durch ruppiges Auftreten ihre Unsicherheit zu überdecken und es dauert eine ganze Zeit, bis sie sich zu der Person entwickelt, die sie gerne sein möchte. Es ist sehr spannend, diese Entwicklung mitzuverfolgen, die eingebettet ist in eine tolle Story über königlichen Machtmissbrauch und familiäre Konflikte.
Die erste Hälfte schreitet rasant von einem Höhepunkt zum nächsten, während für mich die Spannungskurve in der zweiten Hälfte kontinuierlich abgenommen hat. Da gibt es einige Längen, die den Verlauf unnötig gestreckt haben und teilweise sehr gedehnte Landschaftsbeschreibungen, mit denen ich ja generell einfach nicht so viel anfangen kann. Aber am Ende wartet der Roman nocheinmal mit einer Überraschung auf und entschädigt dadurch wieder ein bisschen für die Langatmigkeit.
Der Schreibstil ist locker-flockig und insgesamt so, wie man es von einem guten Jugendbuch erwartet; nicht zu einfach, um uninterssant zu sein, aber nicht so anspruchsvoll, dass man sich großartig konzentrieren muss beim Lesen.

Was ich auch noch als sehr positiv vermerken muss, ist, dass die Liebesgeschichte, die obligatorischerweise natürlich enthalten ist, nicht so viel Raum einnimmt und weder kitschig, romantisch verklärend noch schmalzig ist. Im Gegenteil - ich fand es mal sehr erfrischend, dass Katsa sich anfangs mit aller Macht dagegen wehrt, diese Liebe zuzulassen, weil sie um ihre Unabhängigkeit füchtet. Vielleicht hat sie ja Twilight gelesen ;D Im Vordergrund steht also nicht irgendeine Liebesbeziehung, sondern die verschiedenen Fähigkeiten der Beschenkten und was diese daraus machen: Gutes oder Schlechtes.
Insgesamt also auf jeden Fall ein schönes Buch, dem ich gerne 4 Wölkchen verleihe und auf dessen Nachfolger ich schon mehr als gespannt bin! :D


24.11.2013

[Musik] Sonntagslieder #64

10:16 2 Comments
Guten Morgen allerseits! :D
Heute ist ein motivationsreicher Tag - keine Ahnung, wieso, aber ich bin voller Tatendrang. Wahrscheinlich liegt es daran, dass draußen die Sonne scheint und der Himmel ganz blau ist und es einfach nochmal ein richtig strahlender Spätherbst-Tag ist - so herbstlich, dass ich nicht wie geplant meine Weihnachtsdeko aufstellen werde. Es ist noch nicht Winter genug :D Jedenfalls habe ich viel geplant für heute: einige Blogs-Posts vorproduzieren, Weihnachtsgeschenk-Teile basteln und natürlich obligatorischen Uni-Kram erledigen. Außerdem bin ich grade dabei, mich mit Bloglovin' anzufreunden. Gestern habe ich entdeckt, dass die Funktionen dort um einiges erweitert wurden, seit ich das letzte Mal richtig dort online war und das gefällt mir alles total gut! :D
Wie immer wird mich den Tag über ziemlich viel Musik begleiten - die drei meist-gehörtesten dieser Woche gibt's jetzt für euch auf die Ohren :)



Bruno Mars - Count On Me
Los geht's mit einem der süßesten Lieder, die es gibt :) Hach. So schön :)


Linkin Park - A Light That Never Comes
Und ab jetzt herrscht hier aggressives Kontrastprogramm. Ich muss sagen, ich mag die "neue" Richtung, in die sich LP entwickelt. Endlich hauen sie mal wieder auf den Putz. Wenn auch mit Elektro-Beats ;)


Eminem - Bezerk
Hätte mir vor 4 Jahren jemand gesagt, dass ich mal ein Lied von Eminem ernsthaft gut finden würde, wäre ich in Lachen ausgebrochen. So kann's gehen, was? :D


Und jetzt seid ihr hoffentlich alle wach ;)
Wie sieht es bei euch so mit bloglovin' aus? Habt ihr vor mir die Neuerungen bemerkt oder seid ihr sogar noch weniger involviert als ich und ignoriert das alles. Würde mich echt mal interessieren! :D
Einen schönen Sonntag wünsche ich ♥

22.11.2013

[Rezi] Thomas Thiemeyer - Das verbotene Eden II. Logan und Gwen

16:41 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: (Jugend-)Dystopie
Reihe: Das verbotene Eden - Reihe, Teil II
Seitenzahl: 457


Teaser:
Logan drehte das Radio in seiner Hand hin und her. Er war nachdenklich geworden. Er musste zugeben, die Sache mit dem Tellerrand klang irgendwie schlüssig. Kaum einer hatte Zeit, über so etwas wie Gesellschaftsformen nachzudenken.


Achtung!*Spoileralarm!*Achtung!*Spoileralarm!*Achtung!*Spoileralarm!

Handlung
Nach der Flucht ihrer Gefährtin Juna ist die Pflegerin Gwen enttäuscht. Enttäuscht von ihrer Beziehung, von ihrem Leben, enttäuscht von einfach allem. Nur in ihrem Beruf - dem Heilen - fühlt sie sich noch wohl, denn dort weiß sie meistens genau, was sie zu tun hat. Sie ist so gut, dass sie demnächst die Prüfung zur vollwertigen Heilerin ablegen soll. Doch selbst nach dieser Nachricht kann sie ihre Gedanken nicht fokussieren - immerzu fragt sie sich, warum Juna ausgerechnet mit einem Mann hatte fliehen und damit ihrer beider Beziehung verraten können. Denn eine Beziehung zwischen den Geschlechtern ist nicht nur gesellschaftlich geächtet, sondern auch politisch verfolgt. Seit vor vielen Jahren ein Virus die Menschheit befallen hat, stoßen sich Männer und Frauen gegenseitig ab, sodass sie sich räumlich getrennt voneinander ihre Existenzen aufgebaut haben und sich nur zur Fortpflanzung treffen. Dennoch hat sich Juna in David verliebt und Gwen im Stich gelassen.
Weil sie sich so verlassen fühlt, einsam und verzweifelt ist und irgendetwas tun muss, meldet Gwen sich deshalb freiwillig, einige ausgewählte Kriegerinnen der Frauenstadt Glânmor bei einer gefährlichen Mission in das Territorium der Männer zu begleiten. Die Truppe gerät in einen Überfall. Gwen ist die Einzige, der die Flucht gelingt; sie wird von Logan, einem ausgebildeten Kämpfer eines der männlichen Clans, gefunden, gerettet und aufgepäppelt. Unschlüssig, wie er mit ihr verfahren soll, nimmt Logan sie ersteinmal mit zu sich nach Hause. Dort bleibt ihm ersteinmal nichts anderes übrig, als Gwen an einen Sklavenhändler zu verkaufen - was soll man auch sonst mit einer Frau anstellen? Aber weder er noch Gwen selbst sind auf die Gefühle vorbereitet, die bei ihnen plötzlich aufflackern - Gefühle, die sie eigentlich gar nicht haben dürften...

Meine Meinung
Genau wie schon im ersten Teil dieser Reihe begenen sich hier entgegen aller Konventionen eine Frau und ein Mann und entdecken ihre Gefühle füreinander. Die Wirkung des Virus', das für diesen biologisch verheerenden Abstoßungsmechanismus verantwortlich ist, lässt langsam nach, sodass die Feindschaft zwischen Männern und Frauen hauptsächlich auf Gesellschaftsstrukturen und Gewohnheit beruht.

Zu Anfang knabbert Gwen ganz schön an Junas Flucht mit David. Wieder und wieder liest sie den Abschiedsbrief, der - Ironie des Schicksals! - von David geschrieben wurde, weil Juna als Kriegerin nie lesen und schreiben gelernt hat. Sie sühlt sich richtiggehend in ihrem Liebeskummer und ihrem Leid und versteht es fast schon als gerechte Strafe dafür, dass sie Juna nicht hatte halten können und an einen Mann verloren hat. Im Laufe der Geschichte macht Gwen dann eine krasse Entwicklung durch und wird mehr und mehr von dem unsicheren, sich selbst kasteienden Mädchen zu einer mutigen jungen Frau. An sich hat mir diese Entwicklung sehr gut gefallen - ein wenig besser ausgebaut hätte sie allerdings werden können. Zuerst muss man sich Ewigkeiten mit dem Mäuschen Gwen herumschlagen und irgendwann hat man plötzlich eine selbstbewusste Figur, ohne das eine wirkliche Zwischenstufe thematisiert wurde.

Logan dagegen ist schon gleich als gefestigter Charakter angelegt, der sich zwar über einiges klar werden muss, aber der sich seiner Stärken genauso bewusst ist wie seiner Schwächen und danach handeln kann. Im Grunde sind bei den beiden Protagonisten die Beziehungsverhältnisse genau anders herum als im ersten Teil bei David und Juna - da war Juna die draufgängerische Kriegerin und David der besonnene Mönch. Obwohl man die Konstellation durchaus auf diese Aussage herunterbrechen kann, möchte ich damit nicht sagen, dass es sich hier um ein Äquivalent zum ersten Teil heißt. Die Figuren sind jeweils vielschichtig genug gezeichnet, dass jede eine eigene Identität und vor allem Individualität zukommt. Sowieso finde ich, dass es eine Stärke von Thiemeyer ist, seinen Figuren Leben einzuhauchen; ein bisschen schade ist gerade deshalb, dass den Nebenfiguren nicht auch ein bisschen Raum zukommt, um sich zu entfalten und ein bisschen aus ihrer stereotypen Rollenfunktion herauszutreteten.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht Logans und Gwens geschrieben; mich hat ein bisschen gewundert, dass es doch ziemlich lange dauerte, bis die beiden sich endlich begegnen. Gerade in der ersten Hälfte gab es auch einige Längen, die nicht hätten sein müssen. Dennoch wird die typisch dystopische Atmosphäre anschaulich transportiert. Ein sehr rudimentärer Lebenstil ergänzt von einem fast völligen Verlust der technischen Fähigkeiten zwingen die Menschen zu einem Leben ohne Elektrizität und allgemein ohne die Erfindungen der Moderne. Außer natürlich, es gelingt einem schlauen Zeitgenossen, eines der übrigegebliebenen Autowracks wieder zum Laufen zu bringen. Diese Fähigkeit haben natürlich hauptsächlich Männer - die Frauen reiten Amazonen gleich mit Pfeil und Bogen durch die Gegend. Ein bisschen Klischee muss halt doch sein.

Was ich sowohl bei Teil eins als auch bei Teil zwei aber einfach am faszinierendsten finde, ist die Debatte darum, welchem Geschlecht der Lebenspartner angehören muss. Die kann man umgedreht eins zu eins auf die aktuelle Gegenwart übertragen. Thiemeyer macht ein interessantes "wenn - dann"-Gedankenspiel auf. Was wäre, wenn die gemischtgeschlechtliche Beziehung so krass verurteilt werden würde, wie es in der Realität mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen (hust...zum Beispiel in Russland...hust) geschieht? Die Argumente sind in beiden Szenarien haargenau die selben und das finde ich schon sehr bezeichnend dafür, die unlogisch diese Debatte ist.

Insgesamt hat mir der zweite Teil dieser Trilogie tatsächlich einen Hauch besser gefallen, als der Auftakt. Das ist schon eine Seltenheit. Hier werden die Gesellschaftsstrukturen, in denen Gwen und Logan leben, mehr und mehr hinterfragt und beginnen langsam aber sicher zu bröckeln. Das war für mich irgendwie das Zünglein an der Waage. 3 Wölkchen gibt's von mir dafür.


19.11.2013

[Schatzkiste] Lieblingskrimskrams

07:58 2 Comments
Schon vor einiger Zeit hatte ich die Idee zu einer neuen Kategorie hier, in der ich mehr oder weniger unsystematisch die verschiedensten Sachen kurz ansprechen kann, die ich auf dem Herzen habe, aber für die ich keinen ganzen Post "verschwenden" möchte - weil sie entweder nicht genug hergeben, zu banal sind oder einfach gesondert keinen Menschen interessieren ;) Dabei soll es total egal sein, ob es sich gerade um Nachrichten aus dem aktuellen Weltgeschehen, Bücher, Filme, mein momentanes Lieblingsparfüm oder Marmeladenbrote handelt. Ob sich früher oder später nicht doch ein Schwerpunkt herauskristallisiert, schließe ich natürlich nicht aus, aber vorerst wird hier einfach gesammelt und gekramt. Wie in einer Schatzkiste eben :)
Und die Preisverleihung für den ersten Krimskrams des Tages beginnt genaaaauuuu.... jetzt! Ich habe dafür 10 Sachen, die diesen Titel in der letzten Zeit für mich verdient haben, rausgesucht:

Wort des Tages
Ihr müsst euch dieses Wort unbedingt mal wiederholt aufsagen: japsen japsen japsen japsen japsen japsen japsen japsen japsen japsen. Das klingt doch total seltsam :D Aus gegebenem Anlass musste ich in letzter Zeit leider sehr häufig dieser Tätigkeit nachgehen - also verzweifelt nach Luft schnappen - weil im Moment die Busse einfach pünktlich fahren! Wo gibt's denn sowas?! Das ist natürlich blöd, weil ich meinen Zeitplan mit den regulären drei Minuten Verspätung synchronisiert habe, die die Busse normalerweise haben. Und dementsprechend muss ich relativ oft rennen, um den Bus noch zu erwischen.

Panik des Tages
Da will  man ganz gemütlich in der ortsansässigen Stadtbibliothek ein paar Bücher und ein bisschen Musik ausleihen, geht zu den Ausleihautomaten (die übrigens relativ neu sind und die ich immernoch mit respektvoller Distanz betrachte), zieht seinen Nutzerausweis durch dieses Lesegerät und was passiert? Nix. Man tut es nochmal. Und nochmal. Und dreht die Karte dabei immer wieder um in der Hoffnung, dass dann vielleicht der Strichcode gelesen werden kann. Doch es passiert nichts. Aber die Bücher! Aber der Ausweis! Drama! Wegen der angestauten Menschenmassen im Rücken wendet man sich dann hilfesuchend dem Bibliothekspersonal zu. Und dieses klärt einen dann auf, dass man vielleicht idealerweise auch die richtige Nutzerkarte nehmen sollte und nicht die aus der Universitätsbibliothek. Hach ja. Man ist ein Genie. Man ist übrigens ich. Zur Veranschaulichung im unteren Bild die beiden Karten. Oben die richtige und unten die falsche. Die sehen sich so ähnlich, da kann eine Verwechslung schonmal passieren.


Ort des Tages
Der Ort ist auf den ersten Blick vielleicht nicht so gut zu erkennen, deshalb ein kleiner Tipp: es ist warm und kuschelig da und gemütlich und der perfekte Ort, um langsam mit dem Winterschlaf anzufangen. Na klar, es handelt sich um mein Bett :D Sehr kreativ, ich weiß. Aaaaber: ich habe neue Bettwäsche! Und die ist wirklich wirklich wirklich mega toll - ich fühle mich jedes Mal wie ein Glücksbärchi in seinem Wolkenbett, wenn ich da eingekuschelt bin. Und genau so sehe ich auch aus:

Beschäftigung des Tages
Wo wir gerade bei dem Stichwort "kuschelig" sind - was gibt es bitte schöneres zu dieser Jahreszeit, als nach einem Tag im Sturm des Jahres (Falls es jemand nicht mitbekommen hat: wir hatten einen Orkan im Norden. Und der hat alle Bäume mitgenommen. Und viele Dächer. Unseres zum Glück nicht) trocken und warm zu Hause zu sein, ein paar Kerzen anzuzünden, einen tollen Film zu schauen und dabei gemütlich Schokolade zu mampfen? Wenig, würde ich mal sagen. Deshalb ist das momentan auch meine liebste Abendbeschäftigung. Auf dem Foto übrigens mit einem Bildausschnitt aus "Harry Potter und der Orden des Phönix". Ist vielleicht nicht so gut getroffen, aber es ist das Bild, bei dem die Schokolade am schlausten positioniert war. Man muss ja Prioritäten setzten ;)

Nagellack des Tages
Falls es jemandem bisher entgangen sein sollte: ich bin manchmal voll das Mädchen. Das lasse ich meistens nicht so raushängen, aber wenn es um Nagellack (oder Schuhe ;) ) geht, kann ich mich einfach nicht beherrschen. Meine momentane Lieblingsfarbe auf den Nägeln ist von p2 aus der color victim-Reihe mit dem schönen Namen "forever". Ob er für immer zu meinen Favoriten gehören wird, ist ein bisschen fraglich, weil die Farbe doch sehr speziell ist, aber für den Herbst finde ich sie wirklich richtig schön. Ich würde sie mal vorsichtig als schlammiges Lila bezeichnen, schicke euch aber lieber ein Bild nach, damit ihr nicht sofort angeekelt seid bei dieser unvorteilhaften Beschreibung ;)

Serie des Tages
Vielen von euch wird meine aktuelle Lieblingsserie sicher schon ein Begriff sein. Ich bin bei neuen Serien nämlich grundsätzlich immer skeptisch und finde die alle blöd, bis ich dann doch mal zufällig eine Folge davon sehe. Total dumm, aber ich verfahre dabei immer nach dem Motto "Kenn ich nicht, mag ich nicht" - das war früher bei Pokémon schon genauso :D Jedenfalls handelt es heute um die Verfilmung der Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" vor George R. R. Martin. In Game of Thrones geht es um Intrigen und Machtkämpfe zwischen den adeligen Familie der 7 Königslande. Die Serie ist sehr düster und spielt in einer Welt, die unserem Mittelalter relativ ähnlich ist. Es gibt also Ritterkämpfe, Festgelage und viel Blutvergießen. Dass es sich um eine fiktive Welt handelt, merkt man aber spätestens daran, dass Jahreszeiten teilweise über Jahre andauern. So ist der letzte Winter zum Beispiel zu Beginn der ersten Staffel mehrere Jahrzehnte her und viele Figuren haben noch nie einen erlebt, obwohl sie schon fast 20 Jahre alt sind. Einen richtigen Überblick über alle Beziehungsnetze habe ich noch nicht - bin ja erst in der Mitte der ersten Staffel. Aber gepackt hat mich die Story auf jeden Fall. Hier mal der deutsche Trailer zur ersten Staffel:


Eigenschaft des Tages
Zuverlässigkeit. Eine kleine Huldigung an diesen bei einigen Menschen bedauerlich selten auffindbaren Charakterzug. Und damit meine ich jetzt keine Situation im Speziellen, sondern diese Wesensart im Allgemeinen. Es ist natürlich kein Ding, mal ein Treffen kurzfristig abzusagen. Oder zu vergessen. Oder etwas wirklich wichtiges (!) für einen anderen zu Hause zu vergessen. Aber in der Summe machen diese Kleinigkeiten halt schon was aus.

Essen des Tages
Im Moment liebe ich es, Naturjoghurt mit Honig, Zimt und irgendeiner Frucht zu mischen. Morgens auch gerne noch mit Haferflocken, abens zum Nachtisch aber lieber ohne. Aktuelle Lieblibngskombination: Bananen! Oder Äpfel. Letzteres irgendwie passender zur Jahreszeit. Aber Bananen sind auch sooo lecker in dieser Mischung♥

Kosmetikprodukt des Tages
Um die beiden Infos "Mädchen" und "zur Jahreszeit passend" nocheinmal zu verknüpfen, präsentiere ich euch jetzt meine neu entdeckte und absolut geliebte Bodylotion. Abendschimmer von bebe young care riecht, wenn man an der Flasche schnüffelt, seeeehr süß und fast schon unangenehm penetrant. Aber weil auf der Verpackung das Stichwort "Karamell" steht, musste ich sie trotzdem kaufen und wurde positiv überrascht. Denn nach dem Auftrag riecht sie sehr dezent und total lecker. Man verwandelt sich in ein kleines Karamellbonbon... und hat auch noch gepflegte Haut. Beides sehr wichtig im Herbst *nick* Sooo toll! :D


Vorsatz des Tages
Ja ist den schon wieder Weihnachten?! Noch nicht ganz, aber weil ich dieses Jahr für meine Lieben viel vorhabe was Leckerein und Gebastel angeht, bin ich in die Bibliothek getingelt (siehe oben ;) ) und habe schonmal ein paar kulinarische und basteltechnische Inspirationen gesammelt. Und ich muss sagen, dass ich gerade noch rechtzeitig gekommen bin - die besten Sachen sind schon alle ausgeliehen! oO Aber gut, meine Beute hat auch einige schöne Ideen parat :)

Und das war auch schon alles, was ich aus meiner Schatzkiste ausgegraben habe.Ich hoffe, es hat euch nicht zu sehr gelangweilt ;) Welche Serien schaut ihr regelmäßig und seid ihr schnell angefixt oder sperrt ihr euch erstmal, so wie ich? ;)

17.11.2013

[Musik] Sonntagslieder #63

22:00 0 Comments
Ein bisschen spät heute am Abend - weil es gestern bei mir ebenfalls ein bisschen später wurde, ich außnahmsweise mal nichts vorproduziert hatte und mich heute einfach nicht aufraffen konnte - aber immerhin noch auf den Tag kommen auch heute wieder die allwöchentlichen Sonntagslieder mit meinen Top-3-Songs. Und diese Woche in Dauerschleife gehört wurde bei mir:



The Offspring - Can't Get My Head Around You
Mal wieder eine Live-Version. Aber eine gute. So klingt das halt bei handgemachter Musik :D Jedenfalls ist der Text bei momentan bei einigen Menschen Programm und das kann echt frustrierend sein xD


Amy MacDonald - This is The Life
Schon ein bisschen älter, aber ich mag es gerade wieder total gerne. UND: ich kann die Lyrics noch in der selben Geschwindigkeit wie sie. Strike! :D


Joey Ramone - What A Wonderful World
Wo wir grade bei ollen Kamellen sind: dieses Lied ist auch schon ein bisschen angestaubt. Aber es. macht. gute. Laune. Immer :D Ich liebe es!


Und jetzt geh ich directement zurück ins Bett. Weil es da warm und gemütlich ist und ich außerdem morgen früh aufstehen muss. Ganz entgegen dem Studenten-Klischee :D Also gute Nacht zusammen und morgen einen schönen Start in die neue Woche - zum Beispiel mit dem hier letztgenannten Lied, um den Montagsblues zu vertreiben ;) ♥

14.11.2013

[Challenge] Kleines Riesen-Update

09:47 2 Comments
Seit fast 5 Monaten habe ich hier keinen aktuellen Challenge-Stand mehr gepostet. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Leben allgemein in dieser Zeit so eine Herausforderung für mich war, dass ich diese Blog-Challenges zwar nebenbei ein wenig laufen gelassen habe, aber mich nicht wirklich damit beschäftigen konnte. Deshalb habe ich sofort und augenblicklich eine aktuelle Musestunde genutzt, und die Ergebnisse der letzten Monate zusammengetragen. Und diese sind auf jeden Fall mit Abstand viel viel besser, als ich erwartet hab. Aber seht selbst:

Doch erst fange ich mit dem einzigen richtigen Negativ-Puntk auf der Liste an:
Der Rory-Gilmore-Reading-Challenge von Pia. Seit ich keine Bücher davon mehr auf dem SUB habe, weil ich die alle weggelesen habe, liegt diese Challenge bei mir leider total auf Eis. Ich habe mir aber für den nächsten Buchgroßeinkauf vorgenommen, meinen SUB mal um ein paar sich auf dieser Liste befindlichen Werke zu erweitern. Hoffentlich klappt das, denn so gar kein Fortschritt ist schon ein klitzekleines bisschen deprimierend ;)

Weiter geht es dann aber aufbauenderweise mit der Regenbogen-Challenge von Kastanies Leseecke. Da diese ein wenig strammere Regeln hat und ein Pensum abverlangt, das sogar ich bei meiner doch eher minimalistischen Monats-Leseliste bewältigen kann, ist meine Motivation für diese Challenge ungebrochen und ich bin guter Dinge, sie auch abzuschließen. Stehen geblieben war ich bei der Berichterstattung beim Juli-Buch, weshalb ich hier nun ganz stolz das August-, das September-, und das Oktoberbuch präsentieren kann.




Im August konnte ich die Farbe hellgrün abhaken - mit dem Buch "Kafka am Strand" von Haruki Murakami.
Hier kommt ihr zu meiner Rezi dazu.






Für den September habe ich "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Perace gelesen und konnte damit hinter der Farbe. dunkelblau einen Haken machen.
Zur Rezi geht es hier.






Der Oktober kam dann mit einem orange-farbenem Buch daher - "Neunzehn Minuten" von Jodi Picoult hat mich wirklich ziemlich beschäftigt - auch lange nach dem Lesen noch. Und das spricht ja eigentlich schon für sich.
Hier geht's zur Rezi.



Und das November-Buch befindet sich auch schon auf der Zielgeraden - ich bin relativ optimistisch, es dieses Wochenende zu beenden :)


Als letztes gibt es dann noch... ach ja, meine eigene kleine, persönliche Challenge für das Jahr 2013, die sozusagen die Vorsätze, die ich mir am Anfang des Jahres gesetzt habe, zur Aufgabe hat. Damit ich diese Vorsätze auch einhalte und nicht Ende Januar schon wieder vergessen habe. Tatsächlich gibt es da zum Jahresende hin auch mal einen Fortschritt - und 3 Punkte harren sogar noch der Abarbeitung und werden mit ein bisschen Glück und Disziplin ebenfalls noch erfüllt. Das wäre zumindest wünschenswert, weil ich mir schon die ganze Zeit extrem inkonsequent vorkomme :D
Folgende Punkte kann ich dennoch endlich - aber leider unbebildert - abhaken:
  • mindestens 1 Praktikum absolvieren --> Yeahi. Organisation einer riesigen wissenschafltichen Tagung. Hat sehr viel Spaß gemacht und ich hab einiges gelernt.
  • Grundstudium gut abschließen --> Oh ja, das habe ich ebenfalls. Glücklicherweise :D
  • Französisch-Kenntnisse aufpolieren --> Zwar ohne Sprachkurs, aber mit französischen Youtubern klappt das auch ganz gut ;) Eine Youtuberin, die ich sehr gerne schaue, ist unten befindliche (Jaaa, ich gucke immer Beauty-Youtuber. Das macht Spaß :D )



D'accord les amies, das wars auch schon. Ist ja doch ein bisschen was zusammengekommen. In 5 Monaten. Was für eine Arbeitsmoral! ;D