19.01.2013

[Gerede] Mel 1 versus Mel 2: Ring frei!

Vielleicht kennt ihr das: Abends, wenn man im Bett liegt und nach einem hektischen Tag endlich zur Ruhe kommt, schießen einem noch tausend Gedanken durch den Kopf. Manche lassen den vergangenen Tag noch einmal Revue passieren, andere grübeln noch über irgendwelchen Problemen, und ich für meinen Teil befinde mich eigentlich meistens, sobald das Licht aus ist und ich eingekuschelt im Bett liege, schon so halb in einer Traumwelt einschließlich der typisch skurrilen Bilder, die man in diesem Zwischenstadium halt so im Kopf rumschwirren hat.
Und manchmal passiert es dann, dass ich plötzlich eine ganz wundervolle Idee habe. Eine Idee für ein Geschenk oder - und das ist meistens der Fall - für einen Text, den ich super gerne verbloggen würde. Folgender Dialog entspinnt sich dann regelmäßig in meinem Gehirn; der Kampf zwischen Engelchen und Teufelchen, zwischen Faulheit und Motivation, oder einfach zwischen Mel 1 und Mel 2:

Mel 1: Ui, coole Idee. Das muss ich mir unbedingt bis morgen merken und dann gleich aufschreiben.
Mel 2: Morgen hast du das auf jeden Fall vergessen du Pappnase. Schreibs lieber gleich auf.
Mel 1: Ach was, die Idee ist so toll, die kann ich gar nicht vergessen.
Mel 2: Jaja, das sagst du jedes Mal. Und dann ärgerst du dich nach dem Aufwachen, weil du zwar noch weißt, dass du eine gute Idee hattest, aber beim besten Willen nicht mehr zusammenkriegst, was das war.
Mel 1: PAH! Dann merk ich mir halt nur ein Schlagwort, mit dem mir dann assoziativ auch der Rest einfällt.
Mel 2: Mach nur wie du willst. Aber beschwer dich dann morgen nicht.
Mel 1: Ooooch menno, aber das Bett ist so gemütlich und warm. Und wenn ich das Licht anmache, werd ich doch wieder ganz wach.
Mel 2: Das lohnt sich! Und du musst nicht mal aufstehen - das Notizbuch liegt nur eine Armlänge von dir weg!
Mel 1: Aber... aber... aber...
Mel 2: HOPP jetzt!!!
Mel 1: Ach, leck mich doch. Ich schlaf lieber!

Und so siegt die Faulheit in den allermeisten Fällen und MelMel schlummert seelig. Wenn nicht, sieht das Ganze ziemlich genau so aus:


 Denn auch die Idee zu diesem Text kam mir plötzlich kurz vorm Einschlafen. Selbst für mich ist nicht alles leicht zu entziffern, aber auf die Schrift kann ich ja nicht auch noch achten. Wenn ich mich schon aufraffe.


Aber ich muss sagen, dass ich wirklich sehr erleichtert war, den Zettel am Morgen nach diesem erhellenden Selbstgespräch zu finden, weil ich die Idee natürlich wirklich vergessen hätte. (Mel 2: Siehste!)

Was lernen wir also daraus? Notizbücher auf dem Nachtisch können ein Segen sein; und selbst die penetrantesten Stimmen im Kopf können ignoriert werden. Doch das sollte gut überlegt sein - vielleicht hat die Stimme nicht immer ganz so Unrecht ;)

Kommentare:

  1. Hehe, das kommt mir sooo bekannt vor! Die besten Ideen hat man wirklich abends und bei mir siegt leider in den meisten Fällen das erste Ich - doof!

    Aber großartig niedergeschrieben, ich habe sehr gelacht. (Und vielleicht sollte ich mir auch mal ein Notizbuch ans Bett legen.)

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  2. Haha, irgendwoher kenne ich diese Dialoge :P
    Ich habe auch meistens abends im Bett die besten Ideen, aber wenn ich dann aufstehe, ist die Gefahr größer, dass ich nicht mehr einschlafen kann.
    Meistens sage ich dann in Gedanken ein Wort, bei dem mir dann der ganze Rest einfällt, so oft auf, dass ich es mir garantiert bis morgens merke.
    Hilft meistens ^^
    Oft hilft es mir nämlich sowieso nicht, etwas aufzuschreiben, weil ich abends so müde bin, dass ich morgens meine Schrift nicht mehr lesen kann xD

    LG =)
    Charlie

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