27.02.2013

[Rezi] Jill Smolinski - Die Wunschliste

19:22 1 Comments
Erscheinungsjahr: 2007
Originaltitel: The Next Thing On My List
Genre: Frauenroman
Seitenzahl: 408



Teaser:
Susan versprach, mit Chase und den Jungen zu kommen, um mich anzufeuern, und dann wandten wir uns dem Punkt auf der Liste zu, der mir wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitete: Nr. 7, Buddy Fitch zahlen lassen.



Handlung
Ein Laster verliert mitten bei der Fahrt seine Ladung. Und die kracht dann in das Auto, das gerade hinter dem Laster fährt. In dem Auto sitzen zwei Frauen: Melissa und June. June sitzt am Steuer, die beiden unterhalten sich nett und Melissa beugt sich grade zur Rückbank, um aus ihrer Tasche ein Rezept zu holen, das sie June geben möchte. Dann der Aufprall. Das Auto gerät außer Kontrolle, überschlägt sich, Melissa wird durch die Windschutzscheibe geschleudert und unter dem Auto begraben, während June in in ihrem Airbag mehr oder weniger bewegungsunfähig ist. June überlebt. Melissa nicht. Unter ihren persönlichen Dingen findet June, die sich wegen des Unfalls schuldig fühlt, eine Liste mit Dingen, die Melissa vor ihrem 25. Geburtstag noch erleben möchte. von 20 Vorsätzen sind gerade mal zwei abgehakt. Und spontan beschließt June, dass sie an Melissas Stelle die Liste abarbeiten wird.

Meine Meinung
"Die Badezimmerwaage wegwerfen", "Jemandes Leben verändern" oder "Einen 5-km-Lauf schaffen". Alles Dinge, die Melissa eigentliich tun wollte. Doch wegen eines tragischen Unfalls stirbt sie, bevor die Liste auch nur ansatzweise erfüllt werden konnte. Dabei hatte ihr Leben gerade eine wirklich tolle Wendung genommen. Ihr Leben lang war sie stark übergewichtig und hatte nun mit eiserner Disziplin 50 kg abgenommen. In ihrer Weight-Watchers-Gruppe haben June und sie sich auch kennengelernt. Und weil June von Gewissensbissen geplagt wird, weil sie den Unfall überlebt hat und Melissa nicht, setzt sie nun alles daran, für Melissa diese Liste abzuarbeiten. Und das ist es wirklich für June: Arbeit. Eigentlich gehört sie eher zu den passiven Menschen, die nie die Initiative für irgendwas ergreifen. Tief im Inneren unzufrieden mit ihrem Leben hofft sie, dass sie es auch ein bisschen umkrempeln kann, indem sie diese Liste durchgeht.
Wer eine locker vor sich hinplätschernde, genretypische Geschichte sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient. Es wird gerade so tief in die Klischee-Kiste gegriffen, dass man sofort Handlung, Charaktere und die Entwicklung der Geschichte einordnen kann, aber nicht so sehr, dass komplett alles abgedroschen und langweilig daher kommt. Ab und an kommt auch mal eine überraschend witzige Stelle, sodass sich das Buch super zu einem entspannten, humorvollen Leseabend eignet.
Was passiert und wie alles ausgeht, ist eigentlich schon nach den ersten paar Kapiteln zu erahnen. Es gibt selten mehr als zwei Möglichkeiten, wie Autoren dieses Genres ihre Geschichten gestalten und die Herausforderung ist daher weniger die Abwechslung beim Plot selbst, sondern die Art und Weise wie er dargestellt wird. Hier findet diese Variation vor allem in der charakterlichen Entwicklung der Protagonistin statt, die der Leser gut verfolgen kann, weil sie sehr glaubhaft und anschaulich beschrieben wird. Die charakteristischen kleinen Fehler, mit denen sich wohl jedes weibliche Wesen dieser Welt identifizieren kann, machen June zu einer zwar typischen, aber trotzdem liebenswerten Hauptfigur, die mit ihrem Witz und ihrer zu Anfang leicht anti-sozialen Art besticht.
Eine kleine Liebesgeschichte darf natürlich bei allen Gewissensbissen auch nicht fehlen, genauso wenig wie das ein oder andere Drama, in das June durch die Liste rutscht. Insgesamt also eine runde Erzählung, die sich flüssig lesen lässt. Für Fans solcher Literatur denke ich, absolut passend, aber auch für alle, die sich einfach mal mit einer Geschichte treiben lassen wollen. Nette 3 Wölkchen gibts von mir.


24.02.2013

[Musik] Sonntagslieder # 27

10:38 5 Comments
Oh mein Gott! Gestern ging tatsächlich eine Rezi online! Die erste des Monats. Und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.
Diese Woche war aber auch wirklich keine schöne. Zu dem Unistress sind noch ein paar Dinge dazugekommen, die... schwer in Worten auszudrücken sind, weil ich sie nicht einmal in Gedanken richtig zu fassen kriege.
Musik gabs trotzdem wie immer. Und hier die Top-3:




Coldplay - Paradise
Manchmal mag ich die Band und meistens nicht. Aber im Moment dafür sehr.


The Script - Hall of Fame
Till Schweiger und seine (zumindest grenzwertigen) Filme hin oder her - die Sountracks sind immer voll schön.


The Fray - How to save life
Es gibt Dinge, die sollten per Naturgesetz einfach nicht passieren können. Doch ein solches Naturgesetz gibt es nicht, und das zu akzeptieren ist schwer. Denn manche Sachen sind einfach. nicht. fair.


Für euch einen wundervollen Sonntag und eine schöne nächste Woche. Genießt sie

23.02.2013

[Rezi] Justin Cronin - Der Übergang

20:14 5 Comments
Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: The Passage
Genre: Science-Fiction
Reihe: Übergang-Trilogie, Teil I
Seitenzahl: 1019



Teaser:
Amy hatte angefangen zu weinen, und ihre Brust verkrampfte sich in einem Schluckauf. Wolgast gab Doyle den Schlüssel zurück, nahm sie auf den Arm und drückte sie an sich.



Handlung
In den USA - genauer gesagt in Colorado - befindet sich ein riesiges Testgelände. Dort werden medizinische Versuche an Menschen durchgeführt, Menschen, die niemand vermissen wird und deren offizielle Existenz ab dem Moment gelöscht wird, in dem sie das Gelände betreten. Das Ziel der Forschung ist es, Menschen unsterblich zu machen; zu diesem Zweck wurde ein Virus entwickelt, der nun den Testpersonen injiziert wird. Niemand weiß genau, was das Virus mit den Probanden anstellt, doch die Konsequenzen sind verheerend. Sie werden stärker, sowohl körperlich als auch psychisch, als ihre Betreuer und überhaupt alle Menschen und ihr Blutdurst wird immer stärker. Und dann passiert das Unglück: den zwölf Testpersonen - sofern man sie in ihrer neuen Gestalt noch erkennen kann - gelingt der Ausbruch und sie beginnen, die Welt, wie wir sie kennen, in Schutt und Asche zu legen.
Mittendrin stecken Agent Wolgast und die 6-jährige Amy Harper Bellafonte. Wolgast ist derjenige, der im Auftrag des FBI alle 12 Testpersonen auf das Gelände gebracht hat. Jeder einzelne von ihnen saß in einem Gefängnis der Vereinigten Staaten und wartete auf die Vollstreckung der Todesstrafe, zu der sie verurteilt worden sind. Weil sie keine Familie und Freunde haben, sind sie die idealen Versuchskaninchen für die Forschung in Colorado, denn erstens darf keiner von den Experimenten wissen und zweitens wissen nicht einmal die Leiter, was mit den Menschen passiert. Amy soll als 13. Probandin an der Studie teilnehmen - sie ist die Tochter einer überforderten Mutter, welche sie in einem Kloster abgibt. Sie ist mitten im Versuch, als die Welt um sie herum durch die übrigen 12 erbebt. Wolgast kann das Mädchen in letzter Minute retten. Bei der Flucht kommt Wolgast ums Leben und Amy ist ganz auf sich alleine gestellt.
Gute 100 Jahre später gibt es kaum noch Menschen auf der Welt und Amy taucht bei einer der wenigen organisierten, menschlichen Gemeinschaften wieder auf - kaum gealtert und offensichtlich von einem Geheimnis umgeben.

Meine Meinung
Eine ziemlich lange Inhaltsangabe. Aber es ist ja auch ein ziemlich dickes Buch. Ich weiß auch gar nicht so richtig, welche Meinung ich dazu habe oder wo ich mit der Bewertung anfangen soll.
Für mich lässt sich die Geschichte in zwei Teile gliedern: bis Seite 700 und ab Seite 700. Oder anders gesagt: Langeweile und Action. In der Reihenfolge. Durch die ersten 700 Seiten musste ich mich wirklich quälen. Da geht es zwar noch recht spannend los mit diesm mysteriösem Experiment und den Mitteln des FBI, die Existenz von Menschen einfach so verschwinden zu lassen - so etwas lese ich ja unheimlich gerne. Aber dort geht diese Langatmigkeit schon los: es werden furchtbar viele Personen sehr detailiert vorgestellt, die zunächst in keinerlei Beziehung zueinander stehen. Da werden einfach die Figuren ohne erkennbares Ziel aneinandergereiht, und das hat mich erstmal verwirrt.
Die Idee mit dem Experiment dagegen - und dass in einer Dystopie überhaupt über die Zeitspanne geschrieben wird, die den "Weltuntergang" einleitet - fand ich dagegen wieder sehr gut. Auch eine der großen Stärken des Buches zeichnet sich hier schon ab: die Darstellung der Charaktere. Auf eine eigentlich eher distanzierte Art zeichnet Cronin die Figuren so plastisch, dass man ihre Handlungen und Beweggründe wirklich verstehen kann.

Naja, dann geschieht die Katastrophe - die ersten 400 Seiten arbeiten darauf hin und man weiß die ganze Zeit, dass sie eintreten muss, aber sie kommt und kommt einfach nicht, weil ständig noch ein bisschen tiefer in irgendeine Lebensgeschichte einer der Personen eingetaucht werden muss. Nun gut, dann ist sie aber da und 100 Jahre später befinden wir uns in einer kleinen Kolonie von Überlebenden wieder, die keine Verbindung mehr zur Vergangenheit haben. Auch Amy ist nicht mehr da und im Grunde sind alle Figuren, um die es geht, jetzt neu. Und das ist die Gelegenheit für den Autor, sein anscheinend liebstes Hobby weiterzuführen: Charaktere erfinden. Wirklich, ich finde, er kann das wunderbar. Fast schon virtuos. Selten lese ich von Figuren, die logisch so glaubhaft konzipiert sind, die alle einen völlig ausgearbeiteten Charakter verpasst bekommen und die einfach - es gibt kein treffenderes Wort - authentisch sind. Aber bei aller Liebe: muss man das so übertreiben? Es passiert ja fast nichts, was die Handlung vorantreibt. Gut, die neue Weltordnung wird erklärt, was ja durchaus sinnvoll ist, und ein bisschen Grusel und Horror gibt es auch. Aber hauptsächlich beschäftigt man sich gefühlt mit jedem einzelnen Bewohner dieser Kolonie. Und letzten Endes sind nur fünf wirklich von Bedeutung für die Geschichte.

Aber dann ungefähr ab Seite 700 beginnt sich die Spannung langsam zwischen den vielen Seiten herauszukämpfen und springt auf den Leser zu! Endlich Action, ein verfolgbarer Handlungsstrang und vor allem die Verknüpfung mit den Ereignissen von vo 100 Jahren. Fragen werden aufgeworfen und tatsächlich erklärt und die Atmosphäre, die sich im ganzen Buch aufgebaut hat, entfaltet endlich ihre Wirkung.

Wie bewerte ich das Ganze denn aber nun? Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Story an sich richtig toll ist und sich auch wirklich tiefgründige Passagen finden lassen. Aber meiner Meinung nach hätte man auch 300 oder 400 Seiten weglassen können und die Geschichte hätte sich ebensogut entwickelt. Nur ohne diesen Informationsschwall, der im Endeffekt eigentlich unwichtig ist. Der Schreibstil des Autors ist, auch neben der Schilderung der Charaktere, einfach schön und stimmungsvoll zu lesen.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht so sehr begeistern und die 700 Seiten Langatmigkeit fallen dabei echt negativ ins Gewicht. Also gibts von mir leider nur 2 Wölkchen - aber Teil 2 werde ich mir trotzdem besorgen, denn die 300 Seiten am Ende waren wirklich genial.

                   

21.02.2013

[Rezept] Pfannkuchen

15:20 6 Comments
Als mir letzte Woche eine Kommolitonin berichtete, dass sie überhaupt und in keinster Weise kochen kann und nicht mal in der Lage ist, einfach Pfannkuchen zu fabrizieren, war für mich klar: auch Grundrezepte sind nicht jedem bekannt. Deshalb habe ich zwei Schritte unternommen: besagte Kommolitonin zum Pfannkuchen-Essen eigeladen (und sie die ersten 10 Minuten mal alleine machen lassen. Sie konnte es wirklich nicht. Details sind peinlich und das erspare ich euch - und ihr ;D ) UND diesen Post hier verfasst. Falls es also noch jemanden unter euch gibt, der keinen Pfannkuchenteig herstellen kann - aufgepasst. Dieses Rezept hat mich schon mehr als einmal vorm sicheren Hungertod bewahrt ;)


Was ihr braucht:
250g Mehl
1 Prise Salz
0,5l Milch
2-3 Eier (je nach Größe)
etwas Öl, Butter oder Magarine zum Braten

Außerdem:
eine Schüssel
einen Schneebesen
eine Pfanne
einen Schöpflöffel
einen Pfannenwender

Und so geht's:
Das Mehl in die Schüssel geben, eine Grupe formen und das Salz einstreuen. Die Milch nach und nach in die Mehlgrube schütten und von der Mitte aus durch ständiges Rühren eine glatte Masse herstellen. Danach die Eier dazugeben und rühren bis ein relativ flüssiger, gelber Teig entstanden ist.
Das Fett in der Pfanne erhitzen, je nach Pfannengröße 1-2 Schöpflöffel Teig in die Pfanne geben, gleichmäßig verteilen und von beiden Seiten goldgelb anbacken.


Nichts leichter als das. Bei mir kommen dabei immer so um die 10 Pfannkuchen raus. Das Rezept kann man natürlich wie man möchte varriieren. Zum Beispiel kann man gebratene Zwiebelwürfel in den Teig geben. Auch was die Füllung angeht, sidn keine Grenzen gesetzt. Ich mache das meistens ganz puristisch und schmiere entweder Kräuterfrischkäse oder Nutella auf den Pfannkuchen und rolle ihn dann zusammen.

So ähnlich könnte das dann bei euch auch aussehen:





Einmal mit Kräuterfrischkäse...




...und einmal mit Nutella.







Was kommt bei euch in die Pfannkuchen? :)

17.02.2013

[Musik] Sonntagslieder #26

10:37 3 Comments
Des öfteren liest man zur Zeit auf von Studenten geführten Blogs, dass wegen der Prüfungsphase ein bisschen weniger Aktivität dort herrscht. Studenten sind schon unendlich merkwürdige Menschen. Das ganze Semester nix zu tun, und wenn dann mal zwei Wochen Arbeit gefordert wird, drehen gleich alle am Rad. So ist es auch an meiner Uni und natürlich bin ich davon nicht ausgenommen. So als Vollblut-Studentin :D
Doch jetzt sind die Prüfungswochen vorbei und es müssen nur noch Hausarbeiten geschrieben werden. Also komme ich hoffentlich wieder mehr zum Lesen und zum Bloggen.
Und hier sind die Lieder der Woche:




Christina Aguilera feat. Pitbull - Feel This Moment
Ein Riesenstein ist mir am Freitag vom Herzen gefallen und dieses Lied passt perfekt zu dem Gefühl :D


The Offspring - Diving By Zero
Das Video enthält zwei super tolle Lieder, aber mir geht's um das erste. Mein Motivationssong im Moment :)


Pohlmann - Wenn jetzt Sommer wär
Langsam wirds Zeit, dass tatsächlich Sommer ist. Aber bis dahin hält mich dieses Lied aufrecht ;)

Voilà, das wars :) Anmerken möchte ich noch, dass es mir echt auf den Geist geht, dass gefühlt 80% der Musikvideos auf Youtube gesperrt sind und man nur noch dumme Cover oder qualitativ fragwürdige Live-Aufnahmen findet. Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß beim Hören und natürlich einen schönen Sonntag

11.02.2013

[Gerede] Rosenmo... was?!

17:35 3 Comments
Diese vehemmente Ablehnung in Norddeutschland gegenüber allem, was auch nur entfernt mit Fasching zu tun hat, irritiert mich jedes Jahr aufs Neue.
"Hey, heute ist Rosenmontag *jubel*" verkündete ich heute als faschingbegeisterte Süddeutsche in der unieigenen Mensa. Gelangweilte Blicke seitens meiner "Freunde" (diese Bezeichnung muss ich auf Grund unser offensichtlich stark divergierenden Lebenseinstellungen noch mal überdenken) waren da auch schon das Höchste der Gefühle. Ansonsten die pure Ignoranz. Letztes Jahr hat es immerhin noch zu einem "Bei uns nicht du Pappnase." gereicht, was zwar nicht wirklich befriedigenderer, doch aber immerhin ein Hinweis auf die Zurkenntnisnahme dieses im Norden verlorengegangenen Kulturgutes war.

Jetzt ist das ja schon mein zweites faschingloses Jahr. Deshalb konnte ich mich seelisch und moralisch darauf vorbereiten, dass heute hier ein absolut normaler Tag ist. Inoffizielle Feiertag? Ach woher, im Norden gibt es ja kaum offizielle Feiertage! Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Leute zu Hause voller Begeisterung auf der Straße rumhüpfen, verkleidet, gut gelaunt und mehr oder weniger nüchtern zur Musik der Umzugswagen tanzend und Bonbons und anderen Naschkram aufsammeln.
Die Realität im Norden: miesepetrige Menschen im Monatgsblues gurken zur Arbeit, kacken unterwegs jeden an, der es wagt, in ihrem Weg zu stehen, gestresste Studenten sitzen in der Bibliothek und versuchen noch schnell, den Stoff für die anstehenden Klausuren draufzukriegen und alles geht seinen gewöhnlichen Gang.
Bei einem Vergleich dieser Bilder kristallisiert sich doch ganz klar ein Favorit heraus.

Und das denkwürdigste dabei ist: die Nordis, die ich hier kenne, haben noch nie in ihrem Leben jemals live Fasching miterlebt. Prunksitzungen kennen sie nur aus dem Fernsehn ("Das sind dich die alten Leute, die zu schlechter Blasmusik die ganze Zeit schunkeln") und die Umzüge sind für sie eine Art deutscher Spring Break ("Sieht man doch immer die Übertragung aus Köln: besoffene Menschen mit wenig an begrapschen sich die ganze Zeit"). Da bleiben mir vor lauter Entsetzen die Helau- und Alleh Hopp - Rufe (wie man bei uns sagt) im Hals stecken.

Natürlich gibt es Leute, für die Fasching nur ein weiterer Grund im Jahr ist, sich hemmungslos zu betrinken. Aber hey, keiner wird dazu gezwungen! Nach Köln würde ich deshalb auch nicht unbedingt wollen, aber Fasching beschränkt sich nicht nur aufs Ruhrgebiet. Die besten Tanzsportgruppen zum Beispiel kommen gar nicht aus den Faschingshochburgen, sondern aus Rheinland-Pfalz und Bayern. In den kleinen Dörfchen sind die Kappensitzungen ein Riesenspaß. Man kennt jeden, der auf der Bühne ist, die Darbietungen sind meistens grottenschlecht und gerade das ist so toll daran. Selbstironie und bekloppter Humor regieren! Und wenn mal was gut ist: um so besser; dann weiß gleich das ganze Dorf, wie toll du bist. Und jeder, da mal eine richtige Turnierformation im karnevalistischen Tanzsport gesehen hat, kann sich vorstellen, was das für ein leistungsorientierter Sport ist. Und die Umzüge sind dann der Höhepunkt eines ganzen Jahrs an Arbeit und Engagement, bei denen jeder gefeiert wird, egal ob aktiv dabei oder passiv als Zuschauer am Rand.

Was jetzt so pathetisch klingt ist ein offizielles Statement: PRO Fasching!
Ich weiß, es gibt drei Sorten von Menschen:
1. Menschen, die Fasching hassen
2. Menschen, denen Fasching egal ist, aber die sich freuen, ungehemmt Party machen zu können
3. Menschen, die Fasching lieben, weil es Farbe in eine triste Jahreszeit bringt und viel mehr als drei Tage Saufen dahinter steht.

Natürlich gilt der schöne Leitspruch "Jedem das Seine", aber Gruppe 1 und 2 dominieren meiner Ansicht nach in Diskussionen und ich wollte einfach auch mal was aus Sicht der Gruppe 3 schreiben. Und wenigstens ein bisschen Fasching an Rosenmontag haben. Wenn auch in anderer Weise.
Bleibt mir also nur zu hoffen, dass ich nächstes Jahr günstigere Abgabefristen habe und an Rosenmontag zu Hause sein und mal wieder den Umzug mitverfolgen kann.
In diesem Sinn: Alaaf, Helau und Alleh Hopp! :)

10.02.2013

[Musik] Sonntagslieder #25

10:04 1 Comments
Wenn ich schon sonst nix auf die Reihe kriege - der musikalische Sonntag ist und bleibt die feste Instanz dieses Blogs. Zeit zum Lesen oder Kochen oder Scheiben habe ich keine, aber Musik läuft immer. Deshalb kann ich euch jetzt stolz die Top-3-Lieder meiner Woche präsentieren :)




Will I. Am feat. Britney Spears - Scream and Shout
Eigentlich ist das so ein "ich merke, wie mir bei jedem Beat 1000 Gehirnzellen absterben" - Lied. Vielleicht mag ich es deshalb ja :P


Icona Pop - I Love It
Eine Steigerung zum ersten Lied, würd ich sagen. Immerhin ein bisschen mehr Text :D


Ed Sheeran - The A Team
Und noch was richtig schönes zum Schluss. Das Lied hat eine total beruhigende Wirkung auf mich, was mein prüfungsgebeuteltes Nervenkostüm echt gut braucht im Moment :)


Aber eigentlich kompensieren alle drei Lieder meine komische Stimmung. Erst abfeiern und dann runterkommen. So bin ich am Schluss zu fertig, um mir zu viele dumme Gedanken zu machen :D
Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Hören und einen schönen Sonntag

09.02.2013

[Gerede] Wer suchet...#3

11:43 3 Comments
Man kennt das ja: Stress, Zeitmangel und chronische geistige Erschöpfungszustände halten einen hin und wieder vom regelmäßigen Bloggen ab. Und vor allem vom Blog-Lesen.
So war das auch diese Woche bei mir, weshalb es hier auch so furchtbar still war. Die liebe liebe Uni hat immer lauter nach mir gerufen und genau wie vergangene Woche werde ich diesem Ruf auch die nächsten beiden Wochen noch konsequent nachkommen müssen. Und weil ich deshalb ganz viel Fachliteratur lesen muss, um dann darüber zu schreiben, habe ich meistens Abends die Nase voll von Buchstaben und das Ergebnis ist dann ein leerstehendes Haus des Wahnsinns.
Aber genug der Ausreden. Gerade bin ich ein bisschen am Prokrastinieren und habe im Zuge dessen mal wieder meine Statistiken nach lustigen Suchbegriffen durchforstet, mit denen Menschen zu diesem Blog hier gefunden haben. Und hier sind sie:


frettchen und ihre geschichte (Leider kenne ich keine Frettchengeschichte, außer die mit Malfoy aus 'Harry Potter'. Aber die ist witzig :D )

luftballontiere basteln (Das geht! Hier ist der Beweis!)

ballons nicht kaputt machen (Das geht leider nicht. Ebenfalls hier der Beweis dafür ;) )

ehekrise lustig (Mangels Erfahrung kann ich dazu nicht viel sagen, aber ich stelle mir Ehekrisen nicht wirklich lustig vor :P )

mathe weihnachtsmann (Wie kann man bitte etwas, was ich unendlich hasse direkt im Zusammenhang mit etwas suchen, was ich unendlich liebe? Schäm dich, wer auch immer das war!)


Und mit welchen komischen Suchanfragen kommen die Leute zu euren Blogs? :D

03.02.2013

[Musik] Sonntagslieder # 24

13:26 2 Comments
Was war das für eine verrückte Woche. Und gestern für ein verrückter Tag. So wunderbar er angefangen hat, so grandios ist er dann am Ende in die Hose gegangen. Aber eine große Freude blieb trotzdem ungetrübt: Bücher! :D
Meine Lieblingsmitbewohnerin und ich haben überraschend großzügigen Sonnenstrahlen genutzt, um einen 20-minütigen Fußmarsch anzutreten. Dieser hatte einen kleinen, süßen Flohmarkt zum Ziel. Ich liebe Flohmärkte ja total; zwischen viel Ramsch und Kitsch findet man doch immer wieder kleine und große Schätze, die man mit minimalem handwerklichen "Können" super wieder in altem Glanz erstrahlen lassen kann. Meine gestrige Ausbeute beschränkt sich zwar nur auf Bücher, und die kann ich persönlich nicht restaurieren, aber das ist auch gar nicht nötig. Ganz besonders gefreut habe ich mich über zwei Bücher von meiner Wunschliste und (jetzt kommts - Trommelwirbel) eine Ausgabe von Rilkes "Die Weise von Liebe und Tod" von 1950. Super erhalten ist das gute Stück und mit einer ganz süßen Widmung drin *schwärm*
Aber jetzt erstmal genug geschwafelt. Hier kommen meine Top-3-Lieder der Woche:



Mads Langer - You're not alone
Ich mag den Typen. Trotz Überbiss und Rumgeschmalze ;D



Emélie Sandé - Read all about it
Der Text ist ja sooo schön. Und die zurückgenommene Begleitung zum Gesang *schmacht*



Alexz Johnson - Skin
Kennt eigentlich noch jemand die Serie "Instant Star"? Hier ein Ausschnitt daraus, mit einem meiner absoluten Lieblingssongs. Nicht viele Lieder schaffen es, mir auch nach dem 1.000. Hören noch eine Gänsehaut zu zaubern. Das hier gehört aber definitiv dazu.


Vielleicht ein bisschen melancholisch angehaucht das Ganze. Naja, das muss auch mal sein. Euch einen schönen Rest-Sonntag

02.02.2013

[Challenge] Kleines Sammel-Update

10:51 1 Comments
Wie hier ersichtlich laufen bei mir momentan mehrere schöne und tolle Challenges.
Für immerhin zwei davon konnte ich letzten Monat jeweils ein Buch lesen. Das ist nicht viel, aber immerhin etwas und trotz der überschaubaren Anzahl an Challenge-Büchern bin ich ein bisschen stolz darauf, nicht gleich schon im Januar alles versemmelt zu haben. Bei meiner ohnehin eher minimalistischen Leseliste ist das schon eine Leistung, weil mich doch der Ehrgeiz gepackt hat, niemals ein und dasselbe Buch für zwei verschiedene Challenges anzugeben.
Los geht's also mit dem Update :)

1.
Die Rory Gilmore Reading Challenge
Das ist ja sowieso eine Lebensaufgabe für mich und ich bin sicher, dass ich in 10 Jahren noch nicht mal die Hälfte der Bücher auf der Liste gelesen haben werde. Aber zum Glück ist die Challenge zeitlich unbegrenzt und ich darf mir auch 10 Jahre Zeit nehmen. Buch Nummer 26 ist auf jeden Fall beendet.
Charlotte Brontë - Jane Eyre
*Rezi* 









2.
Die Regenbogenchallenge
Im Gegensatz zur Open-End-Challenge von Punkt 1, ist diese Challenge nicht nur auf das Jahr 2013 begrenzt, sondern verlangt auch kompromisslos ein Buch pro Monat.
Für den Januar hat das gut geklappt - die Farbe hellblau konnte ich grade so noch abhaken.
Richard David Precht - Wer bin ich und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise
*Rezi*










So viel zum kleinen Update. Es war wirklich klein. Aber das Minimalziel wurde erreicht, also passt das :) Eine komplette Übersicht aller Challenges und Erfloge gibt es hier zu sehen.

01.02.2013

Leserückblick Januar 2013

11:14 1 Comments
Wie zu jedem Monatsanfang schießen auch heute wieder die Monatsstatistiken vieler Blogger aus dem Boden. Und natürlich gehört meine ebenfalls dazu :)
Auch wenn das Jahr für mich etwas stressig begonnen hat, konnte ich doch meinen normalen Lesedurchschnitt halten. Außerdem bin ich total begeistert, dass schon wieder kein schlechtes Buch auf meiner Leseliste stand. Langsam wird mir das wirklich unheimlich. Vielleicht bin ich auch nur zu anspruchslos :D
Voilà, die Zahlen meines Januars:


Gelesen
Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher (*Rezi*)
Charlotte Brontë - Jane Eyre (*Rezi*)
Jan Terlouw - Kriegswinter (*Rezi*)
Richard David Precht - Wer bin ich und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (*Rezi*)
John Niven - Gott bewahre (*Rezi*)

In Seiten
1946

Durchschnittsbewertung
4,2 Wölkchen

Highlight des Monats
Das fällt mir dieses Mal wirklich super schwer. Diesen Platz teilen sich diesen Monat zwei Bücher, nämlich
Charlotte Brontë - Jane Eyre &
John Niven - Gott bewahre

Enttäuschung des Monats
Keine Enttäuschung :)

In Bildern


Morgen kommt dann noch eine kleine Challenge-Statistik und dann seid ihr (zumindest bei mir) von dem Zahlenkram wieder einen Monat erlöst ;D