31.03.2013

[Musik] Sonntagslieder # 32

13:46 0 Comments
Ich wage es kaum zu denken, geschweige denn aufzuschrieben oder laut auszusprechen, aber... ich glaube, der Frühling kommt. Hier zumindest scheint die Sonne und zarte Plusgrade halten seit ein paar Tagen Einzug. Und das deutlichste Zeichen: endlich riecht es auch nach Frühling. Das war die ganze Zeit - einschließlich der drei richtig warmen Tage, die wir bisher hatten - nicht der Fall und lässt mich deshalb hoffen.
Hier also drei frühingshafte Lieder zum Ostersonntag :)




Maroon 5 - Misery
Ein Konzert von Maroon 5 steht unbedingt auf meiner To-Do-Liste. Dieses Video gibt schonmal einen Vorgeschmack darauf :)


Tyler Hilton - Glad
Die Akkustik-Version passt ganz toll zu meiner momentanen Stimmung. Hach! :D


Usher - Scream
Zum Abschluss ein bisschen Party-Stimmung :)


Und jetzt wünsche ich euch frohe Ostern, einen schönen Ostersonntag und viel Erfolg bei der Ostereier-Suche ;D

30.03.2013

[Rezi] Cody McFadyen - Der Menschenmacher

21:53 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2011
Originaltitel: The Innocent Bone
Genre: Thriller
Seitenzahl: 605


Teaser:
Er streute Momente der Freiheit in ihre Gefangenschaft ein, schob die Gitter weit weg, bis zum Horizont. Sie waren immernoch da, aber wenn Dad nicht zu Hause war, lief das Leben beinahe normal und man vergaß alles. Es machte die Dinge erträglicher.




Handlung
David Rhodes ist ein berühmter Schriftsteller, Vater seiner 20-jährigen Tochter Kristen und Leiter seiner Wohltätigkeitsorganisation. Diese hat zum Ziel, qequälte und misshandelte Kinder zu befreien und ihnen eine Chance auf ein normales Leben zu bieten. Sein Adiptivbruder Charlie kämpft im Ausland um die Kinder, während David auf Sponsorenjagd geht. Dabei helfen ihm das gewinnende Lächeln, das er von seiner Mutter geerbet hat und auch sein Talent mit Worten umzugehen. Aber am meisten beeindruckt sind die potentiellen Sponsoren von den Narben auf Davids Rücken, die er am Ende seiner Ansprachen zeigt und die ihm sein Adoptivvater beigebracht hat. Bob Gray hielt ihn, Charlie und ihre Adoptivschwester Allison über Jahre hinweg unbemerkt in einem großen Haus gefangen und versuchte "Übermenschen" aus ihnen zu machen. Um die menschlichen Schwächen aus ihnen zu vertreiben, schlug er sie brutal und brachte ihnen eine Unmenge an seelischen und körperlichen Wunden bei. Während Allison zur BAU - der Verhaltensanalyse des FBI - gegangen ist, versuchen David und Charlie Kinder vor einem ähnlichen Schicksal wie ihrem zu bewahren. Doch der Wahnsinn ihrer Vergangenheit holt sie nach 25 Jahren wieder ein und setzt sie und die wenigen Menschen, die ihnen mittlerweile etwas bedeuten, unmenschlichen Gefahren aus.

Meine Meinung
Das Buch ist mir zufällig in die Hände gefallen und ohne jemals etwas von dem Autor gelesen oder eine Ahnung vom Inhalt zu haben, hab ich einfach mal losgelegt. Und mir fehlen jetzt fast die Worte, um es zu beschreiben. Bis auf eins: krass!
Dieses Buch ist das erste seit langer Zeit, das ich erstens nicht aus der Hand legen konnte, und das ich zweitens erstmal zwei Tage verarbeiten musste, um jetzt darüber schreiben zu können.
Anscheinend hat es gerade von eingefleischten McFadyen-Fans keine so guten Kritiken bekommen, aber ich muss sagen, dass es mich wirklich umgehauen hat. Und ich weiß immernoch nicht genau, ob im positiven oder im negativen Sinn.
Fangen wir am besten mal mit dem Schreibstil an. Den fand ich absolut wundervoll. Er kommt ganz ohne komplizierte Satzgefüge und unnötige Schnörkel aus, sondern schmückt sich durch die transportierten Botschaften ganz reduziert aber dennoch wirksam. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Arbeit Davids als Schriftsteller einen großen Raum einnimmt und man großte Teile der Geschichte aus seiner Sicht erlebt. So hat der Zauber und die Wirkung von Worten einen wichtigen Platz innerhalb des Buches inne und das gehört ja sowieso zu meinen all-time-favourite-plots. Was einen Schriftsteller meiner Meinung nach zu etwas besonderem macht, ist seine Fähigkeit, genau die Gedanken in Worte zu fassen, die in den Köpfen seiner Leser schon rumschwirren und nur artikuliert werden müssen. Und zu dieser Kategorie gehört McFadyen auf jeden Fall.

Doch gerade dieser Schreibstil machte das Buch für mich teilweise zu einer Odyssee. Es geht in der ganzen Geschichte um Missbrauch. Sexueller Missbrauch der wirklich wirklich extremen Sorte an kleinen Kindern, jungen Mädchen oder ganzen Familien, Gewalt und nochmal Gewalt. Körperliche und seelische Qualen werden so eingehend geschildert, dass es mir als Leser fast schon zu viel wurde. Nicht die detalierten Beschreibungen des "wie", also der Taten an sich, sondern die Erklärungen für das "warum", der Blick in die Psyche der Täter bewirkten meinen starken "lass-mich-in-ruhe-in-meiner-regenbogenwelt-leben"-Reflex. Vor allem, dass die Täter besonderen Bezug zur Religion oder zu berühmten Theorien beispielsweise von Nietzsche nehmen, hat mich sehr erschüttert. Philosophien und teologische Überlegungen werden in den Köpfen dieser Wahnsinnigen bis ins Unmenschliche pervertiert und gerade diese eigentlich mehr oder weniger vernünftige - oder zumindest gewissermaßen wissenschftliche - Grundlage für solche furchtbaren Taten haben mich doch tief erschüttert.

Zwischen diesen Passagen der Qual gibt es immer wieder kurze, wunderschöne Passagen des Glücks. Sowohl vom Thema her - da geht es dann um echte Freundschaft, den großen Wert kleiner Gesten, etc. - als auch vom Verlauf der Geschichte. In diesen Momenten kann man immer wieder kurz Luft holen und sich für die mit Sicherheit folgenden furchtbaren Stellen vorbereiten. Mir ist das nur leider nicht wirklich gelungen.
Bis zum Ende hin blieb die Geschichte für mich spannend; immer neue Abgründe der menschlichen Psyche werden aufgedeckt und ich war wirklich froh um das im Vergleich zum Rest kurz gehaltene Ende. Irgendwann ist echt gut.

Zusammenfassend bin ich wirklich verliebt in das Buch. Es hat genau seinen Zweck erfüllt; der Thrill-Effekt war definitiv da und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Aber nur (!) wenn man gestärkte Nerven hat. 5 rosa Wölkchen.


27.03.2013

[Gerede] Über Diplomatie, Schneemänner und Esprit

18:32 3 Comments
In Anbetracht der Tatsache, dass die Frage nach dem richtigen Artikel zu dem Nomen „Blog“ für mich noch nicht eindeutig geklärt werden konnte, hielt ich es für angemessen, mich dahingehend zu informieren. Dank des allseits verehrten world wide web stehen wissbegierigen Menschen schließlich Unmengen an Informationskanälen zur Verfügung.
 Nicht, dass die Wahl des Artikels irgendeine Relevanz für das allgemeine gesellschaftliche Miteinander hat, aber vielleicht für den Seelenfrieden einiger Erbsenzähler, Dauermeckerer und Rabulisten (BÄM Quotenfremdwort!)

Allgemein bekannt ist ja mittlerweile, dass Blog eine Abkürzung für das Wort Weblog ist. Also ein Logbuch, das im Web veröffentlicht wird. Das Buch, folglich das Logbuch, folglich das Weblog, folglich das Blog. Beweisführung abgeschlossen.
Niemals! Mein Sprachempfinden und auch mittlerweile das der Mehrheit der Blogger protestiert bei dieser Genuszuweisung. Also neue Assoziationskette. Blog klingt phonetisch genauso wie Block. Selbst für die Generation Kinder, die in der Schule erst das 10-Finger-Tipp-System lernen, als tatsächlich einen Stift in die Hand bekommen und auf Papier schreiben (kein Witz!), ist das klar erkennbar. Also: schreiben – Block; schreiben im Internet Blog. Der Block, der Blog. Beweisführung abgeschlossen. Schon wieder.

Tatsächlich sind sprachwissenschaftlich gesehen beide Erklärungen gleichwertig. Zumindest bei den Sprachwissenschaftlern, denen bewusst ist, das Sprache kein starres Konstrukt aus Regeln ist, sondern sich immer in der Entwicklung befindet. Ist das nicht wunderbar? Ganz Zen-mäßig können wir das leidige Thema also begraben und jedem die Entscheidung der Artikel-Wahl selbst überlassen. Sogar Duden hat das eingesehen und lässt beide Varianten zu. Das Blog. Der Blog. Nur die Blog will anscheinend keiner sagen. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Was mich dazu gebracht hat, tatsächlich einmal nach der grammatikalisch korrekten Form des Artikels zu – nennen wir es zur Betonung meiner Medienkompetenz doch einfach – recherchieren?
Ohne eine fachlich durchgeführte Psychoanalyse kann ich wohl niemals mit absoluter Sicherheit feststellen, warum ich das dringende Bedürfnis hatte, über dieses eigentlich total ausgelutschte Thema zu schreiben. Ein Mix aus sinnlosen Gesprächen mit dummen Menschen und dadurch bedingte Frustration über die Dummheit und Sinnlosigkeit der Existenz mancher Individuen plus eine kleine Krise bezüglich der Inhalte meines Blogs führten wahrscheinlich zu Kurzschlüssen in meinem Hirn, die dann in Form von krank verschachtelten Sätzen, die keinen wirklichen Sinn ergeben, zu Papier gebracht werden mussten. Und weil ich diesen verbalen (naja, eigentlich eher orthographischen. Für alle, die jetzt immernoch nicht genug Haarspalterei haben) Durchfall nicht auf meine Uni-Arbeiten niederregnen lassen möchte, müsst eben ihr das Publikum dafür sein. Weil ihr mir im Gegensatz zu meinen Dozenten keine Noten gebt. Und ich keine Seminare bei euch belegen muss.

Als Belohnung fürs Durchhalten gibt es hier einen virtuellen Keks. Und eine kleine Ankündigung. Ich habe mir nämlich vorgenommen, irgendetwas grundlegend an diesem Blog zu ändern. Zwar weiß ich leider noch nicht genau was, aber irgendwie fehlt mir hier im Moment der Esprit. Das Wort gehört zwar nicht zu meinem alltäglichen Sprachgebrauch, aber vielleicht ist ja genau das das Problem. Ich lege darauf einfach zu wenig Wert. Der Plan lautet nun also: Bestehendes optimieren und Neues etablieren. Und dann wird es hier vor Esprit nur so sprühen! Wetten?




 PS: Ach so ja. Visuelle Mittel unterstützen die Botschaft des Textes. Also hier. Schneekugel im Schnee.
Stellt euch vor, der Schneemann darin ist Buddah und schlagt dann damit den Bogen zu oben erwähnter Zen-Haltung. Schon ist die Botschaft visualisiert.


PPS: Falls euch hier also schon immer etwas gestört (Shitstorm olé!) hat, ihr Wünsche und/oder Anregungen habt: immer her damit. Wenn sie Esprit haben, werden sie auf jeden Fall umgesetzt ;) Ansonsten lasst euch überraschen... ich werde das ebenfalls tun.

24.03.2013

[Musik] Sonntagslieder # 31

20:07 4 Comments
Die Zeit rennt. Schon wieder ist eine Woche vorbei und ich habe nicht mal ansatzweise alles erledigt, was ich zu erledigen habe. Vernachlässigt habe ich auch das Internet und das Bloggen ein bisschen und deshalb bin ich um so glücklicher, endlich wieder Zeit zu haben, um mit euch meine Lieblingsmusik zu teile.
Also los geht's :)



Sofi de la Torre - Faster
Einige werden den Song erkennen: er gehört zum Soundtrack von "Rubinrot", den ich jetzt auch mal gesehen habe. Wie der Song ist auch der Film einen Tick zu kitschig. Aber nicht so schlimm, dass man es sich nicht anschauen und anhören kann :)


Ed Sheeran - Give Me Love
Eddie ist einfach toll :)


Bullet For My Valentine - Waking The Demon
Und nach diesem Süßholzgeraspel wieder was zum Wachwerden ;)



Spät aber immerhin meine Lieblingslieder der letzten Woche :) Viel Spaß beim Hören und einen guten Start in die neue Woche :D

20.03.2013

[Rezi] Nina Blazon - Ascheherz

22:29 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 541



Teaser:
In ihren eigenen Ohren hörte sie sich unnötig laut an, grob. Das Unbegreiflichste an dieser Situation war, dass sie seine Nähe trotz allem nicht länger als Bedrohung empfand.





Handlung
Ohne Gedächtnis aber dafür mit furchtbar erschreckenden Alpträumen versucht Summer sich so gut wie möglich durchzuschlagen. Einem inneren Drang folgend ist sie immer auf der Flucht - vor Nähe, engen zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem vor dem Blutmann. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Alpträume, doch instinktiv weiß Summer, dass er keine Traumgestalt ist, sondern auch in der Realität hinter ihr her ist. Sie ist eine sehr gute Schauspielerin und hat deshalb eine Rolle in einem ganz besonderen Schauspiel. Daher hat sie auch ihren Namen; ihre Rolle trägt ihn und weil sie ihren eignen nicht kennt und sowieso in jeder Stadt einen neuen Namen annimmt, um nicht so leicht verfolgbar zu sein, hat sie ihn einfach übernommen. Zum ersten Mal seit sie sich erinnern kann, hat sie in der Theatergruppe so etwas wie eine Familie gefunden und beginnt langsam, sich zu öffnen, als ihr der Blutmann plötzlich auf den Fersen ist, das Theater niederbrennt und Summer wieder dazu zwingt, ihre aufgabute Identität hinter sich zu lassen. Behilflich bei ihrer Flucht ist der seltsam verschlossene Anzej, der plötzlich an ihrer Seite erschienen ist und sie unbedingt ins Nordland bringen möchte. Weil sie dort seiner Meinung nach sicher ist. In seiner Gegenwart kehren immer mehr Bruchstücke von Summers Erinnerung zurück, doch noch kann sie die Puzzelteile nicht zu einem logischen Gesamtbild verknüpfen.

Meine Meinung
In "Ascheherz" befinden wir uns wieder in der Welt von Faunblut, allerdings ohne, dass die Geschichten miteinander verknüpft sind. Ein paar bekannte Figuren treten trotzdem auf und weil ich das nicht wusste, habe ich mich über dieses unverhoffte Wiedersehen sehr gefreut. Zeitlich ist die Geschichte einige Jahre nach den Ereignissen in Faunblut angesetzt und gibt im Prinzip der Geschichte von und um Lady Mar - also quasi der bösen Seite in Faunblut - Raum zur Entfaltung und zur Erklärung.
Nichts desto trotz ist Summer die Protagonistin Einen großen Teil der Geschichte verbringt sie damit, ihre eigentliche Identiät herauszufinden. Eigentlich würde sie Anfangs lieber ganz vor ihrer Vergangenheit davonlaufen, denn der Tod scheint damit untrennbar verbunden zu sein; und zwar in Gestalt des Blutmanns, der Summers Leben grausam beenden will.  Doch natürlich gelingt ihr diese Flucht nicht. Zusammen mit Azej, dem sie seltsamerweise zu 100% vertraut, segelt sie ins Nordland. Dort herrscht Krieg zwischen Lady Mar, die auch Lady Tod genannt wird, und Lord Teremes. Für letzteren werden Unmengen an Rekruten angeworben und ins Nordland verschifft, denn er verfeuert seine Soldaten ziemlich schnell. Kein Wunder, denn seine Gegnerin ist kein gewöhnlicher Mensch.
Über den Inhalt möchte ich gar nicht mehr sagen, damit ich die Spannung hier nicht zerstöre. Den die ist gerade am Anfang des Buches sehr wertvoll, weil Mangelware. Mir ist der Einstieg in die Geschichte deshalb auch sehr schwer gefallen, weil man einfach so hineingeworfen wird. Null Infos zu den Umständen dieser Welt, in der Summer lebt und vor allem wirklich nichts zu ihr selbst. Summer weiß am Anfang mehr als der Leser und dieses Wissen wird immer angedeutet aber nie ausgesprochen. Das ging mir ziemlich auf die Nerven, weil dadurch der Zugang zur Protagonistin erschwert wurde. Wie soll man sich denn mit jemandem identifizieren, dessen Handlungen man nicht mal ansatzweise nachvollziehen kann? In den ersten Kapiteln bleibt Summer quasi nicht nur zu allen anderen Charakteren auf Distanz, sondern auch zum Leser - was, wenn ich mal so drüber nachdenke, eigentlich kein schlechtes Konzept ist, sich aber in diesen Fall doch eher langweilig gestaltet. Doch hat man diese Passagen erst einmal überwunden, kommt die Geschichte um Summer und ihre Vergangenheit langsam ins Rollen und sie selbst wird zu einer Protagonistin, die mir sehr sympathisch war. Sie liebt es in fremde Rollen zu schlüpfen, Lügen gehen ihr leicht von den Lippen und das macht sie zu einer besonders guten Schauspielerin. Und das ist sie die ganze Zeit über, denn ihre eigene Persönlichkeit hat sie ja verloren. Gerade diesen Umstand fand ich sehr interessant, auch wegen dem unvergleichlich tollen Schreibstil der Autorin, der die jeweiligen Verwandlungen in eine neue Person super gut illustriert. Fan von Blazons Art zu schreiben und Stimmungen zu erschaffen, bin ich ja schon länger und auch in diesem Buch wurde ich davon nicht enttäuscht. Im Gegenteil war es zu Anfang (er war wirklich zäh) das einzige, was mich hat weiterlesen lassen.
Abstrahiert formuliert kann man sagen, dass in diesem Buch generell Gegensätze eine sehr große Rolle spielen: Leben und Tod, Liebe und Hass werden unauflösbar miteinander verknüpft und natürlich finden auch die Elemente Gut und Böse ihre Verwendung. Was ich hier besonders bemerkenswert finde ist die Tatsache, dass diese Unterteiluung zwar oberflächlich stattfindet, im Kern aber relativiert und die Schwarz-Weiß-Darstellungen sogar kritisiert wird. Gerade in Verbindung mit Faunblut und der Rolle, die Lady Mar darin zuteil wird und welche Rolle sie hier spielt.
Vergleichsweise viel Platz hat gibt es natürlich auch für eine Liebesgeschichte, die bis zum Ende mehr oder weniger unsicher und unberechenbar ist. Gerade in dieser Beziehung nervte mich Summers Verschlossenheit. Protagonisten, die einfach die Klappe nicht aufkriegen, gehen mir auf die Nerven und da Summer nichts und niemandem traut, kann man dieses Verhalten leider sehr oft bei ihr beobachten.
Auf einen schwachen Anfang folgte eine große Steigerung mit ordentlich Spannung und einer schönen Auflösung, sodass ich trotz einiger Schwächen noch gute 3 Wölkchen vergeben kann.


17.03.2013

[Musik] Sonntagslieder # 30

11:18 3 Comments
Heute wird ein ganz fauler Sonntag. Einer von der Sorte, bei dem man den ganz Tag in den Schlafklamotten rumrennt, sich nur zum Essen aus dem Bett erhebt und ansonsten mit schnurrender Katze auf dem Bauch und Buch in der Hand den ganz Tag rumliegt. Ersteres klappt bei meiner körpberkontaktvermeidenden Katze leider nicht so gut, aber die Vorstellung ist schön :D
Und weil Musikhören nur mit minimalen und einmaligen Bewegungen verbunden ist, passt diese Aktivität perfekt zu diesem Gammel-Tag. Hier also die allwöchentlichen Top-3




3 Doors Down - Smack
Letzte Woche habe ich diese Band für mich wiederentdeckt und höre sie seitdem rauf und runter :)


Wheatus - Teenage Dirtbag
Irgebdwo im Radio gehört und seitdem nicht mehr losgeworden.


Die Schöne und das Biest - Märchen schreibt die Zeit
Gestern haben mein Schwesterlein und ich einen kleinen Filmabend improvisiert und 'Die Schöne und das Biest' angeschaut. Einer meiner allerallerliebsten Disneyfilme :D


Wie immer viel Spaß beim Hören und einen schönen Sonntag!♥ 
Ich verzieh mich jetzt in die wundervolle Offline-Welt des Nichtstuns ;)

16.03.2013

[Rezi] Stephen King - Brennen muss Salem

20:55 3 Comments
Erscheinungsjahr: 1990 (Erstausgabe 1970)
Originaltitel: Salem's Lot
Genre: Horror
Seitenzahl: 374



Teaser:
Die Erde wieder wegschaufeln, das war es. Sie wegschaufeln, den Sarg mit der Schaufel aufbrechen und diese gräßlichen, starren Augen schließen. Mike hatte keinen Klebstoff, aber er hatte zwei Münzen in der Tasche. Silber. Ja, Silber war es, was der Junge brauchte.



Handlung
Jerusalem's Lot ist eine winzige Kleinstadt in den USA. Jeder kennt jeden, alles läuft seinen geregelten Gang und es passieren maximal zwei aufregende Dinge im Jahr. Dazu zählt ganz sicher die Ankunft des mehr oder weniger berühmten Schriftstellers Ben Mears, der einige Zeit seiner Kindheit in dem Städtchen verbracht hat und jetzt hier seinen neuen Roman schreiben will. Eingemietet hat er sich in einer kleinen Pension, obwohl er viel lieber das Marstenhaus gemietet hätte. Schon seit seiner Kindheit steht das Haus, das eine fruchtbare Geschichte hat, auf einem Hügel über der Stadt leer und eine geisterhafte Stimmung geht von ihm aus. Doch ausgerechnet kurz vor Ben hat sich noch ein Fremder in die Stadt verirrt und dieser hat das Haus zusammen mit seinem ominösen Geschäftspartner gekauft. Während dieser eine kühle Distanz zu den Bewohnern der Stadt aufrecht erhält, beginnt sich Ben in die Gesellschaft zu integrieren. Er verliebt sich in Susan Norton und ist immer hilfsbereit und zuvorkommend. Schnell bemerkt er, dass etwas schreckliches auf diesen Ort zukommt. Der kleine Ralphie Glick verschwindet spurlos, seine Leiche wird nie gefunden. Aber sein Bruder wird plötzlich immer blasser und kränker und stirbt eines Tages - ohne Anzeichen irgendwelche körperlicher Gebrechen. Und das ist nur der Anfang einer mysteriösen Todesserie, die bald zu einem unmöglich zu denkenden Schluss führt: Vampire in Salem's Lot!

Meine Meinung
Vor diesem Buch hatte ich mich mit Stephen King nicht wirklich beschäftig und wusste nur ganz allgemein, dass er gruselige und beängstigende Geschichten schreibt. Wie er diese Stimmungen erzeugt und welche Plots er verwendet, war mir bisher nicht bekannt. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch nicht mit einer Vampirgeschichte gerechnet. Mittlerweile weiß ich, dass King sich gerne mit Übersinnlichem beschäftigt, aber irgendwie hatte ich mir einen ...realistischeren Roman erwartet. Vielleicht hat mich das ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt und seinen Teil dazu beigetragen, dass mich dieses Buch nicht richtig überzeugen konnte. Trotzdem vermittelt es einen guten Eindruck über die Arbeitsweise des Autors und hat auch mich teilweise ganz schön gegruselt.
Die Geschichte beginnt mit einer fast schon banalen Normalität in der Kleinstadt Jerusalem's Lot. Selbst bei der Erklärung zum Namensursprung der Stadt wird diese Banalität betont und beinahe schon überzeichnet; die Stadt ist nach einem Schwein benannt. Die ganz normalen Menschen in diesem verschlafenen Örtchen gehen ihrem ganz normalen Alltag nach. Dabei gibt es das typische Personal: die Klatschbase, die aufmüpfigen Teenager, die allgemeine Dorf-Mutti und nette Kleinfamilien. Diese Normalität wird nach und nach, erst ganz latent und dann immer offensichtlicher, von den übernatürlichen Geschehnissen infiltriert bis sie schließlich in ihrer Schlichtheit nicht mehr sicher, sondern regelrecht bedrohlich wirkt.
Obwohl ich diese Art des Spannungsaufbaus generell sehr gerne mag, fand ich es hier ein bisschen übertrieben, zu wirklich vielen Personen Name, Lebensgeschichte und Verwandtschaftsverhältnisse zu erfahren, die man eigentlich nie wieder gebraucht hat. Natürlich trägt das zur Stimmung bei, allerdings wäre die auch mit einer leichten Kürzung dieser Passagen noch wirkungsvoll gewesen, denn die Hauptcharaktere und ihre sehr anschaulich dargestellte wachsende Panik vor dem Unglaublichen holt den Leser schon ab.
Die Vampire sind in diesem Buch die traditionellen Gestalten, die kein Spiegelbild haben, die man mit Knoblauch, wilden Rosen und Kreuzen vertreiben kann und mit einem Pfahl durchs Herz erledigt. Sowieso ist die Geschichte stark an dem Klassiker 'Dracula' von Bram Stoker angelehnt, sozusagen eine Art Sampling beziehungsweise eine Adaption dieses Stoffes. Das Werk selbst findet auch immer wieder Erwähnung in der Geschichte. Die kleine Kämpfergruppe, die in Salem's Lot gegen die Vampiere agiert, ist zum Beispiel ähnlich zusammengesetzt wie die in Strokers Version - ein Arzt, der Vampir-Experte mit Durchblick - und das fällt den Charakteren selbst auf.
Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr fesselnd und baut, wie oben schon erwähnt, kontinuierlich den Grusel auf, der dann in einem großen Showdown gipfelt. Allerdings muss ich die Übersetzung meiner Ausgabe als großen Kritikpunkt anführen: sie ist voller Fehler und teilweise in einem super holprigen Deutsch. Wenn ich in einem Buch mehrmals "wurst" anstatt "warst" lese, kriege ich einfach zu viel.
Insgesamt vergebe ich für das Buch 3 Wölkchen: ganz nett, aber so richtig umgehauen hat es mich nicht. Die blutigen Szenen fand ich alle auch nicht zu eklig, sodass ich auf jeden Fall noch mehr King-Bücher lesen werde.


15.03.2013

[Rezept] Bienenstich

17:23 2 Comments
Es ist nass und furchtbar furchtbar kalt. Der erbitterte Kampf gegen die Winterdepression geht weiter und um einen dafür angemessenen Blutzuckerspiegel erreichen zu können - damit wir uns verstehen: ich meine einen hohen Blutzuckerspiegel ;D - habe ich mich mal an einem meiner allerliebsten Kuchen probiert: dem Bienenstich. Es gibt zwe Varianten davon; eine mit Pudding und eine ohne Pudding. Im ersten Moment klingt die Variante ohne Pudding ganz klar wenig reizvoll, aber das ist eine fatale Fehleinschätzung! Backt dieses Rezept nach und ihr wisst, wovon ich rede ;)


Was ihr braucht:
Für den Teig
150g Quark
6 EL Milch
6 EL geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
75g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz
300g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Für den Belag
150g Butter oder Magarine
200g Zucker
250g gehackte Mandeln
6 EL Aprikosenmarmelade

Außerdem:
Schüssel
Schneebesen
evtl. Mehlsieb
Esslöffel
1 kleiner Topf
Backpapier
Backblech

Und so geht's:
Quark, Milch, Öl, Zucker, Vanillinzucker und Salz in eine Schüssel geben und gut verrühren. Mehl und Backpulver mischen, ebenfalls in die Schüssel sieben und das ganze zu einem glatten Teig verkneten. Diesen dann ausrollen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den ausgerollten Teig darauf legen. An allen vier Seiten bis zum Rand hin ausrollen und eventuell ein kleines Stück Rand hochmodellieren (muss aber nicht sein - ich bin immer zu faul dafür).
Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Temperatur zerlassen und Zucker und Mandeln dazugeben. Unter ständigem Rühren warten, bis sich der Zucker ein bisschen aufgelöst hat, aber darauf achten, dass die Masse auf keinen Fall anbrennt oder braun wird. Die Masse leicht abkühlen lassen.
Die Marmelade auf der Teigplatte gleichmäßig verstreichen und die Zucker-Mandel-Mischung darauf verteilen und glatt streichen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C ungefähr 30-35 Minuten lang backen.

So ähnlich könnte das dann bei euch auch aussehen:

Das ist definitiv kein Kuchen für Leute, die grade an ihrer Bikini-Figur arbeiten. Aber er ist sooooo lecker ♥ 
Perfekt, um Energie zu tanken und die (hoffentlich) letzten Zuckungen des Winters zu Überstehen :)

14.03.2013

[Rezi] William Shakespeare - MacBeth

23:33 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2005 (Erstausgabe: 1623)
Originaltitel: The Tragedy of Macbeth
Genre: Drama
Seitenzahl: 96

Teaser: 
"Müssen denn alle aufgehängt werden, die schwören und es nicht halten?" - "Jawohl." - "Wer muss sie denn aufhängen?" - "Nun, die ehrlichen Leute" - "Dann sind die, welche schwören und es nicht halten, rechte Narren; denn ihrer sind so viele, daß sie die ehrlichen Leute schlagen könnten und aufhängen dazu."



Handlung
Alles beginnt mit der Prophezeiung dreier Hexen, die besagt, dass MacBeth bald nicht nur einen weiteren Adelstitel erhalten wird, sondern kurz darauf sogar zum König von Schottland gekrönt werden soll. Der erfolgreiche Feldherr des Königs, dessen Platz er laut den Hexen einnehmen soll, glaubt zunächst nicht an die Prophezeiung. Als sich dann aber herausstellt, dass der Thane von Cawdor Verrat am Königshaus begangen und die gegnerische Seite im Kampf unterstützt hat, wird dieser seines Amtes enthoben, hingerichtet und MacBeth wird dieser Titel verliehen. Plötzlich erscheint ihm die Weissagung der Hexen gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Allerdings stört ihn der letzte Teil, welcher besagt, dass zwar MacBeth König wird; Banquo aber, der ebenfalls ein treuer schottischer Gefolgsmann ist, der Vater der nächsten Königsgenerationen wird. So schmiedet MacBeth - unterstützt von seiner Ehefrau - Pläne, um die Macht an sich zu reißen und diese auch langfristig zu sichern. Dabei wird er zum Mörder und dann zu einem fast blutrünstigen Herrscher, der im Machtrausch immer mehr Verbrechen begeht.

Meine Meinung
Gerade bei Werken von Shakespeare finde ich es immer am besten, eine zweisprachige Ausgabe vor sich zu haben, damit man das Sprachgefühl der Originalausgabe entnimmt und der Inhalt dank der Übersetzung daneben nicht auf der Strecke bleibt. Jetzt ist diese Ausgabe leider keine solche und mir hat der englische Teil sehr gefehlt.
Nichts desto trotz habe ich die Lektüre genossen. Die ersten beiden Akte zogen sich ein bisschen dahin, aber als es dann ans Eingemachte ging, wurde es richtig spannend. Meistens habe ich ja Probleme bei Dramen so wirklich in die Geschichte einzutauchen, weil ich eine auf die Gespräche reduzierte Geschichte einfach schwerer zugänglich finde, aber hier fiel mir das überraschend leicht. Wahrscheinlich, weil nach der Krönung MacBeths ein blutiger Mord dem nächsten folgte und ich einfach ganz dringend wissen musste, wie es ausgeht.
In dem Stück geht es unter anderem darum, wie Macht und Machtgier einen Menschen verändern können und zu welchen Taten diese Menschen fähig sind, um ihre Macht zu vermehren. MacBeth ist für mich ein eigentlich gewissenhafter Mensch, der durch ...ja durch was? Die Hexen? Seine nicht vollständig gefestigte Moral? auf die falsche Spur gerät. Und nach dem ersten fatalen Schritt den Absprung nicht mehr schafft. Dabei schwingen die Gewissensbisse immer mit - die langen Monologe, durch die sich das Stück wirklich auszeichnet - verdeutlichen das. Geschürt werden diese Gedanken, die gegen Ende schon fast an Paranoia grenzen und ihn zu immer weiteren Schreckenstaten verleiten, von seiner Frau. Lady MacBeth stiftet ihn zu dem Mord am König geradezu an, weil sie gleich Feuer und Flamme von der Prophezeiung der Hexen ist und sie unbedingt erfüllt sehen will. Skrupel äußert sie im Gegensatz zu ihrem Mann anfangs keine, aber die Schuld am Tod eines Menschen - und den folgenden - lastet auch auf ihr.
Auch die Nebenfiguren spielen eine wichtige Rolle und treiben die Handlung voran. Banquo, der später ebenfalls sein Leben zugunsten der Machtbestrebungen von MacBeth lassen muss, entwickelt sich schnell zu einem von mehreren Gegenfiguren des Protagonisten. Er stellt als einer von wenigen MacBeths Geschichte zum Tod des Königs in Frage. Es ist also nicht nur Gier nach Macht, die MacBeth dazu veranlasst, Banquo beseitegen zu lassen, sondern auch die Gefahr der Enttarnung, die von ihm ausgeht.
So richtig verstanden habe ich eigentlich nur eins nicht: warum erscheinen die Hexen eigentlich vor MacBeth? Falls es dazu eine Erklärung gibt, habe ich sie überlesen. Die Prophezeiung erfüllt sich jedenfalls. Doch ob es wirklich Schicksal war oder an MacBeths Eigeninitiative gelegen hat - wer weiß? Diese Frage bleibt am Ende der Lektüre im Raum stehen: inwiefern hat der Mensch Einfluss auf den Verlauf seines Lebens? Gibt es ein Schicksal? Und wenn ja: warum wird es immer von drei Hexen verkündet?
Alles philosophisch hochinteressante Fragen, die wohl nie wirklich geklärt werden. Wie so vieles in der Philosophie. Klar ist allerdings, dass dieses Buch von mir 3 Wölkchen erhält.


12.03.2013

[TAG] 5 Statements zum Thema...

18:08 3 Comments
... Buchcover!
Die liebe Clara hat mich mit diesem TAG bedacht und stellt folgende Fragen:

Findet ihr das Cover eines Buches überhaupt wichtig, also ist es auch ein Kaufkriterium? Was muss ein Cover haben um euch zu gefallen? Was könnt ihr überhaupt nicht leiden? Und welches Buch ist euer Cover- Favorit und welches euer Cover- Albtraum :D?


1.
Zu sagen, dass mich ein schönes Cover noch nie zum Kauf verführt hätte, wäre eine glatte Lüge. Ich liebe hübsche Cover :D Aber sie sind zumindest kein Ausschlusskriterium. Wenn also das Cover potthässlich ist, aber die Story gut klingt, kauf ich das Buch trotzdem :)

2.
Wobei es selten vorkommt, dass mir ein Cover wirklich gaaaaar nicht gefällt. Da bin ich sehr anspruchslos. Solange die Farben harmonisch abgestimmt, die Schrift von Titel und Autor vielleicht besonders gestaltet sind (aber nicht überladen!) und die abgebildeten Motive wenigstens ein bisschen zur Story im Inneren des Buches passen, bin ich schon zufrieden.

3.
Relativ schrecklich finde ich es aber, wenn Cover nach genretypischen Klischees gestaltet sind. Zum Beispiel irgendein kitschiger Strand mit Fußabdrücken drin oder allgemein total abgelutschte Landschaftsbilder oder - ganz schlimm! bei ChickLit sieht man immer Beine und High Heels. Warum?! Klar, das macht es für die Zielgruppe leichter, potentielle Bücher zu erkennen, aber ein bisschen Kreativität sollte trotzdem nicht verboten werden. ...obwohl die Cover, die ich meine, zu Genres gehören, die sich tendenziell nicht wirklich durch Kreativität auszeichnen... ;D

4.
Ich leg mich ja so ungerne fest, aber immer zu Cover-Top gehören, werden diese beiden:



 Das gehört auf jeden Fall zu meinen Favoriten. Gut, das Auge ist auch ein bisschen unoriginell und pseudo-tiefgründig, aber ist in diesem Fall gestattet, weil es zur Geschichte passt. Die Farben harmonieren super schön zusammen und die verschnörkelte Schrift rundet das Ganze toll ab.






Und dieses Cover ist meiner Meinung nach auch richtig schön. Sehr schlicht von den Farben her, und mit einigen Hinweisen zur Story dahinter, die man gar nciht verstehen kann, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat. Schön :)



5.
Und hier zwei Cover-Flops:




Alle Cover dieser Ausgabe finde ich sehr befremdlich. Ich verstehe sie wohl einfach nicht xD





Und das ist so ein Klischee-Cover. Ein nachdenkliches Mädchengesicht umgeben von Rosen und Totenköpfen und alles schon in Schwarz- und Rottönen. Baaah!




Soweit erstmal dazu :)
Ich bin ja normalerweise nicht so der TAG-Weiterreich-Typ, weil ich meistens zu faul/beschäftigt/ doof/etc. dafür bin, aber wenn mir eine richtig gute Frage einfällt, kann man die natürlich nicht verschwenden. Aber Denken geht mir momentan schwer auf die Nerven, und auf die Geistesblitze ist ja heutzutage auch kein Verlass mehr. Naja, egal. Reden wir also üüüüüber *Trommelwirbel* in Ermangelung eines ordentlichen Oberbegriffs Dinge! Gibt es spezielle Dinge, bei denen ihr euch besonders freut, wenn sie in einem Buch vorkommen? An welche Orte werdet ihr von einem Buch am liebsten entführt? Welche Plots sprechen euch am meisten an und sind fast schon Garantie für ein schönes Leseerlebnis?

Das ist ein ziemlich grobes Thema, aber ich bin echt auf eure Antworten gespannt. Bei mir zum Beispiel erscheint immer ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn ein Protagonist eine Katze hat. Keine Ahnung, warum :D Außerdem liebe ich Geschichten, die in England spielen - dann gerne auch im historischen England. Und ganz ganz ganz besonders toll finde ich es, wenn Bücher und/oder Worte eine wichtige Rolle in einem Buch spielen. Das sind meistens ganz wundervolle Geschichten :)

 Und getagget fühlen sollen sich (sofern sie es nicht als Belästigung empfinden ;) ):
uuund Meggie und/oder Ivy - wer auch immer grade Zeit und Lust hat :D

Ich hoffe, ihr freut euch ein bisschen (Lückenfüller und so - yeahi! :D ) und ich bin wirklich sehr gespannt auf eure Antworten. Sollte sich außerdem noch jemand bemüßigt fühlen, meine Frage (oder gerne auch Claras) zu beantworten - nur keine Hemmungen! :D

10.03.2013

[Musik] Sonntagslieder # 29

12:06 2 Comments
Der Frühling ist da! :D
Naja, oder er war da. Wie mir zu Ohren gekommen ist, liegt rund um meine Studentenwohnung der Schnee (und ich komme dank glänzender Abwesenheit ums Schneeschippen herum :D ), was wirklich ganz fürchterlich ist. Mit ein bisschen Glück bleibt der Süden wenigstens vom Schnee verschont. Aber diese eine Woche Pause vom Winter hat mal so richtig gut getan. Der Vitamin-D-Tank konnte aufgefüllt werden und jetzt überstehen wir diesen Endspurt des Winters auch noch :)
Und womit klappt das besser, als mit der richtigen Musik? Eben. Deshalb hier meine Top3 der Woche :)




Pink - Try
Mein aaaaaabsolutes Lieblingslied zur Zeit. Und das Video ist so genial *.*


Bruno Mars - Natalie
Manche Frauennamen eignen sich anscheinden sehr für Lieder. Meiner leider nicht. Aber das Lied ist trotzdem cool :D


Victoria Justice & Max Schneider - Maroon 5 Medley
Viele tolle Lieder, die ich in dieser Version sogar noch toller finde als im Original :)


Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim Hören und viel Erfolg beim Winterdepression-Vertreiben ;) Einen schönen Sonntag

09.03.2013

[Award] 11 inspirierende Fragen ;)

10:23 2 Comments
Die lieben Bloggerinnen Doreen aus der Chaosbibliothek  und Kaugummiqueen von Kaugummiqueens Bücherstube haben bei ihrer Award-Verleihungsaktion an mich gedacht und mir dieses schmucke Teilchen hier vermacht:


Sehr süß - nochmal ein dickes Dankeschön dafür :D
Regeln gibt es natürlich wie immer auch - voilà, hier sind sie:

  • Jeder Nominierte postet seine Nominierung mit dem schicken Bildchen hier und dankt - mit einem Link - demjenigen, der ihn nominiert hat  
  • Dann werden die 11 Fragen beantwortet
  • Im Anschluss werden wieder 20 Blogs mit weniger als 200 Followern nominiert
  • Die neuen Nominierten werden via einem Kommentar auf ihrem Blog informiert und das Spiel geht von vorne los

Uuuuund das sind die Fragen einschließlich meiner Antworten:

1. Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte? 
Sowohl beim Kochen als auch beim Essen ist mein ganz eindeutiger Favorit der Nachtisch. Und es ist auch total egal, wie vollgestopft ich bin, eine bis drei Portionen Nachtisch gehen immer :D

2. Was ist dir wichtiger bei einer Person: die Persönlichkeit oder die Erscheinung? 
Naja, im Idealfall bildet beides eine liebenswerte Einheit ;) Aber mir ist es meistens ziemlich egal wie jemand rumläuft - ob in ausgeleierter Jogginghose oder extravaganter Föhnfrisur. Ist ja dann vielleicht auch Ausdruck der Persönlichkeit :P Was gar nicht geht, ist Ungepflegtheit, aber das kann man ja mit Waschen schnell beheben ;D

3. Wann hast du den Blog gegründet? 
Es ist ein bisschen peinlich, aber ich hab keine Ahnung :D Also irgendwann entweder im Juni oder im Juli 2011 ging er online, aber so richtig richtig läuft er erst seit Winter 2011. Trotzdem schon ganz schön lange o.Ô
 
4. Welche Person hat dich bisher inspiriert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen? 
Eigentlich lasse ich mich nicht so direkt von bestimmten Personen inspirieren (und noch eigentlicher mag ich das Wort sowieso überhaupt nicht), sondern von vielen kleinen Aussagen/Taten/Dingen/etc., die verschiedene Personen tun. Also inspirieren mich für den Blog: Menschen, die ich treffe, Bücher, die ich lese und natürlich leckerer Nachtisch :D

5. Verfolgst du viele Blogs? 
Ja doch schon. Aber oft nur als stille Mitleserin :)

6. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich lieber bekochen? 
Letzteres. Was auch erklärt, warum ich während des Semesters hauptsächlich von Toastbrot lebe :D

7. Welches Buch liest du momentan? 
"Brennen muss Salem" - mein erster Stephen King. Ich bin gespannt :)

8. Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Kleiderschrank überlebt? 
Meine uralte und unglaublich durchlöcherte Faulenzerhose, die so unendlich bequem ist, dass ich sie niemals wegwerfen würde, solange ich keinen adäquaten Ersatz gefunden habe.

9. Was ist dein Lieblingsrezept? 
Ööööhm...es gibt zu viel tolles Essen, als das ich mich hier jetzt festlegen könnte :D
 
10. Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig? 
Auf jeden Fall Zuverlässigkeit. Und die Fähigkeit, nicht nur über meinen gewöhnungsbedürftigen Humor zu lachen, sondern ihn auch noch zu teilen.

11. Was ist dein Lieblingsfilm?
"Ziemlich beste Freunde" gehört auf jeden Fall in diese Kategorie. Den mag ich so gerne, dass ich ihn sogar auf Französisch geschaut hab, weil tolle Filme in der Originalsprache noch toller sind. ...sofern man sie versteht ;)


Soweit von mir :) Weiterverleihen werde ich den Award allerdings nicht.

Ein schönes Wochenende euch! :D

07.03.2013

[Rezi] Sarah Dessen - Someone like you

21:07 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2005
Originaltitel: Someone like you
Genre: Jugendbuch
Seitenzahl: 347

Teaser:
Ich machte ihm gegenüber zwar einen auf rebellisch, hatte aber in meinem ganzen Leben noch nie die Schule geschwänzt oder war unpünkltlich z udem Termin erschienen, bei dem täglich die Anwesenheit aller Schüler überprüft wurde. Macon hingegen tauchte nur sporadisch in der Schule auf, und nach seinen Zensuren erkundigte ich mich lieber gar nicht erst.



Handlung
In einer kleinen, ruhigen Wohngegend in den USA stehen sich zwei Häuser gegenüber. In dem einen wohnt Halley wohlbehütet mit ihren Eltern. Sie ist 15 Jahre alt, macht bald ihre Führerscheinprüfung und ist allgemein eher ein zurückhaltender Mensch. Ihre beste Freundin Scarlett wohnt direkt gegenüber mit ihrer Mutter Marion zusammen. Sie ist ein bisschen älter als Halley und auch ihr Wesen ist viel erwachsener, weil sie sich schon ihr Leben lang um ihre sehr unorganisierte und planlose Mutter kümmern muss. Die beiden sind unzertrennlich, seit Marion und Scarlett das Haus gegenüber Halleys Familie bezogen haben.
Eines Nachts - Halley ist gerade in einem Feriencamp zu dem sie ihre Mutter gezwungen hat - ruft Scarlett völlig verzweifelt an. Ihre Freund Michael ist bei einem schweren Motorradunfall ums Leben gekommen. Natürlich ist Halley sofort zur Stelle und für Scarlett da. Gleichzeitig versucht sie auch noch, die mittlerweile total komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter zu managen; seit Macon auf der Bildfläche aufgetaucht ist, den ihre Mutter für keinen geeigneten Umgang hält, verstehen sich die beiden nämlich gar nicht mehr.

Meine Meinung
Hach ja, was ist 15 doch für ein besonderes Alter. Da fängt man an, eigene Prioritäten zu setzten, Grenzen auszuloten und sich insgesamt ein bisschen neu zu definieren. So geht es auch Halley, die es langsam aber sicher leid ist, das graue schüchterne Mäuschen an der Seite ihrer besten Freundin zu sein, die offen und selbstbewusst durch die Welt geht. Nicht, dass sie eifersüchtig auf Scarlett wäre - dafür ist sie eine viel zu wichtige Person - aber es ist für sie jetzt einfach an der Zeit, auch mal erwachsen zu werden. Scarlett musste das schon früh tun, weil ihre schusselige Mutter das Leben der beiden niemals alleine auf die Reihe bekommen hätte. Scarlett hat immer den Überblick und war dadurch auch für Halley immer ein Fels in der Brandung. Nach dem tragischen Tod ihrers Freundes Michael ist Halley jetzt an der Reihe, den Felsen zu spielen und für Scarlett da zu sein. Besonders, als sich herausstellt, dass Scarlett von Michael schwanger ist. Mit ihre 16 Jahren steht sie damit vor der unglaublich schweren Entscheidung: abtreiben oder austragen? Behalten oder zur Adoption freigeben?
Am Tag von Michaels Beerdigung lernt Halley dann Madcon kennen, der eng mit Michael befreundet war. Im Vergleich mit ihm wirkt ihr ganzes Leben auf einmal spießig; die enge Beziehung zu ihrer Mutter, ihre Freitagabende zu Hause zusammen mit Freunden der Familie und überhaupt. Nur Scarlett brachte vorher etwas Schwung in Halleys Alltag. Und jetzt übernimmt Madcon diese Aufgabe. Nur dass er auf Regeln im Allgemeinen komplett pfeifft.
Eigentlich arbeitet Sarah Dessen in diesem Buch schon ein bisschen mit Stereotypen. Da ist dieser geheimnisvolle Bad Boy, in den sich die etwas schüchterne Protagonistin total verliebt und hofft, ihn bekehren zu können. Aber auf diesem Grundgerüst entwickelt Dessen eine wirklich schöne Geschichte. Wie sich Halley und ihre Mutter immer weiter voneinander entfernen und keine der beiden etwas dagegen tun kann. Die erste Liebe, ungewollte Schwangerschaft bei Teenie und echte Freundschaft sind die Themen, mit denen sich das Buch befasst und die in diesem relativ dünnen Buch trotzdem geügend Raum zur Entfaltung haben.
Ich liebe einfach Sarah Dessens Schreibstil, der anschaulich aber nicht zu detailversessen ist und Stimmungen sowie Emotionen so einfühlsam rüberbringt, dass man als Leser sofort mitten in der Geschichte steht. Vom Alter her falle ich wahrscheinlich nicht mehr so wirklich in die Zielgruppe, aber da ich bekanntermaßen in meiner geistigen Entwicklung bei ca. 17 stehen geblieben bin, kann ich mich definitiv noch mit unverstandenen Teenies identifiezieren ;)
4 Wölkchen gibts von mir.


05.03.2013

[Challenge] Februarupdate

14:28 1 Comments
Im vergangenen Monat habe ich meine Challenges natürlich nicht vergessen - nur zeitweise verdrängt. Deshalb gibt es fortschrittstechnisch auch nicht sooooo viel zu berichten.
Los geht's mal mit der einzigen Fortschrittsmeldung:


Für die Regenbogen-Challenge auf Kastanies Bücher Blog konnte ich das obligatorische Buch für den Monat gerade so beenden. Fast 4 Wochen habe ich dafür gebraucht, aber immerhin. Damit ist die Farbe 'Schwarz' mit
Justin Cronin - Der Übergang erledigt (ich weiß, auf dem Bild ist es eher ein dunkles Braun. Aber es ist wirklich ein schwarzes Cover :)


Naja. Große Pläne habe ich aber für die Semesterferien. Einen halben Koffer voller Bücher (die andere Hälfte wurde von Schuhen gefüllt ;D ) habe ich mit zu meinen Eltern geschleppt und bin jetzt bereit, diesen und nächsten Monat für jede laufende Challenge an der ich teilnehme, mindestens ein Buch zu lesen. Mal sehen, ob das klappt ;)


Immer aktuelle halten werde ich dafür die blogeigene Challenge-Seite. Vielleicht tut sich dort ab jetzt ja mal mehr ;)

03.03.2013

[Musik] Sonntagslieder # 28

11:58 1 Comments
Ich melde mich hier exklusiv aus dem gerade bezogenen 'Hotel Mama', um wie jeden Sonntag die Top3-Songs der vergangenen Woche zu präsentieren. Es ist ja so unendlich toll, wenn man morgens aufwacht und einem der Duft von Kaffee und frischen Brötchen um die Nase weht, ganz ohne dass man selbst auch nur einen Fuß aus dem Haus gesetzt hat. Oder aus dem Bett. Mama ist die Beste ;)
Musikalisch war diese Woche wieder ein bisschen fröhlicher als in der letzten Zeit. Und hier die Dauerschleifenlieder:




Triggerfinger - I Follow Rivers
Einer meiner Hausarbeits-Schreib-Motivationssongs. Weil er mich immer runterholt, aber nciht deprimiert ;D


Olly Murs - Troublemaker
Das Lied verbreitet bei mir immer Frühlingsstimmung. Jetzt muss nur noch das Wetter kooperieren :)


Simple Plan feat. Marie Mai - Jet Lag
Viel zu lange gab es keinen Song mehr von Simple Plan. Dafür jetzt eins meiner liebsten und das sogar in der version francophone :D

Scheint bei euch auch die Sonne? Wenn ja, dann nichts wie raus und den Vitamin-D-Tank auffüllen! Mach ich jetzt auch :) Einen schönen Sonntag wünsch ich euch

02.03.2013

[Rezi] Monika Feth - Der Erdbeerpflücker. Jette-und-Merle-Buchserie Teil I

11:41 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2003
Genre: (Jugend-)Thriller
Seitenzahl: 350
Reihe: Jette-und-Merle-Buchserie, Teil I



Teaser:
Dabei binich KKrimiautorin, dachte sie. Gehe täglich mit Mord und Totschlag um. Aber wenn es jemanden trifft, den ich kenne, dann bin ich nicht fähig, es zu begreifen.




Handlung
Drei Freundinnen halten es aus verschiedenen Gründen zu Hause nicht mehr aus und gründen deshalb eine WG. Jette, Merle und Caro sind zusammen ins beschauliche Brühl gezogen und achten jetzt gegenseitig aufeinander; zusammen bewältigen sie den Alltag, die Schule und das Leben an sich. Merle ist zusätzlich aktive Tierschützerin, die hin und wieder ihre Leute in die Wohnung einlädt, um die ein oder andere Labortier-Befreiungsaktion zu planen. Jette ist die Tochter der berühmten Kriminalautorin Imke Thalheim. Diese wohnt nicht weit entfernt von der WG in einer abgelegenen aber schön restaurierten alten Mühle, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Die beiden haben eigentlich ein gutes Verhältnis und Jette ist nur ausgezogen, weil sie etwas Abstand von dem Druck, den die Berühmtheit ihrere Mutter mit sich brachte, gebraucht hat. Caro dagegen kommt aus komplett zerrütteten Verhältnissen. Ihre Kindheit war geprägt von Gewalt und Hass und obwohl sie aus diesem Leben ausgebrochen ist, wirkt es natürlich nach. Sie ist verschlossen, verletzt sich selbst und hat manchmal starke Stimmungsschwankungen. Nur Merle und Jette vertraut sie immerhin ein bisschen. Und dem großen Unbekannten, dem sie ihr Herz geschenkt hat. Ihm vertraut sie blind alles an, was sie bewegt, ohne dabei im Gegenzug viel von ihm zu erfahren. Sie darf ihn nicht ihren beiden besten Freundinnen vorstellen und kennt noch nicht einmal seinen Namen. Sie wird Jette und Merle gegenüber immer verschlossener - so lange, bis sie eines Tages nicht mehr nach Hause kommt.

Meine Meinung
Erstens: Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für einen miesen Klappentext. Obwohl er nur aus 6 Zeilen besteht, verrät er schon die ganze Geschichte und nimmt - abgesehen von den letzten Kapiteln - einen großen Teil der Spannung weg.
Aber davon mal abgesehen haben wir hier einen soliden Thriller vor uns. Man weiß durch den Klappentext zwar schon grob, was passieren wird, aber da dieses Buch auch nicht primär auf Nervenkitzel angelegt zu sein scheint, ist das für das Lesevergnügen nicht absolut schädlich.
Erzählt wird die Haupthandlung aus verschiedenen Blickwinkeln: Jette, ihrer Mutter, dem ermittelnden Komissar und dem Täter selbst werden eigene Abschnitte zuteil, die in einem individuellen, zur Figur passenden Stil geschrieben sind und deshalb eine gute Identifikationsfläche für den Leser bieten. Außerdem wird so der absolute Fokus von dem Kriminalfall abgelenkt und die Lebensumstände der einzelnen Charaktere bekommen einen eigenen Raum. Dadurch lernt man die als Leser kennen und kann ihre Reaktionen in verschiedenen Situationen besser verstehen. Allgemein finde ich die Gestaltung und Ausarbeitung der Personen sehr gelungen; logisch aufgebaut aber nicht klischeehaft.
Was mir besonders aufgefallen ist, ist die angedeutete Reflexion der Autorin über ihre eigene Arbeit durch die Figur der Imke Thalheim, die eine berühmte Krimi-Autorin ist. Inwieweit der Arbeitsablauf und die Verarbeitung der Stoffe der Romanfigur mit der realen Monika Feth zu tun hat, lässt sich natürlich nicht klar sagen, aber die Art und Weise, wie diese Arbeit von Imke selbst in Frage gestellt wird, lässt schon auf kritische Selbstreflexion der Autorin schließen.Gerade im Bezug zur Konzeption der Täterfigur sind die Überlegungen Imkes sehr aufschlussreich. Sie identifiziert sich in dem Roman, den sie gerade schreibt, ihrer Meinung nach zu sehr mit dem Täter - sie möchte ihm eigentlich keine Entschuldigung für seine Vebrechen liefern. Genau das tut Monika Feth mit ihrem Täter letztendlich auch nicht. Zwar hat er viel Raum, um seine schlimme Kindheit zu erzählen und seine unleugbar verletzte Seele für den Leser zu entblößen, aber das gilt im Roman nicht als Rechtfertigung für seine Taten und auch Mitleid soll der Leser nicht oder nur wenig empfinden. Dem Täter durch mehrere Parallelen gegenübergestellt wird nämlich der ermittelnde Komissar. Dessen Kindeit war ähnlich grausam wie die des Täters - voller Demütigung und Gewalt. Trotzdem hat er sich dafür entschieden, Verbrechen zu bekämpfen und nicht sie zu begehen. Damit wird also durch diesen direkten Vergleich zweier etwas stereotyper Figuren betont, dass die Umstände, in denen man aufwächst, zwar prägend sind für die Lebensgestaltung, man aber aktiv dafür sorgen kann, das Beste daraus zu machen. Auch wenn es schwer ist.
Auch ein paar andere Themen, die auf das reale Leben übertragbar sind, laufen neben der Haupthandlung mit. Der Sensationsjournalismus bekommt zum Beispiel auch sein Fett weg.
Die Autorin schafft mit ihren Worten eine zauberhafte Atmosphäre. Am meisten mochte ich tatsächlich die Stellen mit Landschafts- oder Stimmungsbeschreibungen, die den Leser wirklich abholen. Für einen Thriller fehlte mir allerdings ein bisschen der "Thrill"-Effekt. Man ist sich von vorne bis hinten einfach zu sicher, wer was wann tut und was passieren wird. Gestört hat mich dann auch noch die Betonung der Intuition. Merle hat hellseherische Träume und der Komissar verlässt sich ganz auf seinen Instinkt. Das kann man mal machen, aber in diesem Buch war mir das definitiv zu viel Esoterik.
Alles in allem also ein ganz nettes Buch, das 3 Wölkchen von mir bekommt.


01.03.2013

Leserückblick Februar 2013

13:25 0 Comments
Der heißersehnte März hat begonnen und damit auch quasi meine Semesterferien, was nicht nur bedeutet, dass ich endlich wieder mehr Zeit zum Bloggen haben werden, sondern auch zum Lesen und Kochen und Freunde treffen und überhaupt! Hurra! :)
Überraschenderweise fällt die Statistik dieses Monats gar nicht so furchtbar aus, wie vermutet. Die Zahlen sind nichtmal am unteren Durchschnitt, sondern sogar ein bisschen besser als im Januar. Wer hätte das gedacht? :)


Gelesen
Justin Cronin - Der Übergang (*Rezi*)
Stefan Petermann - Ausschau halten nach Tigern
Henrik Ibsen - Hedda Gabler
Jill Smolinski - Die Wunschliste (*Rezi*)
Monika Feth - Der Erdbeerpflücker (*Rezi*)

In Seiten
2047

Durchschnittsbewertung
3,0 Wölkchen

Highlight des Monats
Traurigeweise hat mich kein einziges Buch vom Hocker gehauen in diesem Monat. Das gabs noch nie. Kann im März ja nur besser werden :D

Enttäuschung des Monats
Leider leider muss ich hier Der Übergang von Justin Cronin anführen. Obwohl 'enttäuscht' ein zu starkes Wort ist. Insgesamt hat es halt die schlechteste Bewertung bekommen und ich hatte mir mehr versprochen; trotzdem war es ein lesenswertes Buch und ich trauere der damit verbrachten Lebenszeit nicht hinterher ;)

In Bildern





Qualitativ also ein Monat, den ich als ganz nett bezeichnen würde. Quantitativ aber zufriedenstellend :) Jetzt freu ich mich total auf den März und die Bücher, die er bringen wird :D