30.09.2013

[Rezi] Marie-Sabine Roger - Das Labyrinth der Wörter

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: La tête en friche
Genre: Erzählung
Seitenzahl: 205



Teaser:
Wenn Intelligenz eine Sache des Willens wäre, dann wäre ich ein Genie, das kann ich wohl sagen. Denn angestrengt habe ich mich! Aber es ist, als wollte ich mit einem Suppenlöffel einen Graben ausheben. Alle anderen haben Schaufelbagger, nur ich stehe da wie ein Trottel.



Handlung
Durch die Vernachlässigung seitens seiner Mutter, dank eines rüden und unverständigen Lehrers und einer nicht vorhandenen Vaterfigur ist aus Germain Chasez ein zwar dennoch gutmütiger, aber doch eher grobschlächtiger und einfach ungebildeter Erwachsener geworden. Jetzt, mit 42 Jahren, lebt ihr in einem Wohnwagen im Garten seiner Mutter und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Lesen und Schreiben kann er kaum; seine Freizeit verbringt er entweder in der Kneipe bei ein paar Bierchen mit seinen Freunden, in seinem selbst angelegten Gemüsegarten oder im Park auf einer Bank. Dort sitzt er gerne und beobachtet die ortsansässigen Tauben. Germain hält nicht allzuviel von sich selbst - wie denn auch, wenn ihn sogar seine eigene Mutter als Idioten betrachtet.

Eines Tages lernt er Magueritte kennen. Die kleine Alte sitzt auf Germains Parkbank und beobachtet ihrerseits die Tauben. So kommen die beiden miteinander ins Gespräch und treffen sich von da an immer öfter im Park. Magueritte lebt in einem nahegelegenen Altenheim und hat keine Familie, dafür aber massenweise Bücher, aus denen sie Germain vorliest. Durch Magueritte beginnt Germain, die Welt und sich selbst mit anderen Augen zu sehen und kann zu dem Menschen werden, der er schon immer sein wollte.

Meine Meinung
Am liebsten würde ich mit Herzchen um mich werfen, so begeistert bin ich von diesem Buch! Es ist eine zwar kurze, aber deshalb nicht minder zauberhafte Geschichte von Überwindung der Einsamkeit, von Über-Sich-Selbst-Hinauswachsen und von Lebensfreude und Familie. Hach!

Germain, unser Protagonist, hatte keine leichte Kindheit. Als Endprodukt eines kleinen und vor allem einmaligen Liebesabenteuers seiner Mutter, wurde ihm von Anfang an vermittelt, dass er auf dieser Welt nicht willkommen ist. Mütterliche Liebe und Fürsorge hat er nie kennengelernt, denn seine Mutter war sehr streng und sehr grob. Solange er ihr nicht auf die Nerven fiel, hat sie ihm kaum Beachtung entgegengebracht. Das, und die Tatsache, dass sein Lehrer Germain als Mobbing-Opfer auserkoren hatte, führten dazu, dass er als Junge immer öfter die Schule schwänzte und irgendwann quasi gar nicht mehr hinging. Als erwachsener Mann empfindet er die Tatsache, dass er weder Lesen noch Schreiben kann und sich auch ansonsten kein Schulwissen aneignen konnte, als großen Mangel der eigenen Persönlichkeit. Er sieht sich selbst als dumm und plump an. Die meisten Menschen in seinem Umfeld teilen diese Meinung; Germains hühnenhafte Statur tut ihr übriges zu diesem Bild bei.
Dabei ist Germain von anfang an ein sehr zur Selbstreflektion neigender, sensibeler Mensch, dem es einfach in der Kindheit an der richtigen Förderung gefehlt hat, um diese Seiten auszubauen. Es hat mir richtig in der Seele weh getan, dass er eine so schlechte Meinung von sich selbst hat. Schließlich kann er trotz allem einige besondere Fähigkeiten vorweisen. Er hat nicht nur enormes handwerkliches Geschick - und das ohne Ausbildung! - sondern ist auch sehr fit in allem, was seinen Gemüsegarten angeht. Sachen also, die zwar nichts mit akademischer Bildung zu tun haben, aber mindestens genausoviel wert sind. Ich wüsste nicht, welche Tomatensorte auf welchem Boden besonders gut gedeiht. Damit kann man doch was anfangen,

Zum Glück tritt dann Magueritte in Germains Leben und tut genau das, was nötig ist, um ihm zu helfen: sie behandelt ihn mit dem Respekt, den eigentlich jeder Mensch verdient hat und nimmt ihn und seine Aussagen ernst. Damit zeigt sie ihm, dass er nicht der dumme Trampelt ist, für den er sich hält. Sie bringt ihm die Liebe zu den Büchern bei, indem sie ihm erst immer wieder vorliest, sodass er beschließt, selbst lesen zu lernen.
Magueritte hat keine Familie. Germain hat im Grunde auch keine Familie und so beschließen die beiden, sich gegenseitig Familie zu sein.

Die Geschichte ist so unglaublich rührend, aber durch den geraden Schreibstil ohne Sentimentalitäten und Pathos gleichzeitig alles andere als kitshcig. Schon vom ersten Satz an war ich gefangen genommen; es macht großen Spaß bei Germains Entwicklung zuzusehen und ihn beim Wachsen zu beobachten. Da die Story aus seiner Sich und in Ich-Perspektive geschrieben ist, hat man dierekten Einblick in Germains Gedankenwelt und merkt schnell, dass er auf eine Art weise ist, die er selbst gar nicht so wahrnimmt.
Kurz: Ich liebe dieses Buch. Lest es! 5 rosa Wölkchen!


29.09.2013

[Musik) Sonntagslieder #56

Manchmal darf man ja auch ein bisschen stolz sein. Wenn man zum Beispiel drei Jahre lang ackert und dann endlich sein Bachelor-Zeugnis in der Hand hält. Da ist dann doch wohl Party angesagt.

Woooohoooo


Und jetzt, wo die stetig schwelende Panik, vielleicht doch bei der Bachelor-Arbeit irgendwo eine Fußnote vergessen zu haben und deshalb gnadenlos durchzurasseln, ad acta gelegt ist und mein kurzer aber unglaublich anstrengender (und total lustiger) Hiwi-Job ebenfalls vorbei ist, kann ich mich vielleicht sogar wieder auf den Blog konzentrieren. Man weiß es nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Heute jedenfalls kommt - besser spät als nie - der obligatorische Lieder-Post. Nicht unbedingt mir Party-Songs. Aber mit Liedern, die mich die Woche über begleitet haben. Wie immer halt :)



David Guetta feat. Sia - Titanium
Schon ein bisschen älter, aber grade sehr präsent in meiner Playlist. Ich mags :)


Fall Out Boy - The Phoenix
Ein bisschen aggressiver für meine aktuellen Verhältnisse. Super zum Joggen übrigens ;)


Major Lazer - Bubble Butt
Jaaa, das Video ist ein bisschen strange. Und der Text eigentlich auch irgendwie. Aber der Beat ist gut? Vielleicht? :D

Ganz viel Spaß beim Hören! Einen wunderschönen Start in die neue Woche mit tollem Herbstwetter wünsche ich allerseits ♥

22.09.2013

[Musik] Sonntagslieder #55

Momentan finde ich einfach keine Ruhe. Also so allgemein. Und jetzt beginnt heute auch noch mein einwöchiger Ausflug in die Realität der Arbeitswelt, sodass dieser Zustand erst einmal anhält. Nicht, dass ich mich nicht darauf freue. Ich darf dabei helfen, ein wichtiges Event an meiner Uni zu organisieren und bin schon total gespannt auf die Vorträge, Diskussionen und Präsentationen. Sofern ich denn ein paar mitnehmen kann.
Jedenfalls muss ich gleich los zum Aufbau. Für euch, die ihr (wahrscheinlich) einen gemütlicheren Sonntag haben werdet, gibt es jetzt aber noch schnell meine Top-3-Lieder der Woche:


Family Of The Year - Hero
Wenn schon der Alltag stressig ist, braucht man wenigstens Musik, mit der man runterkommt.


One Republic - Counting Stars
Eigentlich mag ich diese Band gar nicht mal. Aber das Lied ist so ein unkompliziertes, entspanntes Gedudel, dass es zur Zeit wunderbar von meinem überfüllten Hirn aufgenommen werden kann :D


Ellie Goulding - Burn
Ein Lied, bei dem ich ganz viel nicht mitsingen kann, weil ich mit meiner Stimme im Leben nicht so hoch komme. Aber das macht nichts. Ich mag es trotzdem :)

Und jetzt muss ich los :D Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Hören und einen wunderschönen Rest-Sonntag! ♥

18.09.2013

[Gerede] Komplizierte Kommunikation

Wie ja jeder weiß, wird auch der engagierteste Blogger bisweilen vom RealLife so in Anspruch genommen, dass er keinen Nerv und keinen Kopf mehr dafür hat, dem liebsten Hobby - aka diversen gedanklichen Müll in Schriftform auf die Menschheit loslassen - die Zeit zu widmen, die es eigentlich benötigt.
Genauso ging es mir auch die vergangene Woche. Oder Wochen. Was ist heute eigentlich für ein Tag? Bin da im Moment nicht so up to date. Das passiert, wenn man so ohne jedes Zeitgefühl vor sich hin respiriert; man verliert den Bezug zur Realität. Jedenfalls habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass jüngst sogar die Sonntagslieder ausgefallen sind, obwohl das im Grunde die einzige Kategorie hier ist, die auch bei noch so großem Stress fortgeführt wird, weil vergleichsweise wenig Arbeit dahinter steckt.
Dieses schockierende Ereignis (schockierend weniger, weil mal ein Post fehlt, sondern weil meine eigentlich unumstößlichen Grundprinzipien einfach so über Bord geflogen sind) hat mich nun zu einer kleinen Selbstreflexion veranlasst. Ein Ergebnis selbiger ist, dass dieser spezielle Stress, unter dem ich zu stehen scheine, eigentlich nur sekundär etwas mit den Einflüssen der Außenwelt zu tun hat, sondern viel mehr von meinem latent psychopathischen Inneren hervorgerufen wird. Um es vereinfacht auszudrücken: ich bin eine elende Drama-Queen, interpretiere in alles zu viel und verfalle dann in eine panikartige Starre wie ein Reh im Licht und bin zu keinem fokussierten Gedanken mehr fähig.

Dagegen kann ich aber auch einfach wirklich nichts machen. Kriege ich eine SMS von einer guten Freundin und am Ende sind ist nur ein Herzchen, anstelle von den üblichen zwei, gehts schon los. Ist sie sauer, beleidigt, entsetzt? Worüber haben wir uns beim letzten Mal unterhalten? Hat sie in den falschen Hals bekommen, als ich ihr gesagt habe, dass sie in ihrer neuen Hose fett aussieht ? Als Freundin muss man sowas aber doch verkraften. Nachher fällt es ihr selbst auf und ich hab sie nicht gewarnt. Oder sie hat keine Zeit, um die fehlenden zwei Zeichen für das Herzchen zu tippen, Hoffentlich ist nichts passiert. Vielleicht hat sie wieder beim Autofahren SMS geschrieben und ist gegen einen Baum gekracht. Oder sie wollte mich darauf aufmerksam machen, dass ich im Moment zu wenig Zeit für sie habe und hat deshalb nur ein Herzchen geschickt. Vielleicht müssen wir mal wieder einen Tag was unternehmen. Ich frag sie am besten, ob sie morgen schon was vor hat.
...Entschluss gefasst, Hysterie besiegt, Lösung greifbar. Viel schlimmer wird das ganze, sobald es sich nicht um eine/n gute/n Freund/in handelt, sondern um irgendwelche Menschen, die man so von Volksfesten - und auch eigentlich nur besoffen - kennt. Wenn die anfangen, mir irgendwelche Nachrichten zu schreiben, ist Alarmstufe rot und jedes kleinste Satzzeichen (oder mit Vorliebe auch das Fehlen eines solchen) wird gründlichst analysiert und hauptsächlich negativ interpretiert. Zwei Fragezeichen am Satzende? Schreit der mich an? Wieso schreit der mich an? Hat der ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom? Und warum ist da überhaupt ein Leerzeichen zwischen Wort und Fragezeichen  ?? Das macht man als Zeichenökonom aber nicht. Außer es soll etwas bedeuten. Vielleicht ein noch lauteres Schreien? Wieso schreibt der mir überhaupt? Aha, er schickt mir ein Lied. Okay... Ist in dem Text vielleicht eine versteckte Nachricht enthalten, die er mir mitteilen möchte? You're gonna hear me roar ... Ist das eine Drohung? Boah, der geht mir auf die Nerven. Ignorieren. Einfach ignorieren.
Hier ist das Panik-Level relativ niedrig, aber das Stress-Barometer schlägt trotzdem aus. Soziale Kontakte machen mich wahnsinnig. Vor allem, wenn die Kommunikation nicht so abläuft, dass ich die unmittelbare Reaktion meines Gesprächspartners sehen und einschätzen kann.

Bei meinem akuten Problem handelt es sich allerdings im Gegensatz zu den obigen Beispielen eher um das Ausbleiben jeglicher Nachrichten. Was in einem gewissen Sinn noch viel schlimmer ist, als zu viele Nachrichten. Weil es ja wohl jeder hasst, in seinem Saft zu schmoren. Soll ich vielleicht wieder schreiben? Seh ich voll gar nicht ein. Aber es wär nett. Aber nachher bin ich zu sehr Stalker. Aaaaaaber... nichts schreiben ist auch irgendwie doof. Ich will jetzt eine Nachricht! Hab ich beim letzten Mal was dummes gesagt? Oder was gemeines/fieses/bösartiges und werde jetzt mit einer Kontaktsperre bestraft?

Oder doch zumindest so ähnlich. Es ist so anstrengend in meinem Kopf.
Nach dieser kleinen Zusammenfassung kommt noch ein kurzes Statement: ich bin nicht aus der Welt, auch wenn hier im Moment ein bisschen weniger gepostet wird und ich vielleicht mal eine oder zwei Wochen komplett von der Bildfläche verschwunden bin. Ich geb mir Mühe, meine Zurechnungsfähigkeit schnell wieder zurückzubekommen. Immerhin ein Post ist noch geplant für diese Woche und die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass ich den auch veröffentlichen kann ;) In diesem Sinne: lasst euch nicht verwirren. Wir lesen voneinander! ;) ♥♥


08.09.2013

[Musik] Sonntagslieder #54

Servus! :D
Langsam nerven mich meine ewigen Ferien ein bisschen, denn ich zerfließe vor Langeweile. Meine Freunde sind entweder alle am Arbeiten oder gurken (urlaubs- und/oder studienbedingt) im Ausland rum, sodass kein Mensch Zeit hat, mich zu beschäftigen. Wahrscheinlich hätte ich mir für diese Zeit doch ein Praktikum suchen sollen. Tja. Jetzt ist es zu spät und ich muss noch ein bisschen Zeit totschlagen, bis ich wieder mein mehr oder weniger geregeltes Studentenleben aufnehmen kann. Luxusprobleme sind auch Probleme!
Aber immerhin beschäftigt mich dieser Post schonmal eine Zeit lang. Weil ich diese Woche sehr viel queerbeet gehört habe, musste ich dafür schließlich erstmal meine komplette Playlist nocheinmal durchhören, um die Top-3 der Woche bestimmen zu können. Und hier sind sie:



Miley Cyrus - We Can't Stop
Eigentlich nervt mich die ehemalige Smiley-Miley ja mit ihrem neuen und total überzogenen Bitch-Image. Aber ich mag das Lied :D


Christina Perri - Jar Of Hearts
Bisschen depri, fällt mir grade auf. Braucht man aber auch manchmal.


3 Doors Down - Life Of My Own
So ein großartiges Lied *.*

Bueno. Ich stürtze mich jetz wieder in meine wohlverdiente Langeweile. Euch wünsche ich wie immer ganz viel Spaß beim Hören und einen aktiven Start in die neue Woche ;) ♥

06.09.2013

[Rezept] Windbeutel mit Zitronensahne

Endlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit, ein neues Rezept auszuprobieren und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
An heißen Sommertagen mag ich nichts lieber, als irgendeine Süßigkeit mit Zitronenaroma. Sei es Zitroneneis, Zitronencreme, oder wie in diesem Fall Zitronensahne. Die Säure gibt einen unbeschwerten Frischekick, der bei Hitze genau richtig kommt. Passend dazu gibt es heute dieses leckere Windebeutel-Rezept, das zwar fairerweise nicht so ganz perfekt für heiße Tage ist, weil der Backofen doch ziemlich involviert in die Geschichte ist. Aber wenn man früh aufsteht und die kühlen Morgenstunden nutzt, hat man am Nachmittag was richtig Leckeres zur Erfrischung.

Was ihr braucht
1/4 l Wasser
50 g Butter
1 Prise Salz
150g Mehl
4-5 Eier
1 unbehandelte Zitrone
400g Schlagsahne
2-3 EL Zucker
2 Päckchen Sahnefestiger

Außerdem
einen Kochtopf
einen Schneebesen
ein Handrührgerät
eine Zitronenpresse (optional - mit geht's halt leichter)
eine Küchenreibe
ein Messer
2 Rührschüsseln
Backblech
Backpapier

So wird's gemacht
Im Kochtopf die Butter bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen. Dann das Wasser und das Salz hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen und das Mehl hineingeben. Alles glattrühren und den Topf anschließend wieder auf den Herd stellen und bei geringer Hitze - ich mache immer die Herdplatte komplett aus und arbeite nur noch mit der Resthitze - solange rühren, bis sich am Topfboden eine weiße Schicht bildet und sich der Teigkloß leicht lösen lässt. Dann den Brandteig in eine Schüssel geben, leicht abkühlen lassen und solange nacheinander so viele Eier dazumischen, bis eine dickliche, geschmeidige Masse entstanden ist.
Danach das Backblech mit Backpapier auslegen und darauf Kreise von 7 oder 8 cm Durchmesser zeichnen (am besten mit einer Tasse als Schablone). Den Teig darauf verteilen und glattstreichen. Dann das ganze im vorgeheizten Backofen bei 200°C ungefähr 20 Minuten backen lassen. Die eine Hälfte der entstandenen Fladen sind die Böden und die andere Hälfte sind die Deckeln unserer Windebeutel.
Für die Füllung die Schlagsahne mit  Zucker und Sahnefestiger sehr steif schlagen. Die Zitrone heiß abwaschen, halbieren und die Schale der einen Hälfte ganz fein abraspeln. Dann beide Hälften auspressen und sowohl die abgeriebene Schale als auch den Zitronensaft in die Sahne geben und nochmals gut durchmixen.
Die Sahne entweder mit einem Spritzbeutel (für die Optik) oder einem Löffel auf die Böden geben und danach die Deckel obendrauf setzen.

Bei mir sah das ganze so aus




Unschwer zu erkennen ist, dass ich natürlich keinen Spritzbeutel genommen, sondern die Füllung einfach mit einem Esslöffel reingeklatscht habe. Aber es schmeckt auch so. Ganz ehrlich :D





Das ganze ist ein bisschen aufweniger als die Rezepte, die ich üblicherweise hier veröffentliche. Aber die Dinger sind sooo lecker, dass es sich trotzdem lohnt, sie zu machen :)



Ich habe bei diesen hier etwas weniger Zucker genommen als angegeben, sodass die fruchtige Säure der Zitrone richtig gut durchkam. Mir hat das extrem gut geschmeckt, aber damit stand ich ein bisschen alleine da, sodass ich in Zukunft doch die vollen 3 Esslöffel Zucker verarbeiten werde.

04.09.2013

[Rezi] Jackson Pearce - Drei Wünsche hast du frei

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: As You Wish
Genre: (Jugend-)Fantasy
Reihe: As-You-Wish-Serie, Teil 1
Seitenzahl: 284


Teaser:
Ich seufze wieder und deute mit dem Finger auf sie. Einmal klassischer Teenager-Mädchenwunsch bitte. Meine Herrin schließt die Finger um die Lampe auf ihrem Nachttisch, bereit, sie notfalls nach mir zu werfen.




Handlung
Seit der Trennung von ihrem Freund Lawrence fühlt sich die 16-jährige Viola komplett unsichtbar. Auch nach über sieben Monaten der Trennung hat sie immernoch das Gefühl, einen wichtigen Teil von sich selbst verloren zu haben und das führt unter anderem dazu, dass sie sich innerhalb der Schulgemeinschaft nicht mehr zugehörig fühlen kann. Ihr kommt es so vor, als wäre sie unsichtbar, seit sie nicht mehr "die Freundin von..." ist, sondern nur noch "Viola". Auch die Tatsache, dass Lawrence ihr weiterhin ein guter Kumpel ist, tröstet sie in keiner Weise.
Ihr sehnlicher Wunsch danach, wieder ein Teil von etwas zu sein und dazuzugehören beschört einen Dschinn zu ihr, der ihr drei Wünsche erfüllen soll. Doch das stellt sich als nicht so einfach heraus, denn im Grunde  weiß Viola  gar nicht, welcher konkrete Wunsch sie wirklich in ihrem Inneren glücklich machen würde.

Meine Meinung
Die Idee zu diesem Buch gefällt mir sehr gut. Ich habe bisher eher wenige Geschichten über Dschinns gelesen, aber es war mal eine nette Abwechslung zu den ganzen Vampir-Storys, auch wenn sich der Plot im Prinzip kaum von diesen unterscheidet.
Es ist die typische Ausgangssituation mit dem üblichen Personal: trauriges Teenie-Mädchen mit bestem Kumpel/bester Freundin, ein überirdisches Wesen zum Trösten und die ganze Highschool-Klassengesellschaft, bei der das traurige Teenie-Mädchen so gerne oben in der Hierachie wäre, aber einfach zu talentlos und/oder langweilig ist. Dank des übersinnlichen Wesens entdeckt es aber dann, was eigentlich in ihr steckt und so weiter und so fort.

Was sich nach einem billigen Rezept für schnulzige Fantasy anhört, kann natürlich auch trotz dieses Grundrezepts so originell aufbereitet werden, dass eine lesenswerte Geschichte dabei herauskommt. Immerhin zum Teil ist das der Autorin hier auch gelungen. Der Roman ist abgesehen von ein paar logischen Brüchen der Dschinn-Welt gut durchdacht und schneidet einige Themen an, die ich gerne in Büchern verarbeitet sehe, wenn nicht zu dick aufgetragen wird.

Allem voran ist da die Lawrence-Problematik, die ich mir sogar noch ein bisschen ausgebauter gewünscht hätte. Lawrence macht nämlich nicht aus einer Laune heraus mit Viola Schluss, sondern, weil er festgestellt hat, dass er homosexuell ist und sich nicht länger hinter einer Alibi-Freundin verstecken will. Das ist definitiv eine gute Botschaft, denn auch wenn sexuelle Orientierung egal in welche Richutng oberflächlich im öffentlichen Diskurs weitgehend akzeptiert ist, muss man momentan ja nur einen Blick nach Russland werfen, um zu wissen, wie tief verankert gerade Homophobie immernoch in den Köpfen einiger Menschen ist. Also Pluspunkt. Dieser Grund für die Trennung der beiden ist auch gleichzeitig der Grund dafür, dass Viola Lawrence immernoch als ihren besten Kumpel hat und sich nicht komplett von ihm abkapselt, wie es eigentlich eine normale Reaktion gewesen wäre. Auch wenn offiziell erst nach der Trennung Lawrences Outing stattgefunden hat, hatte Viola doch immer den Verdacht, dass er schwul sein könnte und war deshalb nicht sonderlich überrascht. Was ihrer Verletztheit aber keinen Abbruch getan hat.
Violas Charakter dagegen ist etwas klischeemäßig angelegt und sie bietet eine ganz gute Identifikationsfläche für so ziemlich jedes Mädchen, das schonmal Liebeskummer hatte. Trotzdem ist sie nicht unbedingt langweilig, sondern hat auch ein paar individuelle Züge.
Bei Dschinn bin ich ziemlich zwiegespalten. Es fängt sehr gut mit ihm an, denn er taucht auf und ist erst einmal die Personifikation der schlechten Laune. Weil er nämlich altert, solange er auf der Erde ist, hat er keine Lust, länger als nötig zu bleiben und versucht miesepetrig, Viola dazu zu bringen, ihre Wünsche auszusprechen. Doch weil sie sich weigert und ihn außerdem nicht wie einen Diener, sondern wie einen "normalen" Menschen behandelt, gewöhnt er sich nach ein paar Tagen daran, dass seine Haare wachsen und seine Zellen absterben und fängt sogar an, das Leben auf der Erde und vor allem die Zeit mit Viola zu genießen. Das ist auch in etwas der Punkt, wo aus dem schlagfertigen Motzkoffer ein kleines Weichei wird und mir leicht auf die Nerven zu gehen beginnt.

Die Love-Story, die sich zwischen den beiden unweigerlich entspinnen muss, ist aber dennoch ganz süß. Die Handlung wird abwechslend aus Violas und Dschinns Perspektive erzählt, sodass der Leser immer weiß, was jeweils in den beiden vorgeht. Hier fand ich die Kapitelgestaltung etwas lieblos - ich finde, der Schreibstil hätte je nach Ich-Erzähler wenigstens ein bisschen variieren können, indem sowohl Dschinn als auch Viola ein eigener Sprachstil zugeordent gewesen wäre. Auch ansonsten wurde doch einiges an Potential verschenkt. Obwohl das Buch nur 284 Seiten dünn ist, gibt es einige Längen in der Geschichte und es dauert einige Zeit, bis wir mal weg von Viola Selbstmitleid und hin zu einer aktiven Handlung kommen. Und selbst dann gibt es kaum überraschende Momente, die einen wirklich fesseln.

Insgesamt war das Buch besser, als ich vor dem Lesen erwartet habe. Wenn man Geschichten dieser Art kennt, befindet man sich hier in vertrautem Gewässer und bekommt nichts innovatives oder wirklich originelles geliefert. Vorhersehbar, aber trotzdem ganz schön zu lesen, wenn man leichte Lektüre für zwischendurch sucht.
Eine Anmerkung zur Überstezung muss ich noch machen, denn das ging mir auch gewaltig auf die Nerven: das Wort "ja" scheint im Vokabular des Übersetzers nämlich leider nicht vorzukommen, denn die Figuren sagen ausnahmslos "yeah" statt "ja". Das war mit der Zeit einfach ziemlich albern und ich hoffe inständig, dass es nicht der Versuch einer Pseudo-Jugendsprache war, sondern einer temporären Verwirrung von Übersetzer und Verlag geschuldet ist.
Von mir erhält das Buch noch knappe 3 Wölkchen, weil es meine - zugegebenermaßen sehr niedrige - Erwartung dann doch übertroffen hat und trotz der oberflächlichen Handlung mit ein paar netten Ideen daherkommt.



02.09.2013

Leserückblick August 2013

Mit großem Entsetzen wurde mir heute durch einen beiläufigen Blick auf den Kalender bewusst, dass der August ja schon wieder vorbei ist und sich damit auch der Sommer dem Ende zuneigt. Und das ist ganz ungerecht, weil ich das richtige Sommerwetter Bachelor-Arbeits-bedingt verpasst habe und in der Hinsicht Nachholbedarf habe. Deshalb liegen meine größten Hoffnungen auf dieser Woche, die laut den Wetterfröschen noch einmal richtig schön warm werden soll.
Mit dem Lesen war es ähnlich wie mit dem Sommer - ich hatte kaum Zeit dafür. Beziehungsweise Nerven. Aber trotzdem habe ich immerhin vier Bücher geschafft, was eigentlich noch im Rahmen meines normalen Monatsdurchschnitts ist - wenn auch eher unterer Durchschnitt.

Gelesen
Marc Deckert - Die Kommetenjäger (*Rezi*)
Haruki Murakami - Kafka am Strand (*Rezi*)
Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes (*Rezi*)
Sebastian Fitzek - Der Augenjäger (*Rezi*)

In Seiten
2033

Durchschnittsbewertung
4 Wölkchen

Highlight des Monats
Das fällt mir trotz der beschränkten Auswahl relativ schwer. Aber ich einige mich (mit mir selbst) auf Kafka am Strand von Haruki Murakami. Ein ganz besonderes Buch, das zwar nicht leicht zu lesen ist, aber jede Gehirnzellenarbeit wert ist ;)

Enttäuschung des Monats
Gab es diesen Monat keine :)

In Bildern

01.09.2013

[Musi] Sonntagslieder #53

Aloha ihr Freunde der gepflegten Unterhaltung! Seid ihr auch schon so gespannt auf das große Kanzler-Battle heute Abend wie ich? Nach aktuellen Wahlprognosen könnten wir uns den ganzen Schmarrn zwar sparen, weil sich der Bundestag so ziemlich genauso zusammensetzt wie er gerade ist, aber diese Prognosen sind natürlich nicht zuverlässig und entsprechen eher selten dem richtigen Wahlergebnis. Also, es bleibt spannend.
Um später fit zu sein für dieses aufregende Fernsehereigniss werde ich gleich erstmal ein laaaanges Bad nehmen. Mit dabei ist natürlich ein Buch (als geübte Wannen-Leserin wird selbiges auch ganz sicher trocken bleiben) und ein bisschen Musik. Und hier kommen drei Lieder aus meiner Playlist:



Pink - Just Give Me A Reason
Pink gehört momentan absolut auf meine Favoriten-Liste. Sozusagen habe ich grade eine pinke Phase (*hust* schlechte Wortwitz ;) )


Nirvana - In Bloom
Nirvana und ihre Songs sind zum Glück unsterblich.


Sunrise Avenue - Sweet Symphony
Ich steh ja so auf diese Stimme - vor allem live :D Und zu dem Lied passt sie ja sooooo gut :)


Et voilà. Hoffentlich habt ihr beim Hören genauso viel Spaß wie ich :) Einen wunderschönen Sonntag allerseits ♥