31.05.2014

Leserückblick Mai 2014

11:33 0 Comments
Ein ziemlich ereignisreicher und wunderbarer aber nichts desto trotz relativ stressiger Monat liegt hinter mir und hinter euch und es ist deshalb wieder einmal Zeit für ein paar Zahlen.
Weil der Monat aber allgemein sehr vollgestopft mit vielen Unternehmungen und tollen Menschen war, blieb das Bücherleben ein bisschen auf der Strecke. Aber ein bisschen konnte ich natürlich dennoch lesen.

Gelesen
Kristin Cahsore - Die Flammende (*Rezi*)
Sarah Dessen - Zu cool für dich (*Rezi*)
Eugen Ruge - Cabo de Gata (*Rezi*)

In Seiten
1160

Durchschnittsbewertung
3,2 Wölkchen

Highlight des Monats
Das ist diesen Monat wirklich ziemlich schwer zu bestimmen, weil alle drei Bücher eher zum guten Durchschnitt gehören und mich nicht wirklich vom Hocker gehauen haben. Guten Gewissens kann ich deshalb eigentlich kein Highlight bestimmen und lass es das ausnahmsweise auch bleiben.

Enttäuschung des Monats
Wie gesagt, waren alle drei Bücher weder besonders toll noch besonders schlimm zu lesen. Allerdings war ich ein bisschen von Zu cool für dich enttäuscht - aber wahrscheinlich nur, weil ich daran so hohe Erwartungen hatte. Leider fand ich die Story dann ein bisschen platt und die Charaktere zu klischeehaft konzipiert. Aber dennoch war es eine putzige Teenie-Geschichte zum schnellen Zwischendurch-Lesen :)

In Bildern


Alles in allem bin ich aber ganz zufrieden mit der Ausbeute in diesem Monat. Man kann ja nicht immer von Highlight zu Highlight hüpfen, wa? ;)
Was habt ihr im Mai gelesen?

28.05.2014

[Rezi] Eugen Ruge - Cabo de Gata

07:00 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Erzählung
Seitenzahl: 202


Teaser:
Es mögen zwei Wochen gewesen sein, nicht mehr, aber auch nicht viel weniger, dass ich an den Vormittagen erste Sätze schrieb, die ich an den Nachmittagen wieder herausriss, so lange jedenfalls, bis mein blaues, ringgebundenes Heft verbraucht war, denn ich weiß noch, dass ich gerade das grüne Heft angefangen hatte, als der Engländer kam.



Handlung
Auf der Suche nach Inspiration und Seelenfrieden verlässt ein Mann, dessen Namen wir als Leser nicht erfahren, seine Heimat und lässt sein gewohntes Leben hinter sich. Einfach so setzt er sich in einen Zug, der in den Süden fährt, ohne endgültiges Ziel. Zumindest ist sein Ziel nicht an einen Ort gebunden, sondern an ein Gefühl. Nach einigen Stationen landet er in Cabo de Gata, einem winzigen Fischerdort in Andalusien. Als einziger Gast in einer kleinen Pension passt er sich an den gemütlichen Alltagstrott der Dorfbewohner an und findet in der Einsamkeit nach und nach das, wonach er gesucht hat.

Meine Meinung
Selbstfindung scheint ein Thema zu sein, das Ruge sehr am Herzen liegt. Das zweite Buch, das ich von ihm gelesen habe und das zweite, in dem ein Mann spontan sein Zuhause hinter sich lässt, um in der Ferne sein Identitätskonzept neu zu entwerfen.

In diesem Büchlein verfolgt der Leser die Reise eines Schriftstellers zu sich selbst. Dieser Schriftsteller erzählt seine Geschichte selbst und rückblickend immer mit Verweisen zu seinem jetzigen Leben. Mittlerweile sehr erfolgreich, in Geld schwimmend und zufrieden mit seinem Leben schaut er zurück auf eine Phase, in der kein Verlag seine Bücher wollte, er jeden Pfennig zweimal umdrehen musste und nicht wusste, wie sein Leben verlaufen sollte. Seine Beziehung war kaputt und ihm fehlte Inspiration für sein Buch. Also machte er sich auf den Weg an einen Ort, an dem es ihm möglich war, zu schreiben. Wo das sein sollte, wusste er am Anfang selbst nicht genau, doch mit Cabo de Gata hat er ihn gefunden.

Die Erzählung ist sehr kurz und knapp und überzeugt weniger durch actiongeladene Handlung (wer sowas sucht, wird mit dieser Geschichte nicht glücklich werden) als durch sprachliche Präzision und außergewöhnliche Metaphorik. Die Melancholie, die Einsamkeit und die depressive Stimmung werden durch genauso deutlich transportiert wie die beständige Hoffnung auf einen Neuanfang.

Das Ende fand ich allerdings ein wenig befremdlich - die Erkenntnis, zu der der Protagonist gelangt, ist zwar in Ordnung und darauf hat die Geschichte ja auch nicht gerade subtil hingearbeitet, aber die Art und Weise, wie das geschieht - ich finde, die Sache mit der Katze wurde eindeutig überinterpretiert! - war doch etwas merkwürdig.
Dennoch ist am Ende der Geschichte klar, dass man nicht vor seiner Vergangenheit davonrennen kann, wenn man seine eigene Identität sucht. Ein sehr reduziertes Buch, das man locker zwischendurch lesen kann. Solide aber nicht außergewöhnlich. 3 Wölkchen von mir.


25.05.2014

[Musik] Sonntagslieder #90

16:37 0 Comments
Hier ist ja wirklich die Hölle los.
Findest ihr nicht?
Ach so. Hm. Naja, c'est la vie, wie der Franzose sagt.
A propos Franzose: momentan höre ich "Harry Potter et la chambre des secrets" als Hörbuch und habe wirklich enorm viel Spaß damit. Hauptsächlich, weil Zauberstab ohne Witz baguette magique heißt und die Figuren deshalb die ganze Zeit mit ihrem magischen Baguette rumwedeln. Sowas macht mir gute Laune! :D
Was auch gute Laune macht, sind folgende Lieder, die ich in diese Woche oft und viel gehört habe:



Imagine Dragons
Ich weiß, dieses Lied hatte ich schonmal hier (haha, wahrscheinlich wäre das sowieso keinem aufgefallen xD ), aber diese Woche hat es einfach so gut gepasst, dass ich es hier unbedingt wieder aufführen musste :)


Andreas Bourani - Auf uns
Das hat allein vom Text her schon absolut Potential, das Sommerlied des Jahres zu werden! :D


Jason Derulo - Wiggle
In zu hohen Dosen eindeutig anstrengend und nervig, aber trotzdem auf jeden Fall ein Ohrwurm! :D

Wie immer wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Hören und so gute Sommer-Laune wie ich sie habe! Einen wunderschönen restlichen Sonntag zusammen! ♥

18.05.2014

[Musik] Sonntagslieder #89

09:54 2 Comments
Ich bin fertig mit der Welt, meinen Nerven, dem Leben und vor allem bin ich eeendlich fertig mit meinem Referat! Ungelogen saß ich das komplette Wochenende an dem Ding - morgen muss ich es übrigens halten, also war das schon sehr kurz vor knapp - weil der letzte Klick, um die Zusammenhänge zu verstehen extrem lange auf sich hat warten lassen. Jetzt bin ich sehr gespannt auf morgen und beschäftige mich heute wahrscheinlich noch den halben Tag mit Schönheitskorrekturen.
Dieses Mal erzähle ich euch das aber nicht, um rumzujammern (okay, ein bisschen vielleicht schon ;D ), sondern, weil es die folgende Musikauswahl erklärt. Das Referat handelt nämlich üüber *trommelwirbel* Punk! Jawohl, Punk. Die schrille, kratzige Musik von den Leuten mit Sicherheitsnadeln in der Wange. Macht euch auf was gefasst ;)



Sex Pistols - Anarchy In The UK
Das erste Lied vom "Original"-Punk, das ich für das Referat gehört habe. Naja, allgemein bin ich ja empfänglich für schreddernde Gitarren; deshalb ist es auch mein erstes Musikbeispiel in der Präsentation :)


The Clash - White Riot
Kein Lied für meine Präsi, aber ein Lied für meine Playlist. Auch, wenn man Text nur so semi-gut versteht, spiegelt er ziemlich genau wieder, wofür Punk in den 70ern stand.


X-Ray Spex - Bondadge Up Yours
Weil kleine Mädchen nur gesehen und nicht gehört werden sollen ... ;)

Wahrscheinlich hätte ich damals in den 70ern und 80ern ein bisschen mit dem Punk sympathisiert. Auch wenn die Einstellung im Gesamten für mich etwas zu negativ und destruktiv ist, mag ich doch einzelne Gedanken und Lieder. Eine ziemlich interessante Bewegung war es auf jeden Fall - bei diesem Thema macht ein Referat gleich mehr Spaß :D
Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und einen wundervoll punkigen Sonntag! ♥

16.05.2014

[Rezi] Sarah Dessen - Zu cool für dich

09:47 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2002
Originaltitel: This Lullaby
Genre: Jugendroman
Seitenzahl: 447

Teaser:
Manchmal hat man im Leben ja die Chance, aufzuhören, bevor alles richtig angefangen hat. Häufig klappt das sogar noch, wenn man schon mittendrin steckt. Aber manchmal - und das ist das Ende - weiß man genau, dass eigentlich noch Zeit genug ist, um sich in Sicherheit zu bringen, und trotzdem kann man sich nicht auch nur einen Millimeter bewegen.



Handlung
Als kaltherziges Biest ist Remy stadtbekannt. Ihre ständig wechselnden Liebschaften und ihre routinierte Art, ihre Freunde abzuservieren, sorgen für reichlich Tratsch. Um diesen kümmerts sich die 17-jährige allerdings nicht, denn sie hat genug damit zu tun, sich um ihre sprunghafte Mutter und ihre drei besten Freundinnen zu kümmern. Nicht zu vergessen um den aktuellen Dating-Kandidaten. Außerdem wird sie nach diesem letzten Sommer in der Heimat ans andere Ende der USA ziehen und dort in Stanford zum College gehen und möchte ihr Leben klar strukturiert und geordnet zurücklassen. Ohne unnötige Bindungen. Ihre Mutter sieht sie bei Don - deren fünftem Ehemann gut versorgt und auch ihr Bruder wird schon ohne sie zurecht kommen. Chloe, Jess und Lissa werden wie sie selbst aus dem elterlichen Nest ausziehen und verschiedene Wege gehen, sodass Remy im Grunde völlig frei ist.
Als Dexter dann zufällig in ihr Leben schneit und sie ihn nicht mehr los wird, beschließt sie, dass eine letzte kurze Sommeraffäre auf dem Programm steht. Ihr Plan: die kurze Zeit genießen und bevor sich wirklich Gefühle entwickeln können ist sie sowieso auf dem Weg nach Stanford. Und Dexter ist quasi auch nur auf der Durchreise, denn er und seine Band touren durchs Land auf der Suche nach einer Plattenfirma, die sie unter Vertrag nimmt. Es scheint also die perfekte Beziehung mit dem perfekten Ablaufdatum zu sein.

Meine Meinung
Es handelt sich bei diesem Buch um eine relativ typische Mädchen-Entwicklungsgeschichte mit einer großen Portion Kitsch. Dass die Geschichte ziemlich vorhersehbar ist, wird also wahrscheinlich niemanden überraschen. Dennoch kann man ihr einiges abgewinnen.

 Die Protagonistin Remy tritt als Ich-Erzählerin auf, sodass der Leser einen absoluten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Deshalb war ich nach den ersten Kapiteln auch sehr verwirrt, als sie sich plötzlich selbst als kaltes Biest bezeichnet hat. Denn zu Anfang bekommt man davon wirklich gar nichts mit. Neurotisch, ja. Ein Kontrollfreak ist sie auf jeden Fall auch. Ein Organisationstalent und der souveräne Part im Leben ihrer Mutter. Vielleicht ein bisschen zynisch. Aber gefühlskalt? Schließlich managet sie fast komplett alleine die Hochzeit ihrer Mutter, der für die Planung und Durchführung eines solch riesigen Events der Überblick fehlt. Allgemein sorgt Remy sich sehr um die Menschen, die sie liebt. Auch ihrer Mädels-Clique gegenüber verhält sie sich alles andere als kaltherzig und wirkt im allgemeinen nicht pessimistisch der Welt gegenüber eingestellt.

Im weiteren Verlauf wird dann allerdings klar, dass sie tatsächlich ein kleiner Eisklotz sein kann - aber nur bei einem Thema: Liebe und Beziehungen. Seit sie klein war, hat sie die Ehen ihrer Mutter scheitern sehen und glaubt aus diesem Grund nicht daran, dass Beziehungen für die Ewigkeit geschaffen sind. Zwar sucht sie sich ihre Freunde nach einem ganz bestimmten Muster aus - groß, sportlich, hübsch, im Idealfall mit reichen Eltern - die ihrer Meinung nach die Chance, eine akzeptabele und mehr oder weniger beständige Beziehung zu führen, erhöht. Dass das eventuell die falschen Kriterien sind, kommt Remy dabei nicht eine Sekunde lang in den Sinn. Bis Dexter auftaucht und so gar nicht in ihr Schema passt. Er ist nicht nur schlaksig, unglaublich chaotisch und tollpatschig; er ist außerdem noch Musiker. Genau die Kategorie Männer, die Remy unter allen Umständen meidet wie die Pest. Doch er platziert sich einfach mitten in Remys Leben und lässt sich auch nicht mehr abwimmeln. Und es fällt Remy zunehmend schwerer, an ihrem Ursprungsplan einer Beziehung mit Ablaufdatum festzuhalten.

Die Metaphorik ist ja schon relativ eindeutig: Remy kühles Herz wird von Dexter zum schmelzen gebracht. Genauso kitschig, wie sich dieser Satz gerade anhört, wird die Geschichte im letzten Drittel, in dem es um nichts anderes als Gefühlsverirrungen geht. Schöne Momente gibt es zwar dort immernoch - zum Beispiel, wenn die verschiedenen Figuren ihre Perspektive auf die Liebe erläutern und dankenswerterweise dabei kaum ins Schmalzige abrutschen.
Ansonsten ist der Schreibstil sehr jugendlich - schnell zu lesen, umgangssprachlich und unkompliziert. Passend zu Remy eben, die auch gern alles in klarer Ordnung und einfacher Struktur hat. Die Figuren entsprechen eigentlich alle irgendeinem Rollenklischee und sind sehr stereotyp aufgebaut. Remys Mutter arbeitet als Schriftstellerin und ist ihrem kreativen Beruf gemäß infantil und exzentrisch. Don ist der typisch möchtegern-autoritäre Ehemann und Dexters Band ist ein chaotischer Jungshaufen, die von der Hand in den Mund leben und das College geschmissen haben, um irgendwann ihren Traum von der Musikkarriere erfüllen zu können. Dennoch sind sie alle irgendwie liebenswert - die kleinen Dialoge vor allem innerhalb der Band aber auch zwischen Remy und Dexter geben der Story eine Spritzigkeit und einen Witz, der sie kurzweilig zu lesen macht.

Auch wenn die Kennenlernumstände zwischen Remy und Dexte unglaublich konstruiert sind und die Story insgesamt sehr bekannten Wegen und Mustern folgt, kann ich das Buch doch als leichte Sommerlektüre empfehlen. Bei mir persönlich fühlt sich immerhin mein kleines Mädchenherz (das ich wahrscheinlich nie ganz ablegen werde) angesprochen, auch wenn der Geist nur den Kopf schütteln kann. Unter Einbeziehung der beiden - also Mädchenherz und Geist - komme ich zu einer Gesamtwölkchenzahl von 3. Knappe 3 zwar, aber immerhin.

14.05.2014

[Schatzkiste] Interessant wirds doch erst im Wechsel zwischen Trivialem und Anspruchsvollem

09:40 7 Comments
Auch wenn der Wonnemonat Mai bisher eher Aprilwetter parat hatte (aber ich will mich nicht beschweren, denn dafür waren März und April einfach grandios!) gibt es natürlich die ein oder andere Möglichkeit, um die Sonne wenigstens im Herzen zu tragen. Was hat mich in letzter Zeit also glücklich gemacht oder in irgendeiner Art und Weise positiv beschäftigt? Einiges davon stelle ich euch heute vor und springe dabei von klein und gewöhnlich zu großartig und wichtig. Und dann wieder zurück. Weil Kleinigkeiten genauso schätzenswert sein können, wie große Prozesse und weil man schließlich ein vielschichtiges Wesen mit breit gefächertem Interessenssprektum ist. Oder wie? ;)

Serie des Tages
Endlich habe ich mich den vehementen Empfehlungen ergeben und mir die erste Staffeln von Sherlock angeschaut. Und ich weiß auch schon gleich wieder, warum ich mich immer so lange sträube. Denn wenn ich Gefallen an einer Serie gefunden habe, würde ich am liebsten alle Folgen auf einmal anschauen. Bisher bin ich aber noch nicht dazu gekommen, dass das einzige Manko an der Serie ist die furchtbare Länge der Folgen. So lange schaffe ich es Abends einfach nicht, wachzubleiben. Aber ansonsten ist sie einfach genial. Ein großartiger Witz und interessante, verzwickte Fälle; jede Folge bisher war von so viel Sarkasmus durchzogen, dass ich sie einfach lieben musste. Kommt im Trailer hier nicht sooo gut rüber. Deshalb meine Empfehlung: ansehen!



Event des Tages
Wie unschwer an den Plakaten, die sämtliche Laternenmasten der Innenstädte und Dörfer zieren, zu erkennen ist, finden in diesem Monat mal wieder Wahlen statt. Was wird gewählt? Ich hoffe ernstlich, dass jeder meiner Leser über 18 diese Frage sofort beantworten kann - und ihr unter 18 hoffentlich aus! ;) Europawahlen stehen am 25. Mai überall an und je nach Bundesland kommen noch Kommunalwahlen dazu. Warum vor allem die Europawahlen erwähnenswert sind? Weil sie mich zum Nachdenken gebracht haben. Ergebnis dieses Denkprozesses war: Es ist nicht selbstverständlich, so viele eigenständige Länder ohne militärischen Einsatz unter einen Hut zu kriegen. Und trotz aller Missstände ist die EU das größte und erfolgreichste Friedensprojekt der Welt - das meiner Meinung nach den Friedensnobelpreis absolut verdient hat. Dass wir immerhin ein bisschen daran teilhaben dürfen, ist wunderbar und sollte einfach genutzt werden. Also, auf in die Wahlkabine!


Accesoire des Tages
Seit Ewigkeiten habe ich es mir gewünscht und jetzt endlich erfüllt: eine neue Brille ist bei mir eingezogen. Weil meine armen Äuglein im Moment von den Kontaktlinsen ein bisschen überstrapaziert sind und ich deshalb schonenderweise wieder häufiger meine Brille trage. Und da musste, ganz ohne Frage, mal ein modisches Modell her. Und taddaaaa, hier ist sie. Ich bin entzückt!


Trailer des Tages
Auch wenn ihr ihn schon 100 Mal gesehen habt - wenn ihr so tickt wie ich, dann schaut ihr euch den Trailer zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" noch zum 101. Mal an. Und reagiert immer gleich. Ernsthaft, ich kann da gewisse Zuckungen und Geräusche einfach nicht unterdrücken. Wer von euch schluchzt am Ende noch mit Hazel zusammen ihr letztes "okay"? Na? Wer? ;)



Sport des Tages
Ein bisschen obsessiv in letzter Zeit handhabe ich es mit meiner sportlichen Betätigung. Weniger als dreimal in der Woche zum Training und ich kriege Zustände. Öfter ist mir aber lieber. Taekwon-Do gehört mittlerweile fest zu meinem Leben - was ich mir vor zwei Jahren, als ich damit angefangen habe, die erwartet hätte. Kampfsport? Ich? Wo ich doch mein Leben lang eigentlich immer nur getanzt habe? Es stimmt zwar schon, dass ich diese tänzerischen Bewegungsabläufe nie ganz abstellen kann. Aber das ist ja nicht unbedingt schlecht. Und diese Grafik verdeutlicht ziemlich genau, was Taekwon-Do alles für mich tut.


Spruch des Tages
Auf einer Postkarte gelesen und für immer abgespeichert. Weil absolut zutreffend:
Schokolade löst keine Probleme. 
Aber das tut ein Apfel ja auch nicht!


Vorfreude des Tages
Whoop, whoop! In den nächsten Wochen bekomme ich ganze zweimal Besuch und ich freue mich schon riesig darauf.
Erst gönnen sich meine liebe Mama und ihre beste Freundin einen Mädelsurlaub im Norden und kommen im Zuge dessen auch zwei Tage bei mir vorbei. Und daaaann erwarte ich zwei meiner liebsten Freundinnen aus der Heimat für ein langes Wochenende hier bei mir. Und wir haben etwas ganz ganz super-hammer-oberkrass-geniales vor: wir werden nämlich nach Hamburg fahren und uns dort Das Phantom der Oper anschauen! Das wird ja so grandios! :D


Worauf freut ihr euch im Moment wie wahnsinnig? Kennt ihr Sherlock schon (bestimmt - ich bin bei sowas immer eine der letzten, die auf den Trichter kommen xD )? Und was haltet ihr von den Wahlen - hingehen oder sein lassen?

11.05.2014

[Musik] Sonntagslieder #88

09:36 2 Comments
Manchmal bin ich unkreativ und planlos. Dann weiß ich nicht, was ich sagen soll und kann auch keine schöne Einleitung zu dem Lieblingslieder-Post schreiben.
In so einem Fall frage ich mich oft, was Leute tun, wenn sie in einem kreativen Beruf arbeiten und permanent abliefern müssen. Sind die professionell genug, um einfach nie in ein unproduktives Loch zu fallen? Oder haben sie eine Schublade mit Notfall-Lösungen, die vielleicht nicht besonders elegant sind, aber dennoch ihren Zweck erfüllen? Vielleicht machen sie auch einfach einen Spaziergang und es flutscht wieder.
Wahrscheinlich muss jeder anders mit einer Denkblockade umgehen; ich persönlich lasse dann meistens einfach alles ein bis zwei Tage liegen und lenke mich mit anderen Dingen ab. Manchmal funktioniert das. Oft reicht es aber auch schon, wenn ich meine wirren Gedanken einmal runterschreibe. Dann habe ich zwar keine literarischen Höchstleistungen vollbracht, aber immerhin einen akzeptabelen Text produziert. Mehr oder weniger. Klappt bei Hausarbeiten und klappt auch hier. Hoffe ich. Musik ist da tatsächlich eher kontraproduktiv bei mir; das lenkt mich zu sehr ab. Aber da der Text ja jetzt steht, können wir uns der Musik zuwenden:



Fall Out Boy - Disloyal Order Of Water Buffalos
Ernsthaft - auch wenn das Lied schlecht wäre, würde ich es allein wegen dem Titel lieben. Glücklicherweise ist ziemlich super :D


One Republic - What You Wanted
Wer nicht spätestens nach acht Sekunden weiß, wozu dieses Lied gehört, muss dringend (!) seine cineastischen Kenntnisse erweitern. Ich freue mich ja soooo auf diesen Film!


Bullet For My Valentine - Hearts Burst Into Fire
Ich bin mich nicht sicher, ob ihr das Lied so einfach aufrufen könnt; der GEMA sei dank habe ich mir angewöhnt, auf Youtube nur noch über GEMA-umschiffende Proxys zu surfen. Aber ich konnte euch von dem Lied keine Live-Version antun - die zerstören das irgendwie immer ;D

Was ist euer Heilmittel gegen Schreibblockaden? 
Einen kreativen Sonntag wünsche ich euch und viel Spaß beim Hören! ♥ ...und denkt dran, eurer Mama einen dicken Kuss zu geben! ;)

08.05.2014

[Rezi] Kristin Cashore - Die Flammende. Sieben Königreiche Trilogie, Teil II

13:51 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2009
Originaltitel: Fire
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Sieben Königreiche Trilogie, Teil II
Seitenzahl: 507


Teaser:
Ein Krieg kündigte sich an. Und die Berge und Wälder wimmelten von Spionen und Dieben und anderen gesetzlosen Männern. Fremde waren immer ein Grund zur Sorge.




Handlung
Von ihrer flammend roten Haare, die die verschiedensten Rot-Töne aufweisen, erhielt sie ihren Namen - Fire. Halb Mensch, halb Monster - eine Art übersinnliches Wesen, das auf Menschen zumeist anziehend wirkt und immer in irgendeiner Weise die Gedanken anderer Lebenwesen lesen und beeinflussen kann - wächst sie gut beschützt von ihrem Freund Archer und dessen Vater in den Dells auf. Gut behütet muss sie auch sein, denn ihre fast magische Anziehungskraft, die sie auf Menschen und vor allem auf Männer ausübt, bringt mehr Vorteile als Nachteile mit sich. Und auch ihre Fähigkeit, das Bewusstsein von Menschen zu lesen und zu steuern führt gerade in der brisanten Zeit eines herannahenden Krieges mit sich, dass sie von verschiedenen Parteien "besessen" werden möchte, um den Krieg zu gewinnen.
In den Dells gibt es v´die verschiedensten Arten von Monstern, vor allem Tiere, die sich durch schillernde Farben von normalen Tieren abheben. Menschliche Monster sind sehr selten und sehr gefährlich - wie am Beispiel von Fires Vater deutlich geworden ist, der vor seinem Tod das Königreich mehr oder weniger beherrscht hat. Aus diesem Grund versucht Fire, ihre Monster-Fähigkeiten zu unterdrücken und nur zur Selbstverteidigung einzusetzen. Auch ihre Haare - das auffälligste Kennzeichen ihrer Andersartigkeit - trägt sie immer bedeckt. Dennoch kann sie ihre Wesen nicht verschleiern und gerät deshalb immer wieder in Gefahrensituationen.
Als ein gefangengenommener Bogenschütze mit merkwürdig leerem Bewusstsein trotz Sicherheitsverwahrung ermordet wird und diverses mysteriöse Vorgänge im Königreich vor sich gehen, erscheint ein Trupp von königlichen Soldaten, um Fire zum König zu geleiten, damit sie hilft, dieses Sache aufzuklären.

Meine Meinung
Obwohl dieses Buch der zweite Teil der Trilogie ist, spielt die Geschichte zu einem früheren Zeitpunkt als "Die Beschenkte". König Leck ist hier noch ein Kind und ich fand es sehr interessant, ein bisschen mehr über seine Herkunft und seine Motivation zu erfahren. Auch wenn das Hauptaugenmerk natürlich auf Fire liegt.

Das Land, in dem die Geschichte spielt, liegt genau neben den Sieben Königreichen. Es gibt aber keinen Kontakt zwischen den Dells und den Sieben Königreichen, sodass auf der einen Seite nichts von Monstern und auf der anderen Seite nichts von den Beschenkten bekannt ist.
Ich wusste zwar, dass die beiden Geschichten inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, aber dass es sich hier um ein ganz neues Konzept handelt, war mir vorher nicht klar. Ein bisschen schade fand ich diese Monster-Sache aus zwei Gründen: die Beschenkten finde ich persönlich interessanter, weil es so viele Ausprägungen davon gibt. Außerdem ist der Begriff "Monster" meiner Meinung nach super unglücklich gewählt, weil er schlicht stark negativ besetzt ist. Natürlich stellen diese Wesen für die Menschen eine große Gefahr dar und sie begegnen ihnen mit starker Abneigung und Misstrauen. Aber gleichzeitig fühlen sie sich unsagbar angezogen von diesen schillernden Wesen. Natürlich macht gerade das die Gefahr aus, aber dennoch assoziiere ich mit Monstern etwas anderes als paradisvogelbunte Kätzchen oder Mädchen mit knallroten Haaren. Wenn ein Wesen keine Reißzähne und lange Krallen hat, ist die Bezeichnung Monster für mich nicht gerechtfertigt ;)
Ansonsten befinden wir uns allerdings in ähnlichen Sphären wie im ersten Teil. Wie Katsa hat auch Fire einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Leute in ihrem Umfeld. Allerdings gibt es Möglichkeiten, sich Fires Macht zu widersetzten, indem man sein Bewusstsein dazu trainiert, sich zu verschließen und keine Gefühle oder Gedanken zu ihr gelangen lässt. Dann kann nämlich Fire selbst auch kaum einen neuen Gedanken in das geschlossene Bewusstsein pflanzen. Brigan, der Oberbefehlshaber der Armee und der Bruder des Königs hat diese Abwehrtechnik zu Fires großer Frustration geradezu perfektioniert.

Die Geschichte ist aber auf jeden Fall ganz spannend; ein bisschen verworren zu Anfang, aber nicht so sehr, als dass man nicht ziemlich früh schon ungefähr weiß, wie es ausgeht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
Ein großes Problem hatte ich mit Fire aber fast das gesamte Buch durch. Sie ging mir mit ihrem selbstgewählten Weg des Martyriums auf den Keks. Natürlich hat sie als Monster eine gewisse Wirkung auf die Menschen, gerade wenn sie unvorbereitet auf sie treffen. Vor allem Männer sind sofort von ihr angezogen und das bringt dann oft die negativsten Seiten mancher Männer an die Oberfläche, die Fire sofort vergewaltigen würden, könnte sie nicht ihre Gedanken manipulieren. Aber da ist dann auch schon der Knackpunkt. Obwohl Fire gar nichts weiter tut, als einfach da zu sein, gibt sie sich selbst die Schuld daran, dass Männer so auf sie reagieren. Ähm .Da ist doch irgendwas nicht ganz richtig. Denn offensichtlich kann man ihr ja widerstehen, wenn man will. Siehe Brigan. Oder Garan. Und es liegt ja wohl nicht in Fires Verantwortung, wenn manche Leute ihre Hormone nicht unter Kontrolle haben. Oder halt ihre Gedanken, die dann zu Taten werden. Dass sie sich deshalb die ganze Zeit selbst verurteilt und in Frage stellt, ist richtig schlimm für mich gewesen. Also richtig schlimm.

Ansonsten entwickelt sich die Geschichte anfangs eher schleppend und gegen Ende dann ein bisschen zu flott, sodass nicht alle offenen Fragen geklärt werden konnten. Allerdings ist sie dennoch solide aufgebaut und unterhaltend geschrieben, sodass ich dem Buch gute 3 Wölkchen verleihe.


04.05.2014

[Musik] Sonntagslieder #87

11:22 4 Comments
Bonjour les amis!
Gerade vom ersten Sonnenbrand des Jahres erholt und wieder bereit für ein neuerliches Sonnenbad musste ich feststellen, dass heute kein für dieses Vorhaben angemessenes Wetter herrscht. Deshalb werde ich die nächsten Tage mit gebräuntem Gesicht und kalkweißem Rest herumlaufen müssen - denn es war eigentlich gar nicht so warm, weshalb auch nur meine Nase Sonne und somit Sonnenbrand abbekommen hat.
Aber was tut man an trüben, regnerischen Tagen? Musik hören! Unter anderem folgende:


 
John Legend - All Of Me
Spätestens seit "The Voice Kids" von letzter Woche hat das Lied wieder einige Fans mehr :) Ganz hippster-mäßig kann ich sagen, dass ich es schon vorher kannte :D Und immer wieder gerne höre ♥


Die Ärzte - Rebell
Vor runden 10 Jahren war das sozusagen meine Hymne. Lange nicht mehr gehört, aber diese Woche in meiner Playlist wiederbelebt :)


Oasis - Whatever
Wo wir schonmal bei ollen Kamellen sind, dürfen Oasis natürlich nicht fehlen :

Der Plan für heute: lesen. Im Bett. Den ganzen Tag. Oder zumindest noch 'ne halbe Stunde oder so :) Ich wünsche einen schönen Sonntag allerseits! ♥

01.05.2014

Leserückblick April 2014

18:48 0 Comments
Frisch von dem alljährlichen Mai-Ausflug zum (windigen aber erstaunlich warmen) Strand zurückgekehrt, bin ich nun bereit, euch meine monatliche Statistik zu präsentieren, bevor ich mich wieder an den Schreibtisch setze und Uni-Arbeiten mache (Himmel, klingt das nach Streber).
Damit wären wir aber auch gleich beim Thema: weil natürlich in diesem Monat die Uni wieder angefangen hat und ich dadurch ziemlich beschäftigt bin, habe ich ziemlich genau bloß halb so viel gelesen wie im März. Das ist natürlich ein bisschen traurig, aber man kann nicht alles haben :)

Gelesen
Jane Austen - Emma (*Rezi*)
David Gilbert - Was aus uns wird (*Rezi*)
Eric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (*Rezi*)
Jodi Picoult - Beim Leben meiner Schwester (*Rezi*)

In Seiten
1657

Durchschnittsbewertung
3,9

Highlight des Monats
Allgemein war der April eher ein Monat mit guten Durchschnittsbüchern, aber etwas richtig herrausragendes war leider nicht dabei. Deshalb entscheide ich mich beim Highlight für den Re-Read von Schmitt: Monsieur Ibrahim et les fleur du Coran, weil die Geschichte einfach zuckersüß ist und man trotz des sehr dünnen Büchleins viel mitnehmen kann.

Enttäuschung des Monats
Ganz klar Beim Leben meiner Schwester. Kein Kommentar dazu, sonst reg ich mich nur wieder auf.

In Bildern


Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Monat. Neben den Büchern und der Uni konnte ich viel mit meinen Freunden aus der Schulzeit unternehmen, was bei dem schönen Wetter gleich doppelt so toll war. Und natürlich, weil ich die immer nur sehr selten sehe :D Für den Mai habe ich mir auch schon ein paar Bücher bereitgestellt, auf die ich mich unglaublich freue. Also wird es quantitativ wahrscheinlich so reduziert bleiben - dafür hoffe ich aber auf gestiegene Qualität :D