27.07.2014

[Musik] Sonntagslieder #99

Guten Tag ihr Freunde der Sonne!
Endlich wieder im Süden angekommen, genieße ich ein bisschen den Service des Hotel Mama und gurke ansonsten in der Gegend herum, bevor morgen dann der Ernst des Lebens wieder nach mir schreit.
Und damit die Entspannung nicht zu lange unterbrochen ist, gibt es hier ganz flott meine Sommerlieder der letzte Woche. Zumindest drei davon. Viel Spaß! :)



Cro - Kein Benz
Sommerzeit ist Cro-Zeit. Der Sound passt dann meistens perfekt zu meiner Stimmung und macht auf selbstironische Art gute Laune :D


Jason Derulo - Trumpets
Genauso wie Jason Derulo auch immer locker-leichte Lieder trällert :)


Die Ärzte - Breit
Und die Ärzte gehen ja sowieso bekanntermaßen immer.

Soweit dazu. Ich mache mich jetzt auf den Weg ins Freibad - dem einzigen Ort, an dem ich bei diesem Wetter sein möchte. Euch ebenfalls einen wunderbaren Sommertag und einen kühlen Start in die neue Woche! ♥

23.07.2014

[Rezi] Taiye Selasi - Diese Dinge geschehen nicht einfach so

Erscheinungsjahr: 2013
Originaltitel: Ghana must go
Genre: (Entwicklungs-) Roman
Seitenzahl: 397


Teaser:
Dieses zerrissene Schweigen zwischen Auslöser und Handlung, wenn sich das Denken nur auf das konzentriert, was der Augenblick fordert, und die ganze Welt sich verlangsamt, als wollte sie sehen, was passiert. Wenn der eine handelt und der andere nicht.




Handlung
Eine zersplitterte Familie, die nicht nur geografisch jede Nähe zueinander verloren hat. Die Eltern stammen ursprünglich aus verschiedenen Teilen Afrikas - Fola, die Mutter, aus Nigeria und Kweku, der Vater, aus Ghana - und sind nach Amerika gezogen, um sich dort ein besseres Leben aufzubauen, als es in ihrer Heimat möglich gewesen wäre. Kweku ist ein unglaublich talentierter Chirurg und auch Fola hätte Karriere machen können, doch hat diese zu Gunsten der Kinder hinten angestellt. 4 Kinder haben die beiden bekommen. Olu, der vom Äußeren nach seiner Mutter und vom Inneren nach seinem Vater kommt und dem ebenfalls eine große Karriere als Chirurg bevorsteht, ist der Älteste. Nach ihm kamen die Zwillinge, ein Mädchen - Taiwo- und ein Junge - Kehinde - und komplettiert wird die Familie dann durch die nervenaufreibende und knappe Geburt des Nesthäkchens Sadie.

Jetzt sind die Kinder erwachsen, die Eltern getrennt und in alle Richtungen verstreut. Boston, London, Ghana, überall auf der Welt findet sich ein Mitglied der Sai-Familie, die sich selbst gar nicht mehr als Familie sieht. Doch dann stirbt Kweku durch einen Herzinfarkt in seinem Haus in Ghana und die übrig gebliebenen treffen wieder aufeinander. Und müssen sich damit auseinandersetzten, warum alles so gekommen ist. Was für jeden der Beteiligten ein schmerzhafter Prozess ist.

Meine Meinung
Am Anfang habe ich wirklich lange gebraucht, um in die Geschichte einzufinden. Ungefähr 150 Seiten lang waren die Figuren für mich undurchdringliche, die Handlungen nicht nachvollziehbar und die teilweise kryptische Sprache hat diesem Zustand nicht gerade Abhilfe geschaffen.
Doch ich bin froh, trotzdem am Ball geblieben zu sein, denn irgendwann setzt sich alles nach und nach zu einem Bild zusammen, dass schließlich in seiner Gesamtheit den schwierigen Einstieg fast wieder komplett wett macht.

Warum ist diese Familie zerbrochen, die nach Außen hin alles erreicht hatte, was sich die Eltern je erträumt hatten? Kweku als Ernährer der Familie hat einen gut bezahlten Job im Krankenhaus, er ist virtuos am Skalpell, die Kinder besuchen gute Schulen und alles wirkt idyllisch. Doch dann endet das Glück, das nie wirklich eines war. Kweku verlässt die Familie in einer Nacht- und Nebelaktion, weil er schuldlos entlassen wurde und seine Rolle als Versorger nicht mehr erfüllen kann. Aus Scham lässt er alle im Stich. Fola versucht, mit der Situation klar zu kommen, verkauft das Haus und tut, was in ihrer Macht steht. Doch natürlich ist sie unglaublich überfordert mit der Situation.

Kein Familienmitglied ist glücklich - in jedem schwelt ein anderer Konflikt, der sich aus verschiedenen Beziehungskonstellationen innerhalb der Familie ergibt. Richtig fasziniert hat mich die Darstellung der einzelnen Missverständnisse, die diese Konflikte auslösen und fördern und mit ein bisschen mehr Kommunikation bereinigt werden können. Aber Scham, Wut und Angst versiegelten schon immer die Münder der Sais. Aber die Autorin schafft es, diese Konflikte mit so viel Fingerspitzengefühl und Authentizität zu vermitteln, dass es mich wirklich begeistert hat. Wie egozentrisch Menschen doch sein können, und Aktionen auf sich selbst beziehen und in ihre persönlichen Denkmuster einflechten, die gar nichts mit der Lebenswirklichkeit des anderen zu tun hat, hat sie extrem toll herausgearbeitet. Dies funktioniert vor allem durch die multiperspektivische Erzählung, die ja am Anfang so schwierig für mich war. Aber am Ende war es genau das, was der Story den Zauber verliehen hat.

Nehmen wir zum Beispiel die beiden Schwestern. Taiwo die Ältere und Sadie, die 10 Jahre jünger als die anderen Geschwister als Nachhut zur Welt kam. Taiwo beneidet Sadie um ihre enge Beziehung zur Mutter, um ihr rundes, niedliches Gesicht. Sadie dagegen wäre gerne souverän und attraktiv wie Taiwo, denn sie fühlt sich hässlich und ungeliebt. Für beide wirkt die jeweils andere wie das Idealbild, was schon ein bisschen ironisch ist.

Das Ende hat mich dann auch tatsächlich ziemlich mitgenommen, obwohl sich die Auflösung schon ziemlich früh angedeutet hat.

Die vielen Orts- und Perspektivenwechsel waren wie gesagt am Anfang etwas überfordernd. Es ist einfach eine kleine Reizüberflutung, die da in der Geschichte stattfindet und mit der man erstmal zurecht kommen muss. Kaum hat man sich an einem Ort eingerichtet und mit einer Figur irgendwie identifiziert, wird man sofort herausgerissen und ans andere Ende der Welt verfrachtet. Bei näherem Nachdenken könnte ich mir vorstellen, dass das ein durchaus kalkuliertes Stilmittel ist, weil es diese Zersplitterung der Familie ganz gut verdeutlicht. Aber es macht den Einstieg halt trotzdem ein bisschen kompliziert.
Dann entwickeln sich die Geschichten aber so gut und machen so viel deutlich, was Identitätsfindungen von Angehörigen einer Minderheit im Allgemeinen und den Mitgliedern der Familie im Speziellen und immernoch bestehende Rassismuskonzepte, die vielleicht nicht mehr unbedingt auf ethnischen Abstammungen aber auf Machtverhältnissen beruhen, angeht, dass es doch eine Freude war, das Buch zu lesen. Es erhält damit (knappe, aber trotzdem eindeutige) 4 Wölkchen von mir und eine klare Leseempfehlung.



20.07.2014

[Musik] Sonntagslieder #98

Flaute...
Pause....
Worte, die man immer wieder bei fremden Blogs liest, aber total fassungslos ist, wenn es einen selbst trifft. Doch seit einigen Wochen stecke ich so ein bisschen in einer Stagnation fest, aus der es momentan nicht wirklich ein Entrinnen gibt. Das reicht maximal dazu, die Sonntagslieder zu posten, aber selbst das erfordert meine gesamte Disziplin. Die restliche Bogger-Welt geht an mir vorbei und ich vermisse sie ganz schmerzlich. Im Moment ist aber so viel los - und das ist auch gar nichts schlechtes, im Gegenteil - dass ich weder zum Lesen noch zum Schreiben komme. C'est la vie, wie der Franzose sagt. Vielleicht kommen bald wieder ein paar Posts mehr, aber was ich viel viel mehr hoffe ist, dass ich mal wieder dazu komme, bei euch vorbeizuschauen. Hach. Falls ich irgendwas wichtiges verpasse, lasst es mich also wissen! ;)
Und jetzt schnell zu meinem dieswöchigen Sommer-Sonne-Gute Laune-Mix! :D



Clean Bandit feat. Jess Glynne - Rather Be
Einfach wegen den Violinen hatte dieser Song mich schon gleich am Anfang. Da bin ich auch einfach machtlos :D


Macklemore - And We Danced
Bringt Spaß. Und ich mag diesen sich selbst in keiner Weise Ernst nehmenden Humor von Macklemore. Falls ich ihn richtig verstehe...jedenfalls muss ich bei dem Lied und vor allem bei dem Video lachen und das ist die Hauptsache :D


Blodhound Gang - The Bad Touch
Ein Ohrwurm meiner Jugend. Von Evil Jared kann man ja halten, was man will, aber die Band fand ich schon immer lustig. An der Grenze zum guten Geschmack, aber lustig :D

Falls ihr nicht ebenfalls in einer Lese-, Schreib- und Kommentierblockade steckt und das hier sowieso nicht mitbekommt, wünsche ich euch einen sonnigen, sommerlichen und fröhlichen Restsonntag mit guter Musik! ♥

13.07.2014

[Musik] Sonntagslieder #97

Die halbjährliche Prüfungsphase ist eingeläutet. Deshalb wird mein Leben die nächsten beiden Wochen im Grunde hauptsächlich aus Literaturrecherche, Lesen und hoffentlich auch Schreiben bestehen. Mindestens eine Hausarbeit will fertig geschrieben sein, bevor ich wieder mal in die Heimat gondele. Also - Motivation!
Motivation brauche ich auch heute Abend, um Fußball zu schauen. Irgendwie hat mich diese WM nicht so dolle gepackt, sodass ich abegesehen von den Deutschland-Spielen kaum ein Spiel gesehen habe. Nichtmal alle Viertelfinal-Spiele. Ich bin von mir selbst erschrocken. Aber heute gilt nochmal Disziplin und Fernsehausdauer und vor allem Daumendrücken. Das Finale ist das erste Spiel, in dem ich der Deutschen 11 wirklich von Anfang an zutraue, zu gewinnen. Und das nicht wegen der Halbfinale-Euphorie ;)
Aber zurück zum Thema: Musik!



Fanta 4 - Troy
Das Lied ist so 90er. Auch wenn es nach den 90ern veröffentlicht wurde. Wird aber auch nie alt ;D


Blink 182 - All The Small Things
Schade, dass ich das originale Video nicht gefunden habe. Das ist super lustig! :D


The All American Rejects - Gives You Hell
Dafür gibts hiervon das Video. Ein Kunstwerk! :D

Ich wünsche und allen ein würdiges WM-Finale und einen erfolgreichen Abschluss des Wochenendes ;) ♥

09.07.2014

[Rezi?] John Green - The Fault In Our Stars

BloggDeinBuch und der Penguin Random House - Verlag haben mir freundlicherweise die englische Version eines der Bücher, das mich in den letzten Jahren mit am meisten bewegt, beeindruckt und begeistert hat, zum Lesen und Besprechen zur Verfügung gestellt.
Da ich vor ziemlich genau einem Jahr schon eine klassische Rezension zu dem Buch geschrieben habe (die ihr übrigens *hier* findet) und dieser auch nichts mehr hinzufügen kann, habe ich mir gedacht, heute den Begriff "Rezension" einfach ein bisschen zu dehnen und darunter keine bloße Buchbesprechung oder Kritik zu verstehen - mit fehlt auch mittlerweile einfach der "objektive" Abstand dazu - sondern ein bisschen davon zu erzählen, warum mich das Buch so nachhaltig beschäftigt, warum ich es liebe, obwohl ich es hasse und vor allem die Frage beantworte, warum ich es bei BdB gewinnen musste, obwohl ich es ja offensichtlich schon gelesen hatte.
Die Handlung sollte jedem, der das hier liest, auch mehr oder wenige detailliert geläufig sein - ich denke nicht, dass man sich der Story in letzter Zeit vollständig verschließen konnte. Von daher sind wir damit ja auch alle in etwa auf dem gleichen Stand.

Alles begann irgendwann im letzten Jahr, als sich mal wieder ein Buch in der Bloggerwelt eingenistet hat und von vielen Buchbloggern vorgestellt wurde. Der teenie-trotzig klingende Titel der deutschen Übersetzung und besagter plötzliche Hype sorgten dafür, dass ich mich nicht weiter mit dem Buch beschäftigte. "Noch so eine Geschichte für unverstandene Mädchen um die 14" hab ich gedacht (nichts gegen unverstandene Mädchen um die 14! Ich gehörte auch mal dazu. Aber aus dieser Phase bin ich nunmal herausgewachsen und brauche auch entsprechend keine Bücher mehr darüber zu lesen).
Irgendwann fand das Buch dann aber den Weg zu diversen Bloggerkollegen, deren Geschmack ich bis dato immer vertrauen konnte und die sich in ihren Besprechungen in regelrechte Gefühlsausbrüche hineinsteigerten. Ab diesem Moment fing ich dann auch mal an, mich näher mit dem Inhalt des Buches auseinanderzusetzen und meine Abneigung wurde von einem dezenten Interesse abgelöst. Und als ich dann bei einem meiner Besuche in der örtlichen Stadtbibliothek eben dieses Buch im Bestseller-Regal erblickt habe, wanderte es kurzerhand in meine Tasche.
Zu Hause lag es dann noch eine Weile herum, bis ich mich schließlich aufraffen konnte und losgelesen habe. Und was dann kam, ließ mich die emotionalen Rezensionen aller anderen Blogger sofort verstehen. Schon nach den ersten paar Kapiteln war ich so gefangen von John Greens Schreibstil, von Hazel und Gus, von der Geschichte und dieser absolut tragischen und gleichzeitig so herzerwärmenden Entwicklung, dass ich das Buch wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Hazel und Gus sind so wunderbare Protagonisten, die sich perfekt ergänzen. Mittlerweile würde ich sagen, dass sie sich vielleicht sogar ein bisschen zu rund und glatt entsprechen und alles ein bisschen konstruiert zusammenpasst, aber meiner Bewertung tut das keinerlei Abbruch. Hazel ist eine starke Figur, die klar in eine moralische Ecke gestellt wird, aus der sie auch nicht heraustritt. Sie als Krebspatientin, die bald sterben muss, hat trotzdem unendlich viel Geduld mit ihren Eltern und versucht, sie mit ihrer Krankheit so wenig wie möglich zu belasten und ist in keiner Weise egozentriert, obwohl man das als Sterbender ja schonmal gerne sein kann. Doch innerhalb dieser Ecke hat auch sie Zweifel, Wut, Angst und fordert sich das Recht auf ein bisschen Leben ein, das ihr ja wohl auch zusteht (wir sind uns wohl alle einig, dass ihr in Wahrheit noch viel mehr Leben zugestanden hätte).
Und Gus. Seine direkte Art, der Zynismus, mit dem Hazel und er mit ihren Erkrankungen umgehen, die schlagfertigen Dialoge der beiden - das alles ist richtig wunderbar.

Was das Buch für mich so besonders macht, ist die Art und Weise, wie es mit Paradoxien umgeht. Stärke und Schwäche, Schmerz und Freude, Liebe und Verzweiflung, Angst und Mut, Witz und Trauer, Leben und Tod liegen so nahe zusammen und werden so eng miteinander verknüpft, dass es doch kein Wunder ist, wenn die Leser als emotional instabile Wracks zurückgelassen werden.
Die Geschichte zerreißt mir immernoch das Herz. Wer hätte Hazel und Gus nicht die Ewigkeit zwischen 1 uns 1.000.000 gegönnt?
Es gibt nicht viele Bücher, die mich so zurücklassen, wie "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Aber wenn sie es tun, dann gehören die Geschichten darin mir, auch wenn ich das Buch nicht besitze. Also habe ich es nach dem Lesen wieder in der Bibliothek abgegeben und auch nicht gekauft. Weil ich wusste, dass ich es so schnell sowieso nicht wieder würde lesen können. BloggDeinBuch hat mir dann aber trotzdem die Möglichkeit gegeben, nicht nur das Buch in mein Regal stellen zu können (was ich trotz des Filmcovers gerne tue), sondern es sogar in der Originalsprache nochmal durchleben zu dürfen. Da musste ich einfach zugreifen. Um dann festzustellen, dass das Buch auf Englisch nicht weniger stark ist. Jaa, ich weiß - ich bin auch überrascht.

Long story short: meine Begeisterung hat sich nicht geändert, meine Tränenflut wurde nicht eingedämmt, meine Lacher nicht weniger und auch meine Bewertung sinkt nicht ab. Nach wie vor gehört dieses Buch zu meinen absoluten Schätzen. Auch wenn ich es hasse.
Hier übrigens das Schlusfazit aus meiner letztjährigen Rezi, das ebenfalls nach wie vor so stehen bleiben kann:

Ich kann nicht sagen, dass mir die Geschichte gefallen hat. Natürlich nicht. Sie ist furchtbar tragisch, unfair und unbefriedigend. Aber die Worte, mit der sie erzählt werden, mag ich sehr. Auf manche Fragen gibt es einfach keine Antwort. Diese Erfahrung macht Hazel am Beispiel ihres Lieblingsbuches greifbar, aber natürlich steht das metaphorisch (nicht nur Gus kann Metaphern entdecken ;) ) für so ziemlich alle Fragen, die das Leben betreffen. Am Ende der Geschichte stand ich ähnlich da, wie Hazel am Ende ihres Lieblingsbuchs. Mir ist klar, warum es so endet, aber ich will wissen, wie es weitergeht. Mit den anderen. Mit allem. Obwohl es letztendlich eigentlich nicht wichtig ist. Alles wichtige diese Geschichte betreffend ist gesagt.


5 rosa Wölkchen und ein Herz dafür! ♥



06.07.2014

[Musi] Sonntagslieder #96

Da schläft man einmal bei offenem Fenster und hat am nächsten Tag gleich zwei riesige, riiiesige Schnaken in seinem Zimmer.
Die mich überraschender- und dankenswerterweise nicht gestochen haben heute Nacht. Als Belohnung habe ich sie umgelegt. Man muss den Feind überrumpeln, bevor er einen Hinterhalt planen kann. Diese Regel hätten die beiden sich auch mal zu Herzen nehmen sollen.
Und sonst? Fußball. Uni. Grillen. Schlafen. Uni. So ungefähr ist lief meine Woche ab. Natürlich untermalt von Musik!



Ariana Grande feat. Iggy Azalea - Problem
Das Video ist zwar ziemlich lächerlich, aber das Lied hat leider Ohrwurmqualität. Ich leide schon ein bisschen deshalb :D


Mark Forster feat. Sido - Au revoir
Das Fernweh hat mich ein bisschen gepackt. Planungen, dieses zu stillen, laufen. Und solange höre ich halt dieses Lied.


Jason Derulo feat. Tyga - Bubblegum
Auch ein Ohrwurm, unter dem ich ein bisschen leide. Und bei dem ich auch einfach nicht still sitzen bleiben kann. Ziemlich schlimm, wenn man sich mal den Text anhört. Deswegen lasse ich das meistens ;)


Heute sinds ja nur Features - ist mir vorher gar nicht so bewusst gewesen. Aber man kann wohl sagen, dass ich endlich bei meiner Sommer-Playlist angekommen bin. Ich wünsche euch einen gemütlichen Rest-Sonntag und morgen einen entspannten Tag in die neue Woche! ♥

04.07.2014

[TAG] Musikalische Einblicke

Schon vor einiger Zeit habe ich bei der lieben Christina einen richtig tollen TAG entdeckt, der thematisch mal so gar nichts mit Büchern zu tun hat, aber dafür ein anderes Medium behandelt, das hier im Haus des Wahnsinns fast genauso präsent ist wie die liebe Literatur. Natürlich spreche ich von Musik - falls ihr ab und an mal hier rein schaut, sind euch bestimmt die Sonntagslieder jede Wochen aufgefallen, die ja schon ein bisschen andeuten, dass Musik omnipräsent in meinem Leben ist ;)
Und dieser wundervolle TAG bietet mir die Gelegenheit, mal ein bisschen differenzierter über das Thema zu schreiben. Also Obacht, hier kommt Quality Content! ;)

1. Dein(e) Lieblingskünstler national?
Zur Zeit gibt es meiner Meinung nach richtig viele gute deutsche Musiker, die auch medial verdient präsent sind. Damit ich leichter filtern konnte, habe ich die Frage noch ein bisschen verschärft und als Antwort auch nur Künstler mit deutsch-sprachigen Texten genommen:
Cro. Kein Scherz. Gerade im Sommer liebe ich seine Lieder. Sie sind vielleicht nicht die anspruchsvollsten, aber die Texte sind teilweise ziemlich raffiniert und bringen mich außerdem immer zum Lachen :D
Maxim. Vor kurzem neu entdeckt. Ich bin sicher, nach seinem Auftritt beim BundesvisionSongContest wird er auch für viele andere eine herzerwärmende Neuentdeckung sein.
Gentleman. Seit ziemlich genau 10 Jahren schafft er es immer wieder auf meine Playlist. Und dass, obwohl ich eigentlich gar nicht so auf Reggae stehe - muss man erstmal schaffen :)

2. Dein(e) Lieblingskünstler international?
Hier gibt es auf jeden Fall zwei, die mich in der ein oder anderen Art immer wieder beeindrucken. Wenn ich so darüber nachdenke, sind das international meistens Frauen, während ich national eher die Männer supporte. Verrückte Welt! :D
Pink. Sie war früher so gut für mein Selbstbewusstsein, weil sie als Gegenbild zu Britney Spears die Rotzgören - mit denen ich mich viel besser identifizieren kann - auch mal positiv in Szene gesetzt hat. Und auch heute noch baut sie hin und wieder mein Ego wieder richtig auf :)
Christina Aguiliera. So kontrovers ich ihre verschiedenen Neuentwürfe ihrer selbst immer wieder gesehen habe - ihre Stimme ist richtig richtig umwerfend!

3. Deine Lieblingsband?
Eine einzige auszuwählen ist fast unmöglich. Aber zusammenfassend kann ich mich immerhin auf zwei beschränken. Das wäre zum einen Die Ärzte. Diese Band begleitet mich ziemlich genau mein halbes Leben lang. Mal mehr oder mal weniger präsent, aber immer da. Und ähnlich geht es mir auch mit Simple Plan, die auch immernoch das kleine Teenie-Mädchen in mir ansprechen und die ich nach wie vor richtig feiere ♥

4. Dein Lieblingsgenre?
Mit Genren tue ich mich immer super schwer. Ich hab da keine Ahnung und bin auch wirklich viel zu faul, um mich in die ganzen Untergruppen einzudenken. Ich mag Gitarren. Also würde ich sagen, Rock - gerne auch mal härter - geht immer.

5. Dein Lieblingssong?
Im Moment? Dieser hier:


6. Deine Top 3 All-Time-Favorite-Songs?
Seit langem und für immer und immer liebe ich
- Phil Collins: Something happend on the way to heaven
- Bon Jovi - It's my life (Kein Scherz! xD )
- Die Ärzte - Der Schunder Song

7. Welcher Künstler geht gar nicht?
Ach, ich bin ja für Leben und leben lassen. Ich persönlich stehe halt nicht so auf Schlager, aber das trifft eher das gesamte Genre und nicht einen bestimmten Künstler.

8. Welches Genre magst du gar nicht?
Äh. Siehe oben :D
Was ich generell nicht mag, ist es, wenn irgendeine Stilrichtung zu sehr ins Extreme geht. Also, ich mag ein bisschen Techno-Einschlag, aber zu viel macht mich aggressiv. Ich mag auch mal Metal, aber Trash Metal finde ich furchtbar.

9. Deine Top 3 Songs zur Zeit
Da verweise ich doch direkt mal hierhin. Zu den letzten Sonntagsliedern. Und außerdem hierhin. Zu den nächsten Sonntagsliedern ;)

10. Was war deine erste CD?
Das weiß ich noch ganz genau: es war eine CD von der Miniplayback Show. Kennt die noch jemand? Meine Familie und ich haben die früher immer zusammen angeschaut und deshalb lag irgendwann eine CD davon unterm Weihnachtsbaum.

11. Welchen Kauf bereust du am meisten?
Hm...ich schätze keinen. Irgendwann haben mir die Lieder ja mal zugesagt, deshalb ist da auch die ein oder andere Verwirrung okay.

12. Dein Lieblings-CD-Cover?
Ziemlich genial finde ich dieses hier von den Sex Pistols. Allgemein ist das Konzept der Band einfach absolut großartig. Immernoch.

13. Dein letzter Konzertbesuch?
Tim Bendzko müsste das gewesen sein. War ziemlich gut :)

14. Dein (bisheriges) Lieblingskonzert?
Schwierig. Oder doch nicht? Ich glaube, es war Maxim vor einer Woche. Das war einfach ein sehr stimmungsvolles Konzert, bei dem alles gepasst hat: Wetter (bei OpenAir halt wichtig), Publikum, Band, Künstler, Texte. Es war wirklich was besonderes.

15. Mit wem würdest du gerne ein Duett aufnehmen?
Mit niemandem! :D Wer so wenig singen kann wie ich, sollte das einfach zum Wohle der Allgemeinheit nicht tun. Also singen ist okay, aber nur, wenn mich niemand hört ;)

Fertig! Sollte jemand Lust haben, den TAG ebenfalls zu machen - nehmt ihn euch gerne mit!

02.07.2014

[Rezi] Gabi Kreslehner - Das Regenmädchen

Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 295


Teaser:
Wahrscheinlich lag ihre Tasche mit den Papieren noch immer im Auto des Unbekannten, da, wo sie sie achtlos hingeworfen hatte, nachdem sie eingestiegen war, um in die Nacht aufzubrechen. Vielleicht hatte sie auch gar keine Papiere dabeigehabt, nur ein winziges Täschchen mit ein bisschen Schminkzeug drin, da passten keine Papiere mehr hinein.



Handlung
Ein Autounfall mit Todesfolge. Eigentlich kein Job für die Kriminalpolizei, doch es gibt ein paar Dinge, die das ganze nicht wie einen normalen Unfall erscheinen lassen. Erstens sind der Ort und die Zeit eher ungewöhnlich - die Tote ist mitten in der Nacht ein Stück entfernt von einem Rastplatz auf die Autobahn gelaufen und dort von einem Wagern erfasst worden. Außerdem befindet sich am Kopf der jungen Frau eine Wunde, die wahrscheinlich nicht von dem Unfall stammt, sondern die ihr schon vorher beigebracht wurde. Und was ganz besonders stutzig macht: der Unfallfahrer erzählt von einem weiteren Wagen, der auf dem Seitenstreifen stand und direkt nach dem Unfall hektisch davon gefahren ist.
Insgesamt genug Indizien, damit sich die Kriminalpolizei mit dem Fall auseinandersetzt. Also landet er auf dem Schreibtisch von Franza Oberwieser und Felix Herz, die sofort mit den Ermittlungen beginnen.

Meine Meinung
Ein klassisch aufgebauter Kriminalroman mit einem interessanten Setting und ganz netten Figuren - das ist so die Kurzcharakteristik, die ich zu diesem Buch geben kann.

Die beiden Kommissare Oberwieser und Herz sind ein eingespieltes Team. Schon seit Jahren arbeiten sie erfolgreich Seite an Seite und sind auch privat eng befreundet. Da wundert es nicht, dass sie neben dem Fall auch ihre privaten Probleme und Sorgen mehr oder weniger offen miteinander besprechen. Denn davon haben sie auch beide genug.
Vor allem Franza setzte gerade dieser Fall sehr zu. Die Tote ist nur wenig jünger als ihr eigener Sohn Ben, der in seinen 20ern ist und von dem sie schon seit einiger Zeit nichts mehr gehört hat. Der Fall bringt die Kommissarin dazu, ihre eigenen Familienverhältnisse zu hinterfragen und zu reflektieren. Gerade, weil sie sich bei ihrem aktuellen Liebhaber - einem Schauspieler am städtischen Theater - wesentlich wohler und geborgener fühlt, als bei ihrem Mann. Dieser leitet eine Zahnarztpraxis, hat auch schon mindestens einen Seitensprung auf dem Konto und vermutet auch, dass Franza eine Affäre hat. Allerdings verdächtigt er ihren Kollegen Felix.
Dieser hat seinerseits selbst Familienprobleme. Seine Frau wünscht sich eine große Familie und bezieht ihn in die Frage nach der Anzahl der Kinder mal so gar nicht ein. Nach den ersten drei Kindern - die teilweise selbst grade schwierige Phasen durchleben und eigentlich ihren Vater etwas präsenter bräuchten - ist Felix' Frau nun nocheinmal schwanger und Felix fühlt sich von diesem erneuten Familienzuwachs überfordert.

Insgesamt geht bei beiden Figuren die anstrengende, auslaugende Arbeit sehr zu Lasten ihrer Familien und sie kommen langsam in ein Alter - Franza ist um die 40 - wo sie diesen Stress und den emotionalen Druck und vor allem die schweren Schicksale, die hinter den Taten stecken, nicht mehr so leicht verdauen.

Neben diesem Hintergrund der beiden Ermittler geht es natürlich hauptsächlich um das Opfer. Dessen Identität ist schnell geklärt, sodass eine fundierte Ermittlungsarbeit eingeleitet werden kann. Stück für Stück arbeiten sich die beiden durch das Leben der jungen Frau und gehen jeder Spur hinterher. Dabei gibt es ein paar falsche Fährten, aber früher oder später führt doch alles zum letztendlichen Täter, dem man auch als Leser relativ schnell auf die Spur kommen kann.

Der Schreibstil flüssig und gut zu lesen. Der Spannungsbogen schlägt eigentlich nie so richtig aus - die Geschichte entwickelt sich gemächlich und Hinweis für Hinweis wird langsam zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Ausbaufähig ist  auch die Figurendarstellung. Vor allem die Protagonistin Franza hätte besser ausgearbeitet werden und mir mehr Profil versehen werden können, als es der Fall war. Aber auch die restlichen Figuren agieren sehr innerhalb ihrer jeweiligen Funktion und brechen selten aus der Rolle aus, in die sie von Anfang an gedrückt werden.

Alles in allem vergebe ich 3 Wölkchen für einen soliden Kriminalroman, der kein leserisches Highlight darstellt, aber als leichte Sommerlektüre durchaus geeignet ist.

01.07.2014

Leserückblick Juni 2014

Halbzeit!
Ein Wort, das man zur Zeit ja ziemlich oft hört. Oftmals mit Ergänzungen wie "endlich", "Gott sei Dank" oder "wurde aber auch Zeit" verbunden - zumindest wenn man an gestriges Achtelfinal-Spiel zwischen Deutschland und Algerien denkt.
Deshalb zur Abwechslung mal hier in einem anderen - und dennoch genauso bekannten und allgegenwärtigen - Kontext: nämlich auf das Jahr bezogen. Da der Juni nun offiziell beendet und das halbe Jahr schon wieder vorbei ist, wird zum einen endlich meine liebste Zeit eines jeden Jahres eingeleitet. Nämlich meine kalendarische Comfort-Zone: das Jahr ist schon lange genug da, damit ich mich dran gewöhnen konnte und hat noch genug Monate, damit ich keine depressiven Zustände bekomme, weil die Zeit vergeht xD
Und zum anderen bedeutet das natürlich die allmonatliche Statistikflut, der ich mich wie immer ganz herdentriebmäßig anschließe:

Gelesen
Gesa Schwartz - Grim III. Die Flamme der Nacht (*Rezi*)
Fynn - Hallo Mister Gott, hier spricht Anna (*Rezi*)
Gabi Kreslehner - Das Regenmädchen (*Rezi*)

In Seiten
1255

Durchschnittsbewertung
3,2 Wölkchen

Highlight des Monats
Ganz eindeutig Hallo Mister Gott, hier spricht Anna. So ein wunderschönes, berührendes, tiefgehendes Buch ♥

Enttäuschung des Monats
Jou. Ebenfalls eindeutig Grim III. Eins der sinnlosesten Bücher, die ich jemals gelesen habe.

In Bildern


Eigentlich ganz nett. Grim III hat mich in eine regelrechte Leseflaute getrieben - ich habe fast 4 Wochen für dieses Buch gebraucht. Aber der Monat war ansonsten auch sehr vollgestopft mit Uni und Freunden und Sonne und Sachen machen und so weiter, da wäre das Lesen sowieso ein bisschen auf der Strecke geblieben. Von daher - alles cool :)
Wie war euer Lesemonat?