28.12.2014

[Musik] Sonntagslieder #109

12:35 4 Comments
Nach nun insgesamt vier Fressorgien in den verschiedensten Verwandtschaftskonstellationen fühle ich mich nun kugelrund und leider nicht mehr im Stande, ohne weiteres von der Couch aufzustehen. Aber das schöne ist ja: muss ich auch nicht. Ein Hoch auf Dekadenz und Faulheit.
Zum Glück gehört Musik hören unbedingt zu diesem Lebensstil, weshalb nun wie immer meine Top-3-Lieder der letzten Tage folgen. Voilà:



Wham! - Last Christmas
Zum Leidwesen einiger Menschen in meinem Umfeld gehöre ich zu der Sorte Weihnachtslieder-Hörer, die einige Lieder niemals leid zu hören werden. Und so geht es mir auch bei diesem Song. Aber auch wenn alle darüber lästern - seit 30 Jahren ist er fester Bestandteil des Weihnachts-Pop-Repertoires, also bin ich definitiv nicht die einzige, der das so geht :D


Mark Forster - Flah mich
Ein Lied mit absolutem Ohrwurmcharakter, das ich seit ein paar Tagen ständig vor mich hin singe.


Olly Murs - Wrapped Up
Ebenfalls ohrwurmig und wenn ich nicht eins der obigen Lieder singe, dann dieses. Zumal dieses Lied mir auch einfach instant gute Lauen macht :D

Und plötzlich wird mir klar, dass dieses hier die letzten Sonntagslieder für 2014 waren. Und, dass ich Silvester nicht halb so sehr mag wie Weihnachten. Obwohl es auch dann wieder einiges zu Essen geben wird. Was ja auch die Hauptsache ist. Seid ihr für Silvester gerüstet und fühlt ihr euch auch wie ein lebendiger Marshmallow?
Ich wünsche euch einen ruhigen post-weihnachtlichen Sonntag!♥

26.12.2014

[Rezi] Jason F. Wright - Das Weihnachtsglas

11:31 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2009
Originaltitel: Christmas Jars
Genre: Erzählung
Seitenzahl: 142



Teaser:
Als sie das Glas in ihren Händen drehte, fiel ihr zum ersten Mal die Aufschrift auf: Weihnachtsglas, handgeschrieben in Rot und Grün, quer über das zwanzig Zentimeter große Glas.




Handlung
Hope ist eine aufstrebende Journalistin bei der städtischen Zeitung; nach jahrelanger harter Arbeit hat sie es von der einfachen Praktikantin zu einer voll verantwortlichen Redakteurin geschafft. Zusammen mit ihrer Adoptivmutter hat sie die Weihnachtstradition, an Heiligabend in einem bestimmten Diner an einem bestimmten Platz zu sitzen und ein leckeres Essen zu genießen. In diesem Jahr ist ihre Mutter allerdings verstorben und an Weihnachten holt die mit Arbeit verdrängte Tradition die arme Hope ein. Als sie von ihrem einsamen und traurigen Weihnachtsessen nach Hause kommt, kommt noch eine bittere Überraschung dazu: in ihre Wohnung wurde eingebrochen und ihre Wertsachen sind allesamt weg. Als sie völlig verzweifelt nach draußen zum Durchatmen geht, findet sie ein herrenloses Glas mit der Aufschrift "Weihnachtsglas". Dieses ist bis obenhin gefüllt mit Münzgeld und auch ein paar Scheinen - alles in allem eine stattliche Summe, die Hope zwar nicht ihren Verlust ersetzen lässt, aber ihr auf emotionaler Ebene enorm weiterhilft. Als engagierte Journalistin riecht sie in diesem Glas ihre erste Titelstory und beginnt nach der Herkunft zu forschen.

Meine Meinung
Weihnachten ist die einzige Zeit des Jahres, in der Kitsch nicht nur erlaubt, sondern sogar gefordert ist. Und diesen Anforderungen wird das kleine Büchlein hier absolut gerecht.

Hopes Geschichte ist ein bisschen dramatisch und sowohl von Verlusten als auch von großem Glück geprägt. Ihr Leben fing schon gleich ziemlich schlecht an. Ausgesetzt von einer Mutter, die sie offensichtlich nicht ernähren konnte, wurde sie von der alleinstehenden Louise gefunden und gleich liebevoll aufgenommen. Ihre Kindheit war sehr glücklich und Mutter und Tochter waren ein eng zusammengeschweißtes Team.
Nach Louises Tod hat Hope nur noch ihre Arbeit, in die sie alle ihre Energie steckt. Dass ihre Mühe belohnt wird, ist nur ein schwacher Trost und nach dem Einbruch in ihrer Wohnung scheint sich die Welt für ein paar Momente völlig gegen sie gestellt zu haben. Doch dann findet sie ihr Weihnachtsglas und das Blatt wendet sich. Weniger, weil sich die äußeren Umstände so sehr wandeln, sondern mehr, weil sich in Hopes Innerem so viel tut.

Bei ihren Nachforschungen um den Ursprung des Glases lernt Hope eine nahezu ideale Familie kennen: sie haben sich ein sicheres Leben mit einem handwerklichen Betrieb aufgebaut und leben in schönster Harmonie zusammen. Hope, die nie ein solches Familienidyll erlebt hat, wird schnell und herzlich bei diesen Menschen aufgenommen und bald auch in das große Familiengeheimnis eingeweiht. Die Familie verschenkt nämlich in jedem Jahr "Weihnachten" in Form eines Einmachglases, in dem sie das gesamte Jahr über ihr Kleingeld sammeln. An Weihnachten suchen sie sich eine Person aus, die vielleicht auch das Geld, aber in erster Linie ein bisschen Liebe und Positivität nötig hat, und überlassen dieser dann anonym das Glas.

Eine rührende Geschichte, die ganz dreist auf den emotionalen Weihnachts-Sentimentalitäts-Zug aufspringt und mit ein paar stereotypen Figuren einige schöne und viel zu selten gedachte Gedanken formuliert. Kurz und knackig ein hübsches Geschichtchen vielleicht auch zum Vorlesen für kleine Geschwister. 3 solide Wölkchen von mir dafür.


24.12.2014

[Gerede] Was an Weihnachten im TV-Programm niemals fehlen darf

14:25 4 Comments
Weil ich mich natürlich ebenfalls den omnipräsenten Weihnachtsgrüßen anschließen möchte, aber bekennenderweise immer eine gesunde Prise Anti-Mainstream bin (wobei das ja eigentlich auch schon wieder total Mainstream ist. Aber mal im Ernst: wer will schon völlig aus dem gesellschaftlich anerkannten fallen?), gibt es diese Grüße gepaart mit einer Aufstellung der Filme, die für mich seit Jahren - beziehungsweise Jahrzehnten, wie ich alte Schachtel leider sagen muss - zu einem gelungenen Weihnachtsfest dazu gehören. Für den Fall, dass es jemanden gibt, der da tatsächlich Inspiration braucht. Wovon ich nicht ausgehe. Da hat doch irgendwie jeder seine eigene Tradition. Aber vielleicht decken sich ja ein paar Filme :)

1. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel


Der Soundtrack alleine ruft bei mir direkt Bilder von einer weiten, unberührten Schneelandschaft hervor und in Kombination mit diesem zuckersüß umgesetzten Märchen ist dieser Film ein Standart für mich am 25. Dezember. An diesem Tag läuft er nämlich in allen dritten Programmen rauf und runter, sodass ich meine gesamte Familie mindestens zwei Mal damit erfreue, den gesamten Film anzuschauen. Und ja, sie freuen sich wirklich immer riesig. Riesig.

2. Die Hexe und der Zauberer


Ebenfalls ein echter Klassiker ist diese Adaption des berühmten Artus-Stoffes. Und wie so oft besticht auch in diesem Film wieder der Sidekick - Artur und Merlin und auch die Hexe sind natürlich auch richtig witzig, aber nichts geht über den Kauz Archimedes!

3. Das Zehnte Königreich


Jedes Jahr nehme ich mir vor, herauszufinden, welche Buchreihe diese 5-teilige Verfilmung zu Grunde liegt. Aber ich schaffe es nicht und auch in diesem Jahr wird es wahrscheinlich untergehen, weil noch so viel wichtigeres auf der ToDo-Liste steht. Aber egal. Wer die Serie Once Upon A Time mag, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch von dieser Geschichte begeistert sein. Mir zumindest geht es so. Denn ich liebe Märchenadaptionen - und wann passen die besser als zu Weihnachten?

4. Frozen


Und ganz ganz neu auf der Liste ist der allseits bekannte und für mich unverständlicherweise von diversen hartherzigen Menschen als lästig empfundene Disneyfilm Frozen. Allen Gegenargumenten zum Trotz habe ich folgendes zu sagen: es liegt Schnee, es geht um Liebe und die Musik ist super. Perfekt für Weihnachten. Punkt.

Ab morgen werden also unter anderem diese Filme bei mir im Fernsehen laufen. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch mehr oder weniger traditionelle Weihnachtsfilme? Wie dem auch sei wünsche ich euch allerseits ein paar wunderschöne Feiertage, viel leckeres Essen und eine tolle Zeit mit euren Liebsten. Genießt die Weihnachtstage ♥

20.12.2014

[Rezi] Juli Zeh - Corpus Delicti

13:23 1 Comments
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Politik-/Gesellschaftsroman; Dystopie
Seitenzahl: 263




Teaser:
Gesundheit ist das Ziel des natürlichen Lebenswillens und deshalb natürliches Ziel von Gesellschaft, Recht und Politik. Ein Mensch, der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon.




Handlung
In einem System, in dem die körperliche Gesundheit keine Sache des Individuums mehr ist, sonder staatlichen Prüfungen unterliegt, ist das Bild vom gläsernen Menschen wahrgeworden. Ein Chip im Oberarm misst permanent, ob das vorgeschriebene Sportpensum eingehalten wurde, welche Ruhephasen der Körper erhält und ob er von seinem "Besitzer" auch zum Optimum gepflegt wird. Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen gehören genauso zum Alltag wie das Einhalten der Hygienestandards in der Wohnung. Alles durch Gesetze eines unfehlbaren, weil auf Objektivität beruhenden, Gesellschafts- und Rechtssystems geregelt und kontrolliert.
Moritz Holl hielt nicht viel von diesem System. Er zweifelte die Unfehlbarkeit und die Universalität an. Landete im Gefängnis für ein Verbrechen, das er laut eigener Aussage nicht begangen hat - trotz Überführung durch einen DNA-Test. Seine Schwester Mia glaub fest an seine Unschuld, auch und vor allem, nachdem Moritz sich selbst im Gefängnis das Leben genommen hat. Ab diesem Moment beginnt sie konsequent, das System in Frage zu stellen.

Meine Meinung
Um es kurz zu machen: dieses Buch ist eine grandiose Geschichte über ein totalitäres und gleichzeitig demokratisches System, die die Möglichkeit einer freien und gerechten Gesellschaft ausschließt. Zumindest wenn man diese beiden Parameter an individuellen Schicksalen bemisst.

So viel Lob möchte ich über dieses Buch loswerden, dass ich gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Von der ersten Seite an, hat es mich total gepackt. Die Logik, nach der dieser Staat errichtet ist, ist so bestechend und so fundiert, dass man selbst schnell Teil seiner Zirkelschlüsse wird, wenn man nicht aufpasst. Aber zum Glück kann man Mias Gedankengänge, ihre Entwicklung und die Herleitung eines Gegenentwurfs - der dennoch keine Lösung enthält - verfolgen und so dem Sog der Argumentation für eine völlige Gesundheitsgesellschaft (so würde ich sie mal salopp bezeichnen) entgehen. Wobei die Drastik auch ohne Mia zu Tage kommen und den Leser erschaudern machen würde.

In einer Welt, in der alles reguliert ist und allein der Zug an einer Zigarette ein schweres Vergehen ist, weil es einen Missbrauch toxischer Substanzen darstellt, in der man keinen Schluck Wein trinken darf und überhaupt alles unter Strafe steht, was dem Wohl des Leibes in irgendeiner Form schadet - dorthin wird der Leser gleich geworfen. Mit allen Konsequenzen. Sportpensum, das es einzuhalten gilt. Panische Mütter, die erschrocken rumrennen, wenn ihre Kinder anfangen zu niesen. Immer, wenn man erschrocken einen neuen - vermeintlich privaten - Bereich des Lebens sieht, der von diesem Staat überwacht wird und man denkt, dass jetzt eigentlich nichts mehr kommen kann, erscheint ein weiterer Aspekt auf der Bildfläche, über den das Individuum nur beschränkte Kontrolle hat.

Und mittendrin ist Mia. Eine Anhängerin dieser METHODE. Eine Naturwissenschaftlerin, deren gesamtes Wesen auf Rationalität ausgerichtet ist und die deshalb diese Gesellschaftsordnung als logische Reaktion einer Gesellschaft auf die Umwelt ansieht. Krankheiten sind ausgerottet und die Menschen schaffen sich die äußeren Bedingungen dafür, ein möglichst langes, gesundes Leben zu führen. Wie es dem natürlich Instinkt der Lebewesen entspricht. Aber eine Sache ist falsch gelaufen und hat einen großen Riss in die Fassade gesprengt: Mias Bruder Moritz ist einem Justizirrtum zum Opfer gefallen - davon ist sie fest überzeugt. Und das bei einem System, das sich selbst als unfehlbar definiert. Da kann etwas nicht stimmen.
Mia ist eine ausgesprochen interessante Hauptfigur; ihr Psyche ist gleichzeitig furchtbar labil - neben Wahnvorstellungen hat sie außerdem Depressionen - und gleichzeitig ist ihr Verstand messerscharf. Man weiß nie, wann sie den nächsten gedanklichen Schritt zulässt und wann sie sich für eine Seite entscheidet: für oder gegen die METHODE.
Spannend ist auch ihre Gegenfigur: Heinrich Kramer, der ebenfalls blitzschnelle Gedanken hat und hochmanipulativ seine Ziele verfolgt; dabei aber klarer Anhänger der bestehenden Ordnung ist. In den Dialogen zwischen den beiden findet man unheimlich viele Denkanstöße - genau wie auch in den Dialogen zwischen Mia und Moritz.

Sowieso ist dieses Buch sehr gesprächslastig. Als könne man die Aushandlung dieses Gesellschaftsbildes nur im Gespräch führen. Oder eben auch nicht. Der Schreibstil ist perfekt - nüchtern an manchen, überschwänglich an anderen Stellen, aber immer präzise. Sicher keine leichte Kost. Aber eine lohnenswerte. 5 rosa Wölkchen von mir. Leute. Lesen. Unbedingt!


17.12.2014

[Gerede] Verrückt? Niemals!

09:18 0 Comments
In letzter Zeit habe ich viel über Neurosen nachgedacht. Oder zumindest über die kleinen und weniger kleinen Ticks, die wohl jeder Mensch hat und die ich gerne als Neurosen bezeichne. Obwohl ich natürlich weiß, dass eine wirkliche Neurose viel heftigere Ausprägungen annehmen kann und auch eigentlich nicht lustig ist. Aber solche harmlosen Macken finde ich nicht nur überaus amüsant, sondern auch sehr sympathisch. Und ich achte auch tatsächlich bei den Menschen in meinem Umfeld extrem auf solche wiederholten, unnötigen Dinge, die sie aus keinem richtigen Grund heraus tun. Besonders sprachliche Ticks hab ich schnell auf dem Schirm - und leider adaptiere ich sie fast genauso schnell. 
Was ich eigentlich sagen will: man ist nicht bekloppt oder verrückt, weil man immer wieder verschiedene irrationale Sachen tut. Und vor allem ist man nicht alleine. Deshalb hier ein paar der bescheuertsten Ticks meinerseits:

  • Natürlich hat der erste Punkt direkt was mit Büchern zu tun. Und meinem Schlafmangel. Ich lese nämlich hauptsächlich abends im Bett. Und da ist es relativ ungünstig, dass ich nicht einfach so mit dem Lesen aufhören kann, wenn ich müde bin, sondern mindestens bis zum Ende des Kapitels lesen muss. Aber das ist nicht alles. Denn wirklich beruhigt aufhören kann ich nur, wenn das neue Kapitel auf einer runden oder halbrunden Seitenzahl (also mit einer 0 oder ein 5 endend) beginnt. Das ist zum Glück öfter der Fall als man denkt!
  • Wo wir grade bei Zahlen sind: Grundsätzlich will ich immer eine gerade Anzahl an Keksen essen. Also 2, 4, 6. Manchmal, wenn ich mir gerade aufgelegt habe, maximal 2 Kekse zu essen, esse ich extra 3 ("einer mehr ist ja wohl okay"), um danach direkt einen vierten zu essen. Weil 3 ja keine gerade Zahl ist.
  • Wenn ich Dinge zu erledigen habe, schreibe ich sie auf eine ToDo-Liste, damit ich sie nicht vergesse. Und was da nicht draufsteht, wird das auch nicht gemacht, selbst wenn ich von mir aus doch daran denke.
  • Wenn ich nicht weiß, was ich mit meinen Händen tun soll, reibe ich mir wie Wickie die Nase.
  • Und auch die letzten beiden Punkte sind natürlich auch nochmal Buch-Ticks. Zum einen passiert es öfter, dass ich, wenn in einem Buch etwas passiert, womit ich absolut gar nicht einverstanden bin, dieses Buch zuklappe, von mir werfe und 5 Minuten lang schmolle. Dann lese ich beleidigt weiter :D
  • Zum andern lese ich meistens mit einer inneren Stimme. Und diese Stimme klingt oftmals nach der Person, mit der ich an dem Tag die meiste Zeit verbracht hab. Oft ist es so, als würde mir eine meiner Freunde das Buch vorlesen. Das kann irritierend sein, ich sags euch!

Diese Liste könnte man wahrscheinlich noch ewig weiterführen, aber zu meinem persönlichen Seelenfrieden muss ich es doch hierbei belassen. Was sind eure besonderen Ticks? Habt ihr auch so viele bücherbezogene Macken? Schreibt mir das mal - vielleicht können wir eine Selbsthilfegruppe eröffnen. Wobei... ein bisschen Wahnsinn hat schließlich noch niemandem geschadet!

14.12.2014

[Musik] Sonntagslieder #108

07:30 0 Comments
Weihnachten steht kurz vor der Tür - da verwundert es nicht, dass in den dieswöchigen Top-3 fast ausschließlich weihnachtliche Lieder zu finden sind. Aber nicht nur. Der Horizont verengt sich ja nicht automatisch, nur weil Weihnachten ist. Außerdem fehlt mir der Schnee. Sicherlich wäre ich viel mehr in Weihnachstsstimmung, wenn es mal schneien würde. Aber gut, was nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt erstmal viel Spaß mit einer Auswahl meiner aktuellen Lieblingslieder!



Michael Bublé - Let It Snow
Meine Wetter-Beschwörungsformel. Vielleicht hilft es ja ;)


Melanie Thornton - Wonderful Dream
An Weihnachten darf Kitsch nicht nur - da MUSS Kitsch. Und Pathos. Was passt dazu besser, als dieses Lied? Das einzig Gute, das wir jemals von Coca Cola erhalten haben.


Slipknot - The Negative One
Wenn man dann doch mal Kontrastptogramm braucht. Meine Empfehlung dafür.

Soweit, so gut. Wie sieht es bei euch aus - hattet ihr schon Schnee und freut ihr euch darüber oder eher nicht so? Einen gemütlichen dritten Advent wünsche ich euch! ♥

12.12.2014

[Rezi] Kai Meyer - Asche und Phönix

09:29 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 459



Teaser:
In Lyon hatte Ash seine Narben gesehen, an den Armen und am Bauch: streichholzlange Schnitte, einer neben dem anderen, und auch ein paar größere, auf die sie nur einen kurzen Blick hatte werden können, als er aus der Dusche gekommen war.




Handlung
Unsichtbar fristet Ash ihr Leben in London - von niemandem wahrgenommen und völlig zufrieden damit. Ihren Pflegeeltern ist es egal, wo sie sich rumtreibt und so hat sie sich einer ominösen Gruppe angeschlossen. Menschen, die in fremde Wohnungen einbrechen und dort leben, während die Besitzer gerade auf Reisen sind. Wenn sie wieder gehen, hat sich im Idealfall nichts in der Wohnung verändert - kein Essen fehlt, kein Dekostück ist verschoben, nichtmal ein fremder Geruch steht in einem der Zimmer.
Um sich ihr Essen zu verdienen, jobbt Ash außerdem als Zimmermädchen in großen Hotels. Aber nur, um ihrer eigentlichen Profession nachzugehen - dem Diebstahl. Wenn die großen Stars und Sternchen zu Filmpremieren und weiteren offiziellen Anlässen ihre Zimmer verlassen haben, steckt Ash dort alles an Bargeld ein, was sie finden kann. Bis sie eines Tages erwischt wird. Von Parker Cale, dem Hauptdarsteller des beliebtesten Teenie-Films aller Zeiten. Doch anstatt sie bei der Polizei anzuzeigen, lässt er sich von Ash unbemerkt aus dem Hotel bringen und zieht sie mit in eine abstruse Geschichte aus Seelenverkäufen, Familiendramen und einem waschechten Pakt mit dem Teufel - oder sowas ähnlichem.

Meine Meinung
Wenn man die Inhaltsbeschreibung dieses Buches liest, weiß man eigentlich schon mehr oder weniger, worauf man sich einlässt. Vielleicht aber eher weniger als mehr. Denn obwohl die angelegte Liebesgeschichte sehr vorhersehbar ist, überrascht das Buch dennoch - nur auf einer anderen Ebene.

Teilweise habe ich mich dabei erwischt, wie ich die Geschichte als weltlich gewordene Kritik an der gesamten Popkultur interpretiert habe. Das ist vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen und dichtet der Geschichte einen nicht vorhandenen Anspruch zu, aber unteranderem kann man sie definitiv so lesen.

Nehmen wir zunächst einmal Parker Cale, der Jungstar der aktuellen Filmindustrie. Ihm liegen sämtliche Fangirls zu Füßen, er räumt alles ab, was geht. Mit einer einzigen Hauptrolle in den Verfilmungen einer Fantasy-Buchreihe. Wer sich da nicht direkt an den gesamten Twighlight-Hype erinnert fühlt, dem kann ich auch nicht helfen. Parker selbst findet seine Rolle, die ihn zum Erfolg geführt hat, mehr als furchtbar. Sie erfüllt weder seinen Anspruch an qualitative Schauspielerei, weil sie ihm einfach zu platt konzipiert ist, noch hält er überhaupt irgendwas von der Marketing-Maschinerie dahinter. Außerdem ist er zermürbt von der Presse und den Fans, weil er ständig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Was er gleichzeitig verabscheut und braucht wie eine Droge. Also geigt er seinem Vater, der alle Fäden in der Hand hält, öffentlich die Meinung, und tritt damit eine regelrechte Lawine los.

Denn da taucht auch schon der personifizierte Pop selbst auf - Libertaque, der sich von dem Ruhm anderer ernährt. Sucht nach Ruhm ist ein zentrales Thema im gesamten Roman, aber in dieser Figur konzentriert sich diese Sucht aufs Höchste. Allerdings - und das finde ich besonders interessant - unterscheidet Libertaque zwischen richtigem und falschem Ruhm - Menschen, die etwas mit einem künstlerischen Anspruch erschaffen und damit berühmt werden, liefern ihm den richtigen Ruhm. Und Menschen wie Parker oder sein Vater, die lediglich Masse für die Massen produzieren, liefern zwar Ruhm, der satt macht, aber sonst nichts kann.
Überhaupt ist es diese Gegenfigur, die mich an dem Roman am meisten fasziniert hat. Weil sie als einzige nicht nach einem bekannten Stereotypen konzipiert ist und man nie wissen kann, was als nächstes mit ihr passiert. Die fantastischen Elemente und die knallharte Kritik am Showbusiness - beziehungsweise an der Motivation vieler Beteiligter - allgemein verbinden sich in pervertierter, zugespitzter Form in dieser Figur.

Ansonsten sind mir zwei, drei logische Brüche in der Geschichte aufgefallen - vor allem am Ende -, was natürlich nicht hätte sein müssen. Auch wird mir ein bisschen zu schwarz/weiß gemalt und die Hauptfiguren sind eher langweilig. Im Endeffekt knüpft das Buch nämlich doch an bekannte Mechanismen an: berühmter, unglücklicher Star PLUS Außenseitermädchen, das die Persönlichkeit und nicht den Ruhm sieht GLEICH wahre Liebe. Also die heimliche Fantasie eines jeden Teenies. Aber wegen der grandiosen Gegenfigur und dem gewohnt mitziehenden meyerischen Schreibstil gibt es dennoch vier Wölkchen von mir.


10.12.2014

[Gerede] Merkwürdige Geschäftsmodelle und Ausnutzen naiver Blogger?

08:30 8 Comments
Ende Oktober diesen Jahres erhielt ich bezeichnenderweise als nette kleine Halloween-Überraschung eine relativ ausführliche Email. In dieser teilte mir die freundliche Julia ohne Nachnamen mehr oder weniger förmlich mit, dass
a) mein Blog wirklich supiii ist, und
b) ich mir unbedingt die Website Paperblog.com anschauen sollte. Um das Haus des Wahnisnns dort anzumelden. Hat nur Vorteile. Für alle Beteiligten.

Auf Grund einer fehlenden Anrede (ich wurde in der Mail kurz und knackig mit "Hallo" begrüßt - aber ohne meinen Namen), und weil direkt ziemlich schamlos Werbung für eine mir sowohl völlig unbekannte als auch leicht suspekt wirkende Website gemacht wurde, habe ich diese Mail im ersten Impuls als Spam eingeordnet und wollte sie auch als solche behandeln. Was aber passierte dann? Traurig aber wahr - der letzte Absatz der Mail zielte knallhart auf meine Eitelkeit ab und hat damit genau richtig getroffen:
Ihr Blog entspricht genau unseren Qualitätkriterien für interessante und gut geschriebene Artikel und ich bin überzeugt, dass Ihre Beiträge für die Leser des Ressorts Literatur eine Bereicherung darstellen.

Tja, ich muss leider zugeben... damit hatte die Julia mich an der Angel. Deshalb habe ich mich mal ein wenig auf der Seite umgeschaut und schnell festgestellt, dass auch einige Blogs, die ich gerne lese, bereits dort angemeldet sind. Doch wozu? Laut eigender Aussage ist Paperblog eine Art Netzwerk:
Paperblog ist eine neue partizipative Internetseite für Blogger, die seit über einem Jahr online ist. Wir möchten mit unserem Projekt zum einen ein alternatives Medium aufbauen, in dem auch Erfahrungen, Meinungen und Ereignisse ihren Weg in die Öffentlichkeit finden, die in den klassischen, großen Medien eher wenig Gehör finden.

Ein paar Fremdwörter beeindrucken mich ja von Natur aus eher wenig, sofern ich darin inhaltsleere Worthülsen erschnüffeln kann - und dieses Alarmsystem hat auch hier ausgeschlagen. Partizipativ ist die Webseite insofern, als dass sich dort jeder mit seinem Blog anmelden kann und es dann los geht mir fröhlichem Rating, Commenting etc pp. Was das mit dem alternativen Medium angeht - ich dachte, das wäre mein Blog eigentlich schon. Aber gut, neue Leser zu erreichen, ist ja gemeinhin ein Wunsch der Bloggerwelt, von daher ist der Grundgedanke der Seite ein nicht ganz schlechter. Das Problem: wenn die Leute deine Beiträge auf Paperblog.com lesen, besuchen sie nicht automatisch auch deinen Blog. Wozu auch? Die Beiträge können bequem gelesen und bewertet werden - da braucht die eigentliche Blog-Seite nicht noch umständlich angeklickt zu werden. Damit war ich also schon raus aus der Nummer.

Doch vor ein paar Tagen meldete sich Julia wieder bei mir und rief mir die Seite in Erinnerung. Was also tun? Gründlichere Recherche. Nicht nur die AGBs habe ich daraufhin befragt, sondern auch das liebe World Wide Web, und so mehrere interessante Sachen herausgefunden.

Zum einen tritt man mit Zustimmung der AGBs die Rechte seiner Inhalte ab. Paperblog darf damit machen, was sie wollen. Verbreiten, kürzen, übersetzen und letztendlich verändern. Haften tut man aber immernoch selbst dafür. Das klingt ja schonmal gar nicht gut. Außerdem verdient man selbst damit keinen müden Cent. Was Paperblog angeht - tja, ich schätze die Buchhaltung ist für Mitglieder dieser partizipativen Seite wenig transparent.
Zum anderen geht nicht nur Julia auf die Jagd nach vielversprechenden Blogs, die zu der Informationsflut auf Paperblog ihren Beitrag leisten wollen. Offensichtlich hat sie noch eine Schwester - Johanna ohne Nachnamen. In meinem Kopf sind Julia, Johanna und Co. ganz offensichtlich eine mafiöse Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Bloggerweilt nach naiven Menschen zu suchen, diese mit Augenwischerei dazu bringen, sich ihrer Sachen anzuschließen und damit für die Marmelade auf dem Brot sorgen. Oder es ist nicht ganz so dramatisch. Läuft aber auf das selbe hinaus. Denn es gibt qualitativ keine Gegenleistung. Du gibst von dir produzierten Content weiter, erhälst aber nichts dafür außer ein paar spekulative Klicks.

Wie auch immer - ich habe daraufhin freundlich, aber bestimmt und ironisch dankend abgelehnt. Sogleich kam auch eine Antwort mit der weisen Erkenntnis, dass dieses
Projekt nicht alle Blogger gleichermaßen begeistern kann.

Absolut richtig. Die Lobhudelei war gut für das Blogger-Ego, aber meine Seele verschenke ich nicht.

06.12.2014

[Rezi] Simon Becket, u.a. - Tödliche Gaben. Die spannendsten Weihnachstskrimis

10:33 0 Comments
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Kurzgeschichten, Krimi, Thriller
Seitenzahl: 218



Teaser:
Manchen Menschen gefällt es, andere Menschen umzubringen. Als forensischer Anthropologe ist es mein Beruf - meine Berufung - , herauszufinden, wie sie es getan haben, und für die Identifizierung ihrer Opfer zu sorgen.





Inhalt
Wer sich in der Thriller-Szene ein bisschen auskennt, wird sich bei obigen Teaser direkt richtig verortet fühlen. Bekannte Größen geben sich die Ehre, eine Geschichte zu diesem kleinen Büchlein beizutragen - unter anderem auch Simon Beckett, der seine wohl berühmteste Figur, David Hunter, für eine kurze Episode in ein winterliches Setting setzt.
Insgesamt sind es 11 kriminalistische Kurzgeschichten, die dem Leser präsentiert werden und die die unterschiedlichsten Themen und Schwerpunkte haben. Mal liegt ein toter Weihnachtswichtel in einem Kofferraum, dann rätselt ein Mönch daran, ob es Gottes Bestimmung für ihn ist, kriminell zu werden und wieder in einer anderen Geschichte wird ein wenig surrealistisch erklärt, wieso es in den 1930er Jahren wirklich zur großen Depression in der Wirtschaft kam.

Meine Meinung
So unterschiedlich die Autoren sind, die an diesem Buch mitgewirkt haben, so verschieden ist auch der Stil der Geschichten  und meiner Meinung auch das reflexive Niveau.

Es ist natürlich nicht so leicht, auf weniger als 30 Seiten eine spannungsreiche und fesselnde Stimmung zu erzeugen - gerade in dem besagten Genre. Und den einzelnen Autoren gelingt das mehr oder weniger gut. Dennoch hat jede einzelne Geschichte einen gewissen Unterhaltungswert, der sich aber nicht immer auf die Effekte beruft, nach denen Krimis oder Thriller arbeiten. Manchmal geht es auch ins Phantastische oder ins Individuell-Tragische und Nervenkitzel wird eher zum sekundären Aspekt der Geschichte.

Fast allen gemein ist das winterliche, wenn nicht sogar weihnachtliche Setting und das ist ja für dieses Thema nur legitim. Vielleicht bin ich ein bisschen voreingenommen, aber die beste Geschichte ist meiner Meinung nach mit Abstand die von Sebastion Fitzek. Das weihnachtliche Thema ist ebenso in der Geschichte verwoben, wie seine typischen Psycho-Spielchen, die mit der Lesererwartung machen, was sie wollen und grundsätzlich falsche Fährten legen.

Mein Fazit fällt also nicht schwer begeistert, aber dennoch solide aus. Für mich war dieses Buch das ideale Bus-Buch, weil es kurzweilige, schnell abgeschlossene Unterhaltung bietet und manchmal sogar ein wenig Nervenkitzel. Für Hardcore-Thriller-Fans ist es aber wahrscheinlich ein wenig zu platt. 3 Wölkchen gibt es dafür von mir.

04.12.2014

[Gerede] Dating wird völlig überbewertet

10:18 12 Comments
Wenn man quasi Mitte 20 ist und dazu bekennender Single, hört man immer wieder die selben Fragen:
"Na, wie läufts in der Liebe?", "Willst du dir nicht langsam mal was festes suchen?", "Hast du etwa vor, alleine alt zu werden?" und die mit Abstand schlimmste Frage: "Warum gehst du denn nicht öfter aus? Dating-Möglichkeiten hast DU ja schließlich genug!"
Ohne den Wahrheitsgehalt dieser letzten Aussage grundsätzlich zur Debatte stellen zu wollen, würde ich hier dem selbsternannten Love Expert, der diese trifft, am liebsten über die Wange streicheln. Mehrmals. Mit meiner Faust.

Denn erstens drängt sich mir bei all diesen Gesprächen selbst eine Frage auf: Warum seid ihr nur alle so unentspannt? "Chillt euch mal!" würde ich am liebsten in die mitleidig-besorgten Gesichter schreien. Völlig relaxed natürlich. Der Fragesteller hat sich sein Gesellschaftsbild anscheinend von schlechten amerikanischen Teeniefilmen und How I Met Your Mother abgeschaut, wo die Prämisse lautet: stehst du am Wochenende ohne Date da, bist du entweder Soziopath oder ein Beziehungsversager. Denn natürlich besteht der einzige Sinn des Seins darin, einen Partner zu finden und für immer immer immer zu behalten. Dass es nicht unbedingt ein Gewinn ist, wenn man jedes Wochenende vor einer neuen Person sitzt, bleibt da mal dezent außen vor. Du musst 99 Frösche küssen, und der hundertste verwandelt sich dann in deinen Prinzen? ...also bitte!

Zweitens kommen diese Ratschläge doch meistens von dem selben Typ Mensch. Diese Leute, die seit ihrer Geschlechtsreife maximal zwei Wochen nicht in einer Beziehung gesteckt haben und sich im Grunde gar nicht als eigenständige Persönlichkeit definieren können. Diese Leute, die von Partner zu Partner hüpfen und ihre Erfüllung nur im Doppelpack finden. Versteht mich nicht falsch - wen das glücklich macht, dem stehe ich sicher nicht im Weg. Selbst bin dann aber doch lieber der unabhängige Typ.

Und drittens - last but not least: Dates sind ganz ganz schrecklich. Wäre das die einzige Möglichkeit, potentielle Partner kennenzulernen, wäre ich sicher noch nie in einer Beziehung gewesen. Dates laufen immer nach dem gleichen Schema ab, wenn man die Person noch nicht kennt - egal, wie originell man es verpacken will: im Grunde ist das bloß eine Mikro-Castingshow, bei der die jeweils wichtigen Punkte in Form eines mehr oder weniger zwanglosen Informationsaustausches überprüft werden. Musikgeschmack? Check! Hobbys? Check! Ach, du warst ein Jahr in Australien? Verrückt, 32 meiner Bekannten auch! Ja, ich studiere xyz-Gedöns. Oh, spannend. Blablablabla. Was das wirklich interessante an Mensche ist, geht einfach meistens unter, wenn als Subtext jeder Aussage ein "Super, noch zwei ungefähre Gemeinsamkeiten, und es reicht auf jeden Fall für einen Kaffee bei mir" mitschwingt. Wie eingefahren dieses Schema ist, merkt man vor allem dann, wenn man einfach mal untypische Fragen stellt oder bescheuerte Antworten gibt. "Und, was war so in deiner Schultüte?" sagt als purer Informationswert ungefähr genauso viel aus wie die Lieblingsserien, aber die Reaktionen sind wenigstens mal anders. Von irritiert bis unterhaltsam ist da alles dabei.

Jedenfalls empfinde ich es nicht als das ultra-krass alternative Lebenskonzept, wenn man nicht beständig auf der Suche nach einer besseren Hälfte ist. Auch, wenn einige Leute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis das anscheinend so sehen. Aber ich arbeite lieber erstmal daran, alleine schon eine vollständige Person zu sein. Und sollte jemand auftauchen, der ebenfalls eine vollständige Person ist, können wir gerne zusammen vollständig sein. Und wenn nicht, ist das auch gut.

01.12.2014

Leserückblick November 2014

07:01 2 Comments
Das Jahr ist fast vorbei und mich überkommt langsam schon wieder die Silvester-Panik (so sehr ich Weihnachten liebe, so sehr hasse ich Silvester. Wirklich. Ich hasse es). Darüber zu berichten würde sich fast mehr lohnen als euch zu erzählen, welche grandiosen Leseerfolge ich im November gefeiert habe. Aber dann würde ja die Statisitk ausfallen - und das geht natürlich nicht. Muss doch alles seine Ordnung haben hier.

Gelesen
Justin Cronin - Die Zwölf (*Rezi*)
Gianrico Carofiglio - Die Illusion der Weisheit (*Rezi*)

In Seiten
1055

Durchschnittsbewertung
4,5 Wölkchen

Highlight des Monats
Ganz ohne Zweifel Die Illusion der Weisheit von Gianrico Carofiglio. So viele tolle Geschichten auf so wenig Raum ♥

Enttäuschung des Monats
Immerhin: keine.

In Bildern



Aber hey - ich hatte am Anfang des Monats nicht erwartet, überhaupt mit diesem Schinken (Immerhin 800 Seiten hat Die Zwölf) durchzukommen. Das ist doch schonmal ein Erfolg. Mal sehen, was der Endspurt noch so bringt.