17.12.2014

[Gerede] Verrückt? Niemals!

In letzter Zeit habe ich viel über Neurosen nachgedacht. Oder zumindest über die kleinen und weniger kleinen Ticks, die wohl jeder Mensch hat und die ich gerne als Neurosen bezeichne. Obwohl ich natürlich weiß, dass eine wirkliche Neurose viel heftigere Ausprägungen annehmen kann und auch eigentlich nicht lustig ist. Aber solche harmlosen Macken finde ich nicht nur überaus amüsant, sondern auch sehr sympathisch. Und ich achte auch tatsächlich bei den Menschen in meinem Umfeld extrem auf solche wiederholten, unnötigen Dinge, die sie aus keinem richtigen Grund heraus tun. Besonders sprachliche Ticks hab ich schnell auf dem Schirm - und leider adaptiere ich sie fast genauso schnell. 
Was ich eigentlich sagen will: man ist nicht bekloppt oder verrückt, weil man immer wieder verschiedene irrationale Sachen tut. Und vor allem ist man nicht alleine. Deshalb hier ein paar der bescheuertsten Ticks meinerseits:

  • Natürlich hat der erste Punkt direkt was mit Büchern zu tun. Und meinem Schlafmangel. Ich lese nämlich hauptsächlich abends im Bett. Und da ist es relativ ungünstig, dass ich nicht einfach so mit dem Lesen aufhören kann, wenn ich müde bin, sondern mindestens bis zum Ende des Kapitels lesen muss. Aber das ist nicht alles. Denn wirklich beruhigt aufhören kann ich nur, wenn das neue Kapitel auf einer runden oder halbrunden Seitenzahl (also mit einer 0 oder ein 5 endend) beginnt. Das ist zum Glück öfter der Fall als man denkt!
  • Wo wir grade bei Zahlen sind: Grundsätzlich will ich immer eine gerade Anzahl an Keksen essen. Also 2, 4, 6. Manchmal, wenn ich mir gerade aufgelegt habe, maximal 2 Kekse zu essen, esse ich extra 3 ("einer mehr ist ja wohl okay"), um danach direkt einen vierten zu essen. Weil 3 ja keine gerade Zahl ist.
  • Wenn ich Dinge zu erledigen habe, schreibe ich sie auf eine ToDo-Liste, damit ich sie nicht vergesse. Und was da nicht draufsteht, wird das auch nicht gemacht, selbst wenn ich von mir aus doch daran denke.
  • Wenn ich nicht weiß, was ich mit meinen Händen tun soll, reibe ich mir wie Wickie die Nase.
  • Und auch die letzten beiden Punkte sind natürlich auch nochmal Buch-Ticks. Zum einen passiert es öfter, dass ich, wenn in einem Buch etwas passiert, womit ich absolut gar nicht einverstanden bin, dieses Buch zuklappe, von mir werfe und 5 Minuten lang schmolle. Dann lese ich beleidigt weiter :D
  • Zum andern lese ich meistens mit einer inneren Stimme. Und diese Stimme klingt oftmals nach der Person, mit der ich an dem Tag die meiste Zeit verbracht hab. Oft ist es so, als würde mir eine meiner Freunde das Buch vorlesen. Das kann irritierend sein, ich sags euch!

Diese Liste könnte man wahrscheinlich noch ewig weiterführen, aber zu meinem persönlichen Seelenfrieden muss ich es doch hierbei belassen. Was sind eure besonderen Ticks? Habt ihr auch so viele bücherbezogene Macken? Schreibt mir das mal - vielleicht können wir eine Selbsthilfegruppe eröffnen. Wobei... ein bisschen Wahnsinn hat schließlich noch niemandem geschadet!

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