06.12.2014

[Rezi] Simon Becket, u.a. - Tödliche Gaben. Die spannendsten Weihnachstskrimis

Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Kurzgeschichten, Krimi, Thriller
Seitenzahl: 218



Teaser:
Manchen Menschen gefällt es, andere Menschen umzubringen. Als forensischer Anthropologe ist es mein Beruf - meine Berufung - , herauszufinden, wie sie es getan haben, und für die Identifizierung ihrer Opfer zu sorgen.





Inhalt
Wer sich in der Thriller-Szene ein bisschen auskennt, wird sich bei obigen Teaser direkt richtig verortet fühlen. Bekannte Größen geben sich die Ehre, eine Geschichte zu diesem kleinen Büchlein beizutragen - unter anderem auch Simon Beckett, der seine wohl berühmteste Figur, David Hunter, für eine kurze Episode in ein winterliches Setting setzt.
Insgesamt sind es 11 kriminalistische Kurzgeschichten, die dem Leser präsentiert werden und die die unterschiedlichsten Themen und Schwerpunkte haben. Mal liegt ein toter Weihnachtswichtel in einem Kofferraum, dann rätselt ein Mönch daran, ob es Gottes Bestimmung für ihn ist, kriminell zu werden und wieder in einer anderen Geschichte wird ein wenig surrealistisch erklärt, wieso es in den 1930er Jahren wirklich zur großen Depression in der Wirtschaft kam.

Meine Meinung
So unterschiedlich die Autoren sind, die an diesem Buch mitgewirkt haben, so verschieden ist auch der Stil der Geschichten  und meiner Meinung auch das reflexive Niveau.

Es ist natürlich nicht so leicht, auf weniger als 30 Seiten eine spannungsreiche und fesselnde Stimmung zu erzeugen - gerade in dem besagten Genre. Und den einzelnen Autoren gelingt das mehr oder weniger gut. Dennoch hat jede einzelne Geschichte einen gewissen Unterhaltungswert, der sich aber nicht immer auf die Effekte beruft, nach denen Krimis oder Thriller arbeiten. Manchmal geht es auch ins Phantastische oder ins Individuell-Tragische und Nervenkitzel wird eher zum sekundären Aspekt der Geschichte.

Fast allen gemein ist das winterliche, wenn nicht sogar weihnachtliche Setting und das ist ja für dieses Thema nur legitim. Vielleicht bin ich ein bisschen voreingenommen, aber die beste Geschichte ist meiner Meinung nach mit Abstand die von Sebastion Fitzek. Das weihnachtliche Thema ist ebenso in der Geschichte verwoben, wie seine typischen Psycho-Spielchen, die mit der Lesererwartung machen, was sie wollen und grundsätzlich falsche Fährten legen.

Mein Fazit fällt also nicht schwer begeistert, aber dennoch solide aus. Für mich war dieses Buch das ideale Bus-Buch, weil es kurzweilige, schnell abgeschlossene Unterhaltung bietet und manchmal sogar ein wenig Nervenkitzel. Für Hardcore-Thriller-Fans ist es aber wahrscheinlich ein wenig zu platt. 3 Wölkchen gibt es dafür von mir.

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