15.11.2015

[Musik] Sonntagslieder #128

Sätze wie "Still ist es hier auf dem Blog im Moment" oder "Ich konnte leider schon länger nichts mehr posten, weil..." sind ja etwas, was ich für mich eigentlich kategorisch ausschließe. Die Posting-Lücke ist ja schließlich ziemlich offensichtlich und bedarf keiner eigenen Erwähnung. Zumal ich generell dagegen bin, inhaltliche Leere mit sich selbst zu kompensieren. Wenn man Nichts mit Nichts füllen will, kommt bekanntlich nur noch mehr Nichts heraus - sofern man Nichts überhaupt steigern kann. -- Notiz an alle Hobby-Mathematiker: in der realen Welt wir aus Negativ x Negativ leider nur äußerst selten Positiv. --

Dennoch kann ich mich des Reflexes nicht erwehren, wenigstens ein bisschen an Erklärung für die aktuell sehr ruhige Lage hier zu liefern. Wenn auch hauptsächlich als kleine Bestandsaufnahme und Reflektionsplattform für mich selbst. Obwohl ich mich selbst wohl kaum über die allgemeine Schreibblockade aufklären muss, die seit drei Wochen sowohl den Blog, die Master-Arbeit und diverse andere Schreibkompetenz erfordernde Aktivitäten meines Alltags sabotiert. Vor allem gegen Jahresende kommt manchmal einfach zu viel zusammen, das geistige Präsenz erfordert, und das hat irgendwann seinen Preis. Bei mir schlägt sich das nun leider in einer absoluten Verweigerungshaltung nieder, die zuweilen stärker als das Pflichtempfinden ist und deshalb einfach alles liegen lässt. Nach nun einer Woche bewusster (Denk-)Pause habe ich aber glücklicherweise das Gefühl, es geht wieder bergauf. Zumindest lässt der Anfall von Renovierungsbedarf bezüglich des Haus des Wahnsinns darauf schließen. Denn als erste Amtshandlung habe ich gleich mal die Sonntagslieder ein bisschen reformiert.

Dirty little Secret
The All American Rejects


Liebste Textstelle:
Who has to know 
When we live such fragile lives? 
It's the best way we survive 
I go around a time or two 
Just to waste my time with you 

Dance, Dance
Fall Out Boy


Liebste Textstelle:
Weighed down with words 
Too over-dramatic 
Tonight it's a "Can't get much worse" 
And a "No one should ever feel like"

Hurra
Die Ärzte


Liebste Textstelle:
Gestern ging es allen dreckig, heute geht es steil bergauf. 
Jeder hat sechs Richtige - alle sind total gut drauf. 
Europa, Asien, Afrika, Australien und Amerika: 
Friede, Freude, Eierkuchen - alle singen jajajaaaaa.  


Praktischerweise habe ich für dieses Mal Lieder rausgesucht, die relativ platte Texte haben (abgesehen selbstverständlich von den Ärzten; da werden die Ironie und Vielschichtigkeit des Textes selbst ohne Zusammenhang durchaus deutlich). Jedenfalls trällern momentan eher softe Gitarren in meiner Playlist. Hauptsächlich, weil ich noch keine Lust auf die herbstwinterdepressiven melancholischen Lieder habe, die normalerweise um diese Zeit Einzug halten. Beziehungsweise erlaube ich den Einzug nicht, um die Stimmung hier wenigstens ein bisschen oben zu halten :D
Jedenfalls hoffe ich, dass es ab jetzt wieder besser klappt mit meiner Teilnahme an der Blogger-Welt. Einen schönen und gemütlichen Sonntag wünsche ich allerseits und bis ganz bald! ♥

Kommentare:

  1. Achja, wie hab ich das vermisst deine Sonntagslieder-Posts zu lesen. Ich versteh dich total, dass überall grad nix gscheid geht - so ähnlich isses bei mir auch so. Mittlerweile bemerke ich das jedes Jahr wie ich ab November kaum noch Bock habe, irgendwas produktives zu tun. Nicht gerade effektiv was Schule oder Leben angeht :P Manchmal muss das halt sein. Ich wünsch dir aber gaaanz viel Glück bei der Masterarbeit und dabei, wieder etwas hochzukommen aus der Blockade ;)
    Super Song Auswahl mal wieder!!
    ♥ Ley

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    1. Hach, und ich habe deine lieben Kommentare vermisst!♥
      Solange nach der Talfahrt wieder eine Strecke berghoch geht, ist das alles zu verkraften.
      Vielen Dank! :)

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