13.02.2016

# Katzenjammer # L(i)ebenswert

[Gerede] Über die Rolle und das Selbstverständnis von Buchblogs. Ein Kommentar

Vor ein paar Tagen stieß ich bei meiner routinemäßigen Update-Runde durch diverse Zeitungsapps auf diesen Artikel aus der ZEIT, der mich zunächst etwas irritiert, dessen Thematik mich aber seither nicht mehr losgelassen hat. Vor allem, weil ich mittlerweile auf einen inhaltlich ähnlichen Blog-Beitrag getroffen bin, der die ganze Sache von der entgegengesetzten Perspektive aus betrachtet und dem Artikel traurigerweise Recht gibt - wenn auch sicherlich nicht mit Absicht.

Worum es in den beiden verlinkten Beiträgen geht, sei hier schnell und in aller Kürze dargestellt. Zwei Parteien steigen in den Ring: die linke Ecke wird besetzt durch die klassischen Medien mit einem Kompetenzteam aus studierten Literaturkritikern, die über fundiertes geisteswissenschaftliches Fachwissen verfügen. In der rechten Ecke befinden sich die jugendlichen und jugendlich gebliebenen Buchblogger, die aus ihrem Lese-Hobby ein Online-Hobby gemacht haben und mittlerweile von Verlagen zu einer kleinen Marketing-Subkultur funktionalisiert worden sind. Es verspricht, eine großartige Show zu werden, ein Battle klassisch gegen neu, etabliert gegen frisch, Reflektivität gegen Unterhaltung, Akademiker gegen Blogger. Mögen die Spiele beginnen!

Runde 1: Die ZEIT nutzt eine Lücke in der Blogger-Abwehr und schlägt einmal fest zu. Aber auch, wenn ich der Verfasserin des ZEIT-Artikels (die sich selbst, wie ich nach kurzer Recherche vermute, gar nicht zu dem elitären Kreis der Literaturkritiker zählt) in einigen Punkten durchaus zustimmen muss und möchte, sind wir doch grundsätzlich nicht der selben Meinung.
Man kann nicht umhin, peinlich berührt zu nicken, wenn sie den Bloggern vorwirft, in der breiten Masse leichte, schnelle Bücher zu bevorzugen und an komplexen Texten eher prinzipiell rumzukritteln, anstatt sich näher damit und der ästhetischen Wirkung auseinanderzusetzen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass relativ seichte Fantasy- und RomCom-Literatur präsenter in der Buchblogszene ist als der neue Roman von Christian Kracht. Dass nicht nur die Bücher nicht zu viel Hirneinsatz erfordern sollen, sondern auch die Rezensionen dazu auf den Blogs bitte kurz und knackig sein müssen, wenn sie jemand lesen soll. Lange Rezensionen stehen oft gleichermaßen für Geschwafel wie für Phrasendrescherei. Und sind wir mal ehrlich: was soll man zu einem Jugendbuch denn auch großartiges schreiben, was nicht schon jemand anderes auf seinem Blog dazu geschrieben hat? Dann doch lieber das wunderschön gestaltete Cover positiv hervorheben, da kann schließlich jeder mitsprechen. Und hübsch im Regal sieht es auch noch aus. 

Was hier so überspitzt formuliert ist, stellt nach meinen Beobachtungen eine Regel dar, von der es glücklicherweise erfrischende Ausnahmen gibt, der aber doch das Gros an Buchbloggern folgt. Während ich ganz persönlich dieses Phänomen von einem rein ideellen Standpunkt als bedrückend wahrnehme (war ich, bin ich und werde ich immer der Meinung sein, dass die besten Texte gerade die sind, zu denen man sich den Zugang erarbeiten muss, die einen nicht nur floskelmäßig zum "nachdenken bringen", sondern regelrecht zum denken zwingen, weil man sie sonst nicht oder nur ungenügend versteht; wodurch man am meisten über das Buch, die Welt und sich selbst lernen und einen viel größeren Erkenntnisgewinn haben kann), ist dieser ganze Konflikt doch eigentlich erst wirklich hochgekocht, seit es absolut profan um Geld geht. Seit die Verlage entdeckt haben, dass Besprechungen aus der Zielgruppe die Leser in der Zielgruppe mehr berühren, als Besprechungen von professionellen Menschen und ihre Rezensionsexemplare deshalb aufteilen und einige an Blogger und nicht mehr nur an den exklusiven Journalistenkreis schicken. Seit aus den Blogs ein Geschäft geworden ist. Und wie es allgemein auch bei den Youtube-Stars zu beobachten ist, wächst mit zunehmender Professionalisierung auch die Kritik. Und das absolut zu Recht, denn jeder, der öffentlich Inhalte generiert und publiziert, steht in einer gewissen Verantwortung, vor allem, wenn diese Inhalte eine gewisse Reichweite haben. Bei Buchblogs ist das nicht anders. Und wer freiwillig in den Ring steigt mit wissenschaftlich ausgebildeten Literaturkritikern, der muss sich bewusst sein, dass da ab und an mal ein rechter Haken kommen wird.

Nun ja. Wie selbst Cassandra Clare weiß, ist ein Text nichts ohne einen wirkungsvollen Plot Twist. Deshalb hier das große ABER: die wenigsten Buchblogger wollen tatsächlich Literatur kritisieren und haben mit Literaturkritik so viel am Hut wie Harry Potter mit Gut Pemberley. Es gibt viele Motivationen, Bücher zum Thema eines Blogs zu machen: eine Art Lesetagebuch führen, kurz seinen Senf zu den gelesenen Sachen geben oder sich allgemein einfach zwanglos ein bisschen mehr mit dem Hobby beschäftigen. Das hat nichts mit reflektierender Auseinandersetzung zu tun und ist genau deshalb als Marketing für die Verlage so interessant (wobei ich der Meinung bin, dass in vielen Diskussionen die Bedeutung der Buchblogs für die Verkaufszahlen absolut überschätzt wird, aber das ist ein anderes Thema), denn seit wann ist Marketing reflektiert oder geistig anspruchsvoll? Wie Adorno schon zu befürchten wusste, macht es gerade das Geistlose aus, das etwas für die Massen attraktiv macht. Zerstreuung, Unterhaltung, Konsum. Darum geht es und um nichts anderes. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist jedoch: Buchblogger können Literatur nicht auf die Art behandeln, wie es die Literaturkritik in den Feuilletons oder die Literaturwissenschaft an den Universitäten tun, denn sie haben weder die Ausbildung noch das Medium dazu. Und das müssen sie auch nicht, denn für die meisten geht es einfach um Spaß an der Sache. Und das ist wichtig. Es ist wichtig, dass Bücher Spaß machen und dass es Leute gibt, die diesen Spaß nach Außen kommunizieren. Es ist wichtig, nicht immer alles so furchtbar ernst zu nehmen. Und vor allem ist es wichtig, dass sowohl in der rechten als auch in der linken Ecke passionierte Leute stehen, die Literatur auf ihre jeweilige Art lieben und für ein Gleichgewicht bei der öffentlichen Auseinandersetzung damit sorgen. Liebe und Frieden.

Kommentare:

  1. Die Idee mit dem Ring ist cool xD Ich glaube, es geht weniger um Geld als um Anerkennung. Man wird von den großen Verlagen beachtet!

    Meine Freiheit als Bloggerin und (auf meine Weise) Literaturkritikerin ist es, von Büchern zu erzählen. Und wenn ich an komplizierten Texten scheitere (was mich ärgert, aber ich muss ja keine Klassenarbeit dazu schreiben...), dann kann ich das hinschreiben. Dann wissen andere, dass sie nicht alleine sind :-) Es ist ein Schutz.

    Andererseits nervt mich das ständige "Blogger sind keine Literaturkritiker" - aber deswegen haben sie trotzdem die Fähigkeiten, gut über ein Buch zu schreiben. Was schreib man zu einem jugendbuch? Wie es einem ergangen ist. Ob man ähnliche Situationen erlebt hat (meinetwegen auch ein bisschen geflunkert...), wozu es angeregt hat. Das ist der Vorteil eines Blogs - wir sind frei in der Wahl unserer Mittel. Wenn uns zur Sprache nichts einfällt, dann schreiben wir nicht. Aber wir können eine Fotoserie zum Buch schießen. Oder an einer Blogtour teilnehmen.

    Aber ich denke, mit den Ursachen hast du nich unrecht. Trotzdem: ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha, danke :D Das war eine spontane Eingebung xD

      Das ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Anerkennung und Wertschätzung hat jeder gerne.

      Genau darum geht es mir. Wenn sich ein Buchblogger als Literaturkritiker versteht, dann muss er - vor allem für die etablierten Medien - an dieser Aufgabe scheitern, außer, er nimmt die Texte wirklich ausführlich auseinander.
      Aber deshalb hat ein Blog natürlich trotzdem eine Existenzberechtigung. Man darf eben nicht dieselben Maßstäbe verwenden, weil es um unterschiedliche Aspekte geht. Blogger sind viel ich-bezogener (wie du ja schreibst), während eine Kritik ja den Anspruch hat, mehr oder weniger objektiv zu sein (ob das überhaupt gelingen kann, ist eine andere Frage) und das ist völlig in Ordnung :)

      Ich bin auch sehr gespannt. Vor allem darauf, wie sich die Medienlandschaft anpasst :)

      Löschen
  2. Wieder mal ein toller, geistreicher Post aus deiner Feder, Mel! :) Mir persönlich geht es so: Ich bin schlichtweg einfach nicht interessiert an professioneller Buchkritik. Vielleicht bin ich mal in der Stimmung für ein anspruchsvolles Werk, aber Bücher sind für mich ein unterhaltsamer Zeitvertreib mit Hobby-Zügen und sollen mir dementsprechend auch Spaß machen oder mich (auf meiner Augenhöhe) zum nachdenken bringen. Das, was ich von mir aus nicht lesen möchte, muss ich eh in der Schule lesen. :P Daher ist es natürlich naheliegend, dass ich Rezensionen/Empfehlungen von Bloggern, die genauso "Amateurleser" sind wie ich, bevorzuge. Weil sie mir persönlich am meisten bringen, viele Blogger in einer ähnlichen Alters- und Interessengruppe sind und weil ich manche Blogger und ihren Geschmack schon so einschätzen kann, dass ein dort empfohlenes Buch wahrscheinlich auch mir gefallen wird.

    Das unmittelbar Persönliche ist meiner Meinung der große Vorteil; das, was das Bloggen ausmacht und was auch viele (junge) Leute anspricht. Und das haben in den letzten Jahren natürlich auch die Verlage immer mehr begriffen. Ich find übrigens allerdings auch, dass die Reichweite von Buchblogs maßlos überschätzt wird. Meiner Einschätzung nach zahlt sich vielleicht bei 90% (ich bin furchtbar im Schätzen, aber trotzdem :D) der versandten REs ein Tausch wirtschaftlichen wirklich aus - anders kann ich mir das nicht vorstellen...

    Alles Liebe,
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schööön! :)
      So geht es mir nämlich auch. Bloggen ist immer ein bisschen so, als würde man einem Freund oder einer Freundin von einem Buch erzählen. Deshalb sind die eigenen Eindrücke und Emotionen so im Vordergrund, was bei der klassischen Literaturkritik halt nicht der Fall ist und weshalb man beides nicht in einen Topf werfen kann.

      Ich lese beides gerne - sowohl Blogs als auch Literaturkritik - suche mir im Zweifel meine Tipps aber auch eher bei Bloggern, deren Lesegeschmack ich kenne :)

      Ich glaube, es zahlt sich bei weit weniger REs aus, die an Blogger verschickt werden. Ich kenne keine Statistiken, aber denke, dass der Multiplikatoren-Effekt eher im Blogger-Kosmos bleibt und sich gar nicht so sehr ins zahlende Publikum überträgt. Vielleicht recherchiere ich das tatsächlich demnächst mal, irgendwie interessiert es mich jetzt xD

      Liebste Grüße
      MelMel

      Löschen
  3. Guten Morgen Mel :)

    Ich hab deinen Post gestern schon gelesen, aber da war ich bis zur Nase im letzten Panik-Lernen für die Prüfung heute gefangen. Mittlerweile hat die "ach was soll's"-Resignation eingesetzt, deshalb schreib ich jetzt doch ein paar Zeilen.

    Ich teile deine Meinung, dass hier versucht wurde Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wie einige meiner Vorredner schon gesagt haben - und du auch -, wenn ich über ein Buch blogge, dann ist das zum einen eine Art Lesetagebuch für mich. Wenn mich Freunde nach einer Buchempfehlung fragen, z.B. "Hey, hast du nicht mal einen guten Krimi parat" und mehr hören wollen als einen Titel, dann gehe ich in meine Rezensionssammlung auf dem Blog und schau mir meine gut bewerteten Krimis nochmal an, damit ich ihnen nochmal fundiert sagen kann, was ich gut oder schlecht fand. Es ist also in jedem Fall auch eine Art Archiv für mich selbst, denn seien wir ehrlich - bei 40-50 Büchern pro Jahr ist es schwer sich noch an Details aus einem vor 3 Jahren zu erinnern.
    Davon ab freue ich mich einfach über den Austausch. Rezensionen, meine wie die anderer Buchblogger, regen immer wieder Diskussionen an über die Dinge, die man gut oder weniger gut fand und warum. Daran finde ich überhaupt nichts Verkehrtes. Auch nicht daran, dass es auf einer Laien-Ebene stattfindet :) Darf sonst auch niemand mehr Politik öffentlich diskutieren, weil er kein abgeschlossenes Studium der Politikwissenschaften hat?

    Ich gebe dir (und dem Artikel) aber auch recht darin, dass überwiegend leichter (um nicht zu sagen seichter) Literatur der Vorrang gegeben wird. Da nehme ich mich gar nicht aus. Manchmal kann ich das gut, mich 2-3 Wochen mit einem anspruchsvolleren Text auseinander setzen. Manchmal bis meistens fordert aber ein neun Stunden Arbeitstag und ein eigener Haushalt auch insofern Tribut, als dass ich dann einfach etwas lesen möchte, was mich unterhält. Etwas wo ich nicht jede Zeile 3 Mal lesen muss, um den Sinn zu verinnerlichen.
    Und wenn ich zu dem Buch eines Literaturnobelpreisträgers keinen Zugang finde, ja meiner Herren, dann finde ich darf ich das auch sagen :)

    Ich glaube nämlich nicht, dass die meisten Blogger den Anspruch ausgefeilte Literaturkritiker zu sein erheben. Wir machen es, weil's Spaß macht.

    Was die Rezensionsexemplare angeht kann ich das echt überhaupt nicht einschätzen. Ich weiß, dass es Auswirkungen in meinem privaten Umfeld hat was ich lese und gut finde und empfehle (eben unter anderem auch auf Basis der REs), aber wie viel da wirklich über den Blog bewegt wird... wenn du das wirklich mal recherchieren solltest, wäre ich neugierig auf das Ergebnis ;)

    Und jetzt wünsche ich dir erstmal einen guten Start in die Woche und gehe diese Prüfung verkacken <3

    Liebe Grüße
    Ivy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar :) Ich drücke dir die Daumen für deine Prüfung, die du sicher nicht verkacken, sondern mindestens knapp, wenn nicht sogar gut bestehen wirst! <3

      Das Ding ist ja auch, dass Literaturkritiker unter anderem Geld damit verdienen, solche harten Brocken zu lesen. Wer weiß, was die sich zum Ausgleich geben :D

      Alles klar. Dann beschäftige ich mich im nächsten Kommentar-Post mal mit REs. Bin mal gespannt, ob es dazu überhaupt veröffentlichte Zahlen gibt :D

      Liebe Grüße
      MelMel

      Löschen
  4. Hier wollte ich gerne auch noch was dazu schreiben.
    Es ist nämlich ein ganz zweischneidiges Messer und ich glaube letztendlich braucht die Welt beides.
    Ich für meinen Teil lese zum Beispiel ganz gerne Rezensionen auf Blogs, die "echten" von echten Kritikern hingegen nicht oder selten. Denn meistens reicht mir was ich auf Blogs sehe und lese um einen Eindruck zu bekommen ob ich es mag oder nicht. Ich weiß auch nicht, aber es kann ja letztendlich auch niemand für mich entscheiden ob ICH es am Ende mag oder nicht. Blogs nutze ich da tatsächlich auch eher ein bisschen um mir einen Überblick zu verschaffen. Um zu sehen, was es grad so gibt. Außerdem gibt es da auch Blogger, auf deren Meinung ich dann auch vertraue (so wie du zum Beispiel :D).
    Auf der anderen Seite gab es dann aber auch die Buchhändler/Innen meines Vertrauens, die auch sehr gut darin sind, etwas zu empfehlen was irgendwie zu einem passt.
    Was ich außerdem denke (bei Blogs) ist die Tatsache, dass ein Blogger ja auch tendenziell seinem Stil treu bleibt und auch eher bei Genres und bei Autoren bleibt die er kennt und mag und schon allein aus dieser Tatsache heraus wenig an einem Buch findet was er kritisieren kann und will.

    Ach ich weiß auch nicht. :)
    Ich denke es ist gut und wichtig, dass es beide gibt und sie sollten es schaffen einfach zu coexistieren.

    Ich glaube aber letztendlich ist eigentlich genau diese Thematik der Grund, warum ich eigentlich keine Rezensionen schreibe. Ich glaube als Blogger würde ich mir schwer tun das richtige Maß an Kritik zu finden, so dass es trotz allem noch für den Leser interessant bleibt. Denn wer will schon gerne seinen Leser vergraulen.

    Ich sende dir ganz viele liebe Grüße, ich finde du hast dieses Thema super dargestellt :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn man zum Entspannen oder zum Spaß lesen will, ist man mit Blogs auch definitiv besser dran, vor allem, wenn man den Lesegeschmack "seiner" Blogger kennt und sich daran orientieren kann (danke für das Vertrauen! :D ♥ ).
      Ich glaube, Blogs brauchen eher die Einzelpersonen und Literaturwissenschaft und -kritik ist eher was für das ideelle kollektive Phänomen wichtig. Für die Literatur, die nicht unterhalten will, sondern gesellschaftliche Entwicklungen beobachtet und in unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

      Auf jeden Fall bin ich auch sehr froh, dass es beides gibt! :D Das mit dem richtigen Maß ist halt auch (wie der zweite verlinkte Beitrag und vor allem die Kommentare zeigt) super schwer und jeden kann man sowieso nicht zufrieden stellen, weil die einen gerne ausführliche Besprechungen und die anderen gerne kurze Zusammenfassungen lesen. Am Ende muss man es wohl einfach so machen, wie man sich selbst am wohlsten fühlt - und wenn das in deinem Fall eine wohlgewählte Neutralität ist, ist das auch völlig in Ordnung :)

      Vielen Dank für das Lob, deinen tollen Kommentar und liebste Grüße zurück!

      Löschen
  5. Wahnsinn, was dieser Artikel ausgelöst hat. Die Verfasserin mag Punkte ansprechen, die ihre Berechtigung haben und andererseits mir völlig unverständliche Argumente (Lesen als Unterhaltung - wo kommen wir denn da hin?:P).
    Aber ich hab ein großes Problem damit, wenn man viele Leute über einen Kamm schert.
    Und ich hatte das Gefühl es wurde auch nicht großartig recherchiert, was die Intension vieler Buchblogger ist, die dies als Hobby aus reiner Liebe zu Büchern tun, zum Teil für sich selbst als Lestagebuch oder um Gleichgesinnte zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein "Freizeit"-Blogger Anspruch darauf erhebt, seine Beiträge seien fundierte Kritiken. Mir ist auch unverständlich, warum nun alle gegeneinander wettern. Wir liebe alle Bücher - soll doch jeder daraus machen, was er für richtig hält. Und das Ergebnis: eine Vielzahl an Perspektiven über die wir uns alle freuen können und bereichernd ist, wenn man sie wahrnimmt. Immer diese Missgunst...
    Aber dieser Marketing-Aspekt, wie sich Reziexemplare auf die Verkaufszahlen auswirken, finde ich auch spannend!;D

    Liebe Grüße
    Eli

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, diese Perspektive ist einfach echt nicht nachvollziehbar. Manchmal habe ich das Gefühl, die ZEIT verwurstet die Artikel, die für die Printausgabe zu unreflektiert sind, in ihrem Online-Auftritt :D

      Wie gesagt, sobald Geld im Spiel ist und irgendwas als wirtschaftlicher Faktor gehandelt wird, ist der Spaß vorbei xD Leider.

      Löschen