31.03.2016

[Challenge] 9 3/4 Hogwarts Challenge. Update #1


Seid gegrüßt meine lieben Potterheads! Die Hogwartschallenge von Sarah und Maike hat nun endlich offiziell begonnn und der erste Monat inklusive der ersten Monatsaufgabe ist auch tatsächlich schon gelaufen.
Mein kleiner Zwischenstand und damit den Beitrag, den ich für das Haus Hufflepuff geleistet habe, entspricht zwar nicht wirklich meinen durchaus ehrgeizigen Zielen, ist aber auch keine völlige Enttäuschung.

Folgendes Motto galt es für den vergangenen Monat zu bewältigen:

Der März steht unter dem Motto Neuanfang. Wir widmen dieses Thema dem ersten Harry Potter Buch und erinnern uns daran zurück, wie Harry sich fühlte, als er herausgefunden hatte, dass er ein Zauberer ist. Alles ist neu; du bist neu! Und plötzlich ist alles anders...

Gleich hier habe ich grandios versagt, und auch ein Buch aus der HP-Reihe hat es leider nich auf mein Leseliste geschafft. Dafür aber war ich fleißig dabei eine andere Jugend-Fantasy-Reihe zu lesen, die ich, um Punkte zu sammeln, in folgende Schulfächer der magischen Ausbildung einordnen kann:

Percy Jackson II (Schulfach: Geschichte der Zauberei/Pflege magischer Geschöpfe)
Percy Jackson III (Schulfach: Geschichte der Zauberei/Pflege magischer Geschöpfe)
Percy Jackson IV (Schulfach: Geschichte der Zauberei/Pflege magischer Geschöpfe)

Ich kann mich nicht so richtig für ein Fach entscheiden, weil auf der einen Seite der Umgang mit Satyrn, Zyklopen, etc. im Fokus steht, aber gleichzeitig die griechische Mythologie eine große Rolle in den Geschichten spielt. Aber so ist das ja oft in der Schule: man kann manchmal fächerübergreifend Informationen verwerten. Und so soll es ja auch sein!

Drei Bücher, die sich in ein Schulfach einordnen lassen, wären bei 10 Punkten pro Buch also 30 Punkte. Was an sich schon völlig in Ordnung wäre, aber die zauberhaften Hauslehrer haben beschlossen, dass die Punkte pro Fach vergeben und damit doppelt gezählt werden. Außerdem hatte eines der Bücher mehr als 394 Seiten,was noch einmal 5 Punkte macht (danke für den Hinweis!)s sodass ich diesen Monat also auf 65 Punkte komme. Da ist sicher noch eine Steigerung drin. Also: frohes Lesen!

30.03.2016

[Rezi] Rick Riordan - Percy Jackson. Die Schlacht um das Labyrinth

Erscheinungsjahr: 2008
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians -The Battle of the Labyrinth
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Percy Jackson Reihe, Teil IV
Seitenzahl: 421


Teaser:
Der Tunnel sah ganz anders aus als der, in den Annabeth und ich gestolpert waren. Jetzt war er rund wie ein Abwasserrohr, erbaut aus roten Ziegelsteinen, und alle drei Meter gab es ein mit Eisen vergittertes rundes Fenster.


*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*

Handlung
Wie jedes Jahr nach dem Sommer muss Percys Mutter ihn an einer neuen Schule anmelden - als Halbblut zieht er leider auch im Unterricht immer wieder Monster an, was meistens dazu führt, dass er von der Schule verwiesen wird. Hauptsächlich deshalb, weil die Sterblichen die Monster nicht erkennen und Percy deshalb mehr oder weniger als halbstarken Vandalen wahrnehmen, der nur Unruhe stiftet.
Viel besser scheint es auch an seiner neuen Schule nicht zu laufen, auch wenn der neue Freund von Percys Mutter, der dort als Lehrer arbeitet, für Percy gebürgt hat und außerdem eine alte Bekannte ebenfalls diese Schule besucht: Rachel Dare, eine Sterbliche, die allerdings übersinnliches und Gottheiten sowie Monster trotzdem wahrnehmen kann. Diese Gabe muss sie allerdings auch gleich einsetzen, als ein paar Vampire Percy gleich am ersten Schultag in einen Kampf verwickeln. Dieser flüchtet vor dem Schlachtfeld zurück ins Camp Half Blood, wo ihn noch mehr schlechte Nachrichten erwarten: Kronos wird immer stärker und rekrutiert mittlerweile nicht nur Monster und Halbblute, sondern auch Gottheiten für seine Armee. Es steht schlimm um das Camp und den Olymp, weshalb sich Percy, Annabeth, Grover und Tyson auf den Weg durch Dädalus' Labyrinth machen, um einen Angriff zu verhindern.

Meine Meinung
Nachdem ich von Teil zwei und drei ja leider weniger begeistert war, hatte ich mit diesem Buch endlich wieder eines in der Hand, das zwar ähnliche - zielgruppenbedingte - Schwächen aufweist, aber dennoch durch die modifizierte Storyline und einige Überraschungen an den guten ersten Teil heranreicht und mir daher wieder wesentlich mehr Lesevergnügen bereitet hat.

Langsam aber sicher sammelt Kronos eine Armee um sich, die den Olymp und all seine Verbündeten stürzen soll. Allen voran ist Luke sein wichtigstes Werkzeug - wie wichtig tatsächlich wird erst gegen Ende klar und ich bin sehr sehr gespannt, wie sich dieser Handlungsstrang weiter entwickeln wird.

Neben den Kämpfen gegen diverse antike Ungeheuer und Diskussionen mit hohen Gottheiten wird Percy langsam älter und hat jetzt nicht nur Prügeleien im Kopf, sondern muss sich auch mit Beziehungsfragen auseinandersetzen. Diese Probleme schiebt er allerdings - überfordert und verwirrt - von sich, denn im Kampf gegen Höllenhunde sollte man sich wirklich nicht ablenken lassen. Auch hier wurde aber eine interessante Basis für den Folgeband geschaffen, für den ich mir tatsächlich noch ein bisschen mehr Komplexität erhoffe.

Ansonsten kann man auch dieses Mal wieder einiges über die griechische Mythologie lernen, was einer der Gründe ist, warum ich diese Reihe mehr oder weniger in einem Rutsch durchlese, denn das finde ich wirklich spannend. Vor allem die Adaption der antiken Sagenwelt in die Gegenwart gelingt dem Autoren sehr gut und vor allem humorvoll. Auch wenn ich nach wie vor den leisen Zynismus des ersten Bandes vermisse, hat sich hier doch wieder einiges an schwarzem Humor eingeschlichen un mich sehr erfreut.

Ein kleiner Kritikpunkt muss aber natürlich trotzdem sein: die Figur des Chiron ist leider mehr und mehr zu einem Stereoypen verkümmert, der irgendwie alles weiß, aber das immer erst hinterher sagt à la: ja, ich wusste, dass das so kommen wird. Das nervt ein wenig, weil das nicht weise ist, sondern hohles Gequatsche. Das ist sehr schade, denn so ein alter weiser Zeuntaur ist natürlich eine super tolle Figur, die ausgestaltet richtig Pepp in die Geschichte bringen könnte. Und mit Pepp meine ich keine brennenden Pfeile sondern gedankliche Verwirrungen.

Dennoch habe ich dieses Buch endlich wieder als Steigerung zu den Vorgängern empfunden, vergebe daher 4 Wölkchen und setze mich gleich an den finalen Teil dieser Reihe.

23.03.2016

[Rezi] Rick Riordan - Percy Jackson. Der Fluch des Titanen

Erscheinungsjahr: 2007
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians - The Titan's Curse
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Percy Jackson Reihe, Teil III
Seitenzahl: 360


Teaser:
Annabeth stand an einem dunklenAbhang und war in Nebel gehüllt. Mir kam es fast vor wie die Unterwelt, weil ich den Himmel über uns nicht erkennen konnte und sofort Klaustrophobie hatte - ich sah nur dichte, schwere Finsternis, wie in einer Höhle.

*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*

Handlung
Immer weiter auf der Suche nach jungen Halbbluten machen sich Percy, Groover, Thalia und Annabeth auf den Weg zu einem Internat, wo sie ein Geschwisterpaar vermuten, dessen eines Elternteil ein Halbgott ist. Und es war höchste Zeit zu dieser Mission, denn Bianca und Nico sind auch schon auf dem Schirm eines Monsters, das kurz vor dem Angriff steht. Und dieser Angriff erfolgt auch, und zwar so stark, dass die jungen Heroen ihn nicht ohne Verluste und nur mit Hilfe der Göttin Artemis und ihren unsterblichen Jägerinnen gewinnen können. Dennoch ist Annabeth im Kampf gefallen - von einer Klippe und nun irgendwo an einem anderen Ort. Der einzige Trost ist, dass sie ganz sicher nicht tot sein kann. Als dann auch noch Artemis verschwindet und ihre höchstgraduierte Jägerin schlimme Visionen über ihren Verbleib hat, beschließen Percy, Thalia und Groover sich mit den Jägerinnen zusammenzutun und zu einer Rettungsaktion aufzubrechen. Viel Zeit haben sie dafür nicht, denn die Titanen scheinen einen Krieg gegen den Olymp zu planen und dieser muss mit allen Mitteln verhindert werden.

Meine Meinung
Wenn man einen soliden Jugend-Fantasy Roman sucht, ist man mit diesem Buch auf dem richtigen Weg. Vor allem, wenn man die ersten beiden Teile bereits gelesen hat, denn dann weiß man genau, was einen hier erwartet. Nämlich im Grunde genau das gleiche.

Das einzige, was sich in dieser Reihe zu ändern scheint, ist die Konstellation, in der unsere wackeren Helden ihre Missionen erledigen. Dieses Mal sind es im Grunde Thalia, Percy und Groover gemeinsam mit zwei der Jägerinnen der Göttin Artemis. Diese waren eigentlich ganz interessant, vor allem im Zusammenhang mit Percys Entwicklung von einem überforderten Jungen zu einem noch mehr überforderten Teenager. Allerdings lag der Fokus leider weniger auf dieser Entwicklung, sondern mehr auf der Mission, dem damit verbundenen Zeitdruck und den beständigen Kämpfen gegen diverse Monster.
Die verschiedenen Exkurse in die griechische Mythologie fand ich dagegen immernoch sehr spannend und vor allem lehrreich. Man hat zwar die meisten Namen schon einmal gehört, aber die griechische Sagen- und Götterwelt ist einfach so komplex und vielschichtig, dass man nur schwer durchblickt, wenn man nicht gerade im Thema ist und sich mehr oder weniger intensiv damit beschäftigt.

Vor allem Percy ist geprägt von einem sehr trockenen und sarkastischen Humor, was in Kombination mit dem bildlichen Schreibstil durchaus angenehm zu lesen ist und auch hin und wieder zu einem kleinen Lacher führt. Dennoch zog sich die Geschichte meiner Meinung nach unnötig in die Länge; vor allem, weil irgendwie klar ist, wie sie ausgeht und es nur wenige Stellen in der Story gibt, die für Überraschungen sorgen könnten.
Eine dieser Stellen betrifft die Figur Luke - mir ist nämlich immernoch nicht so klar, warum ausgerechnet er auf die Seite von Kronos gewechselt ist. Ich hoffe, das wird sich in einem der Folgebänder noch klären. Für diesen dritten Teil gibt es ganz knappe drei Wölkchen von mir und die Empfehlung, die Bücher dieser Reihe nicht alle hintereinander weglesen zu wollen, denn dann verliert die Geschichte definitiv ihren Reiz.

20.03.2016

[Musik] Sonntagslieder #136

Faule Sonntage mit Serien, Youtube-Videos und Pfannkuchen zum Frühstücksmittagessen - kann es was besseres geben? Ich glaube nicht. Deshalb ist so ein Tag fester Bestandteil meines Lebens. Natürlich schaffe ich es nicht jede Woche und ich brauche es auch nicht jede Woche, aber hin und wieder ist es durchaus nötig. Vor allem, weil ich in letzter Zeit überhaupt nicht mehr dazu gekommen bin, mir neue Musik bewusst anzuhören - und dabei habe ich einige neue Alben entdeckt, die beim ersten Hören total toll sind. Davon wird der heutige Gammeltag also auf jeden Fall begleitet. Und von den folgenden Liedern auf jeden Fall auch.

Mulholland Drive
The Gaslight Anthem


Liebste Textstelle
And I can still recall the hour when you first let down your walls
I thought I might've died right there floating up above it all
But it scared you love, to need someone, so you killed it all instead

Stressed Out
Twenty One Pilots

Liebste Textstelle
Sometimes a certain smell will take me back to when I was young
How come I’m never able to identify where it’s coming from
I’d make a candle out of it if I ever found it
Try to sell it, never sell out of it, I’d probably only sell one.

All you need is Love
Hämatom


Liebste Textstelle
All you need is love
...und ein bisschen Sprengstoff.


Und mit diesem letzten Zitat verabschiede ich mich wieder ins Bett - es warten auch noch ein paar Pfannkuchen auf mich. Einen faulen Sonntag wünsche ich euch!♥

13.03.2016

[Rezi] Rick Riordan - Percy Jackson. Im Bann des Zyklopen

Erscheinungsjahr: 2006
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians - The Sea of Monsters
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Percy-Jackson-Reihe, Teil II
Seitenzahl: 329


Teaser:
Wir wurden auf einer Welle von über zehn Metern rückwärtsgeschleudert. Ich musste all meine Willenskraft aufbringen, um das Schiff vor dem Kenten zu bewahren, aber noch immer wirbelten wir hilflos herum und jagten auf die Felsen auf der anderen Seite der Meerenge zu,

*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*

Handlung
Wie geplant verbringt Percy das Schuljahr bei seiner Mutter in Manhattan und soll erst wieder in den Sommerferien zurück nach Camp Halfblood fahren, um seine Ausbildung zum klassischen Helden weiterzuverfolgen. Das erste Mal hat er auch eine Schule gefunden, die sich auf besonders schwere Fälle wie ihn spezialisiert hat - mit seiner Legasthenie und dem ADHS ist Percy schließlich immernoch ein Schüler, der besondere Unterstützung braucht - und von der er nicht nach einem Jahr sofort wieder verwiesen wird. Zusammen mit seinem etwas trotteligen Freund Tyson bildet er im schulischen Sozialgefüge zwar die Außenseitergruppe, aber das macht Percy ja bekanntlich wenig aus. 
Einziger Wehrmutstropfen: nachts hat Percy immer öfter schlimme Träume von seinem besten Freund Groover, der in großer Gefahr schwebt und Percy um Hilfe bittet. Und wir wären ja nicht in der Welt der griechischen Mythologie, würden diese Träume nicht auf realen Umständen beruhen. Als dann eine Handvoll Monster die Schule stürmt und Percy in einen Kampf verwickelt, ist klar dass hier irgendwas ganz und gar nicht stimmt. Umgehend macht sich Percy deshalb auf den Weg ins Camp, um dort festzustellen, dass nicht nur Groover, sondern das gesamte Camp Halfblood in Gefahr sind.

Meine Meinung
Das Buch schließt nicht nur von der Handlung her direkt an seinen Vorgänger an, sondern erzählt im Grunde genommen eine ähnliche Geschichte noch einmal. Das tut es aber gut und unterhaltend, sodass ich mich noch nicht ganz entschlossen habe, was ich insgesamt davon halte.

Das Grundgerüst der Geschichte ist, wie gesagt, so ziemlich das gleiche wie bei Band 1: Percy wird in der Schule von Monstern attackiert und flieht mehr oder weniger elegant ins Camp Halfblood, geht von dort aus mit seinen Sidekicks auf Tour und kommt irgendwann wieder zurück. Zwischendurch wird gekämpft und intrigiert.
So weit, so simpel. Ein paar Unterschiede gibt es aber dann doch und die haben mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Zum Einen ist der lustige und herzliche Groover natürlich nicht mehr da und notgedrungen nimmt Tyson dessen Platz ein. Dieser ist auf Grund von Gründen ein bisschen tölpelig, aber ich fand ihn eine durchaus liebenswerte Figur. Vor allem wird an dem Verhältnis, das er zu Percy hat und wie sich dieses verändert deutlich, dass sich Percy in diesem Band charakterlich schon ein gutes Stück weiterentwickelt. Von daher hat Tyson eigentlich eine ziemlich wichtige Rolle, auch wenn mich diese Fixierung auf Dreiergespanne ein wenig genervt hat. 

Die Probleme, die das Camp hat, gipfeln in der Tatsache, dass Chiron gefeuert wird und weder unseren Helden noch dem Leser mit seinen weisen Sprüchen und Ratschlägen zur Seite steht. Damit ist schon die zweite tolle Figur aus Band 1, die den Witz und den Charme der Geschichte maßgeblich getragen hat, erstmal von der Bildfläche gestrichen, was etwas schade war.
Dafür gab es an der Besetzungsfront aber auch ein paar neu eingeführte Randfiguren, über die ich mich sehr amüsiert und/oder geärgert habe. Mit am besten gefallen haben mir die Auftritte von Hermes und seinen beiden Schlangen. Die haben für die humorvollen Dialoge gesorgt, die im ersten Teil so prägnant und in diesem Nachfolger ansonsten wenig präsent waren.

Das Konzept, dass die Wesen der griechischen Mythologie in der modernen Welt immernoch herumgurken und die Menschen sich die verrücktesten Sachen einbilden, nur um die Existenz der Gottheiten und Monster nicht wahrzunehmen, ist wirklich toll zu lesen. Die Verflechtung dieser beiden Welten und vor allem die Anpassung der Sagen an die aktuelle Gegenwart ist das besondere dieser Geschichte. Allein der zweite Teil hat mich zumindest die ersten beiden Drittel einfach nicht so sehr überzeugen können. Im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann aber Fahrt auf und legt in einem wirklich gut ausgearbeiteten Finale den Grundstein für weitere spannenden Entwicklungen in den folgenden Teilen. Daher gibt es von mir gute drei Wölkchen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

08.03.2016

[Lieblinge] New Year, new Gedöns. Besser spät als nie

Mittlerweile sind wir wohl alle im neuen Jahr angekommen, schließlich hat der dritte Monate von 2016 schon begonnen und der Alltagstrott ist mehr oder weniger wieder eingezogen. Und obwohl das bei mir auch so ist, kann von Alltag dennoch nicht wirklich die Rede sein, denn ich weigere mich ein bisschen, Routine einziehen zu lassen. Dieses Jahr wird für mich ziemlich bald eine Zäsur im Leben bedeuten und weil ich sowas (und mit "sowas" meine ich: Umstellungen, unbekannte Größen, etc) nicht gut umgehen kann, bereite ich mich jetzt schon die ganze Zeit seelisch und moralisch darauf vor. Und blicke auch sehr positiv und eher freudig gespannt auf dieses Jahr, das mir vor ein paar Monaten noch wirklich Angst gemacht hat. Und irgendwie nehme ich diesen aktuellen "Alltag" viel intensiver wahr als sonst, weil ich ständig im Hinterkopf habe, dass bald alles ganz anders sein wird.




Motto und Duft des Tages
Was ich als Zeichenökonom sehr praktisch finde, ist die Tatsache, dass mein neues Lieblings- und Alltagsparfum das berühmte La vie es belle von Lâncome ist - ebenso wie mein Mantra für 2016, mit dem ich mir bewusst gemacht habe, dass das Leben, nunja eben, schön ist und auch schön weitergeht. Einfach, weil ich es sage und deshalb dazu mache. Beispielsweise mit allen folgenen Punkten:



Erlebnis des Tages
Das erste Mal war ich zum Beispiel auf einem Wohnzimmerkonzert - viel hatte ich schon von solchen Konzerten gehört, aber selbst hatte ich noch nie die Gelegenheit, selbst dabei zu sein. Und ich muss sagen: es war der Hammer. Das lag zu etwa gleichen Teilen an den zauberhaften Klängen von Hans Solo, der total entspannten und schönen Atmosphäre und der Anwesenheit ein paar meiner liebsten Freunde. Es war insgesamt ein wirklich wundervoller Abend.

Serie des Tages
Besser spät als nie ist ja generell ein Ausdruck, der mein Leben adäquat beschreibt. So habe ich in der letzten Woche dann auch mal die Serie Pan Am entdeckt und die erste (und einzige) Staffel komplett durchgeschaut. Ich wollte nie Stewardess werden, aber jetzt bin ich wirklich am überlegen. Allerdings trägt man heutzutage wohl leider nicht mehr diesen tollen Sixties-Look.


It-Piece des Tages
Neue Schuhe sind immer ein Grund zum Feiern - zumindest, wenn man wie ich ist, und sich ungefähr zwei Paar Schuhe im Jahr kauft (und das auch nur dann, wenn das Alltagspaar völlig auseinander fällt). Doch diese Schätzchen mussten einfach einziehen, weil ich beschlossen habe, dass jede Frau in Paar Overknees im Schrank haben muss. Gut, ich hatte sie erst einmal an (und dabei ist leider kein Bild entstanden, seht es mir nach), aber dieses eine Mal rechtfertigt schon den Kauf.

Aktivität des Tages
Weil drei Viertel meiner Familie in den Monaten März und April Geburtstag hat, bin ich in diesen Monaten viel auf Achse. Und das mache ich als autolose Bushasserin im Zug und erkläre Zugfahren damit zur Aktivität des Tages. Eine kurze Rechnung hat ergeben, dass ich insgesamt rund 50 Stunden Fahrt hinter mir haben werde, wenn der April vorbei ist. Das ist schon was, würde ich sagen. Zum Glück gibt es ja Bücher, die die Reisezeit verkürzen.

Event des Tages
Schonmal was von einer Silent-Reading-Party gehört? Nein? Das ist kein Wunder, denn das sind die wohl geräuschärmsten Veranstaltungen, die es auf dieser Welt gibt. Eine neue Kneipe bei mir in der Nähe hat eröffnet und wartet seitdem mit solchen speziellen und kreativen Aktionen auf. Bei dieser hier kamen alle Gäste mit einem Buch unter dem Arm vorbei, machten es sich gut gepolstert gemütlich und schmökerten in aller Ruhe und versorgt mit Tee, Kaffee, Plätzchen und was das Herz begehrte. Keine Musik, nur geflüsterte Unterhlatungen und erst nach zwei Stunden ging der normale Betrieb wieder los und man konnte sich nach Herzenslust über die jeweilige Lektüre unterhalten. Der Hammer für jeden Bücherwurm ♥

Clip des Tages
Wo wir eben schon beim Schuh-Thema waren. Wenn jemand weiß, wie man mit 10cm hohen Absätzen rockt, dann ist es Yanis Marshall. Durch Zufall habe ich seine Choreos gefunden und bin seitdem fasziniert. Abgesehen davon, dass ich mich niemals trauen würde, mit diesen Hacken in die Luft zu springen, kenne ich keine 3 Frauen, die ähnlich sicher und elegant damit unterwegs sind. Ich bin sowas von beeindruckt.

06.03.2016

[Musik] Sonntagslieder #135

Ganz meinem offiziellen Entstressungsplan folgend habe ich diese Woche spontan einen Heimatbesuch bei meiner Familie eingelegt und mich 7 Tage lang mästen lassen, ohne dafür viel zu tun. Keine Arbeit. Keine Uni. Kein Master-Gedöns. Und obwohl mich das schlechte Gewissen morgen früh um halb 7 aufstehen lässt, damit ich mich wieder ein bisschen mit philosophischen Theorien befasse, war diese Woche sowohl nötig als auch in gewisser Hinsicht äußerst effektiv. Denn es ist zu erwarten, dass ich jetzt wieder mit viel mehr Energie und Motivation an der Arbeit sitze. Weil sie mir eigentlich ja doch Spaß macht. Aber es ist halt wie mit so vielem: manchmal braucht man Abstand, um wieder zu erkennen, was man eigentlich hat. So ähnlich ging es mir teilweise auch bei Musik. Irgendwie hat man manche Lieder über und kann sie nicht mehr hören. Doch wenn sie gut sind und passen, dann kommt man doch wieder darauf zurück.

Stitches
Shawn Mendes


Liebste Textstelle:
Just like a moth drawn to a flame
Oh, you lured me in,
I couldn't sense the pain
Your bitter heart, cold to the touch
Now I'm gonna reap what I sew
I'm left seeing red on my own


So oder so
Bosse


Liebste Textstelle:
Denn dein Glück geht tanzen,
dein Glück kommt heim 
 Dinge gehen- Dinge bleiben.  
Ist nicht gesund, Kampf um Kampf, 
weil du es grad nicht ändern kannst. 
 Das Leben beißt, das Leben küsst. 
 Aber was Gut ist, wird passier'n
 und wenns gut ist, bleibts bei dir.


Iridescent
Linkin Park


Liebste Textstelle:
And in a burst of light that blinded every angel 
As if the sky had blown the heavens into stars 
You felt the gravity of tempered grace 
Falling into empty space 
No one there to catch you in their arms


Einen gemütlichen Sonntagabend allerseits!♥

02.03.2016

[Rezi] Simon Beckett - Der Hof

Erscheinungsjahr: 2014
Originaltitel: Stone Bruises
Genre: Thriller
Seitenzahl: 457



Teaser:
Wenn es einen Vorteil hatte, in die Falle getreten zu sein, dann wohl die Ablenkung von allen unnützen Gedanken. Während meiner Zeit hier war ich zu beschäftigt, um mir über meine Vergangenheit oder meine Zukunft den Kopf zu zerbrechen.



Handlung
Sean ist auf der Flucht. Gehetzt und panisch versucht er, um jeden Preis in Bewegung zu bleiben. Als der Tank des Autos völlig leer ist, lässt er es stehen - allerdings nicht, ohne noch einen letzten Blick auf den mit Blut verschmierten Beifahrersitz zu werfen - und macht sich zu Fuß weiter auf den Weg. Wohin, weiß er nicht, aber immerhin ist es ihm gelungen, von England nach Frankreich zu kommen. Die Sprache spricht er glücklicherweise, auch wenn er diese Fähigkeit lieber nicht an der Polizei erproben will. So flüchtet er, als er einen Polizeiwagen herannahen sieht, auf ein Privatgrundstück in einen dichten Wald. Doch dort kommt er nicht weit, denn er tappt in eine versteckte Trittfalle, die sich felsenfest um seinen Fuß schließt. Nach einigen gescheiterten Befreiungsversuchen wird Sean ohnmächtig.
Wieder erwacht, befindet er sich in der Scheune eines heruntergekommenen alten Bauernhofs, wohin ihn die Töchter des cholerischen Hausherren heimlich gebracht haben. Mathilde, die älteste Tochter, pflegt kompetent seinen entzündeten Fuß und versorgt ihn mit Essen. Die Isolation des Hofes kommt Sean gerade gelegen, auch wenn schnell klar wird, dass er in diesem Szenario nicht der einzige mit einem gut behüteten Geheimnis und Grund zum Verstecken ist.

Meine Meinung
Ich weiß einfach nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll. Schon alleine die Genrezuordnung finde ich sehr schwierig, denn ein Thriller im klassischen Sinn ist es sicher nicht, auch wenn es um Verbrechen und Psychotricks geht. Und genauso wenig kann ich eindeutig sagen, ob es mir richtig gut gefallen hat oder ob ich es irgendwie schwierig fand. Allein dieser Zwiespalt weist vermutlich auf letzteres hin.

Sean, der Protagonist, erzählt die Story als Ich-Erzähler und stellt deshalb auch die größte Identifikationsfigur dar. Dennoch hat er ein Geheimnis, das er selbst verdrängt und vor dem er ja auch auf der Flucht ist, sodass dem Leser dieses Geheminis nicht klar ist beziehungsweise nur langsam bewusst wird. Ein ganz guter erzählerischer Kniff, wie ich finde, dass der Leser mit Innensicht in eine Figur trotzdem nicht alles Innere sehen kann. Oder erst aufdecken muss. Bekanntlich entwickelt die eigene Fantasie ja auch immer die wildesten Geschichten und ich habe schon wer weiß welche Gemetzel und Hintergrundgeschehnisse erdacht, was eine ganz schöne Nebenbeschäftigung während des Lesens war.

Doch da stellt sich einfach die Frage: ist es gut, wenn man sich von dem eigentlichen Geschriebenen gedanklich abwendet, um seinen eigenen Thriller zu imaginieren? Das kann ich final nicht beantworten, zeigt aber dennoch deutlich, dass die Geschichte an sich - zumindest für mich - nicht so wirklich fesselnd war. Sie plätschert halt einfach so vor sich hin: das Leben im Hof, die Konflikte mit dem herrischen Vater, der ebenfalls ein Geheimins zu haben scheint und sich am Rande der Illegalität bewegt, die seltsamen Dorfbewohner und die Renovierungsarbeiten am Bauernhaus, die Sean regelmäßig in einen tranceartigen Zustand versetzen. Das alles kann man zwar gut und flüssig lesen, meine gesamte Aufmerksamkeit hat es aber nicht in den Bann gezogen.

Wer andere Bücher von Beckett kennt - zum Beispiel die David-Hunter-Reihe - erwartet hier vielleicht auch einfach das falsche. Nämlich einen nervenaufreibenden Thriller mit rasanter Handlung und einem Spannungshöhepunkt nach dem anderen. Das hat dieses Buch nicht zu bieten. Was es allerdings hat, ist eine dichte Atmosphäre, die trotz eines positiv idyllisch und naturnah konnotierten Handlungsort eine schwelende Bedrohung spürbar macht und einen sehr gut und schlüssig gemachten Showdown am Ende, der mich dann doch wieder mit dem gesamten Buch versöhnt hat.
Insgesamt werden es gerade noch so drei Wölkchen. Man kommt gut durch und wird unterhalten, aber ein großartiges Buch ist es für mich nicht.