30.03.2016

[Rezi] Rick Riordan - Percy Jackson. Die Schlacht um das Labyrinth

Erscheinungsjahr: 2008
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians -The Battle of the Labyrinth
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Percy Jackson Reihe, Teil IV
Seitenzahl: 421


Teaser:
Der Tunnel sah ganz anders aus als der, in den Annabeth und ich gestolpert waren. Jetzt war er rund wie ein Abwasserrohr, erbaut aus roten Ziegelsteinen, und alle drei Meter gab es ein mit Eisen vergittertes rundes Fenster.


*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*

Handlung
Wie jedes Jahr nach dem Sommer muss Percys Mutter ihn an einer neuen Schule anmelden - als Halbblut zieht er leider auch im Unterricht immer wieder Monster an, was meistens dazu führt, dass er von der Schule verwiesen wird. Hauptsächlich deshalb, weil die Sterblichen die Monster nicht erkennen und Percy deshalb mehr oder weniger als halbstarken Vandalen wahrnehmen, der nur Unruhe stiftet.
Viel besser scheint es auch an seiner neuen Schule nicht zu laufen, auch wenn der neue Freund von Percys Mutter, der dort als Lehrer arbeitet, für Percy gebürgt hat und außerdem eine alte Bekannte ebenfalls diese Schule besucht: Rachel Dare, eine Sterbliche, die allerdings übersinnliches und Gottheiten sowie Monster trotzdem wahrnehmen kann. Diese Gabe muss sie allerdings auch gleich einsetzen, als ein paar Vampire Percy gleich am ersten Schultag in einen Kampf verwickeln. Dieser flüchtet vor dem Schlachtfeld zurück ins Camp Half Blood, wo ihn noch mehr schlechte Nachrichten erwarten: Kronos wird immer stärker und rekrutiert mittlerweile nicht nur Monster und Halbblute, sondern auch Gottheiten für seine Armee. Es steht schlimm um das Camp und den Olymp, weshalb sich Percy, Annabeth, Grover und Tyson auf den Weg durch Dädalus' Labyrinth machen, um einen Angriff zu verhindern.

Meine Meinung
Nachdem ich von Teil zwei und drei ja leider weniger begeistert war, hatte ich mit diesem Buch endlich wieder eines in der Hand, das zwar ähnliche - zielgruppenbedingte - Schwächen aufweist, aber dennoch durch die modifizierte Storyline und einige Überraschungen an den guten ersten Teil heranreicht und mir daher wieder wesentlich mehr Lesevergnügen bereitet hat.

Langsam aber sicher sammelt Kronos eine Armee um sich, die den Olymp und all seine Verbündeten stürzen soll. Allen voran ist Luke sein wichtigstes Werkzeug - wie wichtig tatsächlich wird erst gegen Ende klar und ich bin sehr sehr gespannt, wie sich dieser Handlungsstrang weiter entwickeln wird.

Neben den Kämpfen gegen diverse antike Ungeheuer und Diskussionen mit hohen Gottheiten wird Percy langsam älter und hat jetzt nicht nur Prügeleien im Kopf, sondern muss sich auch mit Beziehungsfragen auseinandersetzen. Diese Probleme schiebt er allerdings - überfordert und verwirrt - von sich, denn im Kampf gegen Höllenhunde sollte man sich wirklich nicht ablenken lassen. Auch hier wurde aber eine interessante Basis für den Folgeband geschaffen, für den ich mir tatsächlich noch ein bisschen mehr Komplexität erhoffe.

Ansonsten kann man auch dieses Mal wieder einiges über die griechische Mythologie lernen, was einer der Gründe ist, warum ich diese Reihe mehr oder weniger in einem Rutsch durchlese, denn das finde ich wirklich spannend. Vor allem die Adaption der antiken Sagenwelt in die Gegenwart gelingt dem Autoren sehr gut und vor allem humorvoll. Auch wenn ich nach wie vor den leisen Zynismus des ersten Bandes vermisse, hat sich hier doch wieder einiges an schwarzem Humor eingeschlichen un mich sehr erfreut.

Ein kleiner Kritikpunkt muss aber natürlich trotzdem sein: die Figur des Chiron ist leider mehr und mehr zu einem Stereoypen verkümmert, der irgendwie alles weiß, aber das immer erst hinterher sagt à la: ja, ich wusste, dass das so kommen wird. Das nervt ein wenig, weil das nicht weise ist, sondern hohles Gequatsche. Das ist sehr schade, denn so ein alter weiser Zeuntaur ist natürlich eine super tolle Figur, die ausgestaltet richtig Pepp in die Geschichte bringen könnte. Und mit Pepp meine ich keine brennenden Pfeile sondern gedankliche Verwirrungen.

Dennoch habe ich dieses Buch endlich wieder als Steigerung zu den Vorgängern empfunden, vergebe daher 4 Wölkchen und setze mich gleich an den finalen Teil dieser Reihe.

Kommentare:

  1. Mir gings genauso wie dir: Band 2 und 3 hab ich gelesen, teilweise weil ich sie eben zu Hause hatte, teilweise um die Reihe halt zu Ende zu lesen. Aber bei Gott, ich fand sie wirklich nicht gut. Sehr durchschnittlich, oberflächlich und kindlich; ich dachte einfach, ich wäre mittlerweile zu alt dafür ...
    Aber Band 4 hat mir dann auch wieder ein bisschen besser gefallen :)! Es wäre schade, wenn ich jetzt den letzten Band nicht lesen würde - aber mal schauen :D

    Alles Liebe,
    Sandra

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    1. Nachdem ich in einem neurotischen Anfall auch direkt den letzten Teil gelesen habe, würde ich ihn dir auf jeden Fall empfehlen. Eine Steigerung zum 4. und ich finde, sogar auch zum 1. Teil :)

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