13.04.2016

[Rezi] Rick Riordan - Percy Jackson. Die letzte Göttin

Erscheinungsjahr: 2013
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympics. The last Olympian.
Genre: Jugend, Fantasy
Reihe: Percy Jackson Reihe, Teil V
Seitenzahl:460

Teaser:
Die Brücke zum Olymp löste sich gerade in ihre Bestandteile auf. Als wir aus dem Fahrstuhl auf den weißen Marmorübergang traten, öffneten sich vor unseren Füße sofort Risse. "Springt!", sagte, Grover, aber er hatte gut reden, schließlich ist er zum Teil eine Bergziege.

*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*Achtung!*Spoilergefahr!*

Handlung
Die große Schlacht steht kurz bevor - Kronos und seine Monster-Armee machen sich dazu bereit, den Olymp zu stürmen. Weil die Götter, die nicht zum Gegner übergelaufen sind, damit beschäftigt sind, einen anderen - den stärksten - Titanen davon abzuhalten, ebenfalls den Olymp zu stürmen und nebenbei gefühlt halb Amerika plattzumachen, sind Percy und seine Freunde aus dem Camp Half Blood auf sich alleine gestellt. Die einzige Chance, Kronos Vorstoß zu stoppen, besteht darin, jetzt geschlossen zusammenzustehen. Das ist nur nicht so einfach, wenn die gesamte Ares-Hütte - mit den besten Kämpfern obendrein! - quer steht. Das weitaus größere Problem allerdings ist der Spion unter den eigenen Leuten, der Kronos sehr zuverlässig über die neusten Entwicklungen und Pläne der Halbblute informiert.

Meine Meinung
Es hat sich wirklich gelohnt, dass ich trotz der Talfahrt zur Mitte der Reihe weiter durchgehalten und auch diesen letzten Teil noch gelesen habe. Denn dieses Finale entschädigt so ziemlich für die Schwächen der mittleren Bücher. Damit hat der schon wieder etwas bessere vierte Teil sein Verprechen gehalten und die gute Basis noch besser umgesetzt.

Den größten Raum nimmt natürlich das Kampfgeschehen und die strategische Planung der Verteidigung des Empire State Buildings aka des Olymps ein. Aber im Gegensatz zu ähnlichen Episoden in vorangegenagenen Büchern sind die Gegner hier nicht nur ebenbürtig, sondern eindeutig übermächtig und es ist keineswegs gewiss (naja, mehr der weniger halt, wie das so ist), wer die einzelnen Kämpfe gewinnen wird. Auch sehr erfrischend, weil einmalig in dieser Reihe, ist der zeitliche Aufbau. Wo ansonsten immer irgendein Feiertag oder ein bestimmtes Ereignis dazu geführt hat, dass unsere Helden höchstens und maximal 5 Tage Zeit hatten, um ihre Mission zu erfüllen, sonst geht die Welt unter, steht hier der Weltuntergang quasi schon vor der Tür und es werden keine lächerlichen Datumsbegrenzungen mehr aus dem Himmel konstruiert.

Auch merkt man endlich, wie sehr sich die Figuren doch entwickelt haben. Klar, Annabeth ist immernoch das Superhirn und Percy der geborene Anführer/Kämpfer/toller Typ, aber dennoch müssen alle Situationen meistern, an denen sie gewissermaßen wachsen.
Und dann sind da natürlich auch die Hormone, die dem ganzen Kampfgetümmel noch ein wenig Kick geben (und wenn ich das sage, will das schon was heißen), weil sie den Fokus ein bisschen vom Gemetzel nehmen und außerdem den Figuren endlich ein wenig komplexeres Seelenleben zugestehen, als es bis dahin der Fall war.

Insgesamt bin ich sehr damit zufrieden, in welche Richtung die Geschichte geht. Es werden Geheimnisse gelüftet und echte Helden geboren, spannende Schlachten geführt und überraschende Wendungen gibt es obendrauf. Der Sprachstil ist wie immer sehr leicht und geradlinig, zeichnet sich aber durch einen leichten, aber dennoch sehr amüsanten, sarkastischen Humor aus.
Für dieses Finale gibt es knappe, aber dennoch verdiente 5 Wölkchen von mir.


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