14.11.2017

# Garderobe

Irrfahrt



Die ganze Zeit suche ich krampfhaft nach etwas zu sagen. Etwas, das gesagt werden muss und zwar nicht von irgendjemandem, sondern von mir.
Leider habe ich nichts. Ich will bloß. Ob Wollen reicht? Und an welchem Punkt sollte man akzeptieren, wenn es nicht reicht? Bis wann sollte man weiter suchen und ab wann besser einsehen, dass nicht jeder etwas bahnbrechendes mitzuteilen hat und ich vielleicht ein Nicht Jeder mit einem Nichts zu sagen bin.

Warte ich nichtstuend auf eine vielleicht niemals kommende Muse und wende mich derweil anderen Dingen zu? Oder suche ich weiter, grabe mich durch taubes Gestein, in der Hoffnung, irgendwann wenn schon nicht auf Gold, so doch wenigstens auf Silber zu stoßen?

Ist es Versagen, wenn man eine Mine still legt, obwohl noch nicht hundertprozentig ausgeschlossen ist, dass man beim nächsten Vorstoß auf eine ertragreiche Ader treffen könnte?
Ist es klammern, wenn man aus Angst vor dem Unbekannten seinen Stollen nicht verlässt?

Und hinter allem eigentlich nur ein Gedanke: Hat jede Sackgasse einen Wendehammer oder fahre ich im Zweifel gegen eine Wand?

Kommentare:

  1. Du bist der Fahrzeugführer deines Lebens - Selbst wenn am Ende der Sackgasse eine Wand wartet, hast du die Möglichkeit auszuweichen.
    Oder du fährst einen Panzer und bezwingst die Wand mit Leichtigkeit.

    :) (:

    Ich mag Gedanken-Texte, die mich wie ein Strudel in sich hinein ziehen. <3

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    1. :) Danke für deine lieben Worte. Manchmal wäre bloß eine Führerscheinprüfung vorher ganz nett >D

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